Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 248

Gesundheitspolitik

Ärzte beziehen Patienten zu wenig in Therapieentscheidungen ein

Viele Patienten wollen die Entscheidung, welche Therapie für sie die richtige ist, nicht allein ihrem Arzt überlassen. Wunsch und Realität klaffen allerdings auseinander: Während 55 % der Patienten in die Wahl zwischen verschiedenen Therapiealternativen einbezogen werden wollen, wurden 58 % von ihrem Arzt noch nie vor Alternativen gestellt. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von knapp 12.800 Patienten im Rahmen des Gesundheitsmonitors der Bertelsmann Stiftung und der BARMER GEK.

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Gesundheitspolitik

Sanofi bestätigt die Marktrücknahme - Lixisenatid bleibt nach dem Schiedsspruch nicht verfügbar

Sanofi gab das Ergebnis der Preisverhandlungen zum Erstattungsbetrag von Lyxumia® (Lixisenatid) in Deutschland bekannt. Die Schiedsstelle hat am 18. Juni 2014 einen neuen  Erstattungsbetrag für die Vermarktung von Lixisenatid in Deutschland festgesetzt. Auf Basis dieser Entscheidung wird Sanofi den Vertrieb von Lixisenatid in Deutschland nicht wieder aufnehmen. Der Schiedsstelle war angerufen worden, nachdem der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und Sanofi ihre Preisverhandlungen zu Lixisenatid ohne Konsens beendet hatten.
 

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Gesundheitspolitik

Deutsche Diabetes Gesellschaft kritisiert IQWiG-Bericht: „Kombination Dapagliflozin plus Metformin hat klaren Zusatznutzen“

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat in einer Stellungnahme an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) den Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Bewertung der Fixdosiskombination von Dapagliflozin mit Metformin als nicht akzeptabel zurückgewiesen. Das IQWiG war zum Ergebnis gekommen, dass für diese Tablettenkombination kein therapeutischer Zusatznutzen belegt sei. "Es ist aber wissenschaftlich unbestritten, dass bei einer Dapagliflozin-Therapie weniger schwere Unterzuckerungen auftreten als etwa bei Sulfonylharnstoffen", erklärt Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel, Präsident der DDG. "Hinzu kommt, dass bei einer Fixdosiskombination nur noch eine einzige Tablette eingenommen werden muss, was die Therapietreue erhöht." Erneut habe das IQWiG eine kritikwürdige Bewertung aufgrund praxisferner, formaler Kriterien abgegeben, so Siegel.

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Gesundheitspolitik

TK Bayern: „Jede Minute Tabletten im Wert von 9.650 Euro“

Die niedergelassenen Ärzte haben den gesetzlich Versicherten in Bayern im vergangenen Jahr Arzneimittel im Wert von knapp 5,1 Milliarden Euro verschrieben. Rechnerisch sind das 9.650 Euro in jeder Minute wie die Techniker Krankenkasse (TK) in München heute mitteilte. Dabei verordneten die Ärzte im Freistaat mit Arzneien im Wert von 482 pro Kopf am sparsamsten. Im Bund lag der Pro-Kopf-Wert bei 538 Euro, den höchsten Wert hatte Mecklenburg-Vorpommern mit rund 672 Euro. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg pro Kopf von 5,2 % in Bayern und 5,4 % im Bund.

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Medizin

DGP 2014: Checkpoint-Inhibition als neuer immuntherapeutischer Ansatz beim Lungenkarzinom

Die Therapie des NSCLC wird von vielen Parametern wie Histologie, Performance Status, Mutationsstatus und Stadium bestimmt, sagte PD Dr. Niels Reinmuth, Grosshansdorf, in einem Satellitensymposium im Rahmen des Pneumologie-Kongresses in Bremen. Sind relevante Treibermutationen wie EGFR oder EML4-ALK bekannt, ändert sich das therapeutische Vorgehen, weil man diese gezielt inhibieren kann. Einfache und bezahlbare Testverfahren in der Routine müssen jedoch noch entwickelt werden. „Im Vergleich zur Chemotherapie sind diese Target-Therapien mit Erlotinib, Crizotinib oder Afatinib insgesamt verträglicher, andererseits hat man es mit einem anderen Nebenwirkungsspektrum zu tun, beispielsweise mit Rash und Diarrhoen“, so Reinmuth. Weitere Therapiestrategien werden dringend gebraucht, neue Behandlungsansätze sind Liposomen-Vakzinierung und Checkpoint-Inhibitoren.

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Gesundheitspolitik

DGE-Stellungnahme: Fehlinformationen zur Jodversorgung gefährden Gesundheit

Fehlinformationen zur Jodversorgung der bundesdeutschen Bevölkerung, wie jüngst in einer ZDF-Sendung geschehen, sind irreführend und verantwortungslos, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Die Behauptung, Jod im Tierfutter lande in hohen Mengen "auf dem Teller" und sei gesundheitsschädlich, schüre eine „Jodangst“, die zu einem Meiden von Jod und langfristig zu einer Jodmangelepidemie führe, warnt die Fachgesellschaft. Jodmangel bewirkt eine vermehrte Bildung von Kröpfen, auch Struma genannt, und von Schilddrüsenknoten.

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Medizin

Neue Lösung zur Darmreinigung: Mehr Sicht, mehr Sicherheit

Ab sofort steht mit EZICLEN® in Deutschland ein neues Medikament zur effektiven Darmreinigung zur Verfügung. Die geringvolumige osmotische Lösung basiert auf einer Mischung aus Natrium-, Magnesium- und Kaliumsulfat. In Studien (1,2) zeigte EZICLEN® eine hohe Reinigungseffektivität aller Kolonabschnitte, einschließlich des schwer zu reinigenden rechten Kolons. Die gute Verträglichkeit wirkt sich positiv auf die Patientencompliance aus. EZICLEN® ist für die Mehrheit aller Patienten geeignet, einschließlich älterer Patienten. Vermarktet wird EZICLEN® von der Firma Aptalis Pharma als Lizenznehmer des Unternehmens Ipsen.

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Gesundheitspolitik

Sommerzeitumstellung und Diabetes: So klappt es mit dem Insulin

Am 30. März werden die Uhren wieder um eine Stunde vorgestellt. Der Biorhythmus von Mensch und Tier wird - alle Jahre wieder - vor kleinere oder größere Probleme gestellt. "Zwar handelt es sich nur um eine Stunde, doch die innere biologische Uhr lässt sich nicht so leicht verstellen wie eine Armbanduhr", erklärt Ulrike Fieback von der Techniker Krankenkasse (TK). Den rund 1,8 Millionen insulinpflichtigen Diabetikern, die zum Beispiel nach einer getakteten Zeit leben, rät die TK, keine Angst vor der Zeitumstellung zu haben.

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Medizin

Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen NSCLC: Phase-III-Studie REVEL mit Ramucirumab erreicht primären Endpunkt

Die internationale Phase-III-Studie REVEL zur Zweitlinientherapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) hat ihren primären Endpunkt erreicht (1). In der Studie konnte mit einer Kombinationstherapie aus dem Angiogenesehemmer Ramucirumab (IMC-1121B) plus Docetaxel eine Verlängerung des Gesamtüberlebens bei NSCLC-Patienten mit plattenepithelialer und nicht-plattenepithelialer Histologie im Vergleich zu Docetaxel plus Placebo erzielt werden.

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Medizin

Behandlungsleitlinien Brustkrebs 2014: Expertengremium AGO bestätigt Nutzen von Genexpressionstests

Der in Deutschland entwickelte Genexpressionstest EndoPredict wurde in den Leitlinien 2014 der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) aufgrund des erwiesenen Nutzens mit der Empfehlung "plus" beurteilt. Der Test hilft dabei, den optimalen Therapieweg für Brustkrebspatientinnen zu finden, indem das Rückfallrisiko der einzelnen Patientin genau ermittelt wird. Frauen mit einem niedrigen Risiko können ohne eine Chemotherapie optimal behandelt werden.

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Gesundheitspolitik

Einigung mit dem GKV-Spitzenverband: Diabetes-Medikament Dapagliflozin bleibt in Deutschland verfügbar

AstraZeneca gab bekannt, dass anstelle eines Schiedsspruchs eine Einigung mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV) auf einen Erstattungsbetrag für das Diabetes-Medikament Forxiga® (Dapagliflozin*) erreicht wurde. AstraZeneca wird den Forxiga®-Vertrieb in Deutschland wieder aufnehmen und strebt nach dem Abverkauf der noch in der Handelskette befindlichen Ware eine nahtlose Weiterversorgung an. Nach zunächst ergebnislosen Preisverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband hatte AstraZeneca Dapagliflozin zum 15. Dezember 2013 vorläufig außer Vertrieb gesetzt.

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Medizin

"Tumorfresser" zum An- und Ausschalten: Genschalter zur Steuerung von krebsbekämpfenden Viren

Biochemikern der Universität Konstanz und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg ist es gelungen, über einen Genschalter onkolytische Viren - das heißt Viren, die Krebszellen vernichten - zu steuern. Die Konstanzer Forschungsgruppe um Prof. Dr. Jörg Hartig entwickelte hierfür einen künstlichen RNA-Schalter, der anders als bisherige Genschalter ohne den sogenannten Transkriptionsfaktor auskommt und dadurch eine einfachere und präzisere Kontrolle der Genexpression in beliebigen Organismen ermöglicht. Die Forschungsergebnisse mit hohem Potential für die Krebsforschung wurden Anfang Februar im renommierten Wissenschaftsjournal „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) veröffentlicht.

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