News | Beiträge ab Seite 248
Brustkrebs: Bessere Wundheilung nach Drainage-freier OP
Cohera Medical Inc.®, ein amerikanischer Entwickler chirurgischer Klebstoffe und Versiegelungsmittel, gab heute den Abschluss einer Serie von Drainage-freien Brustkrebsoperationen mit dem chirurgischen Kleber TissuGlu® bekannt. Die Erfahrungen mit den in Berlin und München durchgeführten Eingriffen deuten darauf hin, dass Frauen bei bestimmten Brustkrebsoperationen (sogenannte Ablatio oder Mastektomie) zukünftig auch ohne Drainagen versorgt werden könnten.
Komplementäre Medizin: Sinnvolle Ergänzung zur klassischen Tumortherapie
Viele Krebspatienten haben das Bedürfnis, selbst einen Beitrag zu ihrem Therapieerfolg zu leisten. Besonders groß ist das Interesse an sog. komplementären Behandlungsmethoden - was auch an der enormen Resonanz auf den Vortrag abzulesen war, den die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz im April gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse (TK) in Koblenz im April angeboten hatte. "Grundsätzlich begrüßen wir diese Eigeninitiative von Patienten", sagte Referentin Dr. Jutta Hübner, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft. Allerdings sei es angesichts der vielfältigen Tipps, Mittel und Methoden nicht ganz einfach, zwischen wissenschaftlich fundierten und unseriösen Angeboten zu unterscheiden "Im harmlosesten Fall hat man vielleicht viel Geld für ein unwirksames Präparat ausgegeben. Im schlimmsten Fall können aber auch schädliche Neben- bzw. unerwünschte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten", so die Ärztin weiter.
vfa zur Ausschreibung der Krankenkassen für Grippeimpfstoffe: Grippeimpfstoffe: „Kassen sparen auf Kosten ihrer Mitglieder“
In 11 von 18 Kassen-Regionen Deutschlands haben die gesetzlichen Krankenkassen die Impfstoff-Versorgung ihrer Mitglieder für Grippeschutzimpfungen ausgeschrieben und meist auch schon mit einem Exklusivvertrag mit einem Hersteller abgeschlossen. Das bedeutet: Viele Bürger werden auch im nächsten Herbst wieder keine andere Grippeimpfung erhalten können als die, für die sich ihre Krankenkasse Rabatte gesichert hat. Sollten Lieferengpässe auftreten - wie schon 2012 -, könnten andere Anbieter nicht kurzfristig einspringen - weil die Verträge dies nicht zulassen und weil sie ihre Lieferkapazitäten für Deutschland auch nicht darauf einrichten konnten (saisonale Grippeimpfstoffe lassen sich nicht auf Vorrat produzieren).
Aktuelles e-Journal von JOURNAL HÄMATOLOGIE
„Beatriz“ entfacht hitzige Abtreibungsdebatte in El Salvador
In El Salvador sind Schwangerschaftsabbrüche streng verboten. Wer trotzdem abtreibt, kann im Gefängnis landen. Der Fall einer jungen Frau, die bei der Geburt ihres schwer missgebildeten Kindes sterben könnte, hat die Abtreibungsdebatte in dem Land nun neu angefacht.
Seelische Misshandlung muss für Rentenanspruch glaubhaft sein
Opfer seelischer Misshandlungen haben nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts Anspruch auf eine Beschädigtenrente, wenn sie ihre Qualen glaubhaft darlegen können. Nach dem Opferentschädigungsgesetz könnten somit Versorgungsleistungen beansprucht werden, auch wenn kein Tatzeuge vorhanden ist, teilte das Gericht am Mittwoch in Kassel nach einer Revisionsverhandlung mit (Aktenzeichen: B 9 VG 1/12 R).
diabetesDE: „Urteil zugunsten von Menschen mit Diabetes Typ 1 - Krankenversicherung muss Kosten für Schweineinsulin tragen“
Seit Firmen das Hormon Insulin biotechnologisch herstellen, ist aus Tierorganen gewonnenes Insulin fast vom Markt verschwunden. Doch einige Menschen mit Diabetes Typ 1 sind auf tierisches Insulin angewiesen, da die Therapie mit dem gentechnisch hergestellten Humaninsulin bei ihnen zu häufigen Unterzuckerungen führt. So ging es auch einem Mandanten von Rechtsanwalt Matthias Bolay aus Ansbach. In einem aktuellen Fall entschied ein Sozialgericht nun, dass die Krankenversicherung die Kosten für das besser verträgliche Schweineinsulin übernehmen muss. diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe begrüßt das Urteil.
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
Kampf gegen Menschenhandel stockt in der EU
Menschenhandel ist moderne Sklaverei. Gegen ihren Willen werden Menschen zum Beispiel in die Prostitution gezwungen - auch in Europa. Helfen sollte eigentlich ein EU-Gesetz aus dem Jahr 2011. Doch die Staaten sind mit der Umsetzung im Verzug.
Informationstag für krebskranke Eltern und deren Kinder am 13. April
Die "Projektgruppe zur Unterstützung von Kindern krebskranker Eltern" am Universitätsklinikum Jena (UKJ) lädt alle Interessierten zum Informationstag für krebskranke Eltern und deren Kinder am 13. April ein: Im Gemeindezentrum Lutherhaus Jena wird von 10.00 bis 14.00 Uhr ein Programm für Jung und Alt geboten.
Nuklearmediziner warnen vor Vitamin-D-Mangel
Nuklearmediziner spüren, dass der Winter in Deutschland lang und sonnenlos war. "In unsere Praxen kommen derzeit auffallend viele Patienten mit unklaren Knochen- oder Muskelschmerzen", sagt Dr. med. Detlef Moka, Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Nuklearmediziner e. V. (BDN). Doch viele leiden gar nicht unter Rheuma oder entzündlichen Gelenkerkrankungen, wie zunächst vermutet. Immer häufiger sind die Beschwerden Folge eines schweren Vitamin-D-Mangels - Resultat einer anhaltenden Unterversorgung mit direktem Sonnenlicht. Zur Vorbeugung rät der BDN in den Monaten Oktober bis März zur Einnahme von Vitamin D, insbesondere bei älteren Menschen, die während der Sommermonate nicht genug Sonnenlicht "tanken" können.
Neuroonkologisches Tumorzentrum des Uniklinikums Würzburg zertifiziert
Patienten mit Hirntumoren sind am Universitätsklinikum Würzburg in besten Händen, das bestätigt aktuell die Zertifizierung des Neuroonkologischen Tumorzentrums im Onkologischen Zentrum Würzburg. Um den Hauptkrebsarten wirkungsvoll entgegentreten zu können, hat die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) das System der zertifizierten Krebszentren ins Leben gerufen. Unter dem organisatorischen Dach eines Onkologischen Zentrums schließen sich Experten aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen. Ihr medizinisches Know-how wird gebündelt, ebenso wie zum Beispiel die Tumordokumentation und die psychosoziale Versorgung. Hinzu kommt eine qualifizierte Aus-, Fort- und Weiterbildung. Ein unabhängiges Gremium kontrolliert die Einhaltung eines von der DKG aufgestellten Anforderungskatalogs und verleiht bei Bestehen ein Zertifikat.
Unvergessener Tango - Freizeitangebote für Demenzkranke noch rar
Wandern, Tanzen, Radfahren - Freizeitangebote für die wachsende Zahl Demenzkranker und ihre Angehörigen sind gefragt. Noch ist das Angebot klein. Ehrenamtliche Organisatoren sind eine gesuchte Spezies.
Selbstverliebte Vorstandschefs investieren häufiger in bahnbrechende Technologien
Je narzisstischer ein Vorstandschef, umso höher seine Bereitschaft, in seinem oder ihrem Unternehmen neue Technologien einzuführen - insbesondere wenn diese Innovationen von der Öffentlichkeit als "heilsbringend", aber risikoreich wahrgenommen werden. Diesen Zusammenhang konnten Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erstmals in einer gemeinsam mit dem IMD in Lausanne und der Pennsylvania State University durchgeführten Studie nachweisen. Ihre Erkenntnisse werden in Kürze in der renommierten Fachzeitschrift Administrative Science Quarterly veröffentlicht.
Studie: Auflösung privater Kassen brächte hohe Verluste für Ärzte
Die Auflösung der privaten Krankenversicherung hätte für deutsche Ärzte nach einer Studie Einkommensverluste in Milliardenhöhe zur Folge. Im ersten Jahr einer Umstellung sei ein Verlust an Privathonoraren von 1,6 Milliarden Euro realistisch, heißt es in der Studie des Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem im Auftrag der Techniker Krankenkasse, die dem Nachrichtenmagazin "Focus" vorliegt. Schlimmstenfalls würde ein einheitliches Ärztehonorar für gesetzlich und privat Versicherte für die Mediziner Einkommensverluste von sechs Milliarden Euro bedeuten.
Reinhardt: Beim Thema Bürokratieabbau vor allem die Gesetzlichen Krankenversicherungen in den Focus nehmen
Der Vorsitzende des Hartmannbundes Dr. Klaus Reinhardt hat die Pläne des Normenkontrollrates der Bundesregierung begrüßt, mit dem Projekt "Mehr Zeit für Behandlung - Vereinfachung von Verfahren und Prozessen in Arztpraxen" konkrete Schritte zum Abbau überflüssiger Bürokratie in Angriff zu nehmen. Damit dürfe es allerdings nicht nur bei Lippenbekenntnissen bleiben. Die Überbürokratisierung in den Arztpraxen sei eine zentrale Ursache für die häufig empfundene Frustration der ärztlichen Kolleginnen und Kollegen. Ganz konkrete Ansatzpunkte für die Projektverantwortlichen sieht Reinhardt zu allererst im Bereich der Gesetzlichen Krankenkassen. Er zeigte sich überzeugt: Wenn man es sich zur Aufgabe gemacht hat, zunächst einmal überflüssigen bürokratischen Aufwand zu identifizieren, so ist man mit einem Blick auf das Vorgehen der Krankenkassen auf dem besten Wege, bereits kurzfristig greifbare Erfolge zu erzielen.
Pertuzumab und T-DM1 – zwei neue First-in-Class-Medikamente definieren neue Standards in der Therapie des HER2-positiven metastasierten Mammakarzinoms
Die beiden neuen First-in-Class-Medikamente Pertuzumab und T-DM1 verbessern beim HER2-positiven metastasierten oder lokal fortgeschrittenen inoperablen Mammakarzinom neben dem progressionsfreien Überleben und dem Ansprechen auch signifikant Gesamtüberleben und Lebensqualität. Dies wird erreicht durch eine geringe Zunahme der Toxizität bzw. ein günstigeres Nebenwirkungsprofil im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie. "Damit haben diese beiden Substanzen für mich als Kliniker einen eindeutigen Nutzen", sagte Prof. Andreas Schneeweiss, Heidelberg. "Pertuzumab in Kombination mit Docetaxel plus Trastuzumab und T-DM1 nach Vorbehandlung mit einem Taxan und Trastuzumab stellen somit die verbesserte Standardtherapie für Patientinnen mit HER2-positivem, metastasiertem Mammakarzinom dar."
Daten und Fakten zu nab-Paclitaxel
Abraxane® ist das erste biologisch wirksame albumingebundene Paclitaxel. Hierbei ist der Wirkstoff in Albumin-Nanopartikeln eingeschlossen, die durchschnittlich 130 nm groß sind (1). nab-Paclitaxel basiert auf der nabTM-Technologie, einem gezielt auf die Tumorbekämpfung ausgerichteten System, das die natürlichen Eigenschaften von Albumin nutzt, um die selektive Aufnahme und Anreicherung von Paclitaxel in Tumoren zu steigern (1). Die Nanopartikel zerfallen nach Injektion in die Blutbahn rasch in kleinere, lösliche Komplexe, die mit ~10 nm eine ähnliche Größe aufweisen wie die endogenen Albuminmoleküle im Blut (2). Daher können sie die natürlichen Bahnen des Transportproteins nutzen, um den Wirkstoff selektiv in den Tumor zu schleusen. Lösungsmittelbedingte toxische Nebenwirkungen, wie sie bei anderen Taxan-Formulierungen auftreten, werden auf diese Weise vermieden.
Teure Gleichstellung - Unisex-Tarife haben Versicherungskosten erhöht
Männer und Frauen sind jetzt gleichgestellt - zumindest vor der Versicherung. Seit etwa drei Monaten müssen die Unternehmen ihren Kunden Unisex-Verträge anbieten. Eine aktuelle Studie zeigt: Billiger ist es seitdem nicht geworden - im Gegenteil.
Schutz der Patienten vor irreführenden Arzneimittelbezeichnungen: Zulassungsbehörden BfArM und PEI setzen Industrie mit neuer Leitlinie engere Grenzen
Einen verbesserten Schutz der Patientinnen und Patienten vor irreführenden Arzneimittelbezeichnungen haben das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) jetzt auf den Weg gebracht. Mit der neuen „Leitlinie zur Bezeichnung von Arzneimitteln“ setzen die beiden Bundesoberbehörden der Industrie deutlich engere Grenzen bei der Auswahl von Arzneimittelnamen und ihren Zusätzen. Ziel ist es, Verwechslungen und Fehlanwendungen durch unklare, irreführende und verharmlosende Namen künftig verlässlich auszuschließen. Eindeutige und verwechslungssichere Bezeichnungen von Arzneimitteln sollen als Identifikations- und Unterscheidungsmerkmal gestärkt werden und zur Sicherheit im Arzneimittelverkehr beitragen. Davon profitieren Patienten, Ärzte und Apotheker gleichermaßen.
Ärzte fordern Facharztbesuche nur noch mit Überweisung
Deutschlands Kassenärzte wollen, dass Patienten nur noch mit Überweisung vom Hausarzt zu Orthopäden, Haut- oder anderen Fachärzten gehen. Der Gesetzgeber solle den Weg für drei Wahltarife bei der Krankenkasse freimachen, zwischen denen die Versicherten dann wählen müssten, forderte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, am Donnerstag in Berlin.
Schmerzen beim Treppensteigen - Jobcenter muss Umzug zahlen
Wer beim Treppensteigen unter erheblichen Schmerzen leidet, kann als Bezieher von Hartz-IV-Leistungen höhere Unterkunftskosten verlangen. Das entschied das Sozialgericht Gießen (Az.: S 25 AS 832/12 ER), wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt. Die Anforderungen daran, wann ein Umzug erforderlich sei, dürften gerade bei gesundheitlichen Gründen nicht überzogen werden.