News | Beiträge ab Seite 241
Medizin
Photodynamische Therapie: Tumoren durch aggressiven Sauerstoff zerstören
Bei der Photodynamischen Therapie zerstört man Tumoren oder andere Gewebeveränderungen durch aggressiven Sauerstoff, der aus harmlosen Vorläufern erzeugt wird, wenn man diese mit Licht bestrahlt; ein lichtempfindlicher Photosensibilisator, der sich im neu entstandenen Gewebe anreichert, wandelt sich durch das eingestrahlte Licht zu einer Quelle giftiger Substanzen, die das Tumorgewebe schädigen. „Jedoch verursachen die bisherigen Photosensibilisatoren mitunter unerwünschte Nebenwirkungen“, erklärt Juniorprofessorin Dr. Olalla Vázquez, die die Forschungsarbeit leitete. „Daher besteht ein großer Bedarf an verbesserten Photosensibilisatoren, die keine Schäden an gesundem Gewebe hervorrufen.“
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Gesundheitspolitik
Transiente myeloproliferative Störung bei Kindern mit Down-Syndrom
Eines von 700 Neugeborenen ist von Trisomie 21 (Down-Syndrom) betroffen. Der Begriff stammt von dem Arzt John Langdon Down (1828-1896), der das Syndrom 1866 als erster beschrieben hat. Das Chromosom 21 oder ein Teil davon ist 3-fach vorhanden. Der abweichende Chromosomensatz mit 47 statt 46 Chromosomen wurde jedoch erst im Jahre 1959 nachgewiesen. Bereits neugeborene Kinder mit Down-Syndrom haben typische körperliche Merkmale (z.B. großer Augenabstand, schräge Lidachsen, vermehrter Speichelfluss, Vierfingerfurche, schwacher Muskeltonus), die vom Arzt bei der ersten körperlichen Untersuchung festgestellt werden. Häufig liegen angeborene Herzfehler oder Darmfehlbildungen vor. Die Kinder sind zudem anfällig für Infektionen und haben ein höheres Risiko für Autoimmunerkrankungen. Da auch das Risiko für leukämische Vorstufen – wie die in diesem Artikel beschriebene transiente – sowie deren Übergang in eine nur bei Down-Syndrom vorkommende myeloische Leukämie erhöht ist, werden auch Hämatologen bei diesen Kindern zu Rate gezogen.
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Medizin
Fortgeschrittenes Prostatakarzinom: Apalutamid und Abirateronacetat in Phase-III-Studien überlegen
Sowohl der selektive Androgenrezeptor-Inhibitor Apalutamid (Erleada®) für das Hochrisiko-M0CRPC als auch der Androgenbiosynthese-Inhibitor Abirateronacetat (Zytiga®) + Prednison/Prednisolon (Abirateron/P) u.a. für das nicht oder mild symptomatische metastasierte kastrationsresistente Prostatakarzinom (mCRPC) und das neu diagnostizierte metastasierte Hochrisiko-hormonsensitive Prostatakarzinom (mHSPC) zeigten in ihren Zulassungsstudien eine signifikante Überlegenheit gegenüber dem jeweiligen Vergleichsarm, etwa bei den primären Endpunkten (1-4). Auf einer Pressekonferenz anlässlich des DGU-Kongresses in Hamburg stellten Prof. Dr. Kurt Miller, Berlin, und PD Dr. Henrik Suttmann, Hamburg, aktuelle Daten zur Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms (PCa) mit den beiden Wirkstoffen vor.
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Gesundheitspolitik
Millionenfach offenliegende Gesundheitsdaten – Regeln für die bildgebende Datenhaltung in der Medizintechnik
Thomas Ultsch vom IT-Dienstleistungsunternehmen Akquinet beschäftigt sich mit der Datenhaltung des Outputs bildgebender Medizingeräte. Im Austausch mit Universitätskliniken und Krankenhäusern entwickelt er Konzepte für die Datenintegrität und -sicherheit von patientenbezogenen Daten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der ganzheitlichen Bereitstellung von Diagnoseergebnissen (Dokumenten und Bildern), deren Aufbewahrung und Sicherheit.
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Gesundheitspolitik
Pflegebrücke aus Mexiko - Neue Wege bei der Suche nach Fachkräften
Die Bundesagentur für Arbeit will in einer konzertierten Aktion Tausende Arbeitnehmer aus Nicht-EU-Ländern nach Deutschland holen, um die Löcher zu füllen, die der Fachkräftemangel in vielen Sparten aufreißt. Es geht um Techniker, IT-Fachleute, Handwerker – vor allem aber um Kräfte für die Pflege von Alten und Kranken. Dort ist der Notstand am größten und spürbarsten.
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Medizin
18. September Informationstag zu Kopf-Hals-Tumoren am Medias-Klinikum Burghausen
Tumoren im Kopf-Hals-Bereich stellen mittlerweile die fünfthäufigste Krebserkrankung in Deutschland und Europa dar. Vom 16. bis 20. September 2019 hat die Europäische Kopf-Hals-Gesellschaft (European Head & Neck Society) daher eine Aktions- und Informationswoche zur umfassenden Aufklärung über diese Erkrankungen ausgerufen. In diesem Rahmen veranstaltet das Medias-Klinikum Burghausen am 18. September 2019 von 10 bis 15 Uhr einen Patienten-Informationstag. Neben der Möglichkeit für individuelle Einzelgespräche mit den Experten des Klinikums finden im Anschluss ab 14 Uhr Vorträge zu den verschiedenen Therapiemöglichkeiten bei Kopf-Hals-Tumoren statt.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
Auf unserer Webseite journalhaema.de finden Sie unsere Berichterstattung rund um maligne und benigne Bluterkrankungen – übersichtlich, modern und immer aktuell!
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Medizin
Netzfunde im September
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Medizin
Zentrale Aufgaben medizinischer Bildgebung bei der Therapie von Lymphdrüsenkrebs
Beurteilung, Therapieerfolg und Verlaufskontrolle – in der Behandlung eines malignen Lymphoms spielen bildgebende Verfahren der Radiologie und der Nuklearmedizin eine entscheidende Rolle. Lymphknoten sind Filter der Lymphe und damit wichtige Bausteine unseres Immunsystems. Anlässlich des Weltlymphomtags am 15. September informieren die renommierten Bildgebungsspezialisten der Radiologie München über die onkologische Erkrankung der Lymphknoten, von der in Deutschland jährlich etwa 11.000 neue Fälle verzeichnet werden, und darüber, welche Verfahren für eine qualitätsvolle und fundierte Diagnostik dabei zum Einsatz kommen. Denn auch wenn Lymphdrüsenkrebs mit einem Anteil von ca. 5% an allen Krebserkrankungen eher zu den selteneren Formen gehört, gibt es aufgrund seiner geringen Bekanntheit Aufklärungsbedarf – um Bewusstsein zu schaffen und dadurch die Chance auf eine Früherkennung und Heilung zu erhöhen.
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Gesundheitspolitik
Studie: Viele Bluttransfusionen in Kliniken vermeidbar
Viele Bluttransfusionen in deutschen Kliniken wären laut einer Studie der Barmer-Krankenkasse zu vermeiden. Dafür sollten vor allem Millionen Patienten mit Anämie besser auf planbare Operationen vorbereitet werden, sagte Kassenchef Christoph Straub am Donnerstag. Bisher nutzten aber nur wenige Krankenhäuser in Deutschland ein spezielles Behandlungskonzept zur Stärkung der körpereigenen Blutreserven, das sogenannte Patient Blood Management (PBM). "Das sollte sich schnell ändern." Zum PBM-Konzept gehören zum Beispiel eine vorherige Gabe von Eisenpräparaten und "blutsparende" Operationstechniken wie minimalinvasive Eingriffe. Damit würden Transfusionen insgesamt deutlich unwahrscheinlicher.
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Medizin
Hysterektomie: Hohes Risiko für Depressionen und Angstzustände
Hysterektomie geht gemäß einer Kohortenstudie der Forscher der Mayo Clinic an fast 2.100 Frauen mit einem erhöhten Risiko für langfristige psychische Gesundheitsprobleme einher. An der Überprüfung der Patientenakten von 1980 bis 2002 nahmen Frauen teil, bei denen die Gebärmutter entfernt wurde, nicht jedoch die Eierstöcke. Die Studie, für die Daten des Rochester Epidemiology Project verwendet wurden, berücksichtigte nur neue Diagnosen von Depressionen, Angstzuständen, Demenz, Drogenmissbrauch und Schizophrenie nach einer Hysterektomie und schloss Frauen mit früheren Diagnosen aus.
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Gesundheitspolitik
Oberster Datenschützer warnt vor Abstrichen bei E-Patientenakte
Nach langem Gezerre sollen elektronische Akten für Patienten in knapp zwei Jahren kommen – aber zunächst nicht mit allen Funktionen, um nicht noch mehr Zeit zu benötigen. Was heißt das für den Datenschutz?
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Medizin
Förderung für Studie iEUROEWING zum Ewing-Sarkom
Die Deutsche Krebshilfe stellt dem Team der Cooperativen Ewing Sarkom Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Uta Dirksen, Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE), stellv. Direktorin der Kinderklinik III am Westdeutschen Tumorzentrum des Universitätsklinikums Essen, für die Studie iEUROEWING 4,1 Millionen Euro zur Verfügung.
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Medizin
Auch bei Unter-40-Jährigen an Magenkarzinom denken
Magenkrebs darf nicht als Krankheit vorwiegend älterer Menschen betrachtet werden; vielmehr sollten jüngere Menschen < 40 Jahren mit chronischen Verdauungsproblemen proaktiver untersucht werden. Dies gilt ganz besonders für Menschen in Lateinamerika, so der Schluss einer retrospektiven Beobachtungsstudie aus Mexiko, in der festgestellt wurde, dass von mehr als 2.000 Patienten mit Magenkarzinom jeder Siebte jünger als 40 Jahre war und ein schlechteres Outcome als ältere Patienten aufwies.
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Gesundheitspolitik
Herausforderung Digitale Transformation in der Gesundheitsbranche
Die Healthcare Frauen e.V. (HCF), das renommierte Businessnetzwerk für Managerinnen im Gesundheitswesen, stellen bei der adesso Summer Lounge in Berlin erste Ergebnisse des Digitalen Healthcare Index 2019 vor – der ersten branchenweiten Online-Befragung zum Stand der Digitalisierung im Healthcare-Bereich.
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Medizin
Biomarker PD-L1: Gebündelte Informationen im QuIP-Portal
Um sich über den Biomarker PD-L1 zu informieren, mussten Patho- und Onkologen bislang auf die Webseiten der Arzneimittelhersteller oder wissenschaftliche Publikationen zurückgreifen, bzw. Fachtagungen und Weiterbildungen und Trainings absolvieren. Die Qualitätssicherungsinitiative Pathologie – QuIP GmbH hat sich der Problematik angenommen und mit dem Portal einen Ort geschaffen, um all diese Informationen zu bündeln.*
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Gesundheitspolitik
Politik muss endlich bessere Rahmenbedingungen für Kinderarzneimittel schaffen
Entscheidungsträger aus Politik und Selbstverwaltung sollten den Schiedsspruch zu Alkindi® dringend zum Anlass nehmen, um ernsthaft bessere Rahmenbedingungen für die Hersteller pädiatrischer Arzneimittel zu schaffen. Am 4. Juni 2019 hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) diesem Kinderarzneimittel mit dem Wirkstoff Hydrocortison zur Behandlung der Nebenniereninsuffizienz keinen Zusatznutzen attestiert. Das lässt für die weitere Entwicklung von Arzneimitteln für Kinder und Jugendliche in Deutschland nichts Gutes befürchten.
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Gesundheitspolitik
Hautkrebsfrüherkennung: Künstliche Intelligenz kann helfen, Leben zu retten
Die Digitalisierung ist aus der Medizin nicht mehr wegzudenken. So unterstützt die Künstliche Intelligenz (KI) Ärzte mittlerweile in einigen Bereichen ähnlich präzise wie eine Koryphäe auf dem Fachgebiet. Medizinische Bildsysteme erfassen den menschlichen Körper, schlagen bei Auffälligkeiten Alarm und können damit sogar helfen, Leben zu retten. Mit dem bodystudio ATBM master führt die Firma FotoFinder Systems GmbH jetzt ein Bildsystem ein, das Ärzten einen neuen Ansatz bei der digitalen Diagnose von Hautkrebs ermöglicht, sekundenschnell Ergebnisse liefert und die Notwendigkeit von Gewebeentnahmen deutlich reduzieren kann.
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Medizin
Einfluss der Taxane auf die Therapiesequenz des Magenkarzinoms
Das Adenokarzinom des Magens und des gastroösophagealen Übergangs (AEG) ist nach wie vor eine Tumorentität mit schlechter Prognose. Während in der Therapie solider Tumoren in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte erzielt wurden, verliefen beim Magenkarzinom zahlreiche Phase-III-Studien negativ. Zu den bisherigen Therapieerfolgen zielgerichteter Therapien zählen die Einführung von Trastuzumab beim HER2+ Magenkarzinom in der ersten Therapielinie und die Angiogenesehemmung mit dem Antikörper Ramucirumab in der Zweitlinie. Taxane haben sich im perioperativen Setting in Form des FLOT-Regimes sowie in der zweiten Therapielinie etabliert und neue Standards gesetzt. In der Erstlinientherapie werden sie in Kombination mit einem Platin- und 5-Fluorouracil (5-FU)-haltigen Regime als eine Behandlungsoption für Patienten mit hoher Tumorlast und starkem Remissionsdruck eingesetzt. Seitdem mehrere positive Studien zur Zweit- und Drittlinientherapie veröffentlicht wurden, spielt die Sequenztherapie auch beim metastasierten Magenkarzinom und AEG-Tumor eine zunehmend wichtige Rolle.
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Gesundheitspolitik
Kein Krankengeld trotz Attest: Arzt trifft keine Schuld
Wer länger krank ist und nicht arbeiten kann, hat Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse. Es kann aber sein, dass ein Attest vom Arzt allein dafür nicht ausreicht. Denn die Kasse kann den Fall durch ihren medizinischen Dienst überprüfen lassen. Der Arzt muss dann keine Gewähr dafür übernehmen, dass seine Dokumentation als Beweis ausreicht – und Patienten haben darauf auch keinen Anspruch. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) hin.
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Medizin
HR+ früher Brustkrebs: 5-jährige Letrozol-Therapie nach adjuvanter Tamoxifen-Therapie verbessert DFS signifikant
Da der Nutzen einer längeren adjuvanten endokrinen Therapie (ET) mit Aromatase-Inhibitoren (AIs) nach sequenzieller ET mit Tamoxifen gefolgt von AI-Therapie für 5 Jahre immer noch kontrovers diskutiert wird, wurde in der prospektiven, randomisierten Phase-III-Studie GIM4 LEAD (NCT01064635) der Standard-Therapiezeitraum von 2-3 Jahren Letrozol nach Tamoxifen mit einer Letrozol-Gabe von 5 Jahren verglichen.
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