News | Beiträge ab Seite 223
Medizin
Studie zur intratumoralen genetischen Heterogenität beim Neuroblastom
Wie sich intratumorale genetische Heterogenität im Laufe der Erkrankung entwickelt, haben Forschende jetzt beim Neuroblastom rekonstruiert. Sie zeigen, dass ein einzelner Tumor große genetische Differenzen aufweisen kann: sowohl räumlich als auch zeitlich. Die Forschenden untersuchten die für den Verlauf und die Therapie der Erkrankung wichtigen Gene ALK, MYCN und FGFR1 besonders detailliert.
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Medizin
Autoimmunität und Krebs: Roquin steuert die Aktivität von Immunzellen
Autoimmunerkrankungen wie Lupus erythematodes (SLE) gehen mit schweren Entzündungen in unterschiedlichen Regionen des Organismus einher. Das Immunsystem erkennt körpereigene Strukturen fälschlicherweise als fremd und greift diese an. Nur eine Handvoll bekannter Mutationen in einzelnen Genen des Erbguts führen zu Autoimmunität, dazu gehört das für Roquin-1 kodierende Gen: Die Sanroque-Mutation führt bei Mäusen zu einem Krankheitsbild, welches dem SLE ähnelt. "Aus solchen Mutationen lernen wir, wie sich unser Körper vor autoaggressiven Reaktionen des Immunsystems schützt“, sagte Prof.Dr. Vigo Heissmeyer.
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Gesundheitspolitik
DIVI fordert umgehend bundesweit einheitliche Maßnahmen zur größtmöglichen Kontaktbeschränkung
Die Lage in der Pandemie war aus Sicht der Intensiv- und Notfallmedizin noch nie so bedrohlich und ernst wie heute. Schon vor Weihnachten werden wir mehr als 6.000 Patienten mit COVID-19 auf den Intensivstationen behandeln müssen – und damit wird das bisherige Allzeithoch des letzten Jahres mit Sicherheit deutlich überschritten.
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NSCLC
Immuntherapie beim Lungenkrebs: Fortschritte in metastasierten und operablen Stadien
In den letzten 10 Jahren gab es in der Therapie des NSCLC eine rasante Entwicklung– insbesondere in der Kombinationstherapie, sagte PD Dr. Martin Faehling, Chefarzt am Klinikum Esslingen. So erwies sich z.B. in der Phase-III-Studie CheckMate 9LA beim metastasierten NSCLC die Kombination mit Nivolumab und Ipilimumab als eine neue und gut verträgliche Erstlinienbehandlungsoption, von der insbesondere Patient:innen mit Hirnmetastasen profitieren. Patient:innen in operablen Stadien haben einen signifikanten Überlebensvorteil durch eine neoadjuvante Immunchemotherapie.
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Gesundheitspolitik
Virologen und Immunologen: Schnelles politisches Handeln notwendig
Die 4. Welle der Coronavirus-Pandemie stellt Deutschland erneut vor eine große Herausforderung, die konsequentes und schnelles Handeln erforderlich macht. Die Gesellschaft für Virologie (GfV) und die Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) unterstützen gemeinsam ausdrücklich die Stellungnahme der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit allen dort geforderten Maßnahmen (1).
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Medizin
HIV und Krebs: Früher Beginn antiretroviraler Therapie senkt Risiko
HIV-Patient:nnen haben ein erhöhtes Risiko an Haut- und Schleimhautkrebs zu erkranken, auch wenn dank einer antiretroviralen Therapie das HI-Virus im Blut eigentlich nicht mehr nachweisbar ist. Eine neue Studie der Universitätsklinik für Dermatologie der MedUni Wien, des Ludwig Boltzmann Institute for Rare and Undiagnosed Diseases (LBI-RUD) und des CeMM Forschungszentrums für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zeigt nun, dass der Zeitpunkt des Starts der antiretroviralen Therapie einen Einfluss auf die Tumorentwicklung haben kann. Die Ergebnisse wurden aktuell im Fachjournal Immunity veröffentlicht.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
Auf unserer Webseite journalhaema.de finden Sie unsere Berichterstattung rund um maligne und benigne Bluterkrankungen – übersichtlich, modern und immer aktuell!
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Medizin
ESMO 2021: Neuigkeiten zur Diagnostik des Ovarialkarzinoms – Wie und wann kann eine HRD-Testung in die klinische Praxis integriert werden?
Patientinnen mit Ovarialkarzinom und BRCA-Mutationen und/oder einem positiven HRD-Status können von einer Therapie mit PARP-Inhibitoren profitieren. Im Rahmen des diesjährigen ESMO-Kongresses wurde der optimale Zeitpunkt der Diagnostik thematisiert und es wurde gezeigt, mithilfe welcher Methoden der Nachweis einer HRD in der lokalen Pathologie erfolgen kann.
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Gesundheitspolitik
Nationalakademie Leopoldina legt Ad-hoc-Stellungnahme zur Eindämmung der 4. Welle vor
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina veröffentlichte die Ad-hoc-Stellungnahme „Coronavirus-Pandemie: Klare und konsequente Maßnahmen ‒ sofort!“. Das angehängte Papier konzentriert sich auf dringend notwendige Maßnahmen mit dem Ziel, die 4. Infektionswelle schnell und effizient einzudämmen.
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News
Prognostizierte Anzahl von Krebstodesfällen weltweit im Zeitraum von 2020 bis 2040
Die International Agency for Research on Cancer schätzt die Zahl der Krebstoten für das Jahr 2020 auf weltweit rund 9,96 Millionen. Die Zahl der Krebsneuerkrankungen belief sich im gleichen Jahr auf rund 19,3 Millionen – Tendenz steigend. Laut Prognose könnte sich die Zahl der Krebstoten bis zum Jahr 2040 auf rund 16,3 Millionen erhöhen.
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Gesundheitspolitik
DIVI spricht sich für Impfpflicht aller Erwachsenen aus
Das Präsidium der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) spricht sich geschlossen für eine Impfpflicht aller Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahre aus. „Es gilt unsere Patienten zu schützen, Menschenleben zu retten und auch unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren“, fasst DIVI-Präsident Prof. Gernot Marx die Überlegungen der Intensiv- und Notfallmediziner zusammen. Die Impfpflicht für Erwachsene sei alternativlos, so das Präsidium einstimmig, um die Pandemie auch langfristig hinter sich zu lassen.
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News
Spenderblut vor allem bei Krebs benötigt
Am 14. Juni ist Weltblutspendetag. In Deutschland haben im Jahr 2019 durchschnittlich 79 Menschen je 1.000 Einwohner:innen Blut gespendet, so die aktuelle Angabe vom Paul-Ehrlich-Institut. Damit ist die Bereitschaft zur Blutspende in den vergangenen Jahren gesunken. Im Jahr 2010 lag sie noch bei 92 Menschen je 1.000 Einwohner:innen.
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Medizin
Mammakarzinom: Wie profitieren Patientinnen von molekularer Diagnostik?
Jedes Jahr erhalten etwa 70.000 Frauen in Deutschland die Diagnose Brustkrebs (1). Viele von ihnen können ihre Behandlungschancen durch eine frühzeitige molekularpathologische Testung verbessern, denn inzwischen sind zahlreiche Genveränderungen bekannt, die hier als prognostische und prädiktive Marker für zielgerichtete Therapieoptionen zur Verfügung stehen. Die damit verbundene zunehmende Komplexität der Therapielandschaft sowie das wachsende Biomarker-Spektrum erfordern immer stärker eine interdisziplinäre Entscheidungsfindung. Auch Analysehilfsmittel zur Interpretation molekularpathologischer Ergebnisse spielen eine zunehmend wichtige Rolle. Wie die Analyse-Software MH Guide bei den wachsenden Datenmengen unterstützt und die Entscheidung im Sinne einer besseren PatientInnen-Versorgung im molekularen Tumorboard optimieren kann, wurde im Rahmen eines Presseworkshops am 17. November 2021 von Molecular Health diskutiert.
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Gesundheitspolitik
DGI fordert umgehende Anpassung der Testpflicht im Gesundheitswesen
Das geändert Infektionsschutzgesetz sieht eine Testpflicht für nahezu alle Beschäftigten im Gesundheitswesen vor – unabhängig von ihrem Impfstatus. Die Regelung führt zu einer großen organisatorischen und zeitlichen Belastung des derzeit ohnehin unter enormen Druck stehenden Gesundheitssystems. Eine umgehende Anpassung hin zu einer realistischen und umsetzbaren Regelung sei deshalb nötig, fordert die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI).
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Gesundheitspolitik
10 Jahre Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland
„Die Bedürfnisse und Nöte von schwerstkranken, sterbenden und auch suizidgefährdeten Menschen müssen in den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen deutlich mehr Berücksichtigung finden.“ so Prof. Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der ‚Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland‘, welches nach coronabedingter Verschiebung um ein Jahr diesen Mittwoch mit einem Bürgerforum und einem Festakt in Berlin nachgefeiert werden sollte: „In Anbetracht steigender Coronazahlen mussten wir die Feierlichkeiten leider absagen. Gerade jetzt möchten wir aber dringend darauf hinwirken, insbesondere in den vor uns liegenden Monaten das individuelle Leid schwerkranker Menschen und ihrer Familien im Blick zu behalten und als Team mit ihnen zusammen Nähe, Gemeinschaft und Momente der Lebensfreude und Begegnung zu ermöglichen.“
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Gesundheitspolitik
Die Delta-Variante von SARS-CoV-2 verbreitet sich in Westafrika rasant
Während die hochansteckende Delta-Variante sich in Deutschland und den meisten europäischen Ländern bereits durchgesetzt hat, war über seine Ausbreitung in Afrika bisher wenig bekannt. DZIF-Wissenschaftler und -Wissenschaftlerinnen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnten nun in einer Studie in Benin, Westafrika, zeigen, dass sich diese von der WHO als besorgniserregend eingestufte Variante innerhalb von nur 2 Monaten zur dominanten Virusform entwickelte. Ein ebenfalls drastischer Anstieg an COVID-19-Erkrankungen in Benin hängt damit vermutlich eng zusammen.
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Medizin
Metastasiertes Prostatakarzinom: Radioligandtherapie verlängert Überlebenszeit
Das metastasierte Prostatakarzinom ist nach wie vor unheilbar. 2 neue Studien zeigen jedoch, dass die Radioligandtherapie (RLT) die Erkrankung auch dann noch erfolgreich zurückdrängen kann, wenn Patienten im fortgeschrittenen Stadium auf andere Behandlungen wie Medikamente, Hormon- oder Chemotherapie nicht mehr ansprechen. „Die RLT verlängert das Leben aktuellen Erkenntnissen zufolge um mehrere Monate“, sagt Dr. med. Norbert Czech vom Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e. V. (BDN). „Die Patienten spüren weniger Schmerzen und haben wieder Appetit.“ Ob eine RTL anschlagen wird, lässt sich am besten über eine PSMA-PET/CT ermitteln. Ist dies gegeben, können gesetzlich Versicherte die nebenwirkungsarme Therapie als Heilversuch in Anspruch nehmen. Expert:innen erwarten, dass die RLT bald regulär zugelassen wird.
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News
Weltweite Verteilung von Krebsneuerkrankungen nach Weltregionen im Jahr 2020
Die Statistik zeigt die weltweite Verteilung von Krebsneuerkrankungen (Inzidenz) nach WHO-Weltregionen im Jahr 2020.
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News
Lungenkrebs-Sterberate sinkt bei Männern und steigt bei Frauen
Die Sterberate durch Lungenkrebs ist bei Männern rückläufig – bei Frauen hingegen steigt sie. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). Grund dafür sei, dass sich der Tabakkonsum bei Frauen erst später ausbreitete als unter Männern.
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Medizin
Lungenkrebs: Erste Mesotheliomeinheit Deutschlands zertifiziert
In Deutschland werden pro Jahr etwa 500.000 Krebserkrankungen neu diagnostiziert. Lungenkrebs ist in Deutschland bei Männern und mittlerweile auch bei Frauen die häufigste Krebstodesursache. Auch weltweit ist Lungenkrebs mit Abstand die tödlichste Krebserkrankung. „Wir freuen uns sehr, dass die Deutsche Krebsgesellschaft mit der erneuten Zertifizierung als Lungenkrebszentrum einmal mehr anerkennt und bestätigt, welch herausragende Arbeit für Patientinnen und Patienten in diesem Bereich im Westdeutschen Tumorzentrum der Universitätsmedizin Essen mit den Standorten Ruhrlandklinik und Universitätsklinikum geleistet wird. Bei kaum einer anderen Krebsform ist mit Blick auf Diagnosequalität und individuelle Therapiemöglichkeiten so wichtig, an einem Tumorzentrum – wie dem WTZ - behandelt zu werden“, sagt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen.
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Medizin
Myelofibrose: Neue Dosierungsempfehlungen für Ruxolitinib
In die aktuelle Fachinformation für den oralen JAK-Inhibitor Ruxolitinib wurden neue Dosierungsempfehlungen zur Behandlung von krankheitsbedingter
Splenomegalie oder Symptomen bei Erwachsenen mit primärer Myelofibrose (MF) aufgenommen (1). Diese geben eine differenziertere Dosierung zu Therapiebeginn sowie eine Dosisanpassung vor, wenn im Behandlungsverlauf eine Thrombozytopenie auftritt (1).
Splenomegalie oder Symptomen bei Erwachsenen mit primärer Myelofibrose (MF) aufgenommen (1). Diese geben eine differenziertere Dosierung zu Therapiebeginn sowie eine Dosisanpassung vor, wenn im Behandlungsverlauf eine Thrombozytopenie auftritt (1).
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