News | Beiträge ab Seite 128
Medizin
Prototyp zur Echtzeit-Verfolgung beweglicher Tumoren während der Protonentherapie
Am 9. Januar 2024 ist in Dresden ein wissenschaftlicher Prototyp für die MRT-geführte Protonentherapie eingeweiht worden. Mit dieser Anlage begeben sich Expert:innen aus Medizin, Medizinphysik, Biologie und Ingenieurwissenschaften auf den Weg zur wissenschaftlichen Erprobung einer neuen Form der Strahlentherapie zur Behandlung von Krebserkrankungen. Erstmals weltweit wird in Form eines Prototyps ein Ganzkörper-MRT-Gerät zur Echtzeit-Bildgebung mit einer Protonentherapieanlage kombiniert.
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Medizin
Neue Umfrage zur Schmerztherapie in der Hämophilie
Bayer führt in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Hämophiler e.V. (IGH) und der Deutschen Hämophilie Gesellschaft (DHG) eine umfassende Umfrage zum Thema „Schmerztherapie in der Hämophilie“ durch. Ziel der Befragung ist es, detaillierte Informationen darüber zu sammeln, welche Schmerztherapien bei Menschen mit Hämophilie angewendet und von welchen Ärzt:innen diese durchgeführt werden. Die gewonnenen Ergebnisse sollen dazu dienen, gezielt Maßnahmen zur Verbesserung der Schmerztherapie in dieser Patientengruppe zu entwickeln. Im Jahr 2012 hat erstmals eine solche Umfrage stattgefunden und wertvolle Einblicke in die Praxis generiert.
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News
Kostenfreier Lungencheck für (Ex-)Raucher:innen am Campus Lübeck
Das Lungenkrebszentrums des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, lädt ehemalige und aktive Raucher:innen zwischen 55 und 79 Jahren erneut zum Lungencheck ein. Angeboten werden die kostenfreien Untersuchungen im Rahmen der HANSE-Studie SOLACE – einem von der EU mitfinanzierten Nachfolgeprojekt der HANSE-Studie, dem bisher größten Programm zur Früherkennung von Lungen- und Herzkreislauferkrankungen in Deutschland.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
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Medizin
Zervixkarzinom: Lebensqualität erhalten mit Regionaler Chemotherapie
Die Regionale Chemotherapie ist eine hochwirksame Methode zur Behandlung von bösartigen Krebserkrankungen, bei der die Nebenwirkungen im Vergleich zu einer standardisierten Chemo- oder Strahlentherapie deutlich geringer ausfallen. Sie kann auch bei Gebärmutterhalskrebs eingesetzt werden.
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Medizin
r/r FL: Zulassungserweiterung für Zanubrutinib in Kombination mit Obinutuzumab
Die Europäische Kommission hat den Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) Zanubrutinib in Kombination mit Obinutuzumab für die Behandlung des rezidivierten/refraktären (r/r) follikulären Lymphoms (FL) nach mindestens 2 vorherigen Therapielinien zugelassen. Grundlage der Zulassung war die Phase-II-Studie ROSEWOOD, in der Zanubrutinib plus Obinutuzumab mit einer Obinutuzumab-Monotherapie verglichen wurde. Patient:innen, die Zanubrutinib mit Obinutuzumab (ZO) erhielten, sprachen in der Studie signifikant besser auf die Behandlung an als unter der Monotherapie mit Obinutuzumab (O) und zeigten auch beim progressionsfreien Überleben (PFS) Vorteile (1). Insgesamt konnte für ZO ein günstigeres Nutzen-Risiko-Profil nachgewiesen werden. Zanubrutinib ist in der Europäischen Union bereits für die Therapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) und bestimmte Fälle des Marginalzonenlymphoms (MZL) sowie bei Morbus Waldenström (MW) zugelassen (2).
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Medizin
Darmkrebs: Probiotika verringern durch Chemotherapie ausgelöste gastrointestinale Komplikationen
In einer randomisierten klinischen Studie wurde die Wirksamkeit der Verabreichung von Probiotika untersucht, um Chemotherapie-bedingten gastrointestinalen Komplikationen entgegenzuwirken. Die Studie zeigte, dass die Verabreichung von Probiotika im Vergleich zu Placebo die Beschwerden im Verdauungssystem der Patient:innen reduzierte. Insbesondere Diarrhö war mit Probiotika seltener. Auch zeigten Untersuchungen, dass die Probiotika der negativen Wirkung der Chemotherapie auf die Darmflora, wie einer Reduktion der Diversität, entgegenwirken.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
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Gesundheitspolitik
Krankenkassen: Viele Gesundheits-Apps für Patienten nutzlos
Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) wie Smartphone-Apps helfen den Patientinnen und Patienten nach Einschätzung der Krankenkassen oft nur wenig. „Die Bilanz zu den DiGA ist von Ernüchterung geprägt“, teilte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorständin des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), am 8. Januar in Berlin mit. „Auch im dritten Jahr nach ihrer Einführung lösen die Gesundheits-Apps nicht ihr Versprechen ein, die gesundheitliche Versorgung grundlegend zu verbessern.“ Es gebe zu viele Anwendungen, die trotz ihrer Aufnahme in den Leistungskatalog der Kassen keinen Nutzen für Patientinnen und Patienten nachweisen konnten.
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Medizin
Umprogrammierte Fettzellen unterstützen das Tumorwachstum
Mutationen des Tumorsuppressors p53 wirken nicht nur auf die Krebszellen selbst wachstumsfördernd, sondern beeinflussen auch die Zellen in der Mikroumgebung des Tumors. Wissenschaftler:innen im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und im israelischen Weizmann Institut zeigen nun, dass p53-mutierte Brustkrebszellen der Maus Fettzellen umprogrammieren. Die so manipulierten Fettzellen schaffen eine entzündliche Mikroumgebung, beeinträchtigen dadurch die Immunantwort gegen den Tumor und fördern das Krebswachstum.
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Medizin
Bluttest sagt Therapieerfolg bei Gastrointestinalen Stromatumoren voraus
Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsklinik Essen konnten im Rahmen einer weltweit durchgeführten Studie erstmalig zeigen, dass mit Hilfe eines modernen Bluttests die Wirksamkeit von Therapien bei Imatinib-resistenten Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) vorhergesagt werden könnte. Ihre Ergebnisse haben sie gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam kürzlich in „Nature Medicine“ veröffentlicht.
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Gesundheitspolitik
Stiftung Patientenschutz fordert Qualitätsprüfung für Ärzte
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Qualitätsprüfungen bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in Deutschland gefordert. „Die Entbudgetierung allein ist keine Zauberformel für alle Probleme“, sagte Vorstand Eugen Brysch am 9. Januar der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte angekündigt, dass für Hausarztpraxen geltende Obergrenzen bei der Bezahlung wegfallen sollen.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach: Erleichterungen für Hausärzte in diesem Jahr
Gesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet bereits in diesem Jahr mit ersten Erleichterungen für Hausärzte und Patienten durch die von ihm angestrebte Reform. „Schon in diesem Jahr wird das beginnen. Wir kommen ja jetzt mit dem Gesetz noch, also im Januar werden wir es der Öffentlichkeit vorstellen“, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend in den ARD-„Tagesthemen“ nach einem Gespräch mit Vertretern von niedergelassenen Medizinern und gesetzlichen Krankenkassen in Berlin.
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Medizin
GvHD: Zusammensetzung des Darmmikrobioms beeinflusst das Risiko
Nach Stammzelltransplantationen kann es passieren, dass die gespendeten Immunzellen den Körper der Patient:innen angreifen. Forschende der Technischen Universität München (TUM) und des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) haben herausgefunden, dass die Graft-versus-Host-Reaktion deutlich seltener auftritt, wenn im Darm bestimmte Mikroorganismen vorhanden sind. In Zukunft könnte man diese schützende Zusammensetzung des Mikrobioms vielleicht gezielt herbeiführen.
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Gesundheitspolitik
Ärztebund fordert: Weg mit Honorardeckel für alle Praxen
Vor dem Spitzentreffen am 9. Januar bei Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die Ärzteorganisation Virchowbund die generelle Aufhebung der Honorardeckel gefordert, auch wenn die Beiträge dadurch steigen. „Jetzt muss sich der Minister tatsächlich in diese Richtung bewegen“, sagte der Vorsitzende des Verbands niedergelassener Ärzte, Dirk Heinrich, im Deutschlandfunk.
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Gesundheitspolitik
Lauterbach plant Hilfen für Hausärzte – Mediziner fordern Wendepunkt
Patientinnen und Patienten sind vor allem in ländlichen Regionen oft um jede Hausarztpraxis froh. Auch sonst ächzen viele Praxen unter hoher Belastung – nun sollen sich die Bedingungen für die Mediziner verbessern.
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Medizin
HER2- Magenkarzinom mit PD-L1-Expression: Zulassung von Pembrolizumab + Chemotherapie
Die Europäische Kommission hat Pembrolizumab in Kombination mit einer Fluoropyrimidin- und Platin-basierten Chemotherapie für die Erstlinienbehandlung des lokal fortgeschrittenen nicht resezierbaren oder metastasierenden HER2-negativen Adenokarzinoms des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (Combined Positive Score (CPS) ≥ 1) zugelassen.
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Medizin
Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Studien bestätigen Wirksamkeit von Niraparib
Die PRIMA-Langzeitdaten zeigen innerhalb von 4 Jahren seltener einen Progress oder Tod unter Behandlung mit Niraparib vs. Placebo (1) beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom. Die Subgruppenanalyse belegte, dass eine individualisierte Startdosierung von Niraparib das Sicherheitsprofil bei vergleichbarer Wirksamkeit verbesserte (2). Auch die Phase-III-Studie PRIME bestätigte die Wirksamkeit von Niraparib unabhängig von Biomarker-Status oder postoperativer Resterkrankung (3).
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Gesundheitspolitik
Behindertenbeauftragter: Gesundheitssystem ist nicht inklusiv genug
Nach Ansicht des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Jürgen Dusel, ist das deutsche Gesundheitswesen nicht inklusiv genug. „Maximal ein Viertel der Arztpraxen in Deutschland ist barrierefrei“, sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben, das ist meine Wahrnehmung, weniger als 10 gynäkologische Praxen in ganz Deutschland, die für Frauen im Rollstuhl zugänglich sind.“ Das könne nicht der Anspruch an ein modernes Gesundheitssystem sein. Wenn Menschen mit Behinderungen in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen, dann müssten sie genau die gleichen Rechte auf freie Arztwahl und Versorgung haben wie alle anderen Menschen auch.
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Gesundheitspolitik
Ärztepräsident: Mediziner vor radikalen Abtreibungsgegnern schützen
Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat einen besseren Schutz von Medizinern vor radikalen Abtreibungsgegnern gefordert. Diejenigen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, müssten wirksam vor Drangsalierungen, Bedrohungen und Angriffen bewahrt werden, sagte Reinhardt dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND).
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Medizin
Durvalumab-basiertes Regime beim fortgeschrittenen kleinzelligen Bronchialkarzinom
Das Durvalumab-basierte Regime bildet eine zentrale Option in der Erstlinien- Behandlung von Patient:innen mit kleinzelligem Bronchialkarzinom (SCLC) im Stadium IV. Nachdem die zulassungsrelevante CASPIAN-Studie bereits eine solide Evidenzbasis geschaffen hatte, wurden in der LUMINANCE-Studie, für die entsprechend des klinischen Alltags breitere Einschlusskriterien galten, die Behandlungsrealität in dieser Indikation noch besser erfasst. Die Ergebnisse der Lumiance-Studie wurden während des ESMO-Immuno-Oncology (IO) Kongresses in Genf als Late Breaking Abstract vorgestellt.
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Gesundheitspolitik
Bei Arztbesuchen ist E-Rezept jetzt Pflicht
Seit 1. Januar gelten neue Regeln in Arztpraxen. Vertragsärztinnen und -ärzte müssen nun für verschreibungspflichtige Arzneimittel Rezepte elektronisch ausstellen statt auf den gewohnten rosafarbenen Formularzetteln. Das E-Rezept wird auf einem zentralen Server gespeichert, und die Apotheke wird beim Einstecken der Karte in das Lesegerät autorisiert, es von dort abzurufen. Schon länger sind E-Rezepte über eine spezielle App oder einen ausgedruckten QR-Code in Apotheken einlösbar.
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