Journal Onkologie

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EHA 2026
EHA 2026

DLBCL: OLYMPIA-3-Studie mit Odronextamab + CHOP

In der Phase-III-Studie OLYMPIA-3 (Teil 1B) wurde die Kombination des bispezifischen Antikörpers Odronextamab (Odro) mit CHOP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednisolon) bei 40 Patient:innen mit zuvor unbehandeltem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) in zwei verschiedenen Dosierungsschemata untersucht [1]. Das Sicherheitsprofil war insgesamt beherrschbar, mit Neutropenie (57,5%), Zytokin-Freisetzungssyndrom (55,0%) und Anämie (42,5%) als häufigsten unerwünschten Ereignissen, während die vorläufige Wirksamkeit mit objektiven Ansprechraten von 90-95% und vollständigen Remissionsraten von 85% in beiden Schemata ermutigend war. Aufgrund der vergleichbaren Ergebnisse wurde das Dosierungsschema „160 mg wöchentlich, dann alle 3 Wochen“ für die randomisierte Phase-III-Studie ausgewählt.
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Gesundheitspolitik

Größere Krankenkassen-Finanzlücke 2027 erwartet

Die Finanznöte der gesetzlichen Krankenkassen spitzen sich inmitten der Beratungen über ein Spargesetz weiter zu. Nach vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2026 rechnet das Bundesgesundheitsministerium damit, dass das Defizit im kommenden Jahr um 3,5 Milliarden Euro höher liegt als bisher prognostiziert. Das teilte das Ressort auf Anfrage in Berlin mit. Zuerst berichtete „Bild“ darüber. Hintergrund ist ein deutlich stärkerer Anstieg der Ausgaben im ersten Quartal 2026 als für das Gesamtjahr 2026 angenommen.
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Gesundheitspolitik

Kreis der Blutspendenden schrumpft - Jüngere gefragt

Deutschland wird älter - und das hat Folgen für die Versorgung mit Blutkonserven für lebenswichtige Behandlungen. „Wir haben immer mehr ältere Spender und weniger junge, die nachkommen“, sagte der Sprecher der Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes, Patric Nohe, der Deutschen Presse-Agentur vor dem Weltblutspendetag am 14. Juni. „Wir haben das Problem, dass der Kreis der Leute, die Blut spenden, kleiner wird.“ Besonders die Generation der Babyboomer sei bislang sehr stark vertreten gewesen und viele hätten häufig gespendet.
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Gallengangskarzinom
Unbehandeltes Gallengangskarzinom: FGFR-Inhibitor verlängert progressionsfreie Zeit in erster Phase-III-Studie
ASCO 2026

Unbehandeltes Gallengangskarzinom: FGFR-Inhibitor verlängert progressionsfreie Zeit in erster Phase-III-Studie

Pemigatinib ist der erste Inhibitor des Fibroblasten Wachstumsfaktor-Rezeptors (FGFR) beim vorbehandelten, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Cholangiokarzinom (la/mCCA) mit FGRF2-Veränderungen. In der Phase-III-Studie FIGHT-302 wurde der Inhibitor erstmals in der Erstlinie bei Patient:innen mit unbehandeltem mCCA untersucht und verlängerte die mediane progressionsfreie Zeit im Vergleich zur Chemotherapie signifikant, wie Prof. Dr. Tanios Bekaii-Saab, Mayo Clinic in Phoenix, Arizona, USA, berichtete [1].
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Schutzmechanismus gegen therapiebedingte Leukämien

Krebsbehandlungen verursachen in seltenen Fällen schwerwiegende Spätfolgen. Dazu zählen sekundäre Leukämien. Dieser können entstehen, wenn Chemo- oder Strahlentherapien das Erbgut gesunder Zellen schädigen. Ein Forschungsteam unter Ulmer Leitung hat nun einen molekularen Schutzmechanismus gegen solche Genomschäden entdeckt: Ein Peptid, das Brüche in der DNA hemmen kann, ohne die heilende Wirkung der eigentlichen Krebstherapie zu beeinträchtigen. Die Erkenntnisse könnten perspektivisch dazu beitragen, Krebstherapien sicherer zu machen. Die Studie wurde im renommierten Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.
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Mammakarzinom

Metastasiertes Mammakarzinom: Differenzierter Blick auf Wirk- und Nebenwirkungsprofile von ADC

Derzeit sind verschiedene Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) beim metastasierten Mammakarzinom zugelassen, die sich hinsichtlich des Targets (HER2-, TROP2-gerichtetes Tumorantigen), Payload (z.B. 4 oder 8 Moleküle eines Zytostatikums), Wirksamkeit und Sicherheitsprofil unterschieden, erläuterte Prof. Dr. Maggie Banys-Paluchowski, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Lübeck. Wegen dieser Unterschiede plädierte die Expertin dafür, ADC nicht als homogene Substanzklasse zu begreifen.
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Gesundheitspolitik

Städtetag: Pflegereform belastet Kommunen massiv

Die Pläne für die Pflegereform hat der Präsident des Deutschen Städtetages scharf kritisiert. „Seit einem Jahr reden wir über Entlastungen für die Kommunen und die Pläne für die Pflege sehen jetzt eine zusätzliche Belastung in Höhe von einer Milliarde Euro pro Jahr vor. Ich bin erschüttert und wütend“, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die Finanzierung der Pflege müsse mit Steuermitteln des Bundes unterstützt werden.
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Gesundheitspolitik

Grünen-Fraktion: Pflegepläne gehen zulasten von Frauen

Die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Pflegereform würden aus Sicht der Grünen-Bundestagsfraktion zulasten von Frauen gehen. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Misbah Khan sprach von einer massiven Belastung. „Denn wer die Probleme in der Pflege auf die Familien verlagert, verlagert sie in erster Linie auf Frauen“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
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Urothelkarzinom
Fortgeschrittenes Urothelkarzinom: RNA-Expression von Nectin-4 und HER2 nicht prognostisch oder prädiktiv für Avelumab-Ansprechen
ASCO 2026

Fortgeschrittenes Urothelkarzinom: RNA-Expression von Nectin-4 und HER2 nicht prognostisch oder prädiktiv für Avelumab-Ansprechen

In der Phase-III-Studie JAVELIN Bladder 100 zeigte eine Erhaltungstherapie mit Avelumab + bestmöglicher supportiver Therapie (BSC) im Vergleich zu BSC allein einen Überlebensvorteil bei Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom (la/mUC). Nectin-4 und HER2 stellen potenzielle Biomarker beim la/mUC dar, scheinen jedoch als prognostischer oder prädiktiver Marker für das Ansprechen auf eine Avelumab-Erhaltung nicht geeignet zu sein, wie die Ergebnisse einer Post-hoc-Analyse zeigen.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Nivolumab-Kombination bei fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom zugelassen

Nivolumab in Kombination mit Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin (AVD) hat die EU-Zulassung zur Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab zwölf Jahren mit nicht vorbehandeltem klassischem Hodgkin-Lymphom (classical Hodgkin Lymphoma, cHL) im Stadium III oder IV erhalten [1]. Mit der Kombination von Nivolumab plus AVD wird erstmals ein immunonkologisches Behandlungsschema in der Erstlinientherapie für diese Patientengruppe in der Europäischen Union (EU) verfügbar. Diese Zulassungserweiterung der Europäischen Kommission unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Nivolumab beim cHL. In diesem Jahr wurde Nivolumab in Kombination mit Brentuximab Vedotin bereits zur Behandlung von Kindern ab fünf Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen bis zu einem Alter von 30 Jahren mit rezidiviertem oder refraktärem cHL nach einer vorherigen Therapielinie in der EU zugelassen [1].
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Medizin

ES-SCLC: Zulassung von Atezolizumab + Lurbinectedin

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Kombination aus Atezolizumab und Lurbinectedin zur Erhaltungstherapie nach der Induktion mit Atezolizumab und Chemotherapie bei der Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen kleinzelligen Bronchialkarzinoms (ES-SCLC) zugelassen. Das Regime reduzierte in der Phase-III-Studie IMforte das Risiko für Krankheitsprogress oder Tod signifikant gegenüber der alleinigen Erhaltungstherapie mit Atezolizumab – bei insgesamt günstigem Sicherheitsprofil [1, 2].
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Gesundheitspolitik

Länder-Einwände gegen Sparpaket und Protest von Hausärzt:innen

Gegen die Milliarden-Sparpläne bei den Gesundheitsausgaben formiert sich wachsender Widerstand - nun auch unter den Ländern und bei Hausärzt:innen. Wenn der Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) in der nächsten Woche erstmals in den Bundesrat kommt, liegen zahlreiche Kritikpunkte von Ausschüssen der Länderkammer vor. Gefordert wird die Streichung mehrerer Ausgabenbremsen bei Kliniken, Praxen, Apotheken und Pharmabranche. Der Hausärzteverband macht mit einer Protestaktion mobil.
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Gesundheitspolitik

Schwesig bezeichnet Pflegereform als „Belastungspaket"

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat Pläne für die Pflegereform zurückgewiesen und als „Belastungspaket“ bezeichnet. „Wir lehnen diese Vorschläge ab, weil sie die Pflegebedürftigen und ihre Familien stärker belasten und die Pflegekräfte schlechter stellen“, sagte sie dem Portal „Politico“. Sie halte es für einen schweren Fehler, dass Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) wie schon bei der Gesundheitsreform einen nicht mit den Ländern abgestimmten Gesetzentwurf auf den Weg bringe.
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Mammakarzinom
HR+/HER2– mBC: ctDNA-geleiteter Erstlinien-Switch von AI auf Camizestrant bei neu aufgetretener ESR1-Mutation verbessert auch das PFS2
ASCO 2026

HR+/HER2– mBC: ctDNA-geleiteter Erstlinien-Switch von AI auf Camizestrant bei neu aufgetretener ESR1-Mutation verbessert auch das PFS2

Mutationen im ESR1-Gen sind bei Erkrankten mit Östrogenrezeptor‑positivem, HER2‑negativem fortgeschrittenem Brustkrebs (ER+/HER2- mBC) der häufigste Mechanismus einer erworbenen Resistenz gegenüber der endokrin-basierten Standardbehandlung mit einem Aromatasehemmer (AI) + einem CDK4/6‑Inhibitor (CDK4/6i). In der Phase-III-Studie SERENA-6 verlängerte ein Switch vom AI auf den selektiven oralen Östrogenrezeptor-Degrader (SERD) Camizestrant bei neu aufgetretener ESR1-Mutation – bei gleichzeitiger Fortführung des CDK4/6i in der Firstline‑Therapie – das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant gegenüber der fortgeführten AI‑Kombination [1]. Bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 wurden die finalen Daten zum sekundären Endpunkt PFS2 vorgestellt, der auch die nachfolgende Therapielinie umfasst. Der frühzeitige Erstlinienswitch von AI auf Camizestrant bei neu aufgetretener ESR1-Mutation verlängerte signifikant die progressionsfreie Zeit auch über die Zweitlinie hinweg [2].
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Gesundheitspolitik

Prüfung: Honorarkürzung bei Psychotherapeuten rechtens

Eine umstrittene Honorarkürzung für Psychotherapeut:innen ist nach der üblichen Überprüfung des Beschlusses durch das Bundesgesundheitsministerium generell rechtmäßig. „Nach ausführlicher Prüfung gibt es keine Anhaltspunkte für eine rechtliche Beanstandung“, hieß es aus dem Ressort von Ministerin Nina Warken (CDU), wie zuerst die „Rheinische Post“ berichtete. Gegen die von einem Gremium des Gesundheitswesens beschlossene Honorarabsenkung um 4,5% gibt es bundesweite Proteste.
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Mammakarzinom
ASCO 2026

Real-World-Daten bestätigen Langzeitansprechen auf Sacituzumab govitecan und stützen frühen Einsatz beim mTNBC

Das metastasierte triple-negative Mammakarzinom (mTNBC) geht mir einer schlechten Prognose einher. Das Therapiearsenal für die aggressive Erkrankung hat sich in den vergangenen Jahren mit Biomarker-basierten Optionen und vor allem Antibody-Drug-Konjugates (ADCs) wie Sacituzumab govitecan (Sg) deutlich erweitert. Das ADC hatte in der Phase-III-Studie ASCENT das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) gegenüber eine Standardchemotherapie signifikant und klinisch relevant verlängert [1], was zur Zulassung ab der Zweitlinie geführt hatte. Auf dem Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 wurden nun Real-World-Daten aus Italien vorgestellt, die zeigten, dass über ein Viertel der mit Sg behandelten Erkrankten mit mTNBC Langzeit-Responder waren [2]. Außerdem unterstrichen die Daten, dass Sg möglichst früh eingesetzt werden sollte.
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Gesundheitspolitik

Noch 7,6 Millionen Dosen Corona-Impfstoff auf Lager

Gut drei Jahre nach Ende der Corona-Pandemie gibt es weiter Impfstoffvorräte im zentralen Lager des Bundes. Dort befinden sich noch 7,6 Millionen Dosen des Präparats Comirnaty LP.8.1 des Herstellers Biontech, wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. Weitere Lieferungen an den Bund erfolgen demnach nicht mehr, da die Erfüllung laufender Verträge abgeschlossen ist. Der Bund stellt die Impfdosen auf Bestellung bereit. Die in der akuten Krise massive Nachfrage ist seit längerem deutlich zurückgegangen.
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