Journal Onkologie

News

Medizin
 3 Min|
Neue Schwachstelle bei SCLC entdeckt

Neue Schwachstelle bei SCLC entdeckt

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Dr. Lucia Torres Fernández aus den Arbeitsgruppen von Professorin Dr. Julie George und Professor Dr. Roman Thomas an der Universität zu Köln hat eine kritische Abhängigkeit des kleinzelligen Lungenkrebses (SCLC) identifiziert, die sich therapeutisch nutzen lässt. Die Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Molecular Cancer, zeigt erstmals, dass Tumorzellen des SCLC auf den Nonsense-Mediated mRNA Decay (NMD)-Signalweg angewiesen sind, um ihre extrem hohe Mutationslast zu bewältigen. Dieser Mechanismus ermöglicht es den Tumorzellen, schädliche Mutationsprodukte abzubauen und so ihr Überleben zu sichern, macht sie gleichzeitig jedoch angreifbar für neue Therapieansätze.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Ösophaguskarzinom
 4 Min|

Nivolumab-Kombinationen beim Ösophaguskarzinom – 5-Jahres-Daten der CheckMate 648-Studie zeigen anhaltenden Überlebensvorteil

Standardchemotherapie-Regime bieten Patient:innen mit fortgeschrittenem plattenepithelialem Ösophaguskarzinom ein medianes Gesamtüberleben von weniger als einem Jahr. Die CheckMate 648-Studie hatte bereits zuvor gezeigt, dass Nivolumab-basierte Kombinationstherapien – entweder mit Chemotherapie oder mit Ipilimumab – der alleinigen Chemotherapie überlegen sind. Nun liegen Langzeitergebnisse mit einer minimalen Nachbeobachtungszeit von fünf Jahren vor [1]. Die Erstlinienbehandlung mit Nivolumab plus Chemotherapie und Nivolumab plus Ipilimumab zeigt weiterhin einen klinisch bedeutsamen Gesamtüberlebensvorteil im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. Beide Nivolumab-basierten Behandlungsgruppen erreichten zudem höhere Ansprechraten und längere Ansprechdauern bei Patient:innen mit PD-L1-Expression ≥1%. Der größte Überlebensvorteil wurde in dieser PD-L1-positiven Subgruppe beobachtet.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Nierenzellkarzinom
 3 Min|
Adjuvantes Pembrolizumab beim klarzelligen Nierenzellkarzinom: 5-Jahres-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Adjuvantes Pembrolizumab beim klarzelligen Nierenzellkarzinom: 5-Jahres-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Die randomisierte Phase-III-Studie KEYNOTE-564 hat adjuvantes Pembrolizumab nach Nephrektomie bei Patient:innen mit klarzelligem Nierenzellkarzinom (ccRCC) und erhöhtem Rezidivrisiko als Therapiestandard etabliert. Die vierte präspezifizierte Interimsanalyse mit einer minimalen Nachbeobachtungszeit von fünf Jahren bestätigt einen anhaltenden Vorteil von Pembrolizumab gegenüber Placebo im krankheitsfreien Überleben (DFS) und im Gesamtüberleben (OS), konsistent über zentrale Subgruppen sowie mehrere explorative Endpunkte hinweg.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 4 Min|
Jahrestagung 2026 von DGHO, OeGHO, SGMO und SGH

Moderne Krebsmedizin: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

Die Hämatologie und Medizinische Onkologie befindet sich weiterhin in einer Phase bedeutender wissenschaftlicher und klinischer Fortschritte. Das gilt beispielsweise für Innovationen in der molekularen Diagnostik, den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) sowie für innovative Immuntherapien. Gleichzeitig eröffnen neue Konzepte der Risikostratifizierung, Früherkennung und Frühintervention Perspektiven, Erkrankungen bereits in frühen Stadien gezielter zu erkennen und zu behandeln. Die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie bietet eine Plattform, auf der aktuelle Entwicklungen vorgestellt, kritisch eingeordnet und im Hinblick auf ihren Nutzen für die Patientenversorgung diskutiert werden.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Tumorprotein ADAMTSL4 treibt Krebskachexie an

Tumorprotein ADAMTSL4 treibt Krebskachexie an

Forschende von Helmholtz Munich, der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und der Technischen Universität München (TUM) haben einen bisher unbekannten Mechanismus identifiziert, der die sogenannte Krebskachexie antreiben kann – Abbauprozesse im Körper, die vor allem Muskel- und Fettgewebe betreffen. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein von Tumoren ausgeschüttetes Protein mit der Bezeichnung ADAMTSL4: Es aktiviert in Muskel- und Fettgewebe lokal einen molekularen Signalweg und setzt dadurch ein Abbauprogramm in Gang. Die Ergebnisse machen ADAMTSL4 zu einem möglichen neuen Angriffspunkt für künftige Therapien gegen Krebskachexie.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Azacitidin + Venetoclax übertrifft Induktionschemotherapie bei fitten AML-Patient:innen

Die Induktionschemotherapie ist seit langem ein zentraler Bestandteil der kurativen Therapie bei fitten Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML), trotz häufig schwerer Nebenwirkungen und erheblicher Belastung des Gesundheitssystems. Für Patient:innen, die für eine Induktionschemotherapie nicht geeignet sind, gilt die Kombination aus hypomethylierender Therapie plus Venetoclax aufgrund ihrer Wirksamkeit und ihres Nebenwirkungsprofils als Standardbehandlung. Eine multizentrische randomisierte Phase-II-Studie mit 172 zuvor unbehandelten Erwachsenen, die grundsätzlich für eine Induktionschemotherapie geeignet waren, stellte nun die Frage, ob die Kombination aus Azacitidin und Venetoclax auch bei diesen fitten Patient:innen der Induktionschemotherapie überlegen war.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
3 D Illustration von Lyphozyten, T-Zellen oder Krebszellen

Warum manche Krebspatient:innen auf Immuntherapien ansprechen – und andere nicht

Immuntherapien haben die Krebsbehandlung grundlegend verändert, indem sie das körpereigene Immunsystem zur Bekämpfung von Tumoren nutzen. Während einige Patient:innen sehr gut auf die Therapie ansprechen, bleibt der Erfolg bei anderen aus. Warum das so ist, hat eine aktuelle Studie unter der gemeinsamen Leitung von Prof. Dvir Aran vom Technion (Haifa, Israel) und Prof. Dr. Jürgen C. Becker vom Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen untersucht.
Lesen Sie mehr 
Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Seltene Leukämieform: Weltweit erstes Labor-Modell entwickelt

Forschende des Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH haben erstmals eine Modellzelllinie für eine seltene Form der akuten myeloischen Leukämie (AML) identifiziert. „Die Zelllinie KOPM-88 ist bislang die erste und einzige bekannte Zelllinie weltweit, die das Fusionsgen KMT2A::SEPTIN6 trägt“, erläutert Dr. Stefan Nagel, Leiter der Arbeitsgruppe Molekulargenetik in der Abteilung Menschliche und Tierische Zellkulturen der DSMZ. „Damit steht der Krebsforschung jetzt ein dringend benötigtes Modellsystem zur Verfügung, um diesen aggressiven Leukämie-Subtyp gezielt zu untersuchen und neue Therapieansätze zu entwickeln“, so Dr. Nagel weiter.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Mini-Tumore liefern neue Wirkstoffkombinationen gegen Leberkrebs

Mini-Tumore liefern neue Wirkstoffkombinationen gegen Leberkrebs

Leberkrebs ist schwierig zu behandeln, weil sich die Tumore verschiedener Patient:innen stark unterscheiden. Forschende der Universität Basel bilden diese Vielfalt in einer Sammlung aus Mini-Tumoren ab, um systematisch nach neuen Behandlungsmöglichkeiten zu suchen. Mithilfe dieser sogenannten Organoide testeten sie mehr als 1600 Wirkstoffe und entwickelten daraus vielversprechende Wirkstoffkombinationen.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik
 4 Min|

Weniger junge Menschen konsumieren Alkohol – Rauschtrinken bleibt aber weiterhin auf hohem Stand

Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken Alkohol und das Durchschnittsalter beim ersten Glas Alkohol ist gestiegen – das zeigen die Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Alkoholkonsum junger Menschen in Deutschland, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit nun veröffentlicht hat. Besonders auffällig: Im Vergleich zur vorherigen Befragung 2023 konsumierten weniger junge Frauen Alkohol, auch beim Rauschtrinken gab es bei ihnen einen signifikanten Rückgang. Bei Jugendlichen und jungen Männern blieb das Rauschtrinken aber weiterhin auf einem hohen Niveau.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Trastuzumab deruxtecan plus Pertuzumab in der Erstlinie bei HER2-positivem Brustkrebs zugelassen

Trastuzumab deruxtecan plus Pertuzumab in der Erstlinie bei HER2-positivem Brustkrebs zugelassen

Die Europäische Kommission hat Trastuzumab deruxtecan in Kombination mit Pertuzumab als Erstlinientherapie für erwachsene Patient:innen mit inoperablem oder metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs zugelassen. Die Entscheidung basiert auf Daten der Phase-III-Studie DESTINY-Breast09 [1], in der die Kombination gegenüber Taxan, Trastuzumab und Pertuzumab (THP) das Risiko für Krankheitsprogression oder Tod reduzierte.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

Serplulimab – Bewährt beim ES-SCLC. NEU zugelassen beim NSCLC.1

Serplulimab, der erste zugelassene PD-1-Antikörper beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (ES-SCLC)a, ist nun auch für die Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zugelassen.1 In den Zulassungsstudien ASTRUM-002b und ASTRUM-004 zeigte Serplulimab in der Erstlinientherapie einen deutlichen Vorteil im progressionsfreien Überleben sowie im Gesamtüberleben gegenüber Chemotherapiec alleine.2–4
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
Basalzellkarzinom an einem Ohr einer alten Person
Machbarkeitsstudie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Hautkrebs finden, bevor er sichtbar wird

Bislang setzte die Diagnostik von Hauttumoren eine sichtbare Hautveränderung voraus. Dabei ist die sogenannte Line-Field Confocal Optical Coherence Tomography (LC-OCT) eine etablierte Untersuchungsmethode. Nun haben Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) um Dr. Moritz Ronicke von der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen einen neuen Ansatz entwickelt: In einer Machbarkeitsstudie hat das Team ein Verfahren vorgestellt, bei dem mit KI-gestützter Bilderkennung systematisch die gesamte Gesichtshaut von Risikopatient/innen gescannt wird [1]. Erstmals konnten die Forschenden damit Basalzellkarzinome ohne sichtbare Hautveränderung detektieren.
Lesen Sie mehr