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EHA 2026
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Paroxysmale nächtliche Hämoglobinämie: Bei der Behandlung mit Komplement-Inhibitoren kommt es auf die Überwachung an
Die Komplementinhibitor-Therapie (Ci-Therapie) hat den natürlichen Verlauf der PNH verändert. Sowohl proximale (C3-Inhibitoren) als auch terminale (C5-Inhibitoren) Ci haben in der Behandlung der PNH ihren festen Platz, gehen jedoch jeweils mit spezifischen Vor- und Nachteilen einher. Unter terminaler Ci-Therapie wird die intravaskuläre Hämolyse (IVH) zwar gut kontrolliert, allerdings ist das Risiko für eine extravaskuläre Hämolyse (EVH) erhöht. Eine engmaschige Nachsorge ist daher unerlässlich. Welche Bedeutung die Durchflusszytometrie (HSFC) in diesem Zusammenhang hat und worauf dabei zu achten ist, zeigte eine beim EHA vorgestellte Fallkontrollstudie [1].
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Gesundheitspolitik
Warken: Private Pflegevorsorge steuerlich fördern
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will, dass private Pflegevorsorge steuerlich stärker gefördert wird. „Es muss attraktiver werden, zusätzlich eine private Pflegeversicherung abzuschließen“, sagte Warken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dafür müsse es aus ihrer Sicht möglich sein, die gezahlten Beiträge als Vorsorgeaufwand von der Steuer abzusetzen. „Das müssen wir innerhalb der Bundesregierung besprechen.“
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FLT3-mutierte AML: Direktvergleich von Gilteritinib und Midostaurin endet beim Gesamtüberleben unentschieden
Bei nicht vorbehandelter akuter myeloischer Leukämie (AML) mit FLT3 -Mutation (interne Tandemduplikation (FLT3 -ITD) oder Mutationen in der Tyrosinkinase-Domäne, FLT3 -TKD) besteht der Therapiestandard aus einer intensiven Induktionschemotherapie in Kombination mit dem FLT3-Inhibitor Midostaurin. Die Phase-III-Studie HOVONI156/AMLSg28-18/PASHA forderte diesen Standard heraus und verglich Midostaurin mit dem Zweitgenerations-FLT3-Inhibitor Gilteritinib, beide in Kombination mit einer intensiven Chemotherapie zur Induktion und Konsolidierung. Beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellte Daten der Studie zeigten trotz numerischer Vorteile beim ereignisfreien und rezidivfreien Überleben für Gilteritinib keine signifikanten Unterschiede beim Gesamtüberleben. Damit wurde der primäre Endpunkt der Studie nicht erreicht [1].
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Gesundheitspolitik
Diskussion über Belastung Angehöriger im Pflegefall
In der schwarz-roten Koalition gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, in welchem Ausmaß Kinder von Pflegebedürftigen künftig mit ihrem Einkommen für die Pflege herangezogen werden sollen. Die Pflegebeauftragte der Regierung, Katrin Staffler (CSU), wandte sich dagegen, eine bestehende Grenze von 100.000 Euro zu streichen, wie sie gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) deutlich machte. Eine Streichung der Regelung wird im Gesetzentwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für eine Pflegereform angekündigt.
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Fortschritt in der Therapie der Myelofibrose durch Ergänzung der Standardtherapie mit Selinexor
Die Myelofibrose (MF) ist eine schwere myeloproliferative Neoplasie, die den Allgemeinzustand stark beeinträchtigt und eine reduzierte Lebenserwartung zur Folge hat. Derzeitiger Therapiestandard in der Erstlinie ist die Therapie mit JAK-Inhibitoren wie Ruxolitinib. Allerdings erreicht damit nur ein Drittel der Erkrankten eine Reduktion des Milzvolumens um ≥ 35% (SVR35). Auch die Symptomverbesserung, die Modifikation der Krankheitsbiologie und die Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) sind mit dem JAK-Inhibitor alleine moderat. Die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 als Late Breaking Abstract präsentierte Phase-III-Studie SENTRY zeigte, dass die Kombination aus Ruxolitinib mit dem XPO1-Inhibitor Selinexor bei JAK-Inhibitor-naiven MF-Patient:innen alleinigem Ruxolitinib überlegen war und relevante Endpunkte wie SVR35 und das Gesamtüberleben klinisch relevant verbesserte [1].
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SMM: Tieferes Ansprechen und längere progressionsfreie Zeit mit Teclistamab vs. Rd
Der gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) und CD3 gerichtete bispezifische Antikörper Teclistamab führt bei Erkrankten mit Hochrisiko-Smouldering-Myelom (HR-SMM) im Vergleich zu Lenalidomid/Dexamethason (Rd) zu tieferen Remissionen, erhöhter MRD (messbare Resterkrankung)-Negativität und einem verlängerten progressionsfreien Überleben (PFS). Das zeigen die Daten der Phase-II-Studie Immuno-PRISM, die als Late Breaking Abstract beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 präsentiert wurden [1].
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Primäre ITP: Immun-Reprogrammierung und anhaltende Remissionen mit BCMA-CAR-T-Zelltherapie
Eine CAR-T-Zelltherapie, die das B-Zellreifungsprotein (BCMA) als Zielstruktur adressiert, kann bei Patient:innen mit behandlungsrefraktärer, primärerer Immunthrombozytopenie (ITP) pathogene Immunreaktionen, die die Erkrankung treiben, umprogrammieren und anhaltende Remissionen auslösen. Das legen Phase-I-Daten aus China nahe, die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1]. Dass es eine monozentrisch durchgeführte Phase-I-Studie mit nur vier Teilnehmenden sogar in die Late Breaking Abstract Session des Kongresses schafft, ist eine Rarität und ein Hinweis auf die potenzielle therapeutische Relevanz der Ergebnisse [1].
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Smoldering Multiples Myelom mit hohem Risiko: Erste Ergebnisse zum frühen Einsatz des T-Zell-Engagers Elranatamab in Phase-II-Studie ERASMM
Ein früher Einsatz eines Immunzell-stimulierenden bi-spezifischen Antikörpers (T-Zell-Engager) könnte beim Smoldering Multiplen Myelom (SMM) sinnvoll sein, da zu diesem Zeitpunkt das Immunsystem nicht durch vorangegangene Therapien beeinträchtigt ist. In der Phase-II-Studie ERASMM wurde der T-Zell-Engager Elranatamab (Elra; anti-BCMA-/anti-CD3-Antikörper) bei Patient:innen mit SMM untersucht. Erste Ergebnisse präsentierte Dr. Cyrille Touzeau, Nantes, Frankreich, auf dem EHA-Kongress [1].
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RR NHL: CD19/CD20-adressierende In-vivo-CAR-T-Zelltherapie LB2051 zeigt vielversprechende Aktivität bei guter Verträglichkeit
In‑vivo‑CAR‑T‑Zellen, die in Patient:innen selbst erzeugt werden und keine Lymphodepletion erfordern, könnten in Zukunft möglicherweise eine Off-the-shelf-Alternative für Ex‑vivo‑CAR‑T‑Zelltherapien bei Erkrankten mit rezidivierten/refraktären Non-Hodgkin-Lymphomen (RR NHL) darstellen. Das zumindest legen vorläufige Daten einer Phase-I-Studie aus China mit einer First‑in‑Class In-vivo‑CAR-T-Zelltherapie mit dualem CD19/CD20‑Targeting nahe, die als Late Breaking Abstract beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1].
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Pädiatrische B-ALL: T-Zell-Engager wirksamer und weniger toxisch als Chemotherapie
Die Therapie der pädiatrischen akuten lymphatischen B-Zell-Leukämie (B-ALL) ist eine Erfolgsgeschichte. Weil aber nicht alle Patient:innen geheilt werden können und überdies die Toxizität der sehr aggressiven Therapien hoch ist, führt zum Beispiel die Berlin-Frankfurt-Münster-Gruppe (BFM) in Zusammenarbeit mit der italienischen Associazione Italiana di Ematologia e Oncologia (AIEOP) weiter Therapieoptimierungsstudien durch. Mit einer Hochrisiko-Kohorte ihrer Phase-III-Studie 2017 hat dieses Konsortium nun einen weiteren Erfolg erzielt, den sie bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm präsentieren konnte.
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SUCCESSOR-2-Studie: Dreierkombi aus Mezigdomid, Carfilzomib und Dexamethason senkt das Progressionsrisiko beim RRMM
Es gibt – gerade im Zeitalter moderner Quadruplet-Therapien – immer mehr Erkrankte mit Multiplem Myelom (MM), die nach Versagen der Erstlinientherapie bereits Anti-CD38-Antikörper- und Lenalidomid(Len)-exponiert oder gar -refraktär sind, was die Behandlungsoptionen für die Zweitlinie einschränkt. Mit Mezigdomid, einem potenten CELMoD (Cereblon E3 Ligase Modulator) als Add-on zur Standardtherapie mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd) konnte nun im Phase-III-Setting der SUCCESSOR-2-Studie gegenüber alleinigem Kd eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) von Erkrankten mit rezidiviertem/refraktärem (RRMM) und vorheriger Anti-CD38-Antikörper- und Len-Exposition erreicht werden – über alle Subgruppen hinweg. Damit qualifiziert sich die neue Triplette als ein möglicher neuer Behandlungsstandard ab der 2. Linie beim RRMM, wie bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2026 zu hören war [1].
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Neue krankheitsmodifizierende Medikation bei Sichelzellkrankheit
Anämie und Hämolyse sind die Hauptprobleme bei der Sichelzellkrankheit und Ursachen akuter und chronischer Komplikationen sowie erhöhter Mortalität. Ein Medikament, das bereits zur Behandlung der kongenitalen Pyruvatkinase-Defizienz zugelassen ist, scheint auch krankheitsmodifizierend bei der Sichelzellkrankheit zu wirken, wie eine bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellte globale Phase-III-Studie ergab.
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Wie man die Wirkung von bispezifischen T-Zell-Engagern optimieren könnte
T-Zell-Engager sind bispezifische Antikörper, die an Antigene auf Tumorzellen und auf zytotoxischen T-Lymphozyten zugleich binden und dadurch die T-Zellen direkt zur Lyse der malignen Zelle veranlassen – so zumindest die Theorie. Die Wirkung ist aber nicht sicher vorherzusagen, was einerseits an Escape-Mechanismen der Tumorzellen liegen, andererseits aber auch durch Hemmung der T-Zellen bedingt sein kann. Chinesisch-amerikanische Hämatologen haben einen solchen T-Zell-intrinsischen inhibitorischen Mechanismus aufgeklärt und die Ergebnisse bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellt.
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Gesundheitspolitik
Weitere Verdi-Proteste an Kliniken am Montag
An deutschen Krankenhäusern gehen am Montag Proteste gegen Kürzungen im Gesundheitswesen weiter. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat bundesweit Service-Beschäftigtean mehr als 120 Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu Aktionen aufgerufen. Es kann dabei nach Angaben eines Verdi-Sprechers auch zu kleineren Einschränkungen in den Häusern kommen. Gefordert werden gute Bedingungen und Bezahlung für Bereiche wie Reinigung, Küche, Wäscherei, Logistik, Patiententransport, Empfang, Technik, Sterilisation oder Sicherheitsdienst.
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Gesundheitspolitik
Apothekenreform passiert Bundesrat
Apotheken können künftig mehr Leistungen wie Impfungen, Vorsorge und Tests anbieten und in bestimmten Fällen auch verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept abgeben. Eine entsprechende Reform der schwarz-roten Koalition, die der Bundestag bereits verabschiedet hatte, ließ der Bundesrat in Berlin passieren.
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Brexu-cel beim RR MCL: Zellprofil, frühe Expansion und Ausgangsmerkmale in Zusammenhang mit der Ansprechdauer
Die auf dem EHA-Kongress 2026 präsentierten Daten der ZUMA-2-Studie (Kohorte 3) zeigen, dass Brexucabtagen-Autoleucel (brexu cel) bei BTKi-naiven Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem Mantelzelllymphom (RR MCL) hohe Ansprechraten erzielt. Anhaltende Remissionen (18 Monate) wurden über alle Krankheitsstadien hinweg beobachtet (1).
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Medizin
EU-Zulassung für Tarlatamab in der Zweitlinientherapie bei ES-SCLC
Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Tarlatamab als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit kleinzelligem Lungenkarzinom im fortgeschrittenen Stadium (extensive-stage small cell lung cancer, ES-SCLC), die nach Krankheitsprogression während oder nach einer Erstlinienbehandlung basierend auf platinhaltiger Chemotherapie eine systemische Therapie benötigen, erteilt [1].
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Gesundheitspolitik
Verbände fordern Hitzeschutz in der Krisenvorsorge
Deutschland ist auf Extremhitze als Krisenlage aus Sicht von Gesundheits- und Klimaexperten bisher nicht ausreichend vorbereitet. Mehr als 150 Institutionen und Verbände aus Gesundheitswesen, Pflege, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft fordern daher, Hitzeschutz systematisch in Krisenvorsorge, Gesundheitsversorgung und Katastrophenschutz zu integrieren.
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Endometriumkarzinom
Dostarlimab verlängert Überleben beim Endometriumkarzinom
Die 4-Jahres-Ergebnisse der Studie RUBY bestätigen den Überlebensvorteil bei Therapie von Patientinnen mit dMMR/MSI-H Endometriumkarzinom mit Dostarlimab zusätzlich zur Chemotherapie mit Carboplatin-Paclitaxel [1]. Auch Patientinnen mit pMMR/MSS-Status der Erkrankung profitieren.
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Gesundheitspolitik
Covid-Impfstoffdeals: Gutachten sieht Verstoß der EU-Kommission
Milliarden für Impfdosen, aber keine volle Transparenz? Ein Gutachter am höchsten europäischen Gericht rügt die EU-Kommission. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.
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