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Medizin

10. September 2014 Psychoonkologische Betreuung: Ängste nehmen - Hoffnung schenken

Psychoonkologie ist in einer zeitgemäßen Krebstherapie nicht mehr wegzudenken. Als interdisziplinäre Fachrichtung widmet sich die Psychoonkologie seit ihrer Entstehung in den 1970er Jahren der unterstützenden Begleitung all jener Menschen, die von einer Krebserkrankung betroffen sind. In sämtlichen Phasen des Krankheitsverlaufes ist sie dabei zu einem festen Bestandteil einer umfassenden onkologischen Behandlung geworden.

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Die therapeutischen Angebote der Psychoonkologen reichen von psychosozialen Beratungsgesprächen, über Entspannungsmethoden oder der Atemtherapie bis hin zu kunsttherapeutischen Maßnahmen. Ziel ist es, die Belastungen der Betroffenen zu mindern und die Auseinandersetzung mit der Erkrankung in positiver Weise zu unterstützen. Bei Bedarf erfolgt zudem eine konkrete Hilfestellung bei der Bewältigung der Diagnose Krebs.

Das fachspezifische Selbstverständnis spiegelt sich dabei in den wichtigsten Maßnahmen der Psychoonkologen gleichsam wider: Zuhören, Ermutigen, Nachfragen. Der Patient steht mit seinen Sorgen und Ängsten, seinen Fragen und Zweifeln im Mittelpunkt.

Psychoonkologische Beratung richtet sich nicht ausschließlich an die laut Deutscher Krebsgesellschaft annähernd 500.000 Patienten, die jedes Jahr in Deutschland eine Krebsdiagnose erhalten (1).

Auch diejenigen Menschen, deren Tumordiagnose mindestens fünf Jahre zurückliegt - dem Robert-Koch-Institut zufolge sind das über 1,5 Millionen Menschen (2) - bedürfen oftmals einer psychoonkologischen Begleitung: Denn auch wenn die akute Krebserkrankung einmal überwunden ist, bleibt die Furcht vor einem Wiederauftreten.

Die professionelle Betreuung durch einen geschulten Psychoonkologen kann die Lebensqualität des Patienten und dadurch auch die Behandlung positiv beeinflussen. In der Praxis sind es vor allem Psychologen, Mediziner, Pädagogen oder Sozialarbeiter, die psychoonkologisch tätig sind.

Psychoonkologische Weiterbildung durch Deutsche Krebsgesellschaft zertifziert

Ihnen stehen anerkannte psychoonkologische Weiterbildungen zur Verfügung, etwa der von der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für psychosoziale Onkologie e.V. (dapo) und der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (PSO) angebotene "Weiterbildungsgang Psychosoziale Onkologie" (WPO).

Derart ausgebildete Psychoonkologen sind in Praxen, Kliniken oder Beratungsstellen tätig. Wichtiger Anlaufpunkt bei der Suche nach Psychoonkologen sind zudem zertifizierte Krebszentren: Sie müssen ihren Patienten mittlerweile ein psychoonkologisches Angebot vorweisen können, weshalb die Bedeutung der Fachrichtung in der medizinischen Krebsversorgung zunehmend wächst.

Hier finden Betroffene Hilfe - Initiative "Psyche hilft Körper": Vor mehr als fünf Jahren hat GlaxoSmithKline (GSK) die Initiative "Psyche hilft Körper" ins Leben gerufen. Ziel ist es, den Weg zu qualifizierter psychoonkologischer Betreuung zu ebnen. Krebspatienten sollen auf die
Möglichkeit psychoonkologischer Betreuung aufmerksam gemacht werden und ausführliche Hintergrundinformationen erhalten.
Herzstück der Aktion ist das jährlich aktualisierte Adressverzeichnis von Psychoonkologen "Sprechstunde für die Seele". Es listet rund 480 dieser Einrichtungen nach Region und fachlicher Ausrichtung auf. Eine Übersicht wichtiger Selbsthilfeorganisationen und -gruppen sowie Fachverbände runden das Verzeichnis ab. Die aktuelle Auflage können Sie unter www.gsk-onkologie.de in der Rubrik "Psyche hilft Körper" einsehen und auch kostenlos bestellen.

Die Beratung in psychosozialen Krebsberatungsstellen und Kliniken ist für den Patienten in der Regel kostenfrei: Sie wird mit den allgemeinen Behandlungskosten abgedeckt. Im Zuge einer ambulanten Psychotherapie übernehmen Krankenkassen die entstehenden Kosten unter der Voraussetzung einer Kassenzulassung des Therapeuten.

Literaturhinweise:
(1) http://www.rki.de/DE/Content/Service/Presse/Pressemitteilungen/2013/14_2013.html,
(2) http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Krebs_gesamt/krebs_gesamt_node.html

Quelle: GSK


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