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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Okuläre Graft-versus-Host-Disease

Die okuläre Graft-versus-Host-Erkrankung (oGvHD) nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation (alloSCT) ist eine teilweise schnell fortschreitende entzündliche und destruierende Augenoberflächenerkrankung, die bei über 40% der Patient:innen auftritt. Bei ungebremster Progression führt die oGvHD zu einer starken Reduktion der Lebensqualität aufgrund von Schmerzen, Sehverlust und abnehmender Belastungsfähigkeit der Augen. In schweren Fällen führt die oGvHD zur Erblindung. Klinisch zeigt sich vor allem eine schwere Benetzungsstörung der Augen aufgrund der Destruktion der Tränendrüse. Früh erkannt und richtig therapiert können viele Komplikationen vermieden werden. Aus diesem Grund ist eine augenärztliche Versorgung von Patient:innen vor und nach alloSCT äußerst wichtig.
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Prostatakarzinom
 2 Min|
SubZero-Studie bestätigt PSA-Abfall unter Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie
DGU 2026

SubZero-Studie bestätigt PSA-Abfall unter Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie

Die Therapielandschaft beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) entwickelt sich stetig weiter und Ärzt:innen stehen verschiedene potenziell lebensverlängernde Optionen zur Verfügung. Aufgrund fehlender direkter Head-to-Head-Studien liegt das Augenmerk auf Real-world-Beobachtungsdaten, die Hinweise zur Wirksamkeit im Versorgungsalltag geben können.
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Entitätsübergreifend
 3 Min|
Unterschiedliche Ansätze für die moderne Krebstherapie

Unterschiedliche Ansätze für die moderne Krebstherapie

Wie leuchtende Hefe bei der Suche nach neuen Medikamenten helfen kann, zeigte Felix Richter eindrucksvoll im Rahmen der 5. Nationalen Konferenz „Patienten als Partner der Krebsforschung“ im September in Essen. In der Session „Fortschritt für morgen: Neue Wege in der Krebsforschung“ präsentierten insgesamt 4 Referenten verschiedene Forschungsansätze für die moderne Krebstherapie.
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Mammakarzinom
 2 Min|
Fortgeschrittenes HR+/HER2- Mammakarzinom: Wer früher testet, behandelt länger in der Erstlinie

Fortgeschrittenes HR+/HER2- Mammakarzinom: Wer früher testet, behandelt länger in der Erstlinie

Statt erst bei klinisch progredienter Erkrankung auf eine ESR1-Mutation zu testen, kann beim Hormonrezeptor-positiven (HR+), HER2-negativen (HER2-) fortgeschrittenen Mammakarzinom (mBC) mit der Zulassung von Camizestrant nun bereits während der endokrin-basierten Erstlinientherapie auf die Entstehung einer endokrinen Resistenz getestet werden. Wird in der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) eine ESR1-Mutation nachgewiesen, erfolgt der Switch auf den selektiven Östrogenrezeptor-Degrader (SERD). So lässt sich das progressionsfreie Überleben (PFS) in der ersten Linie signifikant verlängern [1].
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Medizin
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Neue Zielstruktur für CAR-T-Zellen gegen solide Tumoren

Neue Zielstruktur für CAR-T-Zellen gegen solide Tumoren

CAR-T-Zelltherapien haben sich bei der Behandlung mehrerer Blut- und Lymphdrüsenkrebserkrankungen als erfolgreich erwiesen. Bei anderen Tumoren ist ihr Einsatz jedoch deutlich schwieriger, unter anderem, weil geeignete Zielstrukturen fehlen. Ein Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät Heidelberg am Pathologischen Institut des Universitätsklinikums Heidelberg in Kooperation mit Forschenden des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat nun einen Ansatz entwickelt: Sie nehmen Proteine ins Visier, die zwar keine typischen Krebstreiber sind, aber in großen Mengen auf der Oberfläche von Krebszellen sitzen.
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SCLC
 4 Min|
Lurbinectedin plus Atezolizumab: Zulassung beim ES-SCLC basiert auf Ergebnissen der IMforte-Studie

Lurbinectedin plus Atezolizumab: Zulassung beim ES-SCLC basiert auf Ergebnissen der IMforte-Studie

Über lange Zeit waren die therapeutischen Fortschritte beim kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC) begrenzt, und trotz einer verbesserten Wirksamkeit von Immuncheckpoint-Inhibitoren als Erstlinientherapie in Kombination mit einer platinbasierten Chemotherapie im extensiven Stadium (ES-SCLC) ist die Überlebensrate nach wie vor schlecht. Die Entwicklung neuer Wirkstoffe und Kombinationstherapien ist in den vergangenen Jahren daher stärker in den Fokus gerückt. Die Phase-III-Studie IMforte konnte zeigen, dass eine Erhaltungstherapie mit Lurbinectedin* in Kombination mit Atezolizumab das Überleben von Patient:innen mit ES-SCLC im Vergleich zur Atezolizumab-Monotherapie signifikant verbessert. Basierend auf diesen positiven Studienergebnissen hat die Europäische Kommission Lurbinectedin plus Atezolizumab für Patient:innen mit ES-SCLC zugelassen, deren Erkrankung nach einer Induktionstherapie mit Carboplatin, Etoposid und Atezolizumab nicht fortgeschritten ist. Darüber hinaus empfiehlt die aktuelle S3-Leitlinie (Version 5.0, Juni 2026) zum Lungenkarzinom diese Kombination beim ES-SCLC. Somit steht erstmals eine Erstlinien-Erhaltungstherapie für erwachsene Patient:innen in diesem Stadium zur Verfügung.
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Urothelkarzinom
 2 Min|
Neue Therapie mit Nogapendekin alfa inbakicept kann vor radikaler Zystektomie schützen
DGU 2026

Neue Therapie mit Nogapendekin alfa inbakicept kann vor radikaler Zystektomie schützen

Standardtherapie beim Bacillus Calmette-Guérin-therapierefraktären nicht-muskelinvasiven Blasenkarzinom (BCG-unresponsives NMIBC) ist die radikale Zystektomie. Für Patient:innen, die diesen Eingriff ablehnen oder aufgrund ihrer Fitness dafür nicht infrage kommen, gewinnen blasenerhaltende Therapiealternativen an Bedeutung. Nogapendekin alfa inbakicept (NAI) in Kombination mit BCG ist das erste in Europa zugelassene Medikament beim BCG-unresponsiven NMIBC mit Carcinoma in situ (CIS) [1].
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Medizin
 3 Min|

KI-Modell automatisiert Einzelzellanalyse bei Blut- und Lymphdrüsenkrebs

Bei Blut- und Lymphdrüsenkrebs müssen große Mengen komplexer Einzelzelldaten ausgewertet werden. Forschende des Universitätsklinikums Freiburg und des Weizmann Institute of Science in Israel haben nun ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Modell entwickelt, das wesentliche Teile dieser Analyse automatisieren kann. Bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) erkannte es unter Millionen gemessener Zellen gezielt typische Krebszellen. Die Ergebnisse stimmten sehr gut mit der manuellen Auswertung durch Fachärzt:innen überein. Das open-source Modell CytoVI (Variational Inference for Cytometry) könnte damit Personal entlasten, Untersuchungen vereinheitlichen und krankheitsrelevante Veränderungen leichter sichtbar machen [1].
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Medizin
 4 Min|

Brustkrebsmonat 2026: Brustkrebs besser behandeln und Versorgung sichern

Brustkrebs ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland – zugleich verändern neue wissenschaftliche Erkenntnisse und therapeutische Möglichkeiten die Versorgung kontinuierlich. Im Brustkrebsmonat Oktober rücken die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG) und die Deutsche Gesellschaft für Senologie e. V. (DGS) deshalb die aktuellen Bedingungen für die Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie des Mammakarzinoms in den Fokus.
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Medizin
 3 Min|

LorviCARE: Telefonische Therapiebegleitung durch onkologische Pflegefachkräfte

Mit LorviCARE gibt es ab sofort ein Patienten-Support-Programm (PSP) speziell für Menschen mit ALK-positivem fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ aNSCLC), die mit Lorlatinib behandelt werden. Onkologische Pflegefachkräfte unterstützen die Patient:innen telefonisch ab Therapiebeginn bei Fragen zu Erkrankung und Therapie, im Umgang mit Herausforderungen des Therapiealltags sowie bei individuellen Sorgen und Anliegen. Alle nötigen Informationen zur Anmeldung liefert die LorviCARE-Patientenmappe, die Patient:innen von ihren behandelnden Ärzt:innen erhalten. Ziel ist es, Therapie- und Nebenwirkungsmanagement ergänzend zu unterstützen und die Therapietreue durch individuelle Unterstützung zu fördern.
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Medizin
 3 Min|

MEDEAconnect 2026: Das Wichtigste des Jahres zum Lungenkarzinom in zwei Stunden an zwei Tagen

Ein Jahr Forschung und neue Entwicklungen, kompakt an zwei Abenden: Die MEDEAconnect bringt am 11. und 12. November 2026, jeweils von 18 bis 20 Uhr, die relevanten Themen zum Lungenkarzinom zusammen. Experten diskutieren aktuelle Studien und Therapieoptionen und ordnen ein, was davon für die Praxis zählt. Vertiefende Wahlsessions und ein besonderer Impuls zur KI in der Thoraxonkologie runden das Programm ab.
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Entitätsübergreifend
 3 Min|

Jede achte Krebserkrankung weltweit durch Infektionen verursacht

Infektionen sind weltweit eine wichtige und vermeidbare Ursache von Krebserkrankungen. Eine umfassende globale Analyse lieferte nun aktuelle Zahlen dazu. Im Jahr 2024 waren schätzungsweise 2,3 Millionen neue Krebsfälle weltweit auf Infektionen zurückzuführen. Das entspricht etwa jedem achten Krebsfall. Die Forschenden untersuchten zwölf verschiedene Krankheitserreger, die alle als sicher krebserregend eingestuft sind. Am häufigsten waren Helicobacter pylori und humane Papillomviren (HPV) beteiligt, die zusammen für über 1,5 Millionen Krebsfälle verantwortlich waren. Viele dieser Krebserkrankungen wären durch Impfungen, Behandlung von Infektionen und Vorsorgeuntersuchungen vermeidbar.
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Medizin
 4 Min|

Mikrobielle Stoffwechselprodukte entscheiden über den Erfolg einer CAR-T-Zelltherapie

Immuntherapien, insbesondere die CAR-T-Zelltherapie, haben die Krebsbehandlung in den vergangenen Jahren vor allem bei bestimmten Formen von Leukämien und Lymphomen grundlegend verändert. Dennoch sprechen nicht alle Tumore gleichermaßen auf die Behandlung an. Warum das so ist und wie sich der Therapieerfolg etwa durch das Darmmikrobiom gezielt verbessern lässt, ist häufig unklar. Eine neue multizentrische Studie zeigt nun, dass nicht allein die Zusammensetzung der Darmbakterien über den Erfolg einer CAR-T-Zelltherapie entscheidet, sondern vor allem deren Stoffwechselprodukte [1].
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Medizin
 4 Min|

Krebsregisterstudie zeigt Prognose bei HR-positivem frühem Brustkrebs

Wie ist die Prognose von Menschen mit der häufigsten Form des frühen Brustkrebses im Versorgungsalltag in Deutschland? Das zeigt eine neue Auswertung bevölkerungsbezogener Daten aus acht Krebsregistern. Untersucht wurden 42.830 Patientinnen und 384 Patienten mit hormonrezeptorpositivem, HER2-negativem (HR+/HER2-) frühem Brustkrebs. Fünf Jahre nach der Operation lag die Wahrscheinlichkeit, ohne Brustkrebsrückfall oder neue invasive Krebserkrankung zu leben, bei 82,9% [1].
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