Journal Onkologie

News

Pankreaskarzinom
 3 Min|

Neuer Bluttest zur Früherkennung des Pankreaskarzinoms

Das Pankreaskarzinom gehört zu den Krebserkrankungen mit der schlechtesten Prognose – auch weil es meist erst spät erkannt wird. Einen klinisch etablierten Bluttest zur Früherkennung gibt es bislang nicht. Ein internationales Forschungsteam hat nun einen neuartigen Bluttest entwickelt, der eine Signatur aus zehn spezifischen microRNAs mit dem bekannten Tumormarker CA 19-9 kombiniert. In einer Studie mit 1.785 Teilnehmern aus vier Ländern konnte Pankreaskrebs im Frühstadium mit hoher Genauigkeit nachgewiesen werden [1].
Lesen Sie mehr 
NSCLC
 3 Min|
WCLC 2026

EGFR-mutiertes NSCLC: 8-Jahres-Daten bestätigen Überlebensvorteil unter adjuvantem Osimertinib

Aktualisierte Ergebnisse einer explorativen 8-Jahres-OS-Analyse der Phase-III-Studie ADAURA haben den anhaltenden Überlebensvorteil mit Osimertinib beim vollständig reseziertem EGFR-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IB–IIIA bekräftigt. Osimertinib führte zu einem anhaltenden, klinisch bedeutsamen Vorteil im Gesamtüberleben (OS). Die Ergebnisse wurden auf dem Presidential Symposium der World Conference on Lung Cancer (WCLC) 2026 der International Association for the Study of Lung Cancer (IASLC) in Seoul (Korea) vorgestellt und zeitgleich im Journal of Thoracic Oncology publiziert [1, 2].
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Immuntherapie halbiert Rückfallrisiko bei Hochrisiko-ALL im Kindesalter

Für Kinder mit einer besonders risikoreichen Form der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) und hohem Rückfallrisiko eröffnen sich deutlich bessere Heilungschancen. In einer großen internationalen Studie konnte ein Teil der bislang etablierten intensiven Chemotherapie durch eine Immuntherapie mit Blinatumomab ersetzt werden. Dadurch ging die Zahl der Rückfälle nahezu um die Hälfte zurück, zugleich traten deutlich weniger schwere Nebenwirkungen auf. Die von der Deutschen Krebshilfe mit rund 4,2 Millionen Euro geförderte Studie wurde von der Klinik für Kinderonkologie und -rheumatologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, geleitet. Die Ergebnisse wurden jetzt im New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlicht [1].
Lesen Sie mehr 
Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Pirtobrutinib erweitert die Erstlinientherapie der CLL

Bei einem Pressegespräch zur Zulassung von Pirtobrutinib in der Erstlinie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) stellte Dr. med. Ingo Schwaner, Berlin, aktuelle Phase-III-Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit des nicht-kovalenten BTK-Inhibitors vor. Anders als Ibrutinib, Acalabrutinib und Zanubrutinib bindet Pirtobrutinib reversibel und nicht-kovalent an die Bruton-Tyrosinkinase (BTK).
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

Forschende entschlüsseln molekularen Mechanismus der Doxorubicin-Kardiotoxizität

Das Chemotherapeutikum Doxorubicin wird erfolgreich zur Behandlung verschiedener Krebsarten eingesetzt, kann jedoch als Nebenwirkung den Herzmuskel schädigen. Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg haben nun den molekularen Signalweg identifiziert, über den Doxorubicin die Herzschäden verursacht. Zudem entdeckten sie, dass der ebenfalls als Krebsmedikament zugelassene Wirkstoff SAHA (Suberoylanilid-Hydroxamsäure) in Zell- und Tierversuchen die schädlichen Mechanismen in Herzmuskelzellen abschwächt und so das Herz schützen könnte [1].
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
NSCLC
 2 Min|
NSCLC: Kann wirksame PD(L)1-Inhibition auch wirtschaftlich sein?

NSCLC: Kann wirksame PD(L)1-Inhibition auch wirtschaftlich sein?

Zur Behandlung von Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) steht eine Vielzahl von Therapieoptionen zur Verfügung – auch mehrere PD(L)1-Inhibitoren. Neben der Wirksamkeits-Evidenz ist damit auch die Wirtschaftlichkeit relevanter. Das wird durch das im Juli 2026 in Kraft getretene GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz forciert. Ein Spannungsfeld, in dem sich der PD1-Inhibitor Tislelizumab positionieren möchte.
Lesen Sie mehr 
Ovarialkarzinom
 2 Min|

Platinresistenz beim Ovarialkarzinom: Längeres Überleben bei guter Lebensqualität

Rund 80% der Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom entwickeln im Krankheitsverlauf eine Platinresistenz. Von Bevacizumab und PARP-Inhibitoren bis hin zu ADCs und Immuntherapien hat sich das Therapiespektrum inzwischen deutlich erweitert. Eine frühzeitige Biomarkerbestimmung und die individuelle Therapiewahl unter Berücksichtigung der Lebensqualität sind daher entscheidend.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

Studie belegt „systemisches Schweigen“ über Liebe und Sexualität nach Krebs

Mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland leben mit oder nach einer Krebserkrankung. Bei vielen von ihnen endet bestenfalls die medizinische Behandlung, nicht aber deren Folgen. Eine neue Studie der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd zeigt, dass Veränderungen in Liebe, Nähe und Sexualität Jahre anhalten können und sich auf die psychische und körperliche Gesundheit, das Körperbild, soziale Beziehungen sowie Partnerschaft und Intimität auswirken. Trotzdem sprechen Betroffene, Fachpersonal aus Medizin, Pflege, Reha oder Beratung selten von sich aus darüber. Es entsteht ein „systemisches Schweigen" [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

r/r MM: Etentamig zeigt signifikanten Vorteil gegenüber Standardtherapie

Die Phase-III-Studie CERVINO zeigt bei mit einem Proteasom-Inhibitor, einer immunmodulatorischen Substanz und einem Anti-CD38-Antikörper vorbehandelten Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem Multiplem Myelom (r/r MM) signifikante Vorteile für den bispezifischen BCMA/CD3-Antikörper Etentamig gegenüber einer vom Prüfarzt gewählten Standardtherapie (SAT) [1, 2]. Bei den dualen primären Endpunkten, der objektiven Ansprechrate (ORR) und dem progressionsfreien Überleben (PFS), war Etentamig SAT signifikant überlegen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Angebot zur Langzeitnachsorge für Krebsüberlende anhaltend stark nachgefragt

Ein Jahr nach dem Start der „Cancer Survivorship“-Sprechstunde zieht das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) eine positive Bilanz. Demnach hat sich die im September 2025 eröffnete Anlaufstelle für die Langzeitnachsorge von Krebsüberlebenden so gut etabliert, dass sie bereits nach wenigen Monaten erweitert wurde. In der Folge praktizieren Prof. Dr. Judith Gebauer, die die Sprechstunde am Universitären Krebszentrum Leipzig am UKL ins Leben gerufen hat, und ihr interdisziplinäres Team seit Januar mittlerweile an drei statt bisher nur zwei Tagen pro Woche. Um der stetig wachsenden Zahl von Langzeitüberlebenden einer Krebserkrankung gerecht zu werden, plant das UKL, das Angebot weiter auszubauen und es langfristig auch für Ältere zu öffnen. Bislang richtet es sich an Menschen, die ihre erste Krebsdiagnose als Kind oder junge Erwachsene erhalten und ihre Therapie vor mindestens fünf Jahre abgeschlossen haben.
Lesen Sie mehr