Journal Onkologie

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NSCLC
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NSCLC: Protonenpumpenhemmer und Antibiotika können Immuntherapie beeinträchtigen

Protonenpumpeninhibitoren (PPI) und Antibiotika gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Doch diese Begleitmedikamente könnten die Wirksamkeit von Immuntherapien beeinträchtigen. Dies zeigt eine Post-hoc-Analyse der PACIFIC-Studie mit Patient:innen mit nicht operablem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium III. Die Einnahme von PPI oder Antibiotika kurz vor Beginn der Immuntherapie mit Durvalumab war mit einem schlechteren Krankheitsverlauf verbunden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass beide Medikamentengruppen die Darmflora verändern und dadurch die Immunantwort schwächen.
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Medizin
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Krebsprävention: Diskrepanz zwischen Wissen und Selbsteinschätzung

Nur 12% der Menschen in Deutschland schätzen ihr persönliches Krebsrisiko als eher oder sehr hoch ein – dabei erhält tatsächlich fast jeder Zweite in Deutschland im Laufe seines Lebens eine Krebsdiagnose. Gleichzeitig fühlen sich 61% gut oder sehr gut über Krebsvorbeugung und 62% über Krebsfrüherkennung informiert. Das zeigt eine bevölkerungsrepräsentative Befragung des DKFZ mit 1.581 Menschen ab 16 Jahren [1].
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Medizin
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Eisenangebot in der Tumorumgebung könnte Ausbreitung von Glioblastomzellen fördern

Freiburger Forscher:innen haben Hinweise gefunden, dass ein hohes Eisenangebot direkt in der Tumorumgebung die Ausbreitung von Glioblastomzellen begünstigt. Langfristig könnte der Eisenstoffwechsel deshalb ein Ansatzpunkt sein, um besonders invasive Tumorzellen gezielter zu beeinflussen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Neuro-Oncology veröffentlicht [1]. Ob Eisen aus der Ernährung oder aus Nahrungsergänzungsmitteln dabei eine Rolle spielt, lässt sich aus der Studie nicht ableiten.
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Medizin
 3 Min|

Acetylsalicylsäure zur Darmkrebsprävention bei Lynch-Syndrom selten genutzt

Laut internationalen Studien kann die tägliche Einnahme von Acetylsalicylsäure Menschen mit Lynch-Syndrom davor schützen, an Darmkrebs zu erkranken – selbst in niedriger Dosierung. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB), der Universität Bonn und des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) Bonn fanden gemeinsam mit der Selbsthilfeorganisation SemiColon nun heraus, dass diese wissenschaftlichen Erkenntnisse bislang nur unzureichend in der Versorgung angekommen sind. Die Ergebnisse der LYNX-Studie sind jetzt als Letter in der Fachzeitschrift The Lancet Gastroenterology & Hepatology erschienen [1].
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Medizin
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Zelloberflächenprotein CD44 als Ansatz gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Zelloberflächenprotein CD44 als Ansatz gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den aggressivsten und am schwersten zu behandelnden Krebsarten. Ein Grund dafür ist das umgebende Gewebe, das den Tumor schützt und die Immunabwehr schwächt. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben nun einen Mechanismus entdeckt, mit dem sich dieses Umfeld gezielt verändern lässt. Im Mittelpunkt steht das Molekül CD44, das bestimmte Bindegewebszellen im direkten Umfeld von Tumoren steuert.
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Entitätsübergreifend
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Individuelle Betrachtung von molekularen Therapien

Individuelle Betrachtung von molekularen Therapien

Immer mehr Patient:innen profitieren dank der molekularen Charakterisierung von Tumoren von neuen Therapieoptionen. Die Belastbarkeit dieser Ansätze diskutierten Stefan Fröhling, Sonja Loges und Saskia Biskup bei der 5. Nationalen Konferenz „Patienten als Partner der Krebsforschung“ im September in Essen. Veranstalter war das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), initiiert wurde die Konferenz vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT).
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Medizin
 4 Min|

Neue Ansätze bei Eierstockkrebs: Immunzellen helfen, Chemoresistenz zu überwinden

Eierstockkrebs spricht zunächst oft gut auf eine Chemotherapie an, kehrt aber meist chemoresistent zurück. Ein Team um Dr. Ricardo Coelho vom Universitätsspital Basel zeigt nun, dass die Kombination des in klinischer Erprobung befindlichen Wirkstoffs Birinapant mit einer Standard-Chemotherapie deutlich mehr Krebszellen abtötet als die Chemotherapie allein. Überraschend: Der verstärkte Effekt hängt von Immunzellen im Tumor, sogenannten Makrophagen, ab, die ein Signal aussenden, das die Wirkung zusätzlich steigert. Die Ergebnisse könnten künftig helfen vorherzusagen, welche Patientinnen am meisten von dieser Therapie profitieren. Die Wilhelm Sander-Stiftung förderte das Projekt mit 134.000 €.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Okuläre Graft-versus-Host-Disease

Die okuläre Graft-versus-Host-Erkrankung (oGvHD) nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation (alloSCT) ist eine teilweise schnell fortschreitende entzündliche und destruierende Augenoberflächenerkrankung, die bei über 40% der Patient:innen auftritt. Bei ungebremster Progression führt die oGvHD zu einer starken Reduktion der Lebensqualität aufgrund von Schmerzen, Sehverlust und abnehmender Belastungsfähigkeit der Augen. In schweren Fällen führt die oGvHD zur Erblindung. Klinisch zeigt sich vor allem eine schwere Benetzungsstörung der Augen aufgrund der Destruktion der Tränendrüse. Früh erkannt und richtig therapiert können viele Komplikationen vermieden werden. Aus diesem Grund ist eine augenärztliche Versorgung von Patient:innen vor und nach alloSCT äußerst wichtig.
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Prostatakarzinom
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SubZero-Studie bestätigt PSA-Abfall unter Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie
DGU 2026

SubZero-Studie bestätigt PSA-Abfall unter Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie

Die Therapielandschaft beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) entwickelt sich stetig weiter und Ärzt:innen stehen verschiedene potenziell lebensverlängernde Optionen zur Verfügung. Aufgrund fehlender direkter Head-to-Head-Studien liegt das Augenmerk auf Real-world-Beobachtungsdaten, die Hinweise zur Wirksamkeit im Versorgungsalltag geben können.
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Entitätsübergreifend
 3 Min|
Unterschiedliche Ansätze für die moderne Krebstherapie

Unterschiedliche Ansätze für die moderne Krebstherapie

Wie leuchtende Hefe bei der Suche nach neuen Medikamenten helfen kann, zeigte Felix Richter eindrucksvoll im Rahmen der 5. Nationalen Konferenz „Patienten als Partner der Krebsforschung“ im September in Essen. In der Session „Fortschritt für morgen: Neue Wege in der Krebsforschung“ präsentierten insgesamt 4 Referenten verschiedene Forschungsansätze für die moderne Krebstherapie.
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Mammakarzinom
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Fortgeschrittenes HR+/HER2- Mammakarzinom: Wer früher testet, behandelt länger in der Erstlinie

Fortgeschrittenes HR+/HER2- Mammakarzinom: Wer früher testet, behandelt länger in der Erstlinie

Statt erst bei klinisch progredienter Erkrankung auf eine ESR1-Mutation zu testen, kann beim Hormonrezeptor-positiven (HR+), HER2-negativen (HER2-) fortgeschrittenen Mammakarzinom (mBC) mit der Zulassung von Camizestrant nun bereits während der endokrin-basierten Erstlinientherapie auf die Entstehung einer endokrinen Resistenz getestet werden. Wird in der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) eine ESR1-Mutation nachgewiesen, erfolgt der Switch auf den selektiven Östrogenrezeptor-Degrader (SERD). So lässt sich das progressionsfreie Überleben (PFS) in der ersten Linie signifikant verlängern [1].
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Medizin
 3 Min|
Neue Zielstruktur für CAR-T-Zellen gegen solide Tumoren

Neue Zielstruktur für CAR-T-Zellen gegen solide Tumoren

CAR-T-Zelltherapien haben sich bei der Behandlung mehrerer Blut- und Lymphdrüsenkrebserkrankungen als erfolgreich erwiesen. Bei anderen Tumoren ist ihr Einsatz jedoch deutlich schwieriger, unter anderem, weil geeignete Zielstrukturen fehlen. Ein Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät Heidelberg am Pathologischen Institut des Universitätsklinikums Heidelberg in Kooperation mit Forschenden des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat nun einen Ansatz entwickelt: Sie nehmen Proteine ins Visier, die zwar keine typischen Krebstreiber sind, aber in großen Mengen auf der Oberfläche von Krebszellen sitzen.
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