News
Medizin
Photodynamische Therapie auch ohne Sauerstoff wirksam
Die photodynamische Therapie (PDT) gegen Krebs basiert darauf, Patient:innen eine inaktive Substanz zu verabreichen, die erst im Tumor durch gezielte Lichtbestrahlung aktiviert wird. Dann erzeugt sie reaktive Sauerstoffspezies, die die Krebszellen töten. Die Methode stößt an Grenzen, wo kein Sauerstoff vorhanden ist. Die Gruppe von Prof. Dr. Johannes Karges von der Ruhr-Universität hat einen Durchbruch erzielt, der die Behandlung solcher Tumore ermöglicht: Wo kein Sauerstoff vorhanden ist, tritt ein alternativer Wirkmechanismus in Kraft. Er nutzt Wasserstoffperoxid, ein natürliches Stoffwechselprodukt der Zellen. Die Forschenden berichten im Journal of the American Chemical Society [1].
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE
CAR-T bei LBCL und Myelom: neue Daten und Perspektiven
Im Rahmen eines Industriesymposiums auf dem EBMT-Kongress standen Lisocabtagen-Maraleucel beim großzelligen B-Zell-Lymphom und Idecabtagen-Vicleucel beim Multiplen Myelom im Fokus. Real-World-Daten und Langzeitbeobachtungen zeigen Verträglichkeitsvorteile und offene Fragen zum klinischen Einsatz.
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NSCLC
DGP 2026
NSCLC: Langzeitüberlebende adäquat begleiten
Durch die therapeutischen Fortschritte beim NSCLC in den vergangenen Jahren steigt das Langzeitüberleben der Patient:innen stetig an. Jedoch sind diese häufig durch chronische Nebenwirkungen eingeschränkt. Daher gilt es, das Thema „Survivorship“ im klinischen Alltag zu berücksichtigen und in die Versorgung zu integrieren. Dabei kann der fachübergreifende Blick in die Dermatologie helfen.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
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Gesundheitspolitik
Terminbuchungen über E-Patientenakten geplant
Für Patient:innen soll es nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums bald einen zentralen digitalen Weg zu Behandlungen und Terminen in den Praxen geben. Laufen soll das über die Apps der elektronischen Patientenakten (ePA), wie ein Gesetzentwurf des Ressorts vorsieht. Dort sollen die Krankenkassen spätestens ab Februar 2028 Funktionen für einen „digitalen Versorgungseinstieg“ einrichten - etwa zum Buchen von Terminen und mit einem Zugang zu einer standardisierten ersten Einschätzung von Beschwerden, nach der man weiter gelotst werden kann.
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Gesundheitspolitik
Reformen: SPD will keine Belastung der Mehrheit
Nach der Osterpause sieht sich die Regierung unter Druck, ihre angekündigten Reformen rasch anzugehen. „Wir brauchen ein umfassendes Reformpaket vor dem Sommer“, sagte die BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner der Deutschen Presse-Agentur. Die SPD drängt die Union, jetzt eigene Vorschläge zu machen. Sie dürften aber nicht zulasten der breiten Mehrheit gehen, sagte Generalsekretär Tim Klüssendorf der dpa.
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Medizin
Metastasierungsmechanismus entschlüsselt
Metastasen sind bei vielen Krebsformen ein zentrales Problem. Als Abkömmlinge des Primärtumors können sie in entfernten Organen wachsen und sind oft schwer erkennbar. Ein Forschungsteam am Institut für Genetik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun molekulare Mechanismen entdeckt, die die Ansiedlung von Krebszellen in anderen Geweben ermöglichen können. Die Ergebnisse stellt das Team um Dr. Tobias Reiff in der Fachzeitschrift Nature Communications vor.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE
Mogamulizumab verlängert Überleben bei T-Zell-Lymphomen
Für Patient:innen mit den beiden Formen kutaner T-Zell-Lymphome (CTCL), Mycosis fungoides (MF) und dem aggressiveren Sézary-Syndrom (SS), gibt es vielversprechende Nachrichten: Neue, unabhängige Real-World-Daten belegten den Gesamtüberlebensvorteil von Mogamulizumab bei MF- und SS-Patient:innen im Vergleich zu weiteren Therapien [1, 2, a, b].
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Gesundheitspolitik
Gesundheitsausgaben lagen 2025 weit über 500 Milliarden Euro
Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind im vergangenen Jahr einer Schätzung des Statistischen Bundesamts zufolge auf 579,5 Milliarden Euro gestiegen. Auf Basis bereits vorliegender und fortgeschriebener Werte gehe man von einem weiteren deutlichen Anstieg der Ausgaben um 7,7% aus, teilte die Behörde mit.
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Medizin
CHMP empfiehlt Lurbinectedin plus Immuntherapie bei kleinzelligem Lungenkarzinom
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme zur Zulassung von Lurbinectedin in Kombination mit Atezolizumab als Erstlinien-Erhaltungstherapie für erwachsene Patient:innen mit fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkarzinom (ES-SCLC) abgegeben, deren Erkrankung nach einer Standard-Induktionstherapie keine Progression gezeigt hat.
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Gesundheitspolitik
Lebenserwartung steigt langsamer als Rentenalter
Das Rentenalter steigt nach offiziellen Daten derzeit schneller als die Lebenserwartung. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
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Medizin
KI-Modell sagt Leberkrebsrisiko auf Basis von Routinedaten voraus
Eine frühe Diagnose ist entscheidend für die erfolgreiche Behandlung von Leberkrebs. Dennoch werden viele Fälle erst zu spät erkannt, weil das individuelle Risiko schwer einzuschätzen ist. Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Else Kröner Fresenius Zentrums (EKFZ) für Digitale Gesundheit an der Technischen Universität Dresden (TUD) hat nun ein KI-Modell entwickelt, welches das Risiko für Leberkrebs auf Basis routinemäßig erhobener klinischer Daten, wie Vorerkrankungen, Laborwerte sowie Lebensstilfaktoren, vorhersagen kann. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Cancer Discovery, dem führenden Journal der US-amerikanischen Krebsforschungsgesellschaft (AACR), veröffentlicht.
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Gesundheitspolitik
Große Suchtklinik für Jugendliche vor dem Aus
Die nach eigenen Angaben größte Klinik für suchtkranke Jugendliche in Deutschland steht vor der Schließung. Ende Juni müsse die Dietrich-Bonhoeffer-Klinik im niedersächsischen Großenkneten bei Oldenburg ihre Arbeit beenden, erklärte eine Sprecherin der Träger in Leinerstift e.V. „Grund für die Schließung der Klinik ist eine massive Unterfinanzierung der Leistungen“, sagte sie.
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Medizin
ASCO-GU
Pembrolizumab-Kombi senkt Sterberisiko bei Harnblasenkarzinom um 35%
Auf dem diesjährigen Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO-GU) wurden neue Ergebnisse der Phase-III-Studie EYNOTE-B15 zu Pembrolizumab in Kombination mit Enfortumab vedotin bei Patient:innen mit muskelinvasivem Harnblasenkarzinom (muscle-invasive bladder cancer, MIBC) präsentiert, die für eine Cisplatin-basierte Chemotherapie geeignet sind. Es handelt sich um das bisher einzige Kombinationsregime aus einer Immuntherapie und einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das bei perioperativer Anwendung das Überleben bei diesen Patient:innen signifikant verlängerte.
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Gesundheitspolitik
Kritik an Sparvorschlägen - Warken: „Alle ins Boot“
Die Vorschläge einer Expertenkommission für milliardenschwere Einsparungen im Gesundheitswesen stoßen auf viel Kritik - bei Ärztevertretern, Pharmabranche und Patientenvertretern. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sagte mit Blick auf das nun geplante Gesetzespaket im ZDF, Einwände aus allen Richtungen habe sie erwartet. „Aber jedem muss klar sein, dass wir alle Bereiche mit ins Boot nehmen werden.“ Teil der Empfehlungen sind auch deutlich spürbare Preisaufschläge für Zigaretten und Spirituosen.
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NSCLC
DGP 2026
Fortgeschrittenes NSCLC: PD-1-Inhibition und differenzierte Erstlinienstrategien
Mit jährlich über 56.500 Neuerkrankungen bleibt das Lungenkarzinom eine der führenden onkologischen Herausforderungen in Deutschland. Beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) ist die Therapie in der Regel palliativ ausgerichtet, mit dem Ziel einer möglichst langfristigen Krankheitskontrolle bei stabiler Lebensqualität.
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NSCLC
DGP 2026
NSCLC: Neue Daten von der perioperativen Therapie bis zum metastasierten Stadium
Beim diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin standen unter anderem aktuelle Entwicklungen zur Immuntherapie beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Mittelpunkt. Professor Severin Schmid beleuchtete Fortschritte der perioperativen Chemoimmuntherapie beim resektablen NSCLC, Professor Nils Reinmuth die Langzeitergebnisse von Pembrolizumab im metastasierten Setting.
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Medizin
Neuer Kupfer-Wirkstoff zerstört Krebszellen gezielt
Erst 2022 wurde die sogenannte Cuproptose entdeckt: Eine zuvor unbekannte Art des Zelltods durch einen Überschuss an Kupfer. Diesen Mechanismus machte sich die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Johannes Karges an der Ruhr-Universität Bochum zunutze, um einen neuen Wirkstoffkomplex auf Kupferbasis zu entwickeln, der Zellen 100-mal effektiver tötet als im Einsatz befindliche Chemotherapeutika. Der Kupferkomplex ist eingebettet in Polymernanopartikel, die sich gezielt im Tumorgewebe anlagern. Erst durch eine Aktivierung mit Licht lösen sich die Partikel auf und geben den Wirkstoff frei. So tötet er gezielt Tumorzellen und verschont gesundes Gewebe.
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Medizin
Immuntherapie halbiert Rückfallrate bei bestimmten Formen von Darmkrebs
Die Ergänzung der standardmäßigen adjuvanten Chemotherapie durch die Immuntherapie mit Atezolizumab verbessert deutlich die Behandlungsergebnisse bei Patient:innen mit bestimmten Formen von Darmkrebs nach einer Operation. Das ist das Ergebnis der ATOMIC-Studie (Alliance A021502/AIO-KRK-0317), die in Deutschland von Prof. Dr. Anke Reinacher-Schick vom St. Josef Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum, koordiniert wurde [1]. Die Studie zeigte eine 50%ige Verringerung des Risikos für ein Wiederauftreten der Erkrankung oder den Tod im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. Damit ist ein neuer Behandlungsstandard für diese biologisch unterscheidbare Untergruppe etabliert.
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Gesundheitspolitik
Anerkennung ausländischer Mediziner:innen vereinfacht
Dringend benötigte Ärzt:innen aus dem Ausland sollen leichter eine Arbeit in Deutschland aufnehmen können. Der Bundestag hat ein Gesetz beschlossen, das eine schnellere Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen vorsieht. Allerdings muss auch noch der Bundesrat zustimmen, bevor die Reform in Kraft treten kann.
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Gesundheitspolitik
Viel Kritik an Sparvorschlägen fürs Gesundheitswesen
Die Vorschläge einer Expertenkommission für milliardenschwere Einsparungen im Gesundheitswesen lösen ein unterschiedliches Echo aus. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnte vor einem Wegfall von Millionen Terminen durch empfohlene Bremsen bei den Vergütungen. Den Praxen würde dann nichts anderes übrig bleiben, als Leistungen und Terminvergaben reduzierten Finanzmitteln anzupassen. Schon heute gingen mehr als 40 Millionen Facharzttermine „aufs Haus“, würden also nicht vergütet.
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