Journal Onkologie

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Medizin
Whole-Genome-Sequencing bei soliden Tumoren: Real-World-Daten belegen klinischen Nutzen

Whole-Genome-Sequencing bei soliden Tumoren: Real-World-Daten belegen klinischen Nutzen

Erstmals liegen umfangreiche Real-World-Daten vor, die den klinischen Nutzen einer routinemäßigen Ganzgenomsequenzierung (Whole-Genome Sequencing, WGS) bei Patient:innen mit soliden Tumoren belegen. Eine am Netherlands Cancer Institute (NKI) durchgeführte Studie zeigt, dass WGS nicht nur technisch im klinischen Alltag umsetzbar ist, sondern auch zu einer biomarkergestützten Behandlung und einem verlängerten Gesamtüberleben (OS) führen kann.
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Mammakarzinom

Durvalumab plus neoadjuvante Chemotherapie beim TNBC – Langzeitergebnisse der GeparNuevo-Studie

Die Phase-II-Studie GeparNuevo untersuchte, ob die Zugabe von Durvalumab zur neoadjuvanten Chemotherapie die pathologische Komplettremissionsrate (pCR) und das Überleben von Patient:innen mit triple-negativem Mammakarzinom (TNBC) verbessern kann. Nun wurden Ergebnisse einer Langzeitanalyse mit einer Nachbeobachtungszeit von 86,4 Monaten veröffentlicht, die zeigen, dass Durvalumab nicht nur das invasive krankheitsfreie Überleben (iDFS), sondern auch das fernmetastasenfreie Überleben (DDFS) und das Gesamtüberleben (OS) signifikant verbessert.
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Medizin
Pembrolizumab-Kombination bei Platin-resistentem Ovarialkarzinom zugelassen

Pembrolizumab-Kombination bei Platin-resistentem Ovarialkarzinom zugelassen

In der Europäischen Union (EU) ist eine neue Behandlungsoption für Patientinnen mit Platin-resistentem Ovarialkarzinom zugelassen worden. Pembrolizumab kann nun in Kombination mit Paclitaxel, mit oder ohne Bevacizumab, zur Behandlung des Platin-resistenten epithelialen Ovarialkarzinoms, Eileiterkarzinoms oder primären Peritonealkarzinoms bei erwachsenen Patientinnen eingesetzt werden, deren Tumoren PD-L1 mit einem Combined Positive Score (CPS) ≥ 1 exprimieren und die zuvor eine oder zwei systemische Therapielinien erhalten haben. Damit steht erstmals eine PD-1-Inhibitor-basierte Behandlungsoption für diese Indikation in der EU zur Verfügung.
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Gesundheitspolitik

Noch Änderungen an Gesundheitsreform möglich

Wenige Tage vor Beschlussfassung im Kabinett deuten sich noch Änderungen an den Plänen für eine Gesundheitsreform an. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zeigten sich offen bei zentralen Punkten wie bei Einschränkungen der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartner:innen oder bei einer Entlastung der Krankenversicherungen von den Gesundheitskosten für Bürgergeldempfänger:innen.
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Medizin
Leitlinien-Update metastasiertes Mammakarzinom: Mehr Präzisionsmedizin durch testen, testen, testen!

Leitlinien-Update metastasiertes Mammakarzinom: Mehr Präzisionsmedizin durch testen, testen, testen!

Die Präzisionsonkologie beim ER+/HER2– metastasierten Mammakarzinom (mBC) erreicht 2026 ein neues Level. Mit den aktuellen Updates der AGO-Empfehlungen und der S3-Leitlinie rückt die biomarkerbasierte Therapiesequenzierung endgültig in das Zentrum des klinischen Handelns1,2.Um das volle Potenzial moderner Therapien wie Elacestrant auszuschöpfen, lautet das Gebot der Stunde für die Praxis: Konsequentes ESR1-Testing beim ersten klinischen Progress in der Metastasierung1,2,3.
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Medizin
Molekulare Signatur für aggressives Wachstum von Kopf-Hals-Tumoren entdeckt

Molekulare Signatur für aggressives Wachstum von Kopf-Hals-Tumoren entdeckt

Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und der Technischen Universität München haben die genetische Aktivität „knospender" Karzinome des Kopf-Hals-Bereichs untersucht. In den „Knospen“ – sich vom Tumor ablösende Zellverbände, die mit einer ungünstigen Prognose einhergehen – fanden sie ein charakteristisches Muster der Genaktivität. Diese Marker-Signatur gibt Einblicke in die Biologie dieser Tumoren, könnte zukünftig die diagnostische Einordnung erleichtern und liefert erste Hinweise auf mögliche Behandlungsstrategien. Die Ergebnisse sind aktuell im Fachjournal Genome Medicine erschienen [1].
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Medizin
Darmkrebs-Screening: Keine aussagekräftige Evidenz zur Anpassung der Altersgrenzen oder Koloskopie-Frequenz

Darmkrebs-Screening: Keine aussagekräftige Evidenz zur Anpassung der Altersgrenzen oder Koloskopie-Frequenz

Gesetzlich Versicherte haben gemäß den aktuellen Regelungen ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Darmkrebs-Früherkennung. Denn mit der Früherkennungsuntersuchung kann man Krebsvorstufen im Dickdarm (Polypen) oder Krebs entdecken und meist sehr gut behandeln. Auf diese Weise lassen sich fortgeschrittene Krebsstadien, belastende Therapien und krebsbedingte Sterblichkeit vermindern. Zur Früherkennung von Dickdarmkrebs stehen sowohl die Darmspiegelung (Koloskopie) als auch der Test auf Blut im Stuhl zur Verfügung.
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Gesundheitspolitik

SPD und CSU wollen Änderungen bei Gesundheitsreform

Nach Vorstellung der Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) melden die Koalitionspartner SPD und CSU noch größeren Änderungsbedarf an. SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese sagte in Berlin, es gebe momentan „eine gewisse Schlagseite“ zu einer einseitigen Belastung der Versicherten. Noch auf den Tisch kommen könnte die Frage einer stärkeren Steuerfinanzierung der Beiträge für Bürgergeldempfänger:innen. Patientenvertreter, Krankenkassen und Opposition warnten vor zu vielen Lasten für Versicherte.
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NSCLC
NSCLC: Platin-ungeeignete Patient:innen profitieren von Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab
DGP 2026

NSCLC: Platin-ungeeignete Patient:innen profitieren von Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab

Wenn selbst ein bisschen Chemo bei älteren, vulnerablen Patient:innen zu viel ist: PD Dr. Diego Kauffmann-Guerrero vom Klinikum Großhadern der LMU in München erläuterte, dass in diesem metastasierten NSCLC-Kollektiv im Stadium IV mit Komorbiditäten oder reduziertem Allgemeinzustand eine platinhaltige Chemotherapie oft nicht möglich sei. Die Daten der IPSOS-Studie zeigen, dass diese Patient:innen von einer Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab mit einer nahezu Verdopplung der Zwei-Jahres-Überlebensrate (24,3% vs. 12,4%) profitieren können [1].
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Gesundheitspolitik

Mehr als 100 Millionen Dokumente in E-Patientenakten

Die Nutzung der neuen elektronischen Patientenakten (ePA) zieht weiter an. Knapp ein Jahr nach Beginn der bundesweiten Einführung wurden mehr als 100 Millionen Dokumente wie Befunde und Diagnosen eingestellt, wie aus Daten der mehrheitlich bundeseigenen Digitalagentur Gematik hervorgeht. Digital gespeicherte Listen mit verschriebenen Medikamenten werden demnach im Schnitt 21 Millionen Mal pro Woche aus E-Akten von Patient:innen abgerufen.
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Medizin
Drei Leitlinien, ein Konsens: Mirvetuximab-Soravtansin im FRα+ platinresistenten Ovarialkarzinom empfohlen

Drei Leitlinien, ein Konsens: Mirvetuximab-Soravtansin im FRα+ platinresistenten Ovarialkarzinom empfohlen

Mirvetuximab-Soravtansin (MIRV) ist der Therapiestandard im Folatrezeptor-alpha(FRα)-positiven platinresistenten Ovarialkarzinom (OC), mit signifikant überlegener Wirksamkeit gegenüber Chemotherapie.1,4–6,* Die Therapieempfehlung wurde im Update der S3-Leitlinie im Januar 2026 veröffentlicht.1,a Zusätzlich zur S3-Leitlinie wurde MIRV als Therapieempfehlung in die ESMOb- und ESGO-Leitliniec aufgenommen.2,3
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Prostatakarzinom

mHSPC: ARANOTE-Studie zeigt signifikante Verzögerung der Schmerzprogression

Bei Patienten mit metastasiertem hormonempfindlichem Prostatakarzinom (mHSPC) hatte Darolutamid in der Phase-III-Studie ARANOTE bereits das radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS) signifikant verlängert. Doch neben dem Überleben spielen auch Symptomkontrolle und Lebensqualität eine zentrale Rolle bei Therapieentscheidungen. Neu veröffentlichte Analysen der ARANOTE-Studie mit 669 Patienten zeigen, dass Darolutamid in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) die Schmerzprogression signifikant verzögert und die Zeit bis zur Verschlechterung des allgemeinen Wohlbefindens im Vergleich zu Placebo verlängert.
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Pankreaskarzinom
Adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom zeigt stadienabhängige Wirksamkeit

Adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom zeigt stadienabhängige Wirksamkeit

Aktuelle Leitlinien empfehlen eine adjuvante Chemotherapie nach chirurgischer Resektion des Pankreaskarzinoms für alle UICC-Stadien I–III. Doch die Datenlage zur stadienspezifischen Wirksamkeit dieser Behandlung ist begrenzt. Eine retrospektive Studie aus China untersuchte nun systematisch den Einfluss der postoperativen Chemotherapie auf die Prognose von Patient:innen mit unterschiedlichen Stadien des Pankreaskarzinoms.
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