Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 78

Entitätsübergreifend
 4 Min|
Deeskalation in der Onkologie: Wann weniger Therapie ausreicht

Deeskalation in der Onkologie: Wann weniger Therapie ausreicht

Lange waren in der Onkologie intensive Kombinations- und Maximaltherapien die Regel – häufig mit erheblichen Nebenwirkungen für die Patient:innen. Mit dem Fortschritt in der personalisierten Medizin rückt nun die gezielte Therapie-Deeskalation in den Fokus. Ziel ist es, die Behandlungslast zu verringern, ohne die Wirksamkeit zu kompromittieren, etwa durch kürzere Therapiedauern, reduzierte Dosierungen oder den Einsatz prädiktiver Marker wie zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA).
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Mammakarzinom
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Atezolizumab verbessert langfristige Prognose bei frühem TNBC – ctDNA als vielversprechender Biomarker

Atezolizumab verbessert langfristige Prognose bei frühem TNBC – ctDNA als vielversprechender Biomarker

Die Zugabe des Immuncheckpoint-Inhibitors Atezolizumab zur neoadjuvanten Chemotherapie bei Patientinnen mit frühem triple-negativem Brustkrebs (TNBC) verbessert nicht nur das pathologische Ansprechen, sondern auch die langfristigen Überlebenschancen. Neue Ergebnisse der Phase-III-Studie IMpassion031 belegen zudem den prognostischen Wert der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) und liefern wichtige Erkenntnisse für eine individualisierte Therapieplanung.
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Medizin
 2 Min|
Vorasidenib erhält positives CHMP-Votum bei IDH-mutierten Grad-2-Gliomen

Vorasidenib erhält positives CHMP-Votum bei IDH-mutierten Grad-2-Gliomen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat ein positives Votum zur Zulassung von Vorasidenib ausgesprochen. Der oral verfügbare Inhibitor der Isocitrat-Dehydrogenasen IDH1 und IDH2 wird als Monotherapie zur Behandlung von Patient:innen mit einem IDH-mutierten Grad-2-Astrozytom oder Oligodendrogliom empfohlen. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen zuvor ausschließlich operativ behandelt wurden und derzeit keine unmittelbare Strahlen- oder Chemotherapie benötigen.
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Hämatologie
ICML 2025 – JOURNAL HÄMATOLOGIE

DLBCL und CLL: Neue Studiendaten zu verschiedenen Therapieansätzen vorgestellt

Auf der International Conference on Malignant Lymphomas (ICML) in Lugano wurden für das diffus-großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) und die chronische lymphatische Leukämie (CLL) neue Therapieansätze vorgestellt. Im Fokus standen das Antikörper-Toxin-Konjugat Polatuzumab vedotin, der bispezifische Antikörper Glofitamab und eine neuartige Wirkstoffklasse: BTK-Degrader.
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Hämatologie
ICML 2025 – JOURNAL HÄMATOLOGIE

Neue Therapieoption beim rezidivierten/refraktären Hodgkin-Lymphom?

Auf der International Conference on Malignant Lymphomas (ICML) 2025 in Lugano wurden neue Daten zur Phase-II-Studie LuminICE-203 vorgestellt: Ein neu entwickelter bispezifischer Antikörper zeigte in Kombination mit allogenen natürlichen Killerzellen aus Nabelschnur-Blut vielversprechende Wirksamkeit beim rezidivierten oder refraktären (r/r) Hodgkin-Lymphom, mit einer objektive Ansprechrate von 87,5%. Mehr als die Hälfte der Patient:innen erreichte eine Komplettremission. Die Therapie erwies sich zudem als gut verträglich und könnte künftig eine kosteneffiziente Alternative zu bisherigen Zelltherapien darstellen.
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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Union uneins bei Kostenübernahme für Abtreibungen

In der Union gibt es Unstimmigkeiten über eine mögliche Ausweitung der Kostenübernahme bei Schwangerschaftsabbrüchen durch die gesetzlichen Krankenkassen. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Pilsinger wandte sich gegen eine Ausweitung, die zuvor Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) als denkbar bezeichnet hatte. „Eine über die heutigen Regelungen hinausgehende Kostenübernahme durch die Krankenkassen halte ich persönlich für verfassungsrechtlich fragwürdig und würde die Norm des Paragraf 218 meiner Meinung nach unterhöhlen“, sagte Pilsinger der „Süddeutschen Zeitung“.
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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Schnellere Arzttermine - oder neues Nadelöhr?

Mal dauert es Wochen, mal Monate: Damit Kassenpatient:innen nicht mehr so lange auf Termine bei Fachärzt:innen warten müssen, soll eine gezieltere Vergabe zum Alltag werden. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant mehr Steuerung, indem Patient:innen in der Regel zuerst in eine Hausarztpraxis gehen, um von dort effizienter überwiesen zu werden. Verbraucher- und Patientenschützer warnen aber vor neuen Problemen.
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Hämatologie
 8 Min|

Die chronische Graft-versus-Host-Erkrankung: Neue Therapieoptionen und aktuelle Studien

50% der transplantierten Patient:innen entwickeln eine chronische Graft-versus-Host-Erkrankung (cGvHD), die damit die häufigste Spätkomplikation nach allogener Stammzelltransplantation (alloSCT) darstellt. Neben dem Rezidiv der Grunderkrankung ist sie die wichtigste Ursache für Morbidität und Mortalität (ca. 25%) nach Transplantation. In der Mehrzahl der Fälle manifestiert sich die cGvHD 3 Monate bis 2 Jahre nach alloSCT. In den letzten 2 Jahrzehnten hat die Inzidenz der cGvHD zugenommen, was u.a. dem steigenden Patientenalter und der zunehmenden Anzahl nicht verwandter Spender:innen zugerechnet wird [1].
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Prostatakarzinom
 5 Min|
Darolutamid + ADT und Docetaxel beim mHSPC
Darolutamid plus ADT und Docetaxel beim mHSPC

Überlebensvorteil gegenüber Placebo in allen Volumen- und Risikosubgruppen

Die Dreifach-Therapie mit dem Androgenrezeptor-Inhibitor (ARI) Darolutamid in Kombination mit einer Standard-Androgendeprivation (ADT) und Docetaxel ist ein neuer Therapiestandard beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC). In der Phase-III-Studie ARASENS war die zusätzliche Gabe von Darolutamid mit einem deutlich längeren Gesamtüberleben (OS) und einem geringeren Progressionsrisiko im Vergleich zu der Zweifach-Therapie mit ADT plus Docetaxel assoziiert. Von der frühen intensivierten Therapie mit Darolutamid können ältere und jüngere Patienten sowie High- und Low-volume-Patienten gleichermaßen profitieren.
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Hämatologie
 3 Min|
CLL: zeitlich begrenztes Regime mit Acalabrutinib zugelassen
Chronische lymphatische Leukämie

Acalabrutinib: zeitlich begrenztes Regime zugelassen

Seit fast 5 Jahren kann Acalabrutinib, ein Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) der 2. Generation, für die kontinuierliche Therapie mit oder ohne Obinutuzumab zur Erstlinienbehandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) eingesetzt werden [1]. Kürzlich erfolgte nun auch die Zulassung der zeitlich begrenzten Kombinationstherapie aus Acalabrutinib und Venetoclax (mit oder ohne Obinutuzumab) für die CLL-Erstlinientherapie. Damit steht ab sofort der erste Zweitgenerations-BTKi für ein zeitlich begrenztes Regime zur Verfügung.
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