Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 240

Thorakale Tumoren
 2 Min|

Bei den thorakalen Tumoren drehte sich fast alles um das NSCLC

PD Dr. Florian Fuchs leitet den Schwerpunkt Pneumologie an der Medizinischen Klinik 1 der Universität Erlangen. In der Podcast-Folge „Thorakale Tumoren“ berichtet er über persönliche Kongress-Highlights seines Themengebiets. Bis auf eines sind alle Highlight-Abstracts zum nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), der vorherrschenden Entität auf dem diesjährigen ASCO. Er sagt, es „habe sich gelohnt, den Weg auf sich zu nehmen, alleine um die Unmengen an Daten differenziert vor Ort miteinander zu diskutieren und einzuordnen.“
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Nierenzellkarzinom
 3 Min|

RCC: Zusätzliche MET- und CTLA-4-Inhibition zeigte keine ausreichende Wirksamkeit

Die Phase-II-Studie CALYPSO untersuchte bei Patient:innen mit fortgeschrittenem klarzelligen Nierenzellkarzinom (RCC) die Wirksamkeit der MET-Inhibition mit Savolitinib (S) oder die CTLA-4-Hemmung mit Tremelimumab (T) jeweils als Monotherapie oder in Kombination mit dem PD-L1-Inhibitor mit Durvalumab. Die Studie hat ihren primären Endpunkt – eine bestätigte Ansprechrate (cRR) von mindestens 50% – nicht erreicht.
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Hämatologie
 4 Min|

Phase-III-Studie CELESTIMO prüft bispezifischen Antikörper Mosunetuzumab + Lenalidomid beim vorbehandelten r/r Follikulären Lymphom

Eine Therapie mit dem bispezifischen Antikörper Mosunetuzumab führt bei Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem Follikulären Lymphom (r/r FL) nach mind. 2 Vortherapien zu tiefen und anhaltenden Remissionen bei handhabbarem Sicherheitsprofil (1) – ein enormer Benefit für betroffenen Patient:innen, der jüngst zur Zulassung in dieser Indikation führte (2). Da sich in Vorstudien auch eine vielversprechende Aktivität bei günstigem Sicherheitsprofil in Kombination mit Lenalidomid gezeigt hatte, untersucht die Phase-III-Studie CELESTIMO nun diese Kombination bei vorbehandelten Patient:innen mit r/r FL im Vergleich zu Rituximab + Lenalidomid. Das Studiendesign wurde bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2022 vorgestellt (3).
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Hämatologie
 5 Min|

CLL13-Studie: Venetoclax/Obinutuzumab +/- Ibrutinib verlängert PFS gegenüber Chemoimmuntherapie bei der CLL

Fitte Patient:innen mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) dürfen von einer zeitlich begrenzten chemotherapiefreien Kombination aus Venetoclax + Obinutuzumab mit oder ohne Ibrutunib eine deutliche Verbesserung ihres progressionsfreien Überlebens (PFS) im Vergleich zu einer Standard-Chemoimmuntherapie (CIT) mit FCR* oder BR* erwarten. Das zeigt die aktuelle Auswertung der Phase-III-Studie GAIA/CLL13 zum zweiten koprimären Endpunkt PFS, die im Rahmen der Late Breaking Abstracts Session bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2022 präsentiert wurde (1). Damit könnten die Vorteile einer auf ein Jahr begrenzten Kombinationstherapie aus zielgerichteten Substanzen nun auch für junge, fitte Patienten bestätigt werden.
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Hämatologie
 4 Min|

TP53-mutierte AML: Kombination aus Magrolimab und Azacitidin vielversprechend

Patient:innen mit TP53-mutierter akuter myeloischer Leukämie (AML) haben eine schlechte Prognose und sprechen nur sehr begrenzt auf derzeit verfügbare Therapien an. Bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2022 wurden frühe Daten einer Phase-Ib-Studie vorgestellt, in der die Verträglichkeit und Wirksamkeit einer neuen Kombinationsbehandlung aus dem „first in class“ monoklonalen Anti-CD47-Antikörper Magrolimab und Azacitidin bei zuvor unbehandelten Erkrankten mit TP53-mutierter AML evaluiert wurden. Das Sicherheitsprofil der Kombinationstherapie erwies sich als handhabbar, die Wirksamkeitsdaten als ermutigend. In besonderem Maße profitierten diejenigen Patient:innen, die anschließend einer allogenen Stammzelltransplantation zugeführt werden konnten (1).
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Hämatologie
 4 Min|

PV: Ropeginterferon alfa-2b bessert Lebensqualität und EFS

Eine Langzeittherapie mit Ropeginterferon alfa-2b hat die für die Patient:innen mit Polycythaemia vera (PV) wichtigen Therapieziele erreicht: Eine gute Lebensqualität bedingt durch die geringere Symptomlast und wenige notwendige Phlebotomien sowie die Verbesserung des ereignisfreien Überlebens (EFS). Ropeginterferon alfa-2b besitzt außerdem das Potenzial, das Myelofibrose-Risiko zu vermindern.
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Hämatologie
 5 Min|

AML: Was bringt die Addition von Quizartinib zur Chemotherapie?

Die FLT3-Mutation mit interner Tandemduplikation (FLT3-ITD+) ist eine der häufigsten Mutationen bei der akuten myeloischen Leukämie (AML) und mit einer ungünstigen Prognose und kurzen Überlebenszeiten assoziiert (1, 2). Nachdem der FLT3-Inhibitor Midostaurin in der RATIFY-Studie bei der FLT3-ITD+ AML verbesserte Überlebensdaten, allerdings bei hohen Rückfallquoten (3), zeigen konnte und für diese Indikation auch zugelassen ist (4), wurde bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2022 die primäre Auswertung der Phase-III-Studie QuANTUM-First mit dem potenten und selektiven Zweitgenerations-FLT3-Inhibitor Quizartinib präsentiert. Wie Dr. Harry P. Erba, Durham, NC, USA, im Rahmen des Presidential Symposiums beim EHA2022 konstatierte, besitzen die neuen Daten das Potenzial, den derzeitigen Behandlungsstandard zu ändern (5).
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Hämatologie
 4 Min|

Myelofibrose: Beeinflusst eine frühere Ruxolitinib-Therapie das Gesamtüberleben?

Bisher haben nur wenige Studien untersucht, ob bei Myelofibrose (MF) eine frühere Intervention mit einer zielgerichteten Therapie Auswirkungen auf das Ansprechen und Gesamtüberleben (OS) hat. In einer gepoolten Analyse der COMFORT-I- und -II-Studien zeigte sich, dass Patient:innen, die bei der Randomisierung oder nach einem Crossover von Placebo (PBO) oder der besten verfügbaren Therapie (BAT) Ruxolitinib erhielten, ein besseres Überleben hatten (1).
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Hämatologie
 3 Min|

r/r Marginalzonenlymphom: Acalabrutinib zeigt in frühen Studien hohe Ansprechraten und gute Verträglichkeit

Acalabrutinib (Acala) ist ein potenter, hochselektiver Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) der nächsten Generation, der als Monotherapie oder in Kombination mit dem Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab für erwachsene Patient:innen mit nicht vorbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) zugelassen ist – als Monotherapie auch nach mindestens einer Vorbehandlung (1). In einer Phase-I/II-Studie wurden nun die Wirksamkeit und Sicherheit von Acala bei Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem Marginalzonenlymphom (r/r MZL) evaluiert. Frühe Daten dieser Phase-II-Kohorte legen nahe, dass der BTKi auch beim r/r MZL wirksam und gut verträglich ist (2).
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Hämatologie
 4 Min|

Fortgeschrittenes cHL: Brentuximab Vedotin, Nivolumab, Doxorubicin und Dacarbazin (AN+AD) als Erstlinien-Behandlungsoption

Eine Vierfachkombination aus dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Brentuximab Vedotin, dem Checkpoint-Inhibitor Nivolumab und den Zytostatika Doxorubicin und Dacarbazin kann vorläufigen Daten einer Phase-II-Studie zufolge bei Patient:innen mit fortgeschrittenen klassischen Hodgkin-Lymphomen (cHL) sicher eingesetzt werden und führt zu hohen Raten an kompletten Remissionen. Das wurde im Rahmen einer Postersession bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2022 berichtet (1).
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Hämatologie
 5 Min|

Bispezifischer Antikörper Glofitamab hochaktiv beim vorbehandelten r/r DLBCL

Der bispezifische Antikörper Glofitamab erregte bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2022 mit wichtigen Daten für mehrfach vorbehandelte Patient:innen mit rezidivierten/refraktären (r/r) diffus großzelligen B-Zell-Lymphomen (DLBCL) Aufsehen. Der Antikörper, der 2 Bindungsstellen für CD20 und eine für CD3 aufweist, hatte sich bereits in Voruntersuchungen in ansteigender Dosierung nach einer Vorbehandlung mit Obinutuzumab als hochwirksam und gut verträglich erwiesen. Beim EHA 2022 wurden überzeugende Phase-II-Expansionsdaten für mehrfach vorbehandelte Patient:innen mit r/r DLBCL vorgestellt, die Glofitamab über eine fixe Behandlungsdauer von max. 12 Zyklen erhielten (1).
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