Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 208

Supportive Maßnahmen und das Management von therapieassoziierten Nebenwirkungen spielen besonders in der ambulanten Therapie von Krebserkrankungen eine große Rolle. Diese bilden die Grundlage der praktischen Durchführung im überwiegend nicht-stationären Setting und ermöglichen weitgehend den Erhalt eines „normalen“ Lebens der Patient:innen zwischen und nach den Therapien im häuslichen Umfeld. In den letzten Jahren sind zahlreiche neue Medikamente und Therapiekonzepte für die Behandlung von Patient:innen mit Brustkrebs in Studien klinisch geprüft und viele mittlerweile auf den Markt gekommen. Diese werden nun auch in der „Real World“ in den gynäko-onkologischen Praxen des BNGO eingesetzt. Mit den Substanzen, die in den Therapiealgorithmus integriert worden sind, kommen neue Herausforderungen auf das therapeutische Team, aber auch auf die Patient:innen selbst zu. Wir sprachen mit PD Dr. Rachel Würstlein, Leitende Oberärztin Brustzentrum LMU Klinikum München, über ihre Erfahrungen mit dem Therapiemanagement bei den neuen Substanzen an einem Universitätsklinikum und ihre Tipps für die Praxis.
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Gastrointestinale Tumoren
 2 Min|

BTC: Verbessertes Langzeitüberleben unter Durvalumab in Kombination mit Chemotherapie

Eine auf dem ASCO-GI vorgestellte Analyse der Phase-III-Studie TOPAZ-1 zeigte Vorteile in Hinblick auf das Langzeit­überleben von Patient:innen mit fortgeschrittenem biliären Karzinom (BTC) durch eine Erstlinientherapie mit Durvalumab in Kombination mit einer Standardchemotherapie aus Gemcitabin und Cisplatin (Gem/Cis) im Vergleich zu Placebo + Gem/Cis (1).
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Nierenzellkarzinom
 3 Min|

nccRCC: Kombinationstherapie aus Cabozantinib und Atezolizumab zeigt anhaltende Wirkung

In der Phase-Ib-Studie COSMIC-021 (NCT03170960) zeigte die Kombinationstherapie Cabozantinib + Atezolizumab bei Patient:innen mit fortgeschrittenem nicht-klarzelligem Nierenzellkarzinom (nccRCC) eine vielversprechende klinische Aktivität bei einer medianen Nachbeobachtung von 13 Monaten (1). Nun wurden auf dem ASCO-GU die Follow-up-Ergebnisse der Studie vorgestellt (2).
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Prostatakarzinom
 2 Min|

nmCRPC: Real-World-Daten bestätigen gute Wirksamkeit von Apalutamid

Für Patienten mit nicht-metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom (nmCRPC) ist Apalutamid + Androgendeprivationstherapie (ADT) eine wichtige therapeutische Option mit nachgewiesener Wirksamkeit bei der Verbesserung des metastasenfreien Überlebens (MFS) und anderer klinischer Outcomes. Zum Outcome von nmCRPC-Patienten unter Apalutamid-Therapie gibt es jedoch nur wenige Real-World-Daten. Beim ASCO-GU 2023 wurde eine Studie vorgestellt, die das PSA-Ansprechen und das MFS bei Patienten mit nmCRPC, die in den Vereinigten Staaten mit Apalutamid behandelt wurden, im Vergleich zur SPARTAN-Zulassungsstudie analysierte (1).
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Prostatakarzinom
 2 Min|

Fortgeschrittenes Prostatakarzinom: Adäquates Management von Fatigue

Fatigue ist ein häufiges und therapiebedingtes Symptom bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom. Obwohl in klinischen Studien bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) und nicht-metastasiertem kastrationsresistenten PC (nmCRPC), die mit Androgenrezeptor-Inhibitoren behandelt werden, über Fatigue unterschiedlichen Schweregrades berichtet wurde, gibt es im Versorgungsalltag nur begrenzte Erkenntnisse zur Sicht der Patienten hinsichtlich der Behandlung der Fatigue. In einer Studie wurden nun die Erfahrungen der Patienten im Umgang mit Fatigue beleuchtet.
 
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Urothelkarzinom
 3 Min|

Fortgeschrittenes Urothelkarzinom: Post-hoc-Analyse der JAVELIN Bladder 100-Studie bestätigt Wirksamkeit von Avelumab

Bei Platin-geeigneten Patient:innen mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom sind seit der Phase-III-Studie JAVELIN Bladder 100 Firstline (1L)-Cisplatin- oder Carboplatin-basierte Chemotherapieschemata, gefolgt von einer Avelumab-Erhaltungstherapie bei Patient:innen ohne Progression, Behandlungsstandard. Auf dem ASCO-GU 2023 (American Society of Clinical Oncology – Genitourinary Cancers) wurde die Post-hoc-Analyse der Langzeitergebnisse vorgestellt.
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Nierenzellkarzinom
 3 Min|

aRCC: 3-Jahres-Follow-up der CheckMate-9ER-Studie zeigt Überlegenheit von Nivolumab + Cabozantinib gegenüber Sunitinib

Ein auf dem ASCO-GU vorgestelltes Follow-up der CheckMate-9ER-Studie von mindestens 3 Jahren bestätigte die Vorteile von Nivolumab + Cabozantinib gegenüber Sunitinib hinsichtlich des Überlebens und des Ansprechens bei Patient:innen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (aRCC). Es traten in beiden Behandlungsgruppen keine neuen Sicherheitssignale auf.
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Prostatakarzinom
 3 Min|

Radioligandentherapie: Neue Option beim Prostatakarzinom

Für Patienten mit einem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) ist die Prognose nicht gut. Die neue Radioligandentherapie mit (177Lu)Lutetiumvipivotidtetraxetan kann das Überleben verlängern, wenn sie zusätzlich zur bisherigen bestmöglichen Standardversorgung (BSoC) gegeben wird. Wie das Therapieprinzip funktioniert, für wen es infrage kommt und wie groß der Nutzen für die Patienten ist, lesen Sie im Folgenden.
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Mammakarzinom
 4 Min|

HER2-low Brustkrebs: Neue Therapie für große Gruppe von Patient:innen

Herkömmliche HER2-gerichtete Therapien funktionieren nur bei HER2-positivem Brustkrebs, also Tumoren, die HER2 überexprimieren. Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab-Deruxtecan wirkt auch bei Patient:innen, deren Krebszellen nur wenig HER2 auf ihrer Oberfläche exprimieren, also HER2-low sind. Gut 60% der vormals als HER2-negativ klassifizierten Brusttumoren fällt in die Kategorie HER2-low. Trastuzumab-Deruxtecan ist bei Patient:innen mit fortgeschrittenem HER2-low Mammakarzinom, die zuvor bereits 1 oder 2 Chemotherapien in der metastasierten Situation erhalten haben, gegenüber den bisher eingesetzten Chemotherapien klar überlegen.
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Hämatologie
 3 Min|

Zanubrutinib zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit Marginalzonenlymphom

Marginalzonenlymphome (MZL) gehören zur Familie der indolenten B-Zell-Lymphome und machen etwa 8-12% aller Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) aus. Mit einer geschätzten Inzidenzrate von 20-30/1 Million/Jahr sind MZL sehr selten. Das mediane Alter bei Diagnose liegt bei ca. 65 Jahren. Speziell für MZL-Patient:innen waren bis Oktober 2022 in Deutschland keine Arzneimittel zugelassen. Das hat sich seit dem 28.10.2022 geändert: An diesem Tag wurde der Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitor Zanubrutinib zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit MZL zugelassen, was einen bedeutenden Meilenstein für die Betroffenen darstellt.

 
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