Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 156

Medizin
 3 Min|

Ein Jahr Melflufen beim r/r Multiplen Myelom

Seit etwas mehr als einem Jahr ist Melphalanflufenamid (Melflufen) in Deutschland und Österreich verfügbar. Zugelassen ist das Peptid-Wirkstoff-Konjugat (PDC) in Kombination mit Dexamethason zur Therapie von Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem Multiplen Myelom (r/rMM). Insbesondere für Patient:innen mit fortgeschrittener Myelom-Erkrankung ab der 4. Therapielinie stellt Melflufen eine wertvolle Erweiterung des therapeutischen Spektrums dar.
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Gynäkologische Tumoren
 2 Min|

Gynäkoonkologie und Supportivtherapie

In der Dezember-Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE sind die Themenschwerpunkte die Gynäkoonkologie sowie Supportivtherapien. Erfahren Sie, welche Neuerungen es beim Endometrium-, Zervix- und Mammakarzinom gibt. Die Beiträge zur Supportivtherapie umfassen Ernährungstherapie, Antiemese und Haarerhalt bei Chemotherapie-induzierter Alopezie. Mit der Lektüre von letztgenanntem Artikel können Sie außerdem 2 CME-Punkte erwerben. Neben interessanten Fortbildungsartikeln finden Sie auch aktuelle Berichterstattungen der Kongresse von DGHO, ESMO und ASH.
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Hämatologie
 3 Min|

Polycythaemia vera: Ropeginterferon alfa 2b frühzeitig nutzen, auch bei niedrigem Thromboserisiko

Der klinischen Manifestation einer Polycythaemia vera (PV) geht eine dekadenlange klonale Hämatopoese voraus, erklärte Prof. Dominik Wolf, Innsbruck, Österreich, bei einem Symposium im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2023. Die Erkenntnisse zur langfristigen Pathogenese der PV, bei der die Expansion JAK2-mutierter Stammzellklone eine bedeutende Rolle spielt, bilden die Basis für neue Therapiestrategien, die ebenfalls langfristig angelegt sind. Sie finden ihren Ausdruck in den aktualisierten Onkopedia-Leitlinien zur PV, in deren Fokus die frühe Krankheitsmodifikation unabhängig vom Alter und Thromboserisiko der Erkrankten steht – bevorzugt mit Ropeginterferon-alfa 2b (Ropeg) in der ersten zytoreduktiven Linie.
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Hämatologie
 3 Min|

PNH: Proximale Komplement-Inhibitoren im Aufwind

Die paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH) ist eine seltene, erworbene hämatologische Erkrankung, die durch komplementvermittelte Hämolyse und Thrombose gekennzeichnet ist; es besteht ein hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen. Fortschritte werden von neuen Inhibitoren erwartet, die in den proximalen Abschnitt der Komplementkaskade eingreifen. Dadurch wird, anders als bei gegen den Komplementfaktor C5 gerichteten Substanzen, die PNH-typische intravasale und extravasale Hämolyse gleichermaßen gehemmt. Iptacopan, einer dieser Inhibitoren, überzeugt in klinischen Studien mit ausgezeichneter Wirksamkeit und guter Verträglichkeit, wie bei einem Symposium im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2023 zu hören war.
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Hämatologie
 2 Min|

Akute myeloische Leukämie: Neue orale Kombination für unfitte Erkrankte

Wenn es um die Behandlung von Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) geht, spielten das Alter der Betroffenen sowie zytogenetische Veränderungen eine bedeutende Rolle, betonte Prof. Haifa Kathrin Al-Ali, Halle, bei einem Symposium im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2023. Um die optimale Behandlungsstrategie bei älteren/unfitten Erkrankten zu finden, gelte es, die patienten- und krankheitsbezogenen Faktoren sowie die Chancen und Risiken einer Therapie sorgfältig abzuwägen und mit den Betroffenen zu besprechen. Eine neu zugelassene orale hypomethylierende Kombination erweitert nun das Therapiespektrum und hilft dabei, Krankenhausaufenthalte einzusparen.
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NSCLC
 3 Min|

ADCs beim NSCLC: Neue Targets und Perspektiven

Liegt beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) eine BRAF V600-, eine ROS1- oder eine ALK-Mutation vor, werden zielgerichtete Therapien eingesetzt, die je nach Wirkstoff und Mutationsart ein Ansprechen von 60 bis 90% zeigen und den Patient:innen ein progressionsfreies Überleben von 10 bis 35 Monaten ermöglichen. Auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) 2023 wurden die Studienergebnisse zu Antikörper-Drug-Konjugaten (ADCs) vorgestellt, die vielleicht noch mehr leisten können.
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Hämatologie
 3 Min|

Lymphome: Neue Therapieoptionen durch bispezifische Antikörper und ADC

Fachärzt:innen diskutierten auf einem Industriesymposium während des DGHO 2023 neue Behandlungsmöglichkeiten für Lymphome. So wurde der bispezifische Antikörper Mosunetuzumab für das rezidivierte oder refraktäre (r/r) follikuläre Lymphom (FL) neu zugelassen. Ein weiterer bispezifischer Antikörper, nämlich Glofitamab, zeigte sehr gute Studiendaten für die Behandlung des r/r diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL). Ferner steht in einer Kombination, welche das Antikörper-Drug-Konjugat (ADC) Polatuzumab Vedotin beinhaltet, ein neuer Standard in der Erstlinien-Behandlung des DLBCL zur Verfügung.
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Entitätsübergreifend
 5 Min|

TROP2 als vielversprechendes Ziel: Dato-DXd zeigt vielversprechende Wirksamkeit beim Mammakarzinom und NSCLC

Die Phase-III-Studie TROPION-Breast01, präsentiert auf dem ESMO 2023, demonstrierte eine 37%ige Reduktion des Risikos für Krankheitsprogression oder Sterblichkeit durch Datopotamab-Deruxtecan (Dato-DXd). Dabei konnte eine mediane PFS-Verbesserung um 2 Monate bei insgesamt guter Verträglichkeit verzeichnet werden (1). In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie TROPION-Lung01 wurde ebenfalls eine signifikante Steigerung des PFS im Vergleich zur aktuellen Standardtherapie Docetaxel (DTX) bei Patient:innen mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) nach mindestens einer vorherigen Therapie belegt. Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Dato-DXd als neue Therapieoption für Patient:innen mit metastasiertem HR+/HER2-Brustkrebs und NSCLC.
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Ovarialkarzinom
 2 Min|

Ovarialkarzinom: PARP-Inhibition hat sich in der Erhaltung bewährt

Wie sollte man am besten ältere, noch fitte Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom als Erhaltung in der Erstlinie behandeln? Darüber debattierten Prof. Dr. Jonathan Ledermann und Dr. Dr. Alexandra Leary, beide London, UK, während eines Symposiums beim ESMO 2023. Während Ersterer für eine Kombinationstherapie mit Poly(ADP-ribose)-Polymerase-Inhibitoren (PARPi) wie Niraparib und Bevacizumab plädierte, sprach sich Letzere für eine PARPi-Monotherapie aus. Schließlich fehle es an Evidenz für den Benefit der Kombination, klar sei jedoch das Risiko für zusätzliche Nebenwirkungen und dadurch eine niedrigere Therapieadhärenz.
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Malignes Melanom
 5 Min|

Die Melanombehandlung im Wandel: Ein klinisches Update 2023

Wir befinden uns an einem historischen Punkt in der Melanombehandlung, so Dr. Eva Muñoz Couselo, Barcelona, Spanien, auf dem diesjährigen ESMO. Die adjuvante Immuntherapie ist derzeit die Standardbehandlung mit überschaubarem Toxizitätsprofil für Patient:innen mit resezierten Melanomen im Stadium IIB-IV. Bei den neoadjuvanten Therapien korreliert das pathologische Komplettansprecehn (pCR) mit einem verbessertem rezidivfreiem Überleben (RFS). Die optimale Dauer der neoadjuvanten Therapie und das optimale Schema der Durchführung sind noch nicht eindeutig festgelegt.
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Hämatologie
 4 Min|

r/r MCL: Pirtobrutinib zeigt hohe Gesamtansprechrate bei Hochrisiko-Patient:innen

Im Rahmen des ASH 2023 wurden die aktualisierten Ergebnisse der der multizentrischen Phase-I/II-Studie BRUIN (NCT03740529) zur Pirtobrutinib-Therapie bei stark vorbehandelten Patient:innen mit rezidiviertem/refraktärem (r/r) Mantelzell-Lymphom (MCL) vorgestellt. Der nicht-kovalente Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitor (BTKi) zeigt eine gute Wirksamkeit bei günstigem Sicherheitsprofil (1).
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Hämatologie
 3 Min|

Immuntherapie-assoziierte Immunthrombozytopenie: Studie vergleicht Behandlungsansätze der IO-ITP vs. p-ITP

Immunzytopenien sind eine seltene, aber potenziell schwerwiegende Komplikation der Immuntherapie (IO). Die Immuntherapie-assoziierte Immunthrombozytopenie (IO-ITP) ist eine Ausschlussdiagnose und wird im Rahmen von Multidrug-Krebstherapien oft nicht erkannt. Im Allgemeinen wird sie mit einer Unterbrechung der Therapie behandelt. Ziel einer Studie war es nun, eine IO-ITP zu identifizieren und zu charakterisieren und Behandlungsansätze mit der primären Immunthrombozytopenie (p-ITP) zu vergleichen (1).   
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Hämatologie
 2 Min|

Multiples Myelom: Vorteil durch zusätzliche Gabe von Isatuximab

Die Phase-III-Studie IsKia untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit des Anti-CD38-Antikörpers Isatuximab bei transplantationsfähigen Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom. Verglichen wurde Isatuximab + Carfilzomib + Lenalidomid + Dexamethason (IsaKRd) mit Carfilzomib + Lenalidomid + Dexamethason (KRd) jeweils als Induktionstherapie und als Konsolidierung nach autologer Stammzelltransplantation. Dabei erhöhte die zusätzliche Gabe von Isatuximab die Raten an negativer minimaler Resterkrankung (MRD) im Vergleich zu KRd alleine signifikant, wobei keine neuen Sicherheitsbedenken auftraten. Dieser Vorteil blieb auch bei Hochrisiko-Patient:innen bestehen (1).
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