Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 13

Es gibt – gerade im Zeitalter moderner Quadruplet-Therapien – immer mehr Erkrankte mit Multiplem Myelom (MM), die nach Versagen der Erstlinientherapie bereits Anti-CD38-Antikörper- und Lenalidomid(Len)-exponiert oder gar -refraktär sind, was die Behandlungsoptionen für die Zweitlinie einschränkt. Mit Mezigdomid, einem potenten CELMoD (Cereblon E3 Ligase Modulator) als Add-on zur Standardtherapie mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd) konnte nun im Phase-III-Setting der SUCCESSOR-2-Studie gegenüber alleinigem Kd eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) von Erkrankten mit rezidiviertem/refraktärem (RRMM) und vorheriger Anti-CD38-Antikörper- und Len-Exposition erreicht werden – über alle Subgruppen hinweg. Damit qualifiziert sich die neue Triplette als ein möglicher neuer Behandlungsstandard ab der 2. Linie beim RRMM, wie bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2026 zu hören war [1].
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Krebs ist nicht nur eine medizinische, sondern vor allem eine gesellschaftliche Herausforderung, die Orientierung, Vertrauen und Sichtbarkeit erfordert. Auf dem Vision Zero Berlin Summit 2026 diskutierten Expert:innen unter anderem über die Zukunft der Krebsforschung, intelligente und innovative Präventions- und Vorsorgekonzepte, Früherkennung und personalisierte Therapien, um das primäre Ziel der Initiative Vision Zero Oncology – die Zahl der vermeidbaren krebsbedingten Todesfälle auf Null zu senken – zu erreichen.
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EHA 2026
 2 Min|
EHA 2026

Keine Hinweise auf sekundäre Malignome oder Vektortoxizität bei CAR-T-Zell-Therapie

Nach einer T-Zell-Therapie mit chimären Antigen-Rezeptor (CAR)-T-Zellen wurden in seltenen Fällen sekundäre Malignome (sekundäre primäre Malignität; SPM) beobachtet. Eine Analyse stützt nun die langfristige Sicherheit einer CAR-T-Zell-Therapie mit Lisocabtagene Maraleucel (Liso-cel) oder Idecabtagene Vicleucel (Ide-cel) bei > 1.300 Patient:innen und einem klinischen Follow-up von über 8 Jahren, ergänzt um Daten von rund 12.000 Patient:innen aus Post-Marketing-Studien. Es gab keine Hinweise für SPM mit einem T-Zell-Ursprung oder für eine Toxizität der lentiviralen Vektoren (LVV). Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-Kongress präsentiert [1].
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Gesundheitspolitik
 1 Min|

Weitere Verdi-Proteste an Kliniken am Montag

An deutschen Krankenhäusern gehen am Montag Proteste gegen Kürzungen im Gesundheitswesen weiter. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat bundesweit Service-Beschäftigtean mehr als 120 Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu Aktionen aufgerufen. Es kann dabei nach Angaben eines Verdi-Sprechers auch zu kleineren Einschränkungen in den Häusern kommen. Gefordert werden gute Bedingungen und Bezahlung für Bereiche wie Reinigung, Küche, Wäscherei, Logistik, Patiententransport, Empfang, Technik, Sterilisation oder Sicherheitsdienst.
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EHA 2026
 2 Min|
EHA 2026

Aggressive Non-Hodgkin-Lymphome: Tafasitamab + Lenalidomid verstärkt Wirkung von R-CHOP

Es kommt Bewegung in die Erstlinientherapie aggressiver Non-Hodgkin-Lymphome: Patient:innen mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) sowie anderen hochgradigen B-Zell-Lymphomen (HGBL) profitieren von der Zugabe von Tafasitamab und Lenalidomid zum 2 Jahrzehnte alten Standard R-CHOP, wie die bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellte Phase-III-Studie frontMIND nahelegt [1].
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EHA 2026
 4 Min|
EHA 2026

RR/MRD+ AML: Switchable allogene CAR-T-Zellen zeigen vielversprechende Aktivität

In einer Phase-IA-Studie konnten erstmals bei Erkrankten mit CD123‑positiver rezidivierter/refraktärer (RR) oder messbare Resterkrankung‑positiver (MRD+) akuter myeloischer Leukämie (AML) mit Hilfe einer gegen CD123 gerichteten „switchable“ allogenen CAR‑T‑Technologie tiefe und anhaltende Remissionen bei handhabbarem Sicherheitsprofil erreicht werden. Prof. Dr. Martin Wermke vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden stellte die aus seiner Sicht „extrem vielversprechenden“ Daten beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 als Late Breaking Abstract vor [1].
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Medizin
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EU-Zulassung für Tarlatamab in der Zweitlinientherapie bei ES-SCLC

EU-Zulassung für Tarlatamab in der Zweitlinientherapie bei ES-SCLC

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Tarlatamab als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit kleinzelligem Lungenkarzinom im fortgeschrittenen Stadium (extensive-stage small cell lung cancer, ES-SCLC), die nach Krankheitsprogression während oder nach einer Erstlinienbehandlung basierend auf platinhaltiger Chemotherapie eine systemische Therapie benötigen, erteilt [1].
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EHA 2026
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EHA 2026

DLBCL: Real-world-Analyse deutet auf Überlebensvorteil mit Polatuzumab Vedotin-Kombination in asiatischer Studienkohorte hin

Frühe Daten einer Real-world-Analyse deuten auf einen signifikanten Überlebensvorteil mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Polatuzumab Vedotin (Pola) plus R-CHP* im Vergleich zu R-CHOP** bei asiatischen Patient:innen mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) hin, insbesondere bei hohem Risikoprofil (IPI-Score 3 –5) und beim nicht keimzentrumsartigen (GCB)-Subtyp. Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-Kongress vorgestellt [1].
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EHA 2026
 2 Min|
EHA 2026

Neuer T-Zell-Engager beim Multiplen Myelom in früheren Therapielinien?

Beim Multiplen Myelom (MM) haben neben Immunmodulatoren, Proteasom-Inhibitoren, CD38-Antikörpern und CAR-T-Zellen auch bispezifische Antikörper, v.a. T-Zell-Engager, in den letzten Jahren die Therapie umgekrempelt. Talquetamab, bisher in späteren Therapielinien eingesetzt, scheint einer bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellten Phase-III-Studie zufolge auch in frühen Stadien bemerkenswerten Erfolg zu haben [1].
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EHA 2026
 2 Min|
EHA 2026

Serum-Biomarker als Frühindikatoren für akute Graft-versus-Host-Disease nach alloSCT

Eine retrospektive Studie mit 106 Patient:innen nach allogener Stammzelltransplantation (alloSCT) zeigt signifikante Zusammenhänge zwischen spezifischen Zytokinen und dem Auftreten sowie der Schwere der akuten GvHD. Besonders sST2 (soluble Suppression of Tumorigenicity 2) erwies sich als vielversprechender prädiktiver Marker über alle untersuchten Zeitpunkte [1].
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EHA 2026
 3 Min|
EHA 2026

Calcineurin- und mTOR-Inhibitor-freie GvHD-Prophylaxe nach alloSCT – frühe Daten aus Phase-I/II

Ein neues Prophylaxe-Regime aus Post-Transplant-Cyclophosphamid (PTC), Bortezomib und Abatacept (=ABC) soll die Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD) nach allogener Stammzelltransplantation (alloSCT) verhindern – ohne Calcineurin- oder mTOR-Inhibitoren und mit einer geplanten Gesamtdauer von nur 4 Wochen. In der laufenden Phase-I/II-Studie (NCT06681922)* waren akute und chronische GvHD-Raten bislang niedrig; eine PTC-Dosisreduktion ging mit schnellerem Engraftment einher, ohne dass in den bislang verfügbaren Daten Nachteile bei GvHD, Rezidiv oder Immunrekonstitution sichtbar wurden [1].
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Gesundheitspolitik
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Sparpaket für Gesundheitsausgaben in Bundestag und Bundesrat

Das heftig umstrittene Sparpaket der schwarz-roten Koalition bei den Gesundheitsausgaben startet ins parlamentarische Verfahren. Ministerin Nina Warken (CDU) bringt am Freitag ihren Entwurf in den Bundestag ein, der die gesetzlichen Krankenkassen 2027 um mindestens 16,3 Milliarden Euro entlasten und damit höhere Zusatzbeiträge verhindern soll. Parallel befasst sich auch der Bundesrat mit den Plänen und dürfte etliche Kritikpunkte anmelden. Vorgesehen sind Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche. Auf Versicherte kommen unter anderem höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartner:innen zu. Die Koalition strebt an, das Gesetz bis zur Sommerpause Mitte Juli zu besiegeln.
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EHA 2026
 3 Min|
EHA 2026

Hodgkin-Lymphom: Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Langzeitüberlebenden

Die meisten Patient:innen mit klassischem Hodgkin-Lymphom werden geheilt – die 5-Jahres-Überlebensrate liegt mittlerweile bei über 95%, selbst bei jüngeren Patient:innen mit fortgeschrittener Erkrankung. Allerdings erleiden etwa 10% innerhalb der ersten fünf Jahre ein Rezidiv und benötigen dann intensive Salvage-Chemotherapie mit Hochdosistherapie und autologer Stammzelltransplantation. Um die Nachsorge zu verbessern, ist es wichtig zu verstehen, wie sich ein Rezidiv auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität auswirkt. Eine auf dem Kongress der European Hematology Association (EHA) präsentierte Studie mit 872 Langzeitüberlebenden zeigt nun: Während globale Gesundheit und körperliche Funktionsfähigkeit bei Patient:innen mit und ohne Rezidiv ähnlich sind, berichten Rezidiv-Überlebende über eine konsistent höhere Symptombelastung, selbst mehr als ein Jahrzehnt nach der Diagnose.
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