Journal Onkologie

JOURNAL ONKOLOGIE als Kooperationspartner

Nierenzellkarzinom
 4 Min|

Systemtherapie beim nccRCC – Aktuelle Daten und klinische Implikationen

Das metastasierte, nicht-klarzellige Nierenzellkarzinom (nccRCC) macht etwa 25% aller RCC aus und umfasst mehr als 20 histologisch und molekular definierte Subtypen. Aufgrund des historischen Ausschlusses dieser Patient:innen aus prospektiven Studien bleibt die Evidenzgrundlage für die Systemtherapie begrenzt; Leitlinien empfehlen daher eine Therapiestrategie analog zum klarzelligen Nierenzellkarzinom (ccRCC). Die Studien SUNNIFORECAST, KEYNOTE-B61 und CheckMate-920 konnten zuletzt die Wirksamkeit Immuncheckpoint-Inhibitor (ICI)-basierter Regimes in einem reinen nccRCC-Kollektiv nachweisen, wobei der PD-L1-Status ein potenziell relevanter prädiktiver Biomarker zu sein scheint.
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Sarkome
 5 Min|
Klemmbrett mit Papier, auf dem "Sarcoma" steht, daneben eine Spritze und ein Stethoskop
Zwischen Evidenz und Erfahrung

Die Doppelperspektive als Ärztin und ehemalige Sarkom-Patientin

Eine ehemalige Sarkom-Patientin schildert, wie ihre eigenen Erfahrungen als Betroffene ihre Sicht als Ärztin auf die Arzt-Patienten-Kommunikation, das Shared Decision Making sowie eine strukturierte Nachsorge und kontinuierliche Begleitung geprägt hat – und warum gute Medizin ihr Augenmerk nicht nur auf die Krankheit, sondern ganzheitlich auf den Menschen richten sollte.
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Sarkome
 11 Min|
Weichgewebesarkom in Muskel in Bein

Grundlagen der interdisziplinären Behandlung von Weichteilsarkomen des Körperstamms und der Extremitäten

Weichteilsarkome (WTS) des Körperstamms und der Extremitäten sind seltene, biologisch heterogene Tumoren, deren optimale Behandlung ein spezialisiertes, interdisziplinäres Vorgehen erfordert. Dieser Übersichtsartikel stellt aktuelle evidenzbasierte Aspekte der Diagnostik, Therapie und Nachsorge dar. Schwerpunkte sind die leitliniengerechte Bildgebung, die histopathologische und molekulargenetische Charakterisierung sowie multimodale Therapiekonzepte aus Chirurgie, Strahlentherapie und systemischer Behandlung. Für eine optimale Therapie, den Funktionserhalt und eine möglichst gute Prognose sind zertifizierte Sarkomzentren und interdisziplinäre Tumorboards von zentraler Bedeutung.
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Sarkome
 7 Min|
Computertastatur mit einem Knopf für "angiosarcoma of the breast"

Postradiogene Sarkome und Angiosarkome

Angiosarkome sind seltene, hochmaligne Weichgewebesarkome endothelialen Ursprungs mit ausgeprägter Metastasierungsneigung und insgesamt ungünstiger Prognose. Postradiogene Sarkome (PRS) stellen eine seltene, aber klinisch relevante Spätkomplikation nach Strahlentherapie dar und gewinnen aufgrund steigender Langzeitüberlebensraten von Patient:innen zunehmend an Bedeutung. Insbesondere das postradiogene Angiosarkom der Brust tritt typischerweise mehrere Jahre nach Radiotherapie auf und ist durch diagnostische Verzögerungen sowie therapeutische Herausforderungen gekennzeichnet. Die Therapie basiert primär auf einer radikalen chirurgischen Resektion, während systemische Therapien ergänzend eingesetzt werden können. Die Patient:innen profitieren von einer frühzeitigen Behandlung in spezialisierten Sarkomzentren.
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Sarkome
 14 Min|
Grafische Darstellung von verschiedenen Gewebesarkomen

Adulte retroperitoneale Sarkome

Weichgewebesarkome sind mit ca. 6.000-7.000 Neuerkrankungen/Jahr in Deutschland seltene Tumoren [1]. 10-15% der Weichgebesarkome entstehen im Retroperitoneum. Retroperitoneale Sarkome (RPS) sind bei der Diagnosestellung häufig sehr groß (15-20 cm), verursachen aber oft nur geringe klinische Beschwerden. Die Erstdiagnose ist daher häufig eine Zufallsdiagnose. Bei Weichgebesarkomen unterschiedet man über 100 verschiedene histologische Subtypen. Im Retroperitoneum treten vorwiegend Liposarkome, Leiomyosarkome (LMS), solitär fibröse Tumoren und maligne periphere Nervenscheidentumoren auf. RPS können nicht alleine anhand radiologischer Kriterien von anderen retroperitoneal gelegenen Tumoren abgegrenzt werden. Daher ist die histologische Sicherung, in der Regel durch die bildgebend unterstützte Stanzbiopsie, zur Diagnosestellung und Therapieplanung unerlässlich. Wichtig zu wissen ist, dass es wissenschaftlich keinen Anhalt für eine erhöhte Tumorrückfallrate durch Biopsien von Sarkomen oder anderen retroperitonealen Tumoren gibt, sodass korrekt durchgeführte Biopsien als onkologisch sicher gelten. Sobald ein Sarkomverdacht besteht, sollten die Patient:innen in einem zertifizierten Sarkomzentrum betreut werden, sodass Diagnostik und Therapie im interdisziplinären Sarkomboard von sarkomerfahrenen Spezialist:innen geplant werden. Die Behandlung und Operation im Sarkomzentrum verbessert die Prognose. Die einzige kurative Therapieoption stellt die Tumorresektion dar. Diese muss individuell unter Berücksichtigung verschiedener Parameter geplant werden. Ein Zusatznutzen für die neoadjuvante Radiatio konnte in einer multizentrischen Studie (STRASS-1) nur für die gut differenzierten und die niedrigmalignen dedifferenzierten Liposarkome gezeigt werden. Der Stellenwert einer dem histologischen Subtyp angepassten neoadjuvanten Chemotherapie ist aktuell Gegenstand der Untersuchung im Rahmen der STRASS-2-Studie. Die Therapie rezidivierter und/oder metastasierter RPS erfolgt individuell unter Berücksichtigung des histologischen Subtyps, der Vortherapie, der Krankheitsaktivität, der Komorbiditäten und der Wünsche der Erkrankten.
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Entitätsübergreifend
 2 Min|

Verleihung des Clinical Science Award 2025

Die Deutsche Gesellschaft für Immun- und Targeted Therapie e.V. (DGFIT) unterstützt bereits seit ihrer Gründung vor 25 Jahren wissenschaftliche Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Immun- und Targeted Therapie in den unterschiedlichsten Bereichen. Unter anderem wird jährlich der mit 2.000 Euro dotierte Clinical Science Award (CSA) vergeben. Den CSA 2025 erhielt Dr. Adrian Gottschlich für seine herausragende Arbeit „Dissection of single-cell landscapes for the development of chimeric antigen receptor T cells in Hodgkin lymphoma“.
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O-Ton Onkologie Staffel 9
 2 Min|

Sarkome: Theranostik, FAP-gerichtete Therapie und ADCs

Sarkome sind eine sehr heterogene Gruppe von Tumoren mit über 70 verschiedenen bösartigen Subtypen. Sie machen zusammen gerade einmal 1% aller Krebserkrankungen aus. Genau diese Seltenheit und Vielfalt macht sie zu einer der größten Herausforderungen der modernen Onkologie. In dieser Folge von O-Ton Onkologie spricht Dr. med. vet. Astrid Heinl, stellvertretende Chefredakteurin des Journal Onkologie, mit zwei Expert:innen auf diesem Gebiet: Privatdozentin Dr. Joanna Szkandera von der Universität Graz und Privatdozent Dr. Rainer Hamacher, Oberarzt am Westdeutschen Tumorzentrum des Universitätsklinikums Essen. Gemeinsam beleuchten sie, warum klassische systemische Therapien in der Sarkom-Therapie an ihre Grenzen stoßen und in welche Richtung die Forschung geht: hin zu präzisionsmedizinischen Strategien wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs), FAP-gerichteten Radioligandentherapien und Theranostik.
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Sarkome
 6 Min|
Foto "Herzlich Willkommen zur 15. Sarkomkonferenz"

Sarkomkonferenz 2026 – Drei Tage Input, Austausch und neue Perspektiven in der Behandlung von Sarkomen

Vom 19.-21. März 2026 fand in Berlin im Langenbeck-Virchow-Haus die 15. Sarkomkonferenz statt. Diese ist seit 2011 die zentrale und interdisziplinäre Veranstaltung für alle Mediziner:innen, darunter u.a. Onkolog:innen, Chirurg:innen, Orthopäd:innen, Psychoonkolog:innen, interessierte Teilnehmer:innen und Patientenvertreter:innen, die sich mit der Erforschung und Behandlung von Sarkomen beschäftigen. Die rund 200 Expert:innen berichteten über innovative Therapieansätze, Verbesserungen von Versorgungs- und Behandlungsqualität sowie über aktuelle Forschungsprojekte der deutschen Sarkom-Community und zeigten auf, wie entscheidend der interdisziplinäre Austausch für die Sarkombehandlung ist. Initiator der jährlichen Konferenz ist die gemeinnützige Deutsche Sarkom-Stiftung.
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Sarkome
 7 Min|
Diagnosebrief Sarkom mit Tabletten und Büchern auf Tisch

Sarkome: Patienten-Rundumblick – „Du gibst mir so viel Hoffnung!“

„Du lebst schon so lange mit dieser Erkrankung. Als ich meine Diagnose bekommen und gegoogelt habe, dachte ich, dass ich bald sterben werde. Dann habe ich deine Geschichte gelesen. Du gibst mir so viel Hoffnung!“ Anderen Betroffenen und ihren Angehörigen Hoffnung zu schenken, ist einer der Hauptgründe für meinen täglichen Einsatz als Patientenvertreterin. Die anderen Gründe sind Wut, Trauer und Frust, denn ich weiß, dass auch gerade jetzt, während ich diese Wörter in meinen Laptop tippe, Menschen an der seltenen Krebsart Sarkom leiden und sterben.
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Urologische Tumoren
 7 Min|
Logo der DGFIT
DGFIT-Symposium am 31.01.2025

Urologischer Winterworkshop in Leogang 2025

Die Deutsche Gesellschaft für Immun- und Targeted-Therapie (DGFIT) feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. In diesen 25 Jahren hat sich die Immun- und Targeted-Therapie rasant (weiter-)entwickelt und ist mittlerweile fester Bestandteil in der täglichen onkologischen Therapie. Erfreulicherweise ist diese Entwicklung auch verbunden mit einem deutlich besseren Outcome für die Patient:innen – sowohl in Bezug auf die Effektivität als auch auf die Nebenwirkungen. Auch in diesem Jahr veranstaltete die DGFIT ihr fest etabliertes Symposium auf dem Urologischen Winterworkshop in Leogang, Österreich, mit Blick auf den Status Quo der täglichen Versorgung sowie einen Ausblick in die Zukunft mit neuen Innovationen auf dem Gebiet der Immun- und Targeted-Therapie, welche die Behandlungsoptionen zeitnah mannigfaltig beeinflussen werden. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
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Urologische Tumoren
 4 Min|
DGFIT Logo

Verleihung des Clinical Science Award 2024

Die Deutsche Gesellschaft für Immun- und Targeted Therapie e.V. (DGFIT) unterstützt seit ihrer Gründung vor 25 Jahren wissenschaftliche Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Immun- und Targeted Therapie in den unterschiedlichsten Bereichen. Unter anderem wird jährlich der mit 2.000 Euro dotierte Clinical Science Award (CSA) vergeben. Den CSA 2024 erhielt Dr. Theo Lorenzini für seine innovative Arbeit „Rational design of PD-1-CD28 immunostimulatory fusion proteins for CAR T cell therapy“.
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Entitätsübergreifend
 3 Min|

Verleihung des Clinical Science Award 2023 der DGFIT

Die Deutsche Gesellschaft für Immun- und Targeted-Therapie e.V. (DGFIT) unterstützt seit ihrer Gründung wissenschaftliche Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Immun- und Targeted Therapie. Unter anderem wird jährlich der mit 2.000 Euro dotierte Clinical Science Award (CSA) vergeben. Im Rahmen des DGFIT-Symposiums auf dem Urologischen Winterworkshop in Leogang wurde der CSA 2023 an Frau Dr. Sophia Stock, München, verliehen. Im Folgenden fasst die Preisträgerin ihre mit dem CSA 2023 ausgezeichnete Arbeit „Chimeric antigen receptor T cells engineered to recognize the P329G-mutated Fc part of effector-silenced tumor antigen-targeting human IgG1 antibodies enable modular targeting of solid tumors“ (1) zusammen.
 
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Urologische Tumoren
 13 Min|

29. Urologischer Winterworkshop der DGFIT in Leogang, Österreich

Der 29. Urologische Winterworkshop in Leogang, Österreich, der vom 27.-31.01.2020 stattfand, kann mittlerweile schon auf eine lange Tradition zurückblicken. Auch in diesem Jahr präsentierten hochkarätige Referentinnen und Referenten therapeutische und diagnostische Innovationen. Das DGFIT-Symposium fand unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Doehn, Lübeck, Prof. Dr. Michael Siebels, München, und Prof. Dr. Dominik Rüttinger, Penzberg, statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch der jährlich ausgeschriebene Wissenschaftspreis der DGFIT, der Clinical Science Award, an Prof. Dr. Sebastian Kobold, München, verliehen. Eine Zusammenfassung der Vorträge finden Sie im Folgenden.
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Urologische Tumoren
 8 Min|

DGFIT: Checkpoints 2018 in der Urologie

Die Veranstaltung eines Satellitensymposiums durch die DGFIT im Rahmen des alljährlichen Urologischen Winterworkshops in Leogang/Österreich hat bereits Tradition. Auch in diesem Jahr präsentierten hochkarätige ReferentInnen therapeutische und diagnostische Innovationen mit besonderem Fokus auf das Thema der Checkpoint-Inhibition beim Nierenzell- und Urothelkarzinom. Das Symposium fand unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Edith Huland, Hamburg, Prof. Dr. Michael Siebels, München, und Prof. Dr. Hans Heinzer, Hamburg, statt. Im Anschluss an die Veranstaltung wurde der jährlich vergebene Wissenschaftspreis der DGFIT (dotiert mit 2.000 €) an Frau Prof. Mascha Binder, Med. II am UKE Hamburg, verliehen, die im Rahmen eines kurzen Vortrages ihre Forschungsprojekte darstellte.
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