Journal Onkologie

Gynäkologische Tumoren | Beiträge ab Seite 35

Beiträge zum Thema Gynäkologische Tumoren

Mammakarzinom
 2 Min|

Frühes und metastasiertes Mammakarzinom: Behandlungserfolge durch individualisierte Strategien

Beim frühen Mammakarzinom eröffnet eine neoadjuvante Therapie betroffenen Frauen die optimale Chance auf Heilung, doch selbst bei Nicht-Erreichen des Endpunkts pathologische Komplettremission (pCR) kann die Prognose durch individuelle postneoadjuvante Therapiekonzepte verbessert werden. Das betonte Dr. Mattea Reinisch, Essen, bei einem Symposium im Rahmen des Deutschen Krebskongresses (DKK) 2022. Der Trend zur molekular basierten zielgerichteten Therapie beim Mammakarzinom wird sich in Zukunft weiter fortsetzen, ergänzte Prof. Andreas Schneeweiss, Heidelberg. Viele Patient:innen mit metastasierten Tumoren, möglicherweise auch jene mit frühem Brustkrebs, könnten potentiell von einem molekularen Profiling profitieren.
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Mammakarzinom
 2 Min|

Früher HER2+ Brustkrebs: Weniger Rezidive unter Neratinib

Die Einführung der HER2-gerichteten Therapie hat die Therapiemöglichkeiten beim HER2-positiven frühen Brustkrebs (BC) wesentlich verbessert. Trotzdem verbleibt ein Rezidivrisiko, und zwar unabhängig davon, ob die Patientin neoadjuvant oder adjuvant mit Trastuzumab behandelt wurde. Dieses beträgt unabhängig vom Hormonrezeptor (HR)-Status 20-30% . Bei HR+ Tumoren treten die Rezidive aber in der Regel etwas später auf als bei HR-negativen Tumoren. „Um mehr Frauen vor dem Rezidiv zu schützen, bedarf es einer erweiterten adjuvanten Therapie“, so Prof. Dr. Nadia Harbeck vom Brustzentrum an der LMU München. Die adjuvante Therapie sollte risikoadaptiert erfolgen.
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BNGO
 8 Min|

Update zum Mammakarzinom vom ESMO-Kongress für die gynäko-onkologische Praxis

Das Jahr 2022 war ein gutes Jahr für Patientinnen mit Mammakarzinom und deren Therapeut:innen, denn es gab viele praxisrelevante Neuigkeiten, sowohl hinsichtlich der Prognose­verbesserung als auch des immer gezielteren Einsatzes der therapeutischen Optionen. Bereits beim ASCO-Kongress gab es ein Highlight bei Tumoren mit niedriger HER2-Expression (siehe BNGO-Beitrag in JOURNAL ONKOLOGIE 7/8 2022). Der Frauenarzt und gynäkologische Onkologe und BNGO-Vorstands­mitglied Dr. Steffen Wagner aus Saarbrücken beantwortet im Interview unsere Fragen zu den kürzlich beim ESMO-Kongress gezeigten Daten zum Mammakarzinom.
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Mammakarzinom
 3 Min|

Ergänzende Adjuvanz beim frühen HR+/HER2- Mammakarzinom

Seit April 2022 ist der CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib zur adjuvanten Therapie zusätzlich zur endokrinen Behandlung bei frühem HR-positiven (HR+), HER2-negativen (HER2-) Mammakarzinom mit hohem Rezidivrisiko zugelassen. Anlässlich des DGGG-Kongresses 2022 in München diskutierten Experten die Bedeutung dieser Therapieoption für die klinische Routine von der Aufklärung bis zum Therapiemanagement.
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Medizin
 2 Min|
ESMO 2022: OS-Daten für die 1L-Erhaltungstherapie mit Olaparib

Erhaltungstherapie beim fortgeschrittenen OC – jetzt noch mehr Gründe für Olaparib

Olaparib bietet als erster und bisher einziger PARP-Inhibitor gleich zwei Therapieoptionen für die 1L-Erhaltungstherapie des fortgeschrittenen high-grade epithelialen Ovarialkarzinoms. Voraussetzung für die Therapie ist dabei ein Ansprechen auf die vorherige Platin-basierte Erstlinien-Chemotherapie +/- Bevacizumab sowie der jeweilige Biomarkerstatus.1,2
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Medizin
 6 Min|

Endometriumkarzinom: Aktualisierte S3-Leitlinie stärkt Bedeutung der molekularen Tumor-Klassifikation und der Immuntherapien

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) hat die aktualisierte Fassung der S3-Leitlinie Endometriumkarzinom herausgegeben. Die molekulare Klassifikation über Mismatch-Repair (MMR)-Defekte/Mikrosatelliten-Instabilität (MSI) und p53 wurde als prognostischer und prädiktiver Faktor eingeführt. Immuncheckpoint-Inhibitoren werden nun zur Behandlung des rezidivierten oder primär fortgeschrittenen Endometriumkarzinoms (EC) nach Platin-Vortherapie empfohlen – als Monotherapie (bei mikrosatelliten-instabilem (MSI-H)/mismatch-repair-defizientem (dMMR) Tumorgewebe) oder als Kombinationstherapie mit Pembrolizumab und Lenvatinib unabhängig vom MSI-/MMR-Status.
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Medizin
 4 Min|

Mammakarzinom: Wird IOUS neuer Goldstandard bei der Tumorlokalisation?

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Zunehmend werden brusterhaltende Operationen ermöglicht. Allerdings muss bei mindestens jeder 6. Operation ein weiterer Eingriff erfolgen, da der Tumor nicht vollständig entfernt wurde. Neben dem dadurch erhöhten Rezidivrisiko ist das Leid der Betroffenen groß. Eine neue Übersichtsarbeit zeigt nun, dass mithilfe der intraoperativen Sonografie (IOUS) der Tumor besser lokalisiert und entfernt werden kann als mit herkömmlichen Methoden. Diese Arbeit zeichnete der Arbeitskreis Mammasonografie der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) mit seinem Förderpreis 2022 aus. Anlässlich dieser Erkenntnisse empfiehlt die DEGUM, entsprechende Sonografie-Geräte im OP-Saal zu etablieren und die dafür notwendige sonografische Weiterbildung von Brustoperateur:innen zu fördern.
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Mammakarzinom
 3 Min|

mBC: Studie für individualisierte Ribociclib-Therapie initiiert

Die endokrinbasierte Therapie + CDK4/6-Inhibitor ist heute die erste Option bei Hormonrezeptor-positiven (HR+) Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom. CDK4/6-Inhibitoren führen nicht nur zur Erhöhung der Remissionsraten, zur Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) und zur Verbesserung von Parametern der Lebensqualität und des Patient-Reported-Outcome, sondern – wie für Ribociclib gezeigt – nach genügend langer Nachbeobachtung auch zur Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS). Dennoch kann es nach einer gewissen Zeit der effektiven Therapie zum Progress, also zu einer endokrinen Resistenz, kommen.
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Medizin
 4 Min|

Fortgeschrittenes HR+ Mammakarzinom: Längeres PFS unter Capivasertib + Fulvestrant

Die Phase-III-Studie CAPItello-291 zeigte positive Ergebnisse für Capivasertib in Kombination mit Fulvestrant. Bei Patient:innen mit Hormonrezeptor (HR)-positivem, humanem epidermalem Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2)-low oder -negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom konnte, nach Wiederauftreten oder Fortschreiten der Erkrankung unter oder nach einer endokrinen Therapie (mit oder ohne CDK4/6-Hemmer), mit der Kombination aus Capivasertib plus Fulvestrant im Vergleich zu Placebo plus Fulvestrant eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) gezeigt werden.
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Mammakarzinom
 3 Min|

HR+, HER2- fortgeschrittener Brustkrebs: Zweite Zwischenanalyse der MONARCH 3 Studie

In der ersten Analyse der MONARCH-3-Studie führte die Therapie mit Abemaciclib und einem nichtsteroidalen Aromatasehemmer (NSAI) als Erstlinientherapie bei postmenopausalen Frauen mit HR+, HER2- fortgeschrittenem Brustkrebs (aBC) im Vergleich zu nur NSAI zu einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS). Das führte zur Zulassung bei dieser Indikation. Während des europäischen Krebskongresses 2022 wurde die 2. Zwischenanalyse dieser Studie, bei der auch schon Daten zum Gesamtüberleben (OS) vorlagen, vorgestellt (1). Die MONARCH-2-Studie hatte zur Zulassung von Abemaciclib + Fulvestrant bei Patientinnen mit HR+, HER2- aBC mit Krankheitsprogression nach vorheriger endokriner Therapie geführt, da die Kombination hier mit einem signifikant längeren Gesamtüberleben (OS) einherging.
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Mammakarzinom
 3 Min|

ER+, HER2- Mammakarzinom: Östrogenrezeptor-Antagonist Giredestrant zeigt bessere Ansprechraten als bisheriger Therapiestandard

Zwar wurde in der Studie acelERA BC der primäre Endpunkt, nämlich die Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) durch Giredestrant im Vergleich zu Fulvestrant/Aromatasehemmer, nicht erreicht. Aber in der Primäranalyse dieser Phase-II-Studie zeigte sich eine numerische Verlängerung des PFS gegenüber der Vergleichstherapie und bessere Ansprechraten sowie eine Verbesserung des klinischen Benefits. Während des europäischen Krebskongresses in Paris wurden die primären Ergebnisse vorgestellt (1).
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Mammakarzinom
 3 Min|

HR+/HER2- mBC: Post-hoc-Analyse der TROPiCS-02 Studie

Tumoren mit HER2 IHC1+ oder IHC2+ in Kombination mit einem negativen In-situ-Hybridisierungstest (ISH) werden als HER2-low beschrieben. Sacituzumab Govitecan (SG) ist ein neuartiges Trop-2-gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das für Patientinnen mit metastasierendem triple-negativem Brustkrebs in der 2. Linie oder höher zugelassen ist. In der TROPiCS-02-Studie zeigte SG eine 34%ige Verringerung des Risikos für Progression oder Tod im Vergleich zur Behandlung nach Wahl des Arztes (TPC) bei stark vorbehandeltem, endokrin-resistentem HR+/HER2- metastasiertem Brustkrebs (mBC) (1). Während des ESMO 2022 wurde eine Post-hoc-Analyse dieser Studie vorgestellt, in der die SG-Wirksamkeit bei HER2-low und HER2- IHC0 HR+/HER2- mBC beschrieben wurde (2).
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Ovarialkarzinom
 3 Min|

Non-gBRCA-mutiertes, platinsensibles, rezidiviertes Ovarialkarzinom: Triple-Therapie mit Olaparib + Durvalumab + Bevacizumab ist vielversprechend

Die Phase-II-Studie MEDIOLA untersuchte Wirksamkeit und Sicherheit von Olaparib + Durvalumab (O+D) und Olaparib + Durvalumab + Bevacizumab (O+D+B) bei Patientinnen mit nicht-Keimbahn BRCA-mutiertem (non-gBRCAm), platinsensiblem und rezidiviertem Ovarialkarzinom (PSR OC). Auf dem ESMO 2022 präsentierte Susana Banerjee die finale Analyse des Gesamtüberlebens (OS) und des krankheitsfreien Überlebens (DCR) in der 56. Woche für die O+D- und die O+D+B-Kohorte.
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BNGO
 10 Min|

BNGO-Hauptstadtkongress 2022 – Rückblick auf ein spannendes Jahr

Der BNGO-Hauptstadtkongress feierte 2022 sein 10. Jubiläum. Mitglieder des Verbands und Gäste informierten sich über neue Studiendaten zum Mammakarzinom und gynäkologischen Tumorerkrankungen und deren Relevanz für die Praxis. Dabei standen auch Themen rund um das Therapiemanagement der neuen, im vergangenen Jahr zugelassenen Substanzen und ein Rückblick auf die Pandemiezeit auf dem Programm.
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Medizin
 3 Min|

Schnelltest für HPV-bedingte Karzinome

Eine Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV) kann zur Entstehung von Karzinomen bei Frauen und Männern führen. Mit einem neuen Schnelltest können HPV-assoziierte Tumoren aus einem Tropfen Blut direkt in der Praxis nachgewiesen werden. Der Test erkennt hochsensibel bereits Vorstufen von Tumoren, die durch einen der HPV Hochrisiko-Typen HPV16, 18, 31,33,35, 39, 45, 51, 52, 53, 56, 58, 68 und 73 entstanden sind.
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Medizin
 3 Min|

ESMO 2022: Viszeral metastasiertes Mammakarzinom – Vorteil im Gesamtüberleben für Ribociclib

Auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) in Paris wurde eine neue umfangreich gepoolte Auswertung der Studien MONALEESA-2, -3 und -7 zur Wirksamkeit von Ribociclib vorgestellt. Darüber hinaus wurde das Design der Studie HARMONIA, der ersten prospektiven Phase-III-Head-to-Head-Studie zu CDK4/6-Inhibitoren, vorgestellt.
 
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Medizin
 4 Min|

Ovarialkarzinom: Niraparib ab sofort als Filmtablette verfügbar

Ab sofort ist der PARP-Inhibitor Niraparib auch als Filmtablette verfügbar. Niraparib ist damit für eine Übergangsfrist bis voraussichtlich Ende des Jahres sowohl als Filmtablette, als auch als Hartkapsel erhältlich für die Monotherapie erwachsener Patientinnen mit fortgeschrittenem epithelialem (FIGO-Stadien III und IV) high-grade Karzinom der Ovarien, der Tuben oder mit primärem Peritonealkarzinom, die nach einer Platin-basierten Erstlinien-Chemotherapie ein Ansprechen (komplett oder partiell) haben, sowie für die Monotherapie erwachsener Patientinnen mit Rezidiv eines Platin-sensiblen, high-grade serösen epithelialen Karzinoms der Ovarien, der Tuben oder mit primärem Peritonealkarzinom, die sich nach einer Platin-basierten Chemotherapie in Remission (komplett oder partiell) befinden (1, 2). 
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