Journal Onkologie

Hämatologie | Beiträge ab Seite 12

Hämatologie
 2 Min|

ASH: Daratumumab verzögert Progression des smoldering Multiplen Myeloms in AQUILA-Studie

Die randomisierte Phase-III-Studie AQUILA zeigte, dass Daratumumab subkutan (SC) bei Patient:innen mit hohem Risiko das Fortschreiten des smoldering Myeloms (SMM) zu einem aktiven multiplen Myelom (MM) signifikant verzögert und das progressionsfreie Überleben (PFS) sowie das Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zum derzeitigen Behandlungsstandard, der aktiven Überwachung, verlängert (1). Die Ergebnisse wurden auf der diesjährigen Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) präsentiert.
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Hämatologie
 3 Min|

ASH: Pädiatrische AML – Immuntoxin nach dreimaliger Gabe mit günstigeren Überlebensraten

Die Zugabe einer Dosis des gegen das CD33-Antigen gerichteten Antikörper-Toxin-Konjugats Gemtuzumab Ozogamicin (GO) kann bei Kindern mit akuter myeloischer Leukämie (AML) das ereignisfreie Überleben verlängern, bei Erwachsenen verbessert die Zugabe von 3 fraktionierten Dosen sogar das Gesamtüberleben. In der globalen pädiatrischen Phase-III-Studie MyeChild 01, die Brenda Gibson, Glasgow, bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) vorstellte, wurde randomisiert die Gabe von 1 vs. 3 Dosen des Immuntoxins zusätzlich zu einer intensiven Induktionstherapie untersucht.

 
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 3 Min|

DGHO 2024: Carfilzomib als Backbone in 4 Therapiekombinationen beim Multiplen Myelom etabliert

Seit nunmehr 9 Jahren ist der irreversible Proteasominhibitor Carfilzomib fester Bestandteil der Therapielandschaft beim rezidivierten/refraktären Multiplen Myelom (RRMM). Als Kombinationspartner in 4 zugelassenen Therapieregimen leistet die Substanz einen Beitrag dazu, die Behandlung von Patient:innen an die individuelle Situation anzupassen und damit die Versorgung insgesamt zu verbessern, was beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) 2024 zu hören war.
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 4 Min|

DGHO 2024: BCMA-gerichtete Zweitlinientherapien beim MM – was für einen möglichst frühen Einsatz spricht

Auf einer Pro-und-Kontra-Session anlässlich des DGHO in Basel stellten Prof. Dr. Martin Kortüm, Würzburg, und Prof. Dr. Maria-Theresa Krauth, Wien, die Vor- und Nachteile einer gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) gerichteten Zweitlinientherapie von Patient:innen mit Multiplem Myelom (MM) dar. Dabei beleuchteten sie insbesondere CAR-T-Zell-Therapien und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs).
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Hämatologie
 3 Min|

DGHO 2024: Epcoritamab als neu verfügbare Therapieoption beim RRFL verbessert Lebensqualität

Seit Mitte August 2024 ist der subkutan zu applizierende bispezifische Antikörper Epcoritamab als Monotherapie auch zur Behandlung des rezidivierten/refraktären (RR) follikulären Lymphoms (FL) nach ≥ 2 systemischen Vortherapien zugelassen. Ein knappes Jahr zuvor war bereits die Zulassung für das r/r diffus großzellige B-Zell Lymphom (DLBCL) erteilt worden. Wie bei einer Fachpressekonferenz im Rahmen der DGHO-Jahrestagung 2024 zu hören war, punktet die gut wirksame und verträgliche Substanz vor allem durch ihre subkutane Applikation und die Möglichkeit der ambulanten Verabreichung – auch dank einer optimierten Aufdosierungsschemas.
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Hämatologie
 2 Min|

DGHO 2024: Erster Erythrozyten-Reifungs-Aktivator für Niedrigrisiko-MDS-Patient:innen

Bei Niedrigrisiko-Patient:innen mit Myelodysplastischem Syndrom (MDS) gibt es mit der Zulassungserweiterung von Luspatercept eine neue Behandlungsoption. Der Wirkstoff kann auf Basis der Daten der COMMANDS-Zulassungsstudie in der Erstlinienbehandlung bei Erwachsenen mit transfusionsabhängiger Anämie aufgrund von Myelodysplastischen Neoplasien mit sehr niedrigem, niedrigem oder intermediärem Risiko verordnet werden.
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Hämatologie
 7 Min|

Workshop der AGSMO: Update der S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“

Expert:innen der Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie (AGSMO) der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. stellten auf dem virtuellen AGSMO-Workshop, der am 11. September 2024 stattfand, das Update der bestehenden Inhalte sowie die neuen Themen der nun aktualisierten S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ vor. Diese S3-Leitlinie ist ein großes Projekt der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO), der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO) und der AGSMO und wird durch die Deutsche Krebshilfe gefördert.
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Entitätsübergreifend
 19 Min|

Kardiotoxizität bei Krebspatient:innen

Moderne Krebstherapien ermöglichen heutzutage eine immer weiter steigende Lebenserwartung von Krebspatient:innen auch in fortgeschrittenen Krankheitsstadien. Dadurch hat aber auch das Auftreten von therapiebedingten Nebenwirkungen und insbesondere von Kardiotoxizität zunehmend an Bedeutung gewonnen. Diese können vielfältig und in verschiedenen Schweregraden auftreten, was wiederum entsprechende Auswirkungen auf die onkologische Therapie mit sich bringen kann. Im Jahr 2022 wurde die erste kardio-onkologische Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie veröffent­licht, um die Diagnostik, Therapie und Prävention von kardiotoxischen Nebenwirkungen maßgeblich zu verbessern.
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Entitätsübergreifend
 29 Min|

Zur Rehabilitation der ätiologischen Psychoonkologie

Die Suche nach psychosozialen Faktoren, die in der Karzinogenese mitursächlich wirken könnten, ist über Jahrzehnte auffällig emotional diskutiert worden. Heute scheint sie von den meisten Psychoonkolog:innen als abgeschlossen betrachtet zu werden: Umfangreiche Studien hätten keinen Nachweis von direktem Einfluss der Psyche auf die Krebsentstehung erbracht. ONKO, das Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft, schreibt, die Psyche könne nach aktuellen Erkenntnissen aus der Liste der Krebsursachen gestrichen werden. Aber der Schein trügt. Die hier vorgetragene Analyse zeigt, dass der negative Befund aus einer unpassenden Wahl der verwendeten Untersuchungs­methoden entstanden ist: Da die Psyche nicht messbar ist, können ursächliche Verbindungen zwischen Psyche und einem somatischen Befund nie mit naturwissenschaftlich-quantitativen, sondern nur mit geisteswissenschaftlich-qualitativen Methoden nachgewiesen werden. Eine Erklärung für das hartnäckige Festhalten an einer unpassenden Methodik ist im Unbehagen der Forschenden gegenüber den bei Erkrankten oft auftauchenden Schuldgefühlen zu finden. Deshalb ist die Vertiefung der Ausbildung von Fachleuten der Onkologie zur Auseinandersetzung mit schwierigen Gefühlen einer von 3 Vorschlägen, die hier zur Wiederbelebung der ätiologischen Psychoonkologie unterbreitet werden.
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Entitätsübergreifend
 4 Min|

Ärzt:innen in Weiterbildung: Arbeitsbedingungen, Digitalisierung – alles muss besser werden

Eine aktuelle Umfrage des Hartmannbundes mit ca. 500 jungen Ärzt:innen (69% davon Frauen) hat offengelegt, in welchen Bereichen des Berufsalltags Ärzt:innen in Weiterbildung die größten Probleme sehen: In erster Linie betrifft dies Arbeits- und Pausenzeiten, den Personalmangel, die technische Infrastruktur und das Fehlen eines Ansprechpartners oder einer Ansprechpartnerin für fachliche Fragen. Aber auch mangelnde Wertschätzung und zu wenig Freizeit machen Ärzt:innen teilweise so zu schaffen, dass sogar über einen Berufswechsel nachgedacht wird.
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Entitätsübergreifend
 3 Min|
O-Ton Onkologie

Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Ärztinnen: Mit Empathie zur persönlichen Erfüllung

In der aktuellen O-Ton Onkologie Podcast-Episode betont Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt, Direktorin der Klinik und Poli­klinik für Gynäkologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, UKE Hamburg: „Wir möchten Frauen wirklich ermutigen, den Weg in die Klinik zu gehen und onkologische Patienten zu versorgen.“ Dr. Hannah Woopen, Charité – Universitätsmedizin Berlin, ergänzt: „Ich glaube, dass wir Frauen uns auch ab und zu noch mal besser präsentieren müssen oder mehr darüber reden sollten, was wir tun. Also im Sinne von positiv berichten!“
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Digitalisierung & Präzisionsmedizin
 10 Min|
Serie KI in der Onkologie – Teil 6

Apps und DiGA in der Onkologie

Deutschland hat vor über 4 Jahren verschreibungspflichtige mobile Gesundheits-Apps eingeführt. Diese regulierten Apps werden als digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) bezeichnet und durchlaufen einen Zulassungsprozess, ähnlich wie Arzneimittel, einschließlich Datenschutzmaßnahmen und manchmal klinischen Studien. Um diese regulierten Apps wird Deutschland von einigen Ländern beneidet. Dieser Beitrag beschreibt die im Bereich Onkologie/Hämatologie zugelassenen DiGA und gibt Infos und Vergleichsstudien zu frei verfügbaren Apps für Patient:innen. Auch Apps für Ärzt:innen finden Erwähnung.
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Diagnostik
 4 Min|

Vision Zero: „Vom Recht auf Gefundenwerden“ – Datenschutz als Patientenschutz

Auf der Herbstarbeitstagung von Vision Zero e.V. gab es vielfältigen und wichtigen Input unterschiedlicher Stakeholder aus dem Gesundheitssektor – was Grundlage für spannende Diskussionen bot. Alle Erkenntnisse sollen Eingang in die Agenda 2025 der gemeinnützigen Organisation finden. Das oberste Ziel: Die Zahl der vermeidbaren krebsbedingten Todesfälle gegen Null bringen. Beiratsvorsitzender Prof. Dr. Christof von Kalle, Berlin, appellierte in seinem Vortrag eindrucksvoll auf eine Neuausrichtung des Verständnisses von Datenschutz als Patientenschutz – eine der Grundlagen für dieses Ziel.
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Hämatologie
 6 Min|

Zielgerichtete Therapie der AML mit IDH1-Mutation – Komplette und molekulare Remission bei ­IDH1-mutierter AML mit Ivosidenib

Wie behandelt man Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML), die nicht für eine Standard-Induktions-Chemotherapie geeignet sind? Ein exemplarischer Fallbericht, der bei der DGHO-Jahrestagung vorgestellt wurde, zeigt die Wirksamkeit der zielgerichteten Therapie mit dem IDH-1-Inhibitor Ivosidenib (1) in der Erstlinientherapie einer 65-jährigen AML-Patientin.
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Hämatologie
 3 Min|

Selinexor + Vd ermöglicht doppelten Substanzklassenwechsel beim Multiplen Myelom

Wenn es beim Multiplen Myelom (MM) zum Rezidiv bzw. zu Refraktärität kommt (rrMM), kann die Wahl der nächsten Therapielinie zur Herausforderung werden (1). Welche Möglichkeiten dann sinnvoll sind, wurde auf dem DGHO (Kongress der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) im Rahmen eines Symposiums unter der Leitung von Prof. Dr. med. Hermann Einsele, Würzburg, diskutiert.
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Hämatologie
 7 Min|

Polycythaemia Vera an der Wurzel packen – Frühzeitig JAK2-Allel-Last reduzieren und Komplikationen vorbeugen

Die Polycythaemia Vera (PV) ist eine seltene klonale myeloproliferative Neoplasie, die durch eine Erythrozytose charakterisiert ist und häufig mit einer Leukozytose und/oder Thrombozytose einhergeht (1). Die Zulassung von Ropeginterferon alfa-2b (Ropeg) im Februar 2019 als dem ersten zugelassenen Interferon alfa in der Therapie der PV leitete den Paradigmenwechsel zu einer – im Unterschied zu den konventionellen Optionen – auch krankheitsmodifizierenden Therapie ein, die dem Progress der Erkrankung frühzeitig entgegenwirkt. Zum von AOP Health seit 2010 durchgeführten umfassenden klinischen Entwicklungsprogramm liegen mittlerweile Daten von bis zu 7,5 Jahren Behandlungsdauer vor, welche die langjährige Erfahrung mit Ropeg bei der Behandlung der PV ebenso wie die zahlreichen publizierten Beiträge auf internationalen Kongressen unterstreichen.
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