Journal Onkologie
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Editorial

Kongress-News | DKK

Entitätsübergreifend
Krebsprävention durch Ernährung: Individualisierte Ansätze statt Nahrungsergänzungsmittel
DKK 2026

Krebsprävention durch Ernährung: Individualisierte Ansätze statt Nahrungsergänzungsmittel

Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 widmete sich eine Sitzung dem komplexen Zusammenspiel zwischen Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln und Krebsprävention. Die drei Vorträge von Prof. Dr. Johann Ockenga (Klinikum Bremen-Mitte), Dr. Eunike Velleuer (Helios Klinikum Krefeld) und Prof. Dr. Jutta Hübner (Universitätsklinikum Jena) behandelten verschiedene Aspekten der Prävention – von der Primär- bis zur Tertiärprävention.
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Entitätsübergreifend
Geschlechtersensible Onkologie: Große Wissenslücken zwischen Forschung und Versorgung
DKK 2026

Geschlechtersensible Onkologie: Große Wissenslücken ­zwischen ­­
Forschung und Versorgung

Eine Sitzung des Deutschen Krebskongresses 2026 zur geschlechtersensiblen Onkologie offenbarte erhebliche Defizite in der Berücksichtigung biologischer und sozialer Geschlechtsunterschiede. Vier Expert:innen beleuchteten verschiedene Aspekte des Problems und zeigten: Trotz bekannter Unterschiede zwischen Männern und Frauen fehlt es an systematischer Umsetzung in der klinischen Praxis.
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Kolorektales Karzinom
Metastasiertes kolorektales Karzinom: Optimierte Therapiepfade mit Liquid Biopsy und Deeskalationsstrategien
DKK 2026

Metastasiertes kolorektales Karzinom: Optimierte Therapiepfade mit Liquid Biopsy und Deeskalationsstrategien

Auch beim metastasierten kolorektalen Karzinom (mCRC) sind Biomarker-gerichtete Therapiepfade von großer Relevanz. Dr. Sebastian Stintzing, Professor für Hämatologie und Onkologie mit Schwerpunkt Medizinische und Internistische Onkologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, plädierte anlässlich des 37. Deutschen Krebskongresses in Berlin unter anderem dafür, neben der Gewebediagnostik auch eine Liquid Biopsy (LB) einzusetzen.
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Kongress-News | ASCO GU

Urothelkarzinom
ASCO-GU 2026

Tumor-DNA im Urin und Blut als Biomarker bei muskelinvasivem Blasenkarzinom

Die NIAGARA-Studie hatte bereits gezeigt, dass die Zugabe von perioperativem Durvalumab zur neoadjuvanten Chemotherapie und radikalen Zystektomie (RC) das ereignisfreie (EFS) und Gesamtüberleben (OS) bei Patient:innen mit muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC) signifikant verbessert. Eine explorative Biomarker-Analyse untersuchte nun den Stellenwert von Tumor-DNA im Urin (utDNA) und zirkulierender Tumor-DNA im Blut (ctDNA) als prognostische Marker. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des ASCO Genitourinary Cancers Symposium 2026 präsentiert.
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Urothelkarzinom
ASCO-GU 2026

Avelumab-Kombinationen als Erstlinien-Erhaltungstherapie beim Urothelkarzinom

Avelumab als Erstlinien-Erhaltungstherapie ist eine etablierte Behandlungsoption für Patient:innen mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom ohne Krankheitsprogression nach platinbasierter Chemotherapie. Die Phase-II-Studie JAVELIN Bladder Medley untersuchte nun, ob die Kombination von Avelumab mit weiteren Wirkstoffen die Ergebnisse verbessern kann. Die primäre Analyse, die auf dem ASCO Genitourinary Cancers Symposium (ASCO-GU) pärasentiert wurde, zeigt, dass die Kombination aus Avelumab und Sacituzumab Govitecan das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant im Vergleich zur Avelumab-Monotherapie verlängert. Auch die Kombinationen mit M6223 und NKTR-255 zeigen vielversprechende Trends beim Gesamtüberleben, wenngleich diese Daten noch nicht ausgereift sind.
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Nierenzellkarzinom
ASCO-GU 2026

Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Metastasierungsort bestimmt Wirksamkeit von ICI-Kombinationen

Eine neue retrospektive Analyse, die auf dem ASCO Genitourinary Cancers Symposium vorgestellt wurde, untersucht die unterschiedliche Wirksamkeit von Immuncheckpoint-Inhibitor (ICI)-Kombinationen und ICI-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI)-Kombinationen in Abhängigkeit vom Metastasierungsort beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC). Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse zur personalisierten Therapieauswahl anhand des Metastasierungsmusters.
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GI-Tumoren

Magenkarzinom
Mann hält Magen-Modell vor sich (Gastritis, Ulzera, Krebs)
Aktualisierte Leitlinie: State-of-the-art

Von der Leitlinie in die Praxis: Aktuelles Management des Magenkarzinoms

Das Magenkarzinom nimmt aktuell den 5. Platz unter den Krebserkrankungen bezüglich Mortalität ein und gehört somit zu den häufigsten Krebstodesursachen weltweit. Während des letzten Jahrhunderts sank zwar die altersstandardisierte Inzidenz des Magenkarzinoms, jedoch stieg die Gesamtzahl der Fälle, vermutlich bedingt durch die Alterung der Bevölkerung in Asien [1, 2]. Fortschritte in Diagnostik und Therapie haben das Management komplexer und individueller gemacht. Frühstadien sind oft heilbar durch eine Kombination aus Chirurgie und systemischer Therapie. Bei lokal fortgeschrittenen Tumoren verbessert die perioperative Chemotherapie das Überleben – seit kurzem nun auch ergänzt durch Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) [3].
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Ösophaguskarzinom
Schematische Darstellung eines Ösophaguskarzinoms

Optimierung der Tumorchirurgie beim Ösophaguskarzinom: Prophylaktische Pylorusdilatation zur Komplikationsreduktion

Die minimal-invasive Chirurgie hat sich in Deutschland als integraler Bestandteil der multimodalen Therapie des Ösophaguskarzinoms etabliert. Neben chirurgischen Vorteilen und onkologischer Ebenbürtigkeit gegenüber der offenen Resektion rücken funktionelle Ergebnisse verstärkt in den Fokus der klinischen Versorgung. Zentrale Aufgabe der Speiseröhre ist der gerichtete Transport der Nahrung in den Magen. Nach Ösophagusresektion mit Rekonstruktion durch einen Magenschlauch stellt die verzögerte Magenschlauchentleerung (delayed gastric conduit emptying, DGCE) eine häufige funktionelle Komplikation dar. Sie ist mit einer erhöhten Morbidität sowie einem prolongierten Krankenhausaufenthalt assoziiert und besitzt klinische Bedeutung auch über die chirurgische Fachdisziplin hinaus. Wir beleuchten Therapie­optionen der DGCE mit Fokus auf die prophylaktische Pylorusdilatation, deren Nutzen in der prospektiven, multizentrischen PROPPER-Studie untersucht wird.
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Ösophaguskarzinom
Prähabilitationskonzepte reduzieren Anastomoseninsuffizienzen nach Ösophagektomie – eine systematische Analyse

Prähabilitationskonzepte reduzieren Anastomoseninsuffizienzen nach Ösophagektomie – eine systematische Analyse

Anastomoseninsuffizienzen (AI) nach Ösophagektomien zählen mit einer Inzidenz zwischen 8 und 19% zu den schwerwiegendsten postoperativen Komplikationen und sind mit erhöhter Morbidität, Mortalität, verlängertem Krankenhausaufenthalt, hohen Kosten, erhöhter Rezidivrate und verringerter Lebensqualität assoziiert. Zu den Risikofaktoren zählen kardiovaskuläre, pulmonale, renale und metabolische Erkrankungen, Raucherstatus sowie Tumor- und Resektionsausmaß. Die folgende systematische Literaturanalyse zeigt den Einfluss präoperativer Interventionen im Sinne der Prähabilitation zur Modifikation der Risikofaktoren und somit Reduktion der AI-Rate.
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Kolorektales Karzinom
Arzt hält Lupe vor Plastikmodell eines Dickdarms
Interview mit Prof. Dr. Michael Hoffmeister und Durgesh Wankhede, Heidelberg

Kombinierte MSI-TIL-Klassifikation beim CRC: Von der Prognosestratifizierung zur personalisierten Therapie

Der Status der Mikrosatelliteninstabilität (MSI) und tumorinfiltrierende Lymphozyten (TILs) sind etablierte Prognosefaktoren beim kolorektalen Karzinom (CRC). Doch wie wirken diese Faktoren zusammen und welche Aussagekraft besitzt die kombinierte MSI-TIL-Klassifikation für das Überleben von CRC-Patient:innen? Eine Netzwerk-Metaanalyse liefert darauf die bislang umfassendste Antwort. Durch die Auswertung zahlreicher Studien konnten differenzierte Subtypen identifiziert werden, die das prognostische Spektrum deutlich schärfen. Welche Erkenntnisse sich daraus für die zukünftige Forschung und klinische Praxis ergeben, erläutern Prof. Dr. Michael Hoffmeister und Durgesh Wankhede vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg im Doppelinterview.
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Gallengangskarzinom
Cholangiozelluläres Karzinom: neue Erkenntnisse zur personalisierten Therapie

Cholangiozelluläres Karzinom: neue Erkenntnisse zur personalisierten Therapie

Das cholangiozelluläre Karzinom (CCA) ist ein seltener Tumor, dessen Inzidenz und Mortalität weltweit jedoch kontinuierlich zunehmen [1]. Trotz Fortschritten in der Systemtherapie in den letzten Jahren liegt das mittlere Überleben für Patient:innen mit inoperablen Tumoren weiterhin bei weniger als 13 Monaten [2, 3]. Zu den biliären Tumoren (BTC) zählen das intrahepatische (iCCA), das perihiläre (pCCA) und das distale Cholangiokarzinom (dCCA), wobei pCCA und dCCA als extrahepatische Cholangiokarzinome (eCCA) zusammengefasst werden, sowie das Gallenblasenkarzinom [4]. Die molekularen Profile unterscheiden sich in den unterschiedlichen Lokalisationen: beispielsweise treten die bereits heute Therapie-relevanten IDH1-Mutationen überwiegend und FGFR2-Fusionen sogar nahezu ausschließlich bei iCCA auf, wohingegen pathogene KRAS-Varianten oder ERBB2 (HER2)-Überexpression häufiger bei eCCA vorkommen.
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Digital-/Präzisionsmedizin

Entitätsübergreifend
Medizinische Technologie mit KI-System auf dem Computermonitor eines Arztes
Interview mit Dr. med. Ina Pretzell, Essen

Molekulare Tumorboards und KI

Molekulare Tumorboards (MTBs) sind zu einem zentralen Instrument der Präzisionsonkologie geworden – doch ihre erfolgreiche Umsetzung stellt Zentren vor vielfältige Herausforderungen: Wie lassen sich komplexe molekulare Befunde klinisch sinnvoll einordnen? Wann ist eine zielgerichtete Therapie tatsächlich erfolgversprechend? Und wie können Patient:innen transparent und verständlich in Entscheidungsprozesse eingebunden werden? Dr. Ina Pretzell vom Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ), Essen, gibt im Interview einen Einblick in die praktische Arbeit eines standortübergreifenden MTB.
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Entitätsübergreifend
Zwei Ärzte führen im OP-Saal eines Krankenhauses eine OP durch und tragen dabei AR-Headsets. 3D-Grafiken auf einem virtuellen KI-Hologramm-Display zeigen die Vitalwerte und den Zustand des KI-Patienten

KI-gestützte Präzisionschirurgie in der Onkologie: Tumoren und Gewebemarker sichtbarer machen

Künstliche Intelligenz (KI) hält Einzug in die onkologische Präzisionschirurgie: Während der OP sollen künftig bildgebende Verfahren mit der neuen Technologie kombiniert werden, um schneller und genauer Tumoren lokalisieren zu können. Das Bundesforschungsministerium (BMFTR) fördert in den kommenden 2 Jahren Projekte von Forschungsverbünden, die interaktive KI-Technologien zur Verbesserung der Präzisionschirurgie bei Krebserkrankungen entwickeln.
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ZNS-Tumoren
Die Abbildung zeigt einen Kopf im Profil aus KI erstellt mit blauer Hintergrundfarbe und einem rot eingefärbtem Hirntumor.

Molekulare Diagnostik von ZNS-Tumoren

Molekulare Marker gewinnen bei der Diagnostik von Tumoren des Zentralnervensystems (ZNS) zunehmend an Bedeutung. Die zeitnahe Verfügbarkeit umfassender molekularer Profile bleibt jedoch eine zentrale Herausforderung im klinischen Alltag. Konventionelle Diagnostik-Workflows benötigen oft mehrere Wochen. Dies kann bei neurochirurgischen Eingriffen und Therapieentscheidungen zu kritischen Verzögerungen führen. Eine internationale Forschergruppe validierte in einer prospektiven, multizentrischen Studie eine auf Nanoporen-Sequenzierung basierende Plattform. Sie kombiniert eine adaptive Sequenzierungstechnologie mit einem KI-gestützten Methylierungsklassifikator und verspricht eine rasche molekulare Analyse von ZNS-Tumoren.
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Studie

d-uo

d-uo
Schematische Darstellung von Nierenoperation, Nephrektomie
Aktuelle Real-Life-Daten aus VERSUS

Positiver Absetzungsrand bei Nierenteilresektion vs. Nephrektomie

Urologische Tumorerkrankungen machen in Deutschland 39,2% aller Krebsneuerkrankungen bei Männern bzw. 4,4% bei Frauen aus [1]. Voraussetzung für die Erfassung und wissenschaftliche Auswertung der Versorgungsqualität urologischer Tumorerkrankungen ist deren standardisierte Dokumentation. Seit Mai 2018 dokumentieren Mitglieder von d-uo (Deutsche Uro-Onkologen e.V.) urologische Tumorerkrankungen im Rahmen der prospektiven VERSUS-Studie (VERSorgUngsStudie) [2, 3]. Dies erfolgt über die d-uo-Dokumentationsplattform, über die zum einen die Meldung an das Krebsregister erfolgt und zum anderen die Daten ohne doppelten Aufwand in die eigene Datenbank von d-uo überführt werden [4-6]. d-uo vergütet seinen Mitgliedern dabei weiterhin den Dokumentationsaufwand und stellt ihnen Software und Support kostenlos zur Verfügung [7]. Ebenso kostenlos sind Wartung und Pflege der Software sowie eine Hotline. Bei allem ist sichergestellt, dass die Datenhoheit ausschließlich bei den Mitgliedern von d-uo liegt [8].
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BNGO

BNGO
Tabletten, die aus zusammengerollten Euro-Scheinen fallen
Interview mit Dr. med. Steffen Wagner, Saarbrücken

Häufig übersehen: Armut und Krebs – Wenn Patient:innen sich für ihre Krankheit schämen

Für viele Menschen ist es beschämend, krank zu sein, denn sie empfinden Krankheit als ein Zeichen von Schwäche, einen Fehler oder einen Makel. Dies ist u.a. ein Grund, warum viele Menschen sich vor einer Krankheitsvorsorge scheuen. Bei Krebspatient:innen kann Scham besonders ausgeprägt sein. Der Körper hat durch die Krebserkrankung eine Unzulänglichkeit offenbart, und dafür schämen die Betroffenen sich. Bei Patient:innen mit niedrigerem sozioökonomischen Status wird dies besonders oft beobachtet. BNGO-Vorstandsmitglied Dr. Steffen Wagner aus Saarbrücken befasst sich mit dem Thema schon seit Längerem. Im Interview zeigt er Gründe und Lösungsmöglichkeiten auf.
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Fortbildung

Ovarialkarzinom
Die KI-3D-Röntgenillustration zeigt Eierstockkrebs, wobei die Tumormasse vor einem einheitlichen schwarzen Hintergrund halbtransparent dargestellt sind.

Multifaktorielle Therapieentscheidung beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom: Schlüsselrolle der Chemosensitivität

Die Therapieentscheidung beim fortgeschrittenen high-grade serösen Ovarialkarzinom ist komplex, speziell wenn es um die Wahl der Erhaltungstherapie im Erstlinien (1L)-Setting geht. Um die passende Behandlung für die Patientin zu finden, sind individuelle patientenspezifische Faktoren von Bedeutung, darunter der Allgemeinzustand, die Komedikation und persönliche Präferenzen der betroffenen Frauen, etwa für eine orale Gabe. Ein weiterer Faktor, der die Wahl der Erhaltungstherapie maßgeblich beeinflussen kann, ist die Chemosensitivität des Tumors, die innerhalb der ersten 100 Tage der zytostatischen Behandlung ermittelt wird. Die Chemosensitivität liefert therapierelevante Informationen ergänzend zu genomischen Faktoren wie der homologen Rekombinationsdefizienz (HRD) bzw. BReast CAncer (BRCA)1/2-Mutationen – etwa zum möglichen Einsatz von Poly(ADP-Ribose)-Polymerase (PARP)-Inhibitoren oder dem antiangiogen wirksamen Antikörper Bevacizumab. Die Behandlung kann damit für betroffene Frauen individueller gestaltet werden.
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Pharmaforum

ZNS-Tumoren
IDH-mutierte Gliome Grad 2: Erste zielgerichtete Therapie ermöglicht aktive Krankheitskontrolle

IDH-mutierte Gliome Grad 2: Erste zielgerichtete Therapie ermöglicht aktive Krankheitskontrolle

Nach 25 Jahren ohne neue Therapieoption ist mit der Zulassung der ersten zielgerichteten Therapie beim Isocitrat-Dehydrogenase (IDH)-mutierten Gliom Grad 2 ein Durchbruch gelungen. Vorasidenib bietet erstmals die Möglichkeit, direkt nach Diagnose durch eine aktive Therapie weitere therapeutische Interventionen wie eine belastende Radio-/Chemotherapie (RT/CT) zeitlich nach hinten zu schieben [1]. Für die Betroffenen bedeutet dies eine Chance auf einen längeren Erhalt der Lebensqualität mit einer wirksamen und im Allgemeinen gut verträglichen täglichen oralen Therapie.
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Nierenzellkarzinom
Cabozantinib + Nivolumab beim aRCC: Real-World-Daten im Einklang mit der Phase-III-Studie CheckMate-9ER
Cabozantinib + Nivolumab beim aRCC

Real-World-Daten im Einklang mit der Phase-III-Studie CheckMate-9ER

Die Kombination aus dem Multi-Tyrosinkinase-Inhibitor Cabozantinib und dem Immuncheckpoint-Inhibitor Nivolumab ist eine leitliniengestützte Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (aRCC) [1-4]. Basis der Zulassung ist die Phase-III-Studie CheckMate-9ER [5, 6]. Real-World-Daten (RWD) ergänzen diese Evidenz um praxisnahe Erkenntnisse: 5 internationale RWD-Studien zeigen die Übertragbarkeit der Phase-III-Studiendaten auf den Behandlungsalltag.
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Hämatologie
„Zanubrutinib hat als langanhaltend wirksame Therapie in der Behandlung der CLL-Erstlinie einen hohen Stellenwert.“
Chronische lymphatische Leukämie

„Zanubrutinib hat als langanhaltend wirksame Therapie in der Behandlung der CLL-Erstlinie einen hohen Stellenwert.“

Die Therapielandschaft der Chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) wird maßgeblich durch zielgerichtete Wirkstoffe geprägt – darunter Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi), der BCL2-Inhibitor Venetoclax sowie Anti-CD20-Antikörper –, die chemotherapiefreie Behandlungsregime sowohl in der Erstlinie als auch im Rezidiv ermöglichen. Diese Substanzen kommen in zeitlich begrenzten Kombinationstherapien zum Einsatz und werden in unterschiedlichen Regimen angewendet. Trotz dieser verfügbaren Kombinationstherapien behält die kontinuierliche Behandlung mit BTKi der zweiten Generation, wie Zanubrutinib, einen zentralen Stellenwert. Frau Ulrike Nitschke, Hämatologin am Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau, verweist im Interview auf die Vorteile einer BTKi-Dauertherapie: ihre hohe Wirksamkeit und ihre insgesamt gute Verträglichkeit.
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Kolorektales Karzinom
Diagnostische und therapeutische Leitlinienempfehlungen in der Versorgungsrealität
Metastasiertes Kolorektalkarzinom (mCRC)

Diagnostische und therapeutische Leitlinienempfehlungen in der Versorgungsrealität

In der Behandlung des metastasierten Kolorektalkarzinoms (mCRC) steht eine konsequente Molekulardiagnostik und eine biomarkergestützte Therapie, abhängig von der Primärtumorlokalisation im Fokus internationaler und nationaler Leitlinienempfehlungen [1-3]. Wie diese Empfehlungen in Deutschland umgesetzt werden und welchen Einfluss dies auf den Therapieerfolg haben kann, zeigen aktuelle Daten der Registerstudie AIO-KRK-0424/ass [4]. Speziell für die Zweitlinie bei BRAFV600E-mutiertem mCRC stützen zudem Phase-III- und prospektive Real-World-Daten für die duale zielgerichtete Kombination aus dem BRAF-Inhibitor Encorafenib + Cetuximab einen leitliniengerechten Therapieansatz [5, 6].
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NSCLC
MDT-BRIDGE untersucht Durvalumab beim NSCLC im Stadium II-III
Was tun bei grenzwertig resezierbaren Tumoren?

MDT-BRIDGE untersucht Durvalumab beim NSCLC im Stadium II-III

Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im resezierbaren Stadium II-IIIB (N2) steht seit rund einem Jahr die perioperative Behandlung mit dem PD-L1-Inhibitor Durvalumab nach dem AEGEAN-Regime zur Verfügung [1-3]. Der Goldstandard für inoperable Erkrankte im Stadium III ist die Therapie mit Durvalumab nach dem PACIFIC*-Regime [4-6]. Nun verbindet die Phase-II-Studie MDT-BRIDGE# beide Konzepte in einem einheitlichen Studiendesign [7, 8]. Beim Deutschen Krebskongress in Berlin sprachen Dr. Carolin Groß-Ophoff, Köln, und Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Halle, über die therapeutischen Fortschritte mit Durvalumab beim NSCLC.
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Mammakarzinom
Adjuvantes Olaparib als Standard bei gBRCA1/2m frühem HER2-negativen Mammakarzinom
Evidenz, Leitlinien und klinische Konsequenzen

Adjuvantes Olaparib als Standard bei gBRCA1/2m frühem HER2-negativen Mammakarzinom

Die 6-Jahres-Daten der OlympiA-Studie bestätigen den anhaltenden Vorteil beim Gesamtüberleben (OS) einer Therapie mit Olaparib im adjuvanten Setting bei einem HER2-negativen frühen Mammakarzinom (eBC) mit BRCA1/2-Keimbahnmutation (gBRCA1/2m) [1]. Trotz dieser Evidenz zeigen aktuelle Real-World-Daten aus den USA, dass mehr als 40% der Patient:innen mit gBRCA1/2m, high-risk HER2-negativem BC keine adjuvante Olaparib-Therapie erhielten – trotz klarer Empfehlungen für den Einsatz des Poly(ADP-Ribose)-Polymerase-Inhibitors (PARPi) [2].
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Hämatologie
ASH 2025: Verlängerte therapiefreie Zeit mit zeitlich begrenzten Acalabrutinib-Kombinationen
Chronische lymphatische Leukämie

ASH 2025: Verlängerte therapiefreie Zeit mit zeitlich begrenzten Acalabrutinib-tKombinationen

Eine neue Analyse der Phase-III-Studie AMPLIFY, kürzlich vorgestellt auf dem Annual Meeting der American Society of Hematology (ASH) 2025, zeigt: Das zeitlich begrenzte Therapieregime aus Acalabrutinib und Venetoclax mit oder ohne Obinutuzumab (AV bzw. AVO) verlängert bei therapienaiven Patient:innen mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) die Zeit bis zur Folgetherapie (TTNT) gegenüber dem Vergleichsarm [1].
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Hämatologie
Antikörper-Wirkstoff-Konjugat bei rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom – mit Belantamab-Mafodotin-Kombinationen länger progressionsfrei

Antikörper-Wirkstoff-Konjugat bei rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom – mit Belantamab-Mafodotin-Kombinationen länger progressionsfrei

Das gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Belantamab-Mafodotin zeigte in 2 Phase-III-Studien ein signifikant verlängertes progressionsfreies Überleben (PFS) im Head-to-Head-Vergleich mit Standard-Triplet-Therapien für das rezidivierte oder refraktäre Multiple Myelom (RRMM). Belantamab-Mafodotin kann in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason (BVd) oder Pomalidomid und Dexamethason (BPd) bei Erwachsenen mit RRMM ab dem ersten Rezidiv eingesetzt werden [1].
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Hepatozelluläres Karzinom
Fortgeschrittenes HCC: Real-World-Daten untermauern den Einsatz des STRIDE-Regimes im klinischen Alltag
Fortgeschrittenes hepatozelluläres Karzinom

Real-World-Daten untermauern den Einsatz des STRIDE-Regimes im klinischen Alltag

Immunonkologische (IO) Kombinationstherapien haben in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen oder nicht resezierbaren hepatozellulären Karzinoms (HCC) die Prognose für Patient:innen deutlich verbessert [1]. Inzwischen zeigen aktuelle Daten der Phase-III-Studie HIMALAYA einen konsistenten Überlebensvorteil für das IO-basierte STRIDE-Regime über 6 Jahre [2]*. Real-World-Studienergebnisse unterstreichen zudem das handhabbare Sicherheitsprofil der Kombinationstherapie [3, 4].
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Kopf-Hals-Tumoren
Tislelizumab in der Erstlinie des rezidivierenden oder metastasierten Nasopharynxkarzinoms

Tislelizumab in der Erstlinie des rezidivierenden oder metastasierten Nasopharynxkarzinoms

Für Patient:innen mit rezidivierendem oder metastasiertem Nasopharynxkarzinom (r/m NPC) sind die Überlebensaussichten unter alleiniger Chemotherapie (CTx) begrenzt. Der immunonkologische Ansatz gewinnt daher zunehmend an Bedeutung: Mit Tislelizumab steht nun ein gezielt entwickelter Anti-PD-1-Antikörper zur Verfügung, der die Erstlinienbehandlung (1L) des r/m NPC entscheidend erweitert [1, 2].
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Urothelkarzinom
Nicht resezierbares bzw. metastasiertes Urothelkarzinom

Enfortumab vedotin + Pembrolizumab als ­Goldstandard in der 1L etabliert

Mit der Zulassung der Kombination aus dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Enfortumab Vedotin (EV) und dem Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab (P) im August 2024 wurde die Erstlinien (1L)-Therapie des nicht resezierbaren bzw. metas­tasierten Urothelkarzinoms (mUC) grundlegend verändert [1]. Die in der Phase-III-Studie EV-302/KEYNOTE-A39 gezeigte hohe Wirksamkeit [2, 3] führte dazu, dass die Leitlinien von EAU (European Association of Urology), ESMO (European Society for Medical Oncology) und die Onkopedia-Leitlinie die Kombination übereinstimmend als Goldstandard empfehlen [4-6]. Aktuelle Real-World-Daten bestätigen den klinischen Nutzen und auch das managebare Sicherheitsprofil im Versorgungsalltag – selbst bei älteren und komorbiden Patienten# [7-10].
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Vor Ort & Virtuell

Hämatologie
EBMT and EHA European CAR T-cell Meeting 2026

CAR-T-Zell-Therapien bei RR LBCL und RRMM: Real-World-Daten zum Thema Sicherheit zeigen Unterschiede auf

Mit der steigenden Verfügbarkeit von CAR-T-Zelltherapien wächst auch das Interesse an den beobachteten Nutzen-Risiko-Profilen aus der Versorgungsforschung. Da klinische Head-to-Head-Studien fehlen, können Real-World-Daten wichtige Einblicke für Therapieentscheidungen liefern, so die Einschätzung von Dr. med. Gabriel Brisou, Hämatologe in Marseille, Frankreich.
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