Journal Onkologie
Editorial
Dr. Katharina Egger-Heidrich
© Universitaetsklinikum Carl Gustav Carus

Dr. Katharina Egger-Heidrich

Junge Betroffene stellen eine Minderheit unter den Krebserkrankten dar. Sie berichten nicht selten, dass ihre Symptome zunächst nicht ernst genommen und Diagnosen verzögert gestellt wurden. Über 80% von ihnen überleben dank moderner Therapien. Spätfolgen sind jedoch möglich und sollten ganz besonders bei CCS und YACS identifiziert und möglichst früh behandelt werden. Dies erfordert eine strukturierte Langzeitnachsorge. In unserem Artikel widmen wir uns auf Grundlage einer strukturierten Literaturanalyse Empfehlungen für eine Langzeitnachsorge der YACS, für die es bisher keine spezifischen Leitlinien gibt. Mit diesem Beitrag können Sie 2 CME-Punkte erwerben. Auch psychische Belastungen wie Angst oder Depression spielen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach Krebs eine große Rolle, da Entwicklungsprozesse in dieser sensiblen Lebensphase empfindlich gestört werden, wie Dr. Diana Richter erläutert. Welche Nachsorgestrukturen es für ehemalige krebserkrankte Kinder und Jugendliche gibt und wie es um die regionale Versorgung steht, klärt Inga Pabst.

Adrenokortikale Karzinome (ACC) im Kindesalter sind seltene, hochmaligne Tumoren der Nebennierenrinde, die im Gegensatz zu ACC bei Erwachsenen immer hormonaktiv sind, erläutern Dr. Maria Riedmeier und Prof. Dr. Verena Wiegering. Dr. Evangelia Antoniou und Prof. Dr. Jan-Henning Klusmann gehen in ihrem Artikel auf die erstmals veröffentlichte Leitlinie des European LeukemiaNet (ELN) für die pädiatrische akute myeloische Leukämie (AML) ein, die eine präzisere Risiko­stratifikation ermöglicht. Mit diesem Text lassen sich ebenfalls 2 CME-Punkte erreichen.

Lesen Sie außerdem eine Fortbildung von PD Dr. Christoph Seidel zur Künstlichen Intelligenz in der Onkologie und wie diese Forschungsprojekte, Regis­terauswertungen und klinische Entscheidungsprozesse erheblich erleichtern und damit zu einer wertvollen Ergänzung der ärztlichen Tätigkeit werden kann.

Eine interessante Lektüre und einen guten Start ins Jahr 2026!

Ihre

Dr. Katharina Egger-Heidrich

Stichwörter