CAYAs, AYACS und YACS
Dr. Katharina Egger-HeidrichDie Januar-Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE beschäftigt sich mit dem Thema „Cancer Survivorship“ und an Krebs erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In der internationalen Fachliteratur werden verschiedene Begriffe verwendet: CAYAs (Children, Adolescents and Young Adults) bezeichnet die gesamte Altersgruppe von 0-39 Jahren. Für die Zeit nach der Behandlung wurden die Abkürzungen CCS (Childhood Cancer Survivors), AYACS (Adolescents and Young Adult Cancer Survivors) und YACS (Young Adult Cancer Survivors) geprägt – hier stehen die jungen Überlebenden und ihre spezifischen Herausforderungen im Umgang mit Therapie-Nebenwirkungen, Spät- und Langzeitfolgen im Fokus.
Dr. Katharina Egger-Heidrich
Junge Betroffene stellen eine Minderheit unter den Krebserkrankten dar. Sie berichten nicht selten, dass ihre Symptome zunächst nicht ernst genommen und Diagnosen verzögert gestellt wurden. Über 80% von ihnen überleben dank moderner Therapien. Spätfolgen sind jedoch möglich und sollten ganz besonders bei CCS und YACS identifiziert und möglichst früh behandelt werden. Dies erfordert eine strukturierte Langzeitnachsorge. In unserem Artikel widmen wir uns auf Grundlage einer strukturierten Literaturanalyse Empfehlungen für eine Langzeitnachsorge der YACS, für die es bisher keine spezifischen Leitlinien gibt. Mit diesem Beitrag können Sie 2 CME-Punkte erwerben. Auch psychische Belastungen wie Angst oder Depression spielen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach Krebs eine große Rolle, da Entwicklungsprozesse in dieser sensiblen Lebensphase empfindlich gestört werden, wie Dr. Diana Richter erläutert. Welche Nachsorgestrukturen es für ehemalige krebserkrankte Kinder und Jugendliche gibt und wie es um die regionale Versorgung steht, klärt Inga Pabst.
Adrenokortikale Karzinome (ACC) im Kindesalter sind seltene, hochmaligne Tumoren der Nebennierenrinde, die im Gegensatz zu ACC bei Erwachsenen immer hormonaktiv sind, erläutern Dr. Maria Riedmeier und Prof. Dr. Verena Wiegering. Dr. Evangelia Antoniou und Prof. Dr. Jan-Henning Klusmann gehen in ihrem Artikel auf die erstmals veröffentlichte Leitlinie des European LeukemiaNet (ELN) für die pädiatrische akute myeloische Leukämie (AML) ein, die eine präzisere Risikostratifikation ermöglicht. Mit diesem Text lassen sich ebenfalls 2 CME-Punkte erreichen.
Lesen Sie außerdem eine Fortbildung von PD Dr. Christoph Seidel zur Künstlichen Intelligenz in der Onkologie und wie diese Forschungsprojekte, Registerauswertungen und klinische Entscheidungsprozesse erheblich erleichtern und damit zu einer wertvollen Ergänzung der ärztlichen Tätigkeit werden kann.
Eine interessante Lektüre und einen guten Start ins Jahr 2026!
Ihre