Journal Onkologie

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate

Mammakarzinom
Wirksam aber toxisch – ADCs beim mTNBC richtig managen
DKK 2026

Wirksam aber toxisch – ADCs beim mTNBC richtig managen

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) erobern die Krebstherapie insbesondere im Bereich der soliden Tumoren. ADCs bestehen aus einem monoklonalen Antikörper, der über einen Linker mit einem zytotoxischen Wirkstoff verbunden ist. ADCs der 3. Generation, wie Sacituzumab govitecan (SG) haben eine hohe Wirksamkeit. Dies führt allerdings auch zu erhöhter Toxizität, die eines entsprechenden Therapiemanagements bedarf.
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Mammakarzinom
Mammakarzinom mit niedriger HER2-Expression: Zielgerichtete Strategien nach endokriner Therapie
DKK 2026

Mammakarzinom mit niedriger HER2-Expression: Zielgerichtete Strategien nach endokriner Therapie

Zu den zielgerichteten therapeutischen Interventionen nach endokriner oder endokrin-basierter Erstlinientherapie zählen beim Hormonrezeptor (HR)-positivem (HR+)/HER2-negativem (HER2-) Brustkrebs PARP-Inhibitoren wie Olaparib oder Talazoparib bei Patient:innen mit BRCA-Keimbahnmutationen, PIK3-Inhibitoren wie Alpelisib und Inavolisib oder der AKT-Inhibitor Capivasertib aber auch Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs).
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SCLC
Kleinzelliges Lungenkarzinom: Nächstes Ziel Langzeitüberleben
DKK 2026

Kleinzelliges Lungenkarzinom: Nächstes Ziel Langzeitüberleben

Vorsichtiger Optimismus beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom: Die Immunchemotherapie (ICT) ist in der Erstlinie bereits etabliert, nun entwickeln sich Erhaltungskonzepte. In der Zweitlinie bahnt sich mit DLL3-gerichteten Therapien eine Innovation an. Prof. Dr. Niels Reinmuth, München-Gauting, sah guten Grund für Zuversicht. „Wir werden in den nächsten ein, zwei Jahren eine Vielzahl von neuen Daten sehen, die dieses Krankheitsspektrum auf den Kopf stellen“, sagte er zu Beginn eines Symposiums beim Deutschen Krebskongress (DKK) in Berlin.
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Hämatologie
Neue Ansprech- und Risikokriterien in der pädiatrischen AML: Aktuelle Empfehlungen und klinische Implikationen

Neue Ansprech- und Risikokriterien in der pädiatrischen AML: Aktuelle Empfehlungen und klinische Implikationen

Die pädiatrische akute myeloische Leukämie (AML) bleibt trotz therapeutischer Fortschritte eine klinisch hoch­komplexe Entität. Im Jahr 2025 wurden erstmals spezifische Leitlinien des European LeukemiaNet (ELN) für die pädiatrische AML veröffentlicht, die eine grundlegend neue Risikostratifikation ermöglichen. Parallel etablierte die AML-BFM-Studiengruppe mit der No Evidence of Leukemia/Evidence of Leukemia (NEL/EL)-Klassifikation ein hochpräzises, ausschließlich blastenzahlbasiertes Kriterium für das Therapieansprechen, das die historische Definition der kompletten Remission (CR) ersetzt. Die moderne Risikoabschätzung beruht nun auf der integrativen Bewertung von genetischen Hochrisiko­markern, dem frühen morphologischen Ansprechen (NEL/EL) sowie der Erfassung der minimalen Resterkrankung (MRD). Diese Trias bildet ein neues, biologiebasiertes Fundament zur Therapieindividualisierung. Zielgerichtete Therapien – darunter FLT3-Inhibitoren, Anti-CD33-Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, Venetoclax-basierte Kombinationen sowie Menin-Inhibitoren für KMT2A-rearrangierte Leukämien – erweitern das therapeutische Spektrum erheblich. Die allogene Stammzelltransplantation (alloSCT) bleibt ein unverzichtbares Instrument, wird jedoch zunehmend individualisiert und stärker an funktionellen Parametern ausgerichtet. Zusammengenommen markieren Genetik, NEL/EL und MRD den Übergang zu einem modernen, stark biologieorientierten AML-Behandlungskonzept, das künftige Studien und Versorgungsstandards prägen wird.
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SABCS 2025
SABCS 2025

Neue Daten zum triple-negativen Mammakarzinom und Neues zu Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten

Beim diesjährigen San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) wurden neue Studiendaten zum triple-negativen Mammakarzinom (TNBC) und zu Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADCs) präsentiert. Prof. Michael Untch berichtet in diesem Video über neue Erkenntnisse zur Rolle von Platin in der kurativen Therapie, vielversprechende chemotherapiefreie Behandlungsansätze bei BRCA-Mutationen und neue Entwicklungen in der metastasierten Situation.
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ASH 2025
ASH 2025

DLBCL: Neues Antikörper-Wirkstoff-Konjugat in der Erstlinie hochwirksam

Auch mit der verfeinerten Variante der R-CHOP*-Immunchemotherapie, bei der Vincristin durch das Antikörper-Toxin-Konjugat Polatuzumab Vedotin ersetzt wird (R-Pola-CHP), bleiben noch Optimierungsspielräume für die Erstlinientherapie des diffus-großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL). Ein neues Immuntoxin, das mit dem Antikörper Zilovertamab an das auf den meisten lymphatischen Malignomen exprimierte Oberflächenmolekül ROR-1 (Receptor tyrosine kinase-like Orphan Receptor 1) andockt, wurde deshalb in der europäisch-koreanischen Phase-II-Studie WaveLINE-007 getestet. Deren zweite Interimsanalyse wurde beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando vorgestellt [1].
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ASH 2025
TNBC: Ki67 und TILs in Residualtumoren nach neoadjuvanter Chemotherapie prognostisch bedeutsam
ASH 2025

Triplet-Therapie mit Tagraxofusp im Phase-II-Setting bei unbehandelter und r/r BPDCN wirksam

Die aggressiv verlaufende blastische plasmazytoide dendritische Zellneoplasie (BPDCN) ist eine sehr seltene maligne Erkrankung, die sich an verschiedenen Organen manifestieren kann – betroffen sind typischerweise Haut, Blut, Knochenmark, seltener auch Lymphknoten und das zentrale Nervensystem. Aufgrund ihrer Abstammung von plasmazytoiden dendritischen Zellen geht die BPDCN mit einer Überexpression von CD123 (Interleukin-3-Rezeptor alpha) einher. Das einzige für die Therapie der BPCDN zugelassene Medikament ist Tagraxofusp – ein First-in-class-Inhibitor gegen CD123. Bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 wurde eine Phase-II-Studie vorgestellt, die Tagraxofusp in Kombination mit Azacitidin und Venetoclax untersuchte. Die Triplet-Therapie erwies sich als wirksame und vielversprechende Option bei unbehandelter, aber auch rezidivierter/refraktärer BPDCN.
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ASH 2025
ASH 2025

Multiples Myelom: Tiefere und länger anhaltende molekulare Remissionen unter Belantamab Mafodotin

Die Therapie des Multiplen Myeloms (MM) entwickelt sich rasch weiter: Die Triple-Therapie mit dem Anti-CD38-Antikörper Daratumumab, Bortezomib und Dexamethason (DVd) wurde in den letzten Jahren von der Kombination aus dem Anti-BCMA-Antikörper-Toxin-Konjugat Belantamab Mafodotin, Bortezomib und Dexamethason (BVd) übertroffen, was progressionsfreies (PFS) und Gesamtüberleben (OS) angeht. Wie nun beim Kongress der American Society of Hematology (ASH) in Orlando berichtet wurde, sind die Remissionen unter BVd auch tiefer und dauerhafter als unter DVd [1].
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Urothelkarzinom
Eine Ärztin hält mit der linken Hand ein Modell des Blasenorgans, dazu sieht man mehrere virtuelle medizinische Symbole.
Häufiger Abfall der membranären NECTIN-4-Expression in Metastasen

Implikationen für die Enfortumab Vedotin-Therapie des Urothelkarzinoms

Die Einführung des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC) Enfortumab Vedotin (EV) stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Therapie des metastasierten Urothelkarzinoms (mUC) dar. EV richtet sich gegen das Zelladhäsionsmolekül NECTIN-4, das zunächst als ubiquitär exprimiertes Ziel galt. Zunehmende unabhängige Studien widerlegen jedoch diese Annahme und zeigen eine heterogene Expression von NECTIN-4 mit einer Subgruppe von mindestens 30%, die keine oder nur eine geringe membranäre Expression aufweisen. Zudem gibt es Evidenz, dass die membranäre Expression im Verlauf der Metastasierung abnimmt und mit einem verkürzten progressionsfreien Überleben (PFS) unter EV-Therapie korreliert. Dieser Beitrag betont die zentrale Bedeutung der membranären NECTIN-4-Expression in UC-Metastasen und unterstreicht die Notwendigkeit einer präzisionsonkologischen Strategie. Wir plädieren dafür, den NECTIN-4-Expressionsstatus künftig vor Beginn einer EV-Therapie systematisch zu berücksichtigen, um den therapeutischen Nutzen zu optimieren, Patient:innen mit geringer Erfolgsaussicht frühzeitig zu identifizieren und ihnen gegebenenfalls alternative Behandlungsoptionen zu eröffnen – mit dem Ziel, die Versorgung individuell zu personalisieren.
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Mammakarzinom
CAR-T-Zellen und ADCs setzen neue Standards in Hämatologie und Onkologie
DGHO 2025

CAR-T-Zellen und ADCs setzen neue Standards in Hämatologie und Onkologie

CD19-gerichtete CAR-T-Zellen und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) prägen eine neue Ära onkologischer Therapien. CAR-T-Zellen verbessern beim rezidivierten oder refraktären diffus großzelligen B-Zell-Lymphom (r/r DLBCL) Überleben und Heilungschancen unabhängig von Alter und Fitness. ADCs wie Sacituzumab Govitecan zeigen erstmals signifikante Vorteile auch in der Erstlinie des mTNBC, wie im Rahmen eines Symposiums während der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) berichtet wurde.
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NSCLC
ESMO 2025

Neue Therapiestrategien für komplexe Lungenkarzinome: Immuntherapie, KRAS-Inhibition und neue Zielstrukturen im Fokus

Beim Satellitensymposium von Bristol Myers Squibb im Rahmen des ESMO-Kongresses in Berlin stellten internationale Expert:innen aktuelle Fortschritte in der Immuntherapie, der KRAS-gerichteten Behandlung und der Entwicklung innovativer Wirkmechanismen vor. Der Schwerpunkt lag auf Patientengruppen, die bisher schwer ansprechbar waren - insbesondere bei niedriger PD-L1-Expression und molekular komplexen Tumoren.
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Entitätsübergreifend

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate mit Blick auf okuläre Verträglichkeit

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) kombinieren die Spezifität monoklonaler Antikörper mit der Wirksamkeit zytotoxischer Substanzen und stellen einen bedeutenden Fortschritt in der präzisionsorientierten Onkologie dar. Im Rahmen einer Veranstaltung wurden aktuelle Daten zur Wirksamkeit von ADCs in Kombinationstherapien sowie zu okulären Nebenwirkungen und deren Management beleuchtet.
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