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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
26.06.2018
Ausgabe:
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Editorial
 
News | ASCO
Die Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO), die Anfang Juni in Chicago, USA, stattfand, stand unter dem Motto „delivering discoveries: expanding the reach of precision medicine“. Mehr als 32.000 Onkologen aus aller Welt diskutierten „State of the Art“ Behandlungsverfahren, neue Therapien und aktuelle Kontroversen. Aktuelle Berichterstattung zum ASCO finden Sie unter www.journalonko.de/ForschungUndStudien/news/ASCO_2018 sowie in der nächsten Ausgabe.
 
News | SGO
 
News | Pathologiekongress
102. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie

„Leben im Wandel“ lautete das Motto des Pathologie-Kongresses, zu dem sich mehr als 700 Teilnehmer und 118 geladene Referenten vom 24. bis 26. Mai 2018 in Berlin trafen. Die Themenschwerpunkte lagen auf der Tumor-evolution und -heterogenität, seltenen Erkrankungen und der digitalen Medizin.
 
Non-Hodgkin-Lymphome
© Anatomy Insider / Fotolia.com
Primärtherapie und Risikostratifizierung bei der CLL
Die Prognose der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) fällt individuell sehr unterschiedlich aus. Die Stadieneinteilung erfolgt nach der Binet- oder Rai-Klassifikation. Darüber hinaus stehen unzählige Biomarker zur Verfügung. Die Erstlinientherapie sollte von der CLL-Ursprungszelle (IGHV-Status), sowie von genetischen (p53) und klinischen Faktoren abhängig gemacht werden. Die Chemo-Immuntherapie ist weiterhin der Goldstandard bei p53-kompetenten CLL-Patienten. Hochrisiko-Patienten mit einem p53-Funktionsverlust sollten eine B-Zell-Rezeptor (BCR)-gerichtete
Erstlinientherapie erhalten. Bei Patienten mit unmutiertem IGHV-Status sollte ebenfalls eine BCR-gerichtete Erstlinien-therapie als Alternative zur Chemo-Immuntherapie diskutiert werden.
Prognosemodelle der CLL
Die klinische Stadieneinteilung nach Binet oder Rai ist die wichtigste Methode zur Prognoseabschätzung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL). Im frühen asymptomatischen Stadium Binet A besteht keine Therapieindikation, die abwartende Beobachtung ist der Goldstandard. Neuere Prognosemodelle integrieren genetische, molekulare, labor-chemische und klinische Risikofaktoren unabhängig vom Stadium der Erkrankung. Nur innerhalb von klinischen Studien sollte eine vorzeitige Therapie bei CLL-Patienten im frühen Stadium mit ungünstiger Prognose getestet werden. Durch die vorzeitige Chemo-/Chemo-Immuntherapie konnte zwar ein längeres PFS und eine Verzögerung der Sekundärtherapie gezeigt werden, ein Überlebensvorteil für Hochrisiko-Patienten blieb jedoch aus. Die Therapielandschaft der CLL ist im Umbruch und wandelt sich von einer relativ einheitlichen Chemo-Immuntherapie zu einer gezielten, an die individuellen Risikofaktoren des Patienten angepasste Therapie. Ob eine gezielte Therapie bei entsprechendem Risikoprofil einen Überlebensvorteil für frühzeitig behandelte Patienten bringt, wird in laufenden Studien untersucht.
DLBCL: Aggressive NHL bei älteren Patienten – Heilung oder Palliation?
Aggressive Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) sind in 85% der Fälle B-Zell- und in 10-15% der Fälle T-Zell-Lymphome. Die Inzidenz nimmt mit dem Alter zu, mehr als 50% der Patienten sind bei Diagnose älter als 60 Jahre (1-6). Ihre Staging-Untersuchungen bei Erstdiagnose unterscheiden sich nicht von denen jüngerer Patienten. Die Behandlung des älteren Patienten mit aggressivem Lymphom sollte, wenn irgend möglich, mit kurativer Intention erfolgen – mit einer kombinierten Immun-Chemotherapie aus Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednisolon (R-CHOP). Bei sehr alten Patienten ist ein dosisreduziertes R-miniCHOP-Schema durchführbar. Nur für nicht CHOP-fähige Patienten kann eine Kombinationstherapie aus Rituximab und Bendamustin erwogen werden. Die Teilnahme an klinischen Studien ist auch für den älteren Patienten zu empfehlen, um die Überlebenschancen weiter zu verbessern und die Nebenwirkungsrate zu reduzieren. Da aggressive Lymphome strahlen- und chemosensibel sind, gelten sie als heilbare Erkrankungen – somit ist der Therapieansatz grundsätzlich kurativ. Das diffus-großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) ist mit ca. einem Drittel aller NHL-Neuerkrankungen das häufigste Lymphom in Europa (Tab. 1) (2). Im Folgenden werden Epidemiologie, Klinik, Diagnostik, Risikofaktoren, Staging- und Therapieoptionen des älteren Patienten mit neu diagnostiziertem DLBCL diskutiert.
Das primär kutane anaplastische großzellige T-Zell-Lymphom
Das primär kutane anaplastische großzellige T-Zell-Lymphom (primary cutaneous anaplastic large cell lymphoma, pcALCL) ist ein Non-Hodgkin-Lymphom, welches zur Untergruppe der kutanen CD30+ lymphoproliferativen Erkrankungen zugeordnet wird (Tab. 1). Zu dieser Gruppe wird auch die lymphomatoide Papulose (LyP) gezählt, eine benigne lymphoproliferative Erkrankung, welche in fast allen Fällen spontan abheilt, aber ein hohes Rezidivrisiko aufweist. Definitionsgemäß wird von einem „primär kutanen“ Lymphom gesprochen, wenn bei der Erstdiagnose und nachfolgendem Staging die Neoplasie auf das Integument, also die äußere Körperhülle, beschränkt ist. Das pcALCL hat eine exzellente Prognose mit einer erkrankungsspezifischen 5- und 10-Jahres-Überlebensrate von über 95% (2). Primär kutane CD30+ lymphoproliferative Erkrankungen stellen ca. 25% aller kutanen T-Zell-Lymphome dar und sind somit nach der Mycosis fungoides am zweithäufigsten vertreten.
 
Pankreaskarzinom
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com
Update: Therapie des Pankreaskarzinoms
Das duktale Adenokarzinom des Pankreas ist die häufigste Pankreas-Neoplasie (85-90% aller malignen Tumoren des Pankreas). Aktuell ist das Pankreaskarzinom in Deutschland bereits die vierthäufigste krebsbedingte Todesursache sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Weil Frühsymptome meist fehlen, wird es häufig erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert. Dies ist ein Grund für die ungünstige Prognose der am Pankreaskarzinom erkrankten Patienten. Der einzige kurative Ansatz ist eine radikale Tumorresektion, meist gefolgt von einer adjuvanten Chemotherapie. Allerdings sind weniger als 20% der Patienten bei Erstdiagnose operabel. Beim nicht-operablen Pankreaskarzinom stehen verschiedene Chemotherapieoptionen und die supportive Therapie zur Verfügung.
Pankreaskarzinom: Palliative Systemtherapie
Das Adenokarzinom des Pankreas hat von allen onkologischen Erkrankungen die schlechteste Prognose und gehört zu den Karzinomen mit der höchsten krebsspezifischen Mortalität. Aufgrund der unspezifischen klinischen Symptomatik und aggressiven Tumorbiologie erfolgt die Diagnosestellung bei der Mehrheit der Patienten erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Bei inoperablen und metastasierten Tumoren führt eine palliative Chemotherapie zu einer Verlängerung der Überlebenszeit und Verbesserung der Lebensqualität (1). Zugelassene Substanzen in der palliativen Erstlinientherapie sind Gemcitabin alleine oder in Kombination mit nab-Paclitaxel oder Erlotinib, zusätzlich steht die Kombinationschemotherapie FOLFIRINOX zur Verfügung (Abb. 1). Die Fortschritte in der Diagnostik und Therapie des Pankreaskarzinoms haben bisher nur in kleinen Subgruppen zu einer Senkung der Sterblichkeit geführt (2). Eine Erweiterung der therapeutischen Möglichkeiten durch personalisierte Therapiestrategien und die Erforschung prädiktiver Biomarker könnten zukünftig zur Verbesserung der Prognose beitragen.
 
Fortbildung
© Delcath Systems Inc.
Metastasiertes Uvea-Melanom: Lokoregionäre hepatische Therapieoptionen
Das Uvea-Melanom (Aderhautmelanom) ist eine seltene Entität, aber der häufigste primär am Auge lokalisierte maligne Tumor bei Erwachsenen (1). In etwa 50% der Fälle entstehen trotz adäquater Therapie im Verlauf Metastasen. In 90% der Fälle ist die Leber betroffen und in den meisten Fällen ist die hepatische Metastasierung prognostisch führend. Lokale Verfahren spielen in der Therapie hepatisch metastasierter Aderhautmelanome eine zentrale Rolle. Lokoregionale Therapieverfahren wie die isolierte hepatische arterielle Infusion (HAI), transarterielle Chemoembolisation (TACE), selektive interne Radiotherapie (SIRT), isolierte Leberperfusion (IHP) sowie perkutane Leberperfusion (PHP) können zu partiellen Remissionen führen und die Zeit zum Progress verlängern. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Verfahren wie SIRT und IHP das Überleben günstig beeinflussen. In dem vorliegenden Beitrag werden lokoregionale Verfahren vorgestellt und verfügbare Studiendaten diskutiert.
Neurologie trifft Onkologie: Autoantikörper-assoziierte Enzephalitiden
Vor 11 Jahren wurde eine neue Krankheitsform beschrieben, die Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis. Die Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Antikörper gegen den bei der Signalübertragung im Gehirn wichtigen NMDA-Rezeptor gebildet werden. „Berühmtheit“ erlangte die Erkrankung, weil auch ein prominentes Säugetier – der Eisbär Knut – an einer Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis litt und 2011 im Rahmen eines epileptischen Anfalls ertrank (1). Über die Inzidenz Autoantikörper-assoziierter Enzephalitiden beim Menschen lässt sich wenig sagen, das Krankheitsbild ist heterogen. Eine Tumorsuche sollte bei jedem begründeten Verdacht einer Autoimmun-Enzephalitis erfolgen. So ist eine Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis als paraneoplastisches Syndrom bei Frauen in 60% der Fälle mit einem Eierstocktumor (Teratom) assoziiert, während bei Anti-Amphiphysin-Antikörpern in > 90% ein kleinzelliges Bronchial- (SCLC) oder Mammakarzinom zu finden ist.
 
Studie
 
BNGO
 
Pharmabericht
Interview: Effektiv und flexibel – Avastin in der First-Line-Therapie des mCRC
Seit der Zulassung vor rund 13 Jahren hat Bevacizumab (Avastin®) die Therapieoptionen in der Onkologie maßgeblich erweitert: Die Erfahrungen aus sechs zugelassenen Indikationen (1) mit mehr als 2,75 Millionen behandelten Patienten zeigen (2), dass der VEGF-Antikörper eine wirksame und gut verträgliche Therapie in Kombination mit Chemotherapie darstellt, ein zuverlässiges Ansprechen gewährleistet und die Prognose der Patienten signifikant verbessern kann. Auch beim metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) hat sich Bevacizumab seit der Zulassung 2005 als effektive und flexible Option in der First-Line und anschließenden Therapielinien fest etabliert, erläuterte Prof. Dr. Jörg Trojan, Leiter des Schwerpunkts Gastrointestinale Onkologie am Universitätsklinikum Frankfurt, im Interview.
Kombinationstherapie – Balance zwischen Wirksamkeit und Verträglichkeit
Der Multikinase-Inhibitor (MKI) Lenvatinib ist in Kombination mit dem mTOR-Inhibitor Everolimus seit 2016 zur Behandlung von Erwachsenen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC) nach einer vorhergehenden gegen den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) gerichteten Therapie zugelassen (1). Patienten unter Lenvatinib + Everolimus profitierten in der zulassungsrelevanten Studie 205 von einer signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) und der objektiven Ansprechrate (ORR) gegenüber Everolimus-Monotherapie (2). Ist jedoch die gute Wirksamkeit einer Kombinationstherapie nicht auch mit stärkeren Nebenwirkungen verbunden? Und wie können Arzt und Patient unerwünschten Wirkungen vorbeugen und entgegenwirken?
Dasatinib bei CML: Günstiges Verträglichkeitsprofil auch bei Komorbiditäten
Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) erreichen heute durch die Therapie mit Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) eine mit der Allgemeinbevölkerung vergleichbare Lebenserwartung (1). Die zum Zeitpunkt der Diagnose häufig schon älteren Patienten versterben Beobachtungen zufolge zunehmend an den Folgen ihrer Komorbiditäten und weniger an der CML selbst (2). Begleiterkrankungen müssen somit als relevante Größe in Therapieentscheidungen einbezogen werden. Zu berücksichtigen ist auch die Lebensqualität, die durch verträgliche Medikamente und ein effizientes Nebenwirkungsmanagement positiv beeinflusst wird. So kann Dasatinib weitgehend unabhängig von Komorbiditäten eingesetzt werden (3). Bei hoher Wirksamkeit und günstigem Verträglichkeitsprofil profitieren Patienten von einer Therapie, die ihnen ihre Lebensqualität erhält (3, 4).
 
Für Sie vor Ort
MPN-Studientreffen: Fokus auf Thrombose-/Blutungsrisiko und Symptomlast
Bereits zum zweiten Mal trafen sich Hämatologen zum Treffen der „German Study Group Myeloproliferative Neoplasms (GSG-MPN)“ zum fachlichen Austausch, dieses Mal – unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Konstanze Döhner – in Ulm. Die Gruppe hat sich 2015 aus den deutschen Studiengruppen für myeloproliferative Neoplasien, MPN-SAL und MPN-SG, zusammengeschlossen und ein gemeinsames zentrales Register mit angeschlossener Biomaterialbank initiiert. Eine aktuelle Auswertung des Registers, das gegenwärtig mehr als 2.500 Patienten in über 60 Zentren umfasst, stellte Prof. Dr. Steffen Koschmieder, Aachen, vor. Außerdem wurden laufende und geplante Studien präsentiert. Ein Fokus der aktuellen MPN-Versorgungsforschung liegt neben der Symptomkontrolle und der Reduktion der Splenomegalie auf der Vermeidung von sowohl Thrombosen als auch Blutungen.
 
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