Journal Onkologie

Venetoclax

EHA 2026
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Erstlinienbehandlung der CLL: Endergebnisse der CLL14-Studie validieren einjährige Therapie mit Ven-Obi

Die einjährige Behandlung mit Venetoclax-Obinutuzumab (Ven-Obi) gehört bei zuvor unbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) inzwischen zum Versorgungsstandard. Grundlage dafür waren die Ergebnisse der randomisierten CLL14-Studie [1]. Auf dem EHA-Kongress wurden nun die finalen Studiendaten vorgestellt, die neue Erkenntnisse zu den Langzeitergebnissen fast zehn Jahre nach Therapieende liefern.
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BRUIN-CLL-322: Pirtobrutinib plus Venetoclax/Rituximab verlängert PFS bei vorbehandelter CLL

Der reversible, nicht-kovalente BTK-Inhibitor (BTKi) Pirtobrutinib ist seit März 2025 als Monotherapie zur Behandlung von Erkrankten mit rezidivierter/refraktärer chronischer lymphatischer Leukämie (RR CLL) zugelassen, die zuvor mit einem kovalenten BTK-Inhibitor behandelt wurden – basierend auf den positiven Daten der Phase-III-Studie BRUIN CLL-321 [1]. Aktuelle Daten der Phase-III-Studie BRUIN-CLL 322, vorgestellt als Late Breaking Abstract beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026, zeigen nun, dass Pirtobrutinib in der BTKi-vorbehandelten Situation bei der RR CLL auch in Kombination mit der Standardtherapie aus dem BCL2-Inhibitor (BCL2i) Venetoclax und dem Anti-CD20-Antikörper Ritiuximab (VR) hochwirksam ist. Die Addition von Pirtubrutinib zu VR verlängerte signifikant und in klinisch relevantem Ausmaß das progressionsfreie Überleben (PFS) gegenüber alleinigem VR [2].
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EHA 2026
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14- vs. 28-Tages-Schema von Ven/Aza: Gleichwertigkeit nicht bei allen molekularen Subgruppen

Die Kombination aus dem BCL2-Inhibitor Venetoclax (Ven) und der hypomethylierenden Substanz Azacitidin (Aza) – mit kontinuierlichem Ven über 28-Tage (AV28) – ist Erstlinien-Standard für Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML), die für eine intensive Chemotherapie nicht geeignet sind. Im klinischen Alltag wird Ven allerdings häufig mit verkürzter Dauer verabreicht, ohne dass dafür belastbare Evidenz vorliegt. In der randomisierten Phase-II-Studie OPTI-AML wurde das Standardschema erstmals direkt mit einer verkürzten Ven-Applikation über 14 Tage (AV14) verglichen. Wie beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 zu hören war, war das verkürzte Schema dem Standard im Hinblick auf die nach 2 Zyklen erreichte Rate an kompletten Remissionen (CR) nicht gleichwertig, zumindest nicht bei bestimmten molekularen Subgruppen [1].
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Hämatologie
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Negative Phase-III-Daten zu Venetoclax beim MDS – wie geht es damit jetzt weiter?

Die Phase-III-Studie VERONA verfehlte ihre Hauptziele. Was bedeutet das für zusätzliches Venetoclax beim myelodysplastischen Syndrom (MDS)? Das Aus zwar nicht, aber man sollte sich auf eine echte Hochrisikopopulation konzentrieren, urteilte ein deutscher Experte. Und in der Schnelligkeit des Ansprechens sieht er sogar eine echte Chance für eine spezielle Subgruppe. Für Imetelstat wurden auf dem ASH außerdem prädiktive Marker präsentiert, die wohl in wenigen Zyklen anzeigen, wer ansprechen wird und wer nicht.
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Hämatologie
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Zeitlich limitierte CLL-Erstlinientherapien sind gegenüber einer Ibrutinib- Dauergabe gleichwertig

Zeitlich limitierte CLL-Erstlinientherapien sind gegenüber einer Ibrutinib-Dauergabe gleichwertig

Die Therapielandschaft bei der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) wird immer komplexer. Die Abwendung von Chemotherapien ist seit Jahren im Gang, und in der Erstlinientherapie gibt es eine Reihe von Optionen, die teilweise eine Dauertherapie, teilweise aber auch bereits zeitlich limitierte Protokolle vorsehen. Dass diese beiden Strategien im Ergebnis gleichwertig sind, zeigt eine deutsche Phase-III-Studie, die beim ASH 2025 in Orlando vorgestellt wurde [1].
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ASH 2025
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ASH 2025

CLL: Zeitlich befristete Acalabrutinib-basierte Therapie ist CIT auch bei prognostischen Mutationen in den Endpunkten PFS und TTNT überlegen

Die dreiarmige AMPLIFY-Studie hatte bei Erkrankten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) die Überlegenheit der rein oralen, zeitlich begrenzten Erstlinien(1L)-Therapie mit Acalabrutinib/Venetoclax (AV) +/- Obinutuzumab (AVO) gegenüber einer Chemoimmuntherapie (CIT) gezeigt und zur Zulassung von AV/AVO geführt [1]. Allerdings ist aus der GAIA/CLL13-Studie bekannt, dass bestimmte genetische Faktoren wie ein unmutierter IGHV-Status oder ein positiver NOTCH1-Status auch bei zielgerichteten Therapien mit einem kürzeren progressionsfreien Überleben (PFS) assoziiert sein können [2]. Eine bei der Jahrestagung der American Society of Hematalogy (ASH) 2025 vorgestellte exploratorische Analyse der AMPLIFY-Studie untersuchte nun den Zusammenhang zwischen verschiedenen prognostischen Mutationen und dem klinischen Outcome der Patient:innen hinsichtlich der Endpunkte PFS und „Zeit bis zur nächsten Therapie“ (Time to next treatment, TTNT) vor [3] – mit dem Ziel, zukünftig noch rationalere Therapieentscheidungen treffen zu können.
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ASH 2025
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CRISTALLO-Studie bei der CLL: Immunrekonstitution auch bei tiefem Ansprechen auf VenO im 1L-Setting möglich
ASH 2025

CLL: Immunrekonstitution auch bei tiefem Ansprechen auf VenO im 1L-Setting möglich

Dass die zeitlich limitierte Kombinationstherapie aus dem BCL2-Inhibitor Venetoclax (Ven) und einem Anti-CD20-Antikörper bei Patient:innen mit rezidivierter/refraktärer chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) zu tiefen Remissionen und einer langfristigen Immunrekonstitution führt, ist bereits bekannt [1]. Nun zeigen aktuelle Daten der Phase-III-Studie CRISTALLO, vorgestellt bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025, dass die zeitlich limitierte Behandlung mit Ven und Obinutuzumab (VenO) auch im Erstlinien (1L)-Setting bei Behandelten mit tiefem Ansprechen – im Sinne einer nicht nachweisbaren messbaren Resterkrankung (MRD) – zu einer allmählichen Immunrekonstitution führt [2]. Ganz nebenbei wurden einmal mehr die Sicherheit und überlegene Wirksamkeit einer zeitlich begrenzten Therapie mit VenO gegenüber der Chemoimmuntherapie mit Fludarabin/Cyclophosphamid/Rituximab (FCR) oder Bendamustin/Rituximab (BR) im längeren Zeitverlauf untermauert [2].
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ASH 2025
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TNBC: Ki67 und TILs in Residualtumoren nach neoadjuvanter Chemotherapie prognostisch bedeutsam
ASH 2025

Triplet-Therapie mit Tagraxofusp im Phase-II-Setting bei unbehandelter und r/r BPDCN wirksam

Die aggressiv verlaufende blastische plasmazytoide dendritische Zellneoplasie (BPDCN) ist eine sehr seltene maligne Erkrankung, die sich an verschiedenen Organen manifestieren kann – betroffen sind typischerweise Haut, Blut, Knochenmark, seltener auch Lymphknoten und das zentrale Nervensystem. Aufgrund ihrer Abstammung von plasmazytoiden dendritischen Zellen geht die BPDCN mit einer Überexpression von CD123 (Interleukin-3-Rezeptor alpha) einher. Das einzige für die Therapie der BPCDN zugelassene Medikament ist Tagraxofusp – ein First-in-class-Inhibitor gegen CD123. Bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 wurde eine Phase-II-Studie vorgestellt, die Tagraxofusp in Kombination mit Azacitidin und Venetoclax untersuchte. Die Triplet-Therapie erwies sich als wirksame und vielversprechende Option bei unbehandelter, aber auch rezidivierter/refraktärer BPDCN.
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ASH 2025
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ASH 2025

CLL: Zeitlich limitierte Dreifachtherapie mit nicht-kovalentem BTKi Pirtobrutinib überzeugt im Phase-II-1L-Setting

Pirtobrutinib ist ein oraler, hochselektiver ATP-kompetitiver, nicht-kovalenter, reversibler BTK(Bruton-Tyrosinkinase)-Inhibitor (BTKi), der seit März 2025 als Monotherapie für Erkrankte mit rezidivierter/refraktärer (r/r) chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) zugelassen ist, die unter einer Behandlung mit kovalenten BTKi einen Progress erlitten haben. Doch damit ist das Potenzial des nicht-kovalenten BTKi offenbar nicht ausgeschöpft, wie bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH 2025) vorgestellte Phase-II-Studiendaten nahelegen [1]. Demnach führte eine auf etwa ein Jahr begrenzte Kombinationstherapie aus Pirtobrutinib mit dem BCL2-Inhibitor Venetoclax und dem Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab im Erstliniensetting bei der CLL zu sehr hohen Raten an MRD(messbare Resterkrankung)-Negativität [1].
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ASH 2025
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ASH 2025

CLL17-Studie: Zeitlich begrenzte 1L-Therapie mit Venetoclax/Obinutuzumab bzw. Venetoclax/Ibrutinib ist Ibrutinib-Dauertherapie bei CLL nicht unterlegen

In der Erstlinientherapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) haben zwei Konzepte mit zielgerichteten Substanzen ihre Überlegenheit gegenüber der Chemoimmuntherapie (CIT) demonstriert: die Dauertherapie mit Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi), die bis zur Progression fortgeführt wird auf der einen Seite, und zeitlich begrenzte Regime mit einem BCL2-Inhibitor in Kombination mit einem Anti-CD20-Antikörper oder einem BTKi auf der anderen Seite. Nun wurden erstmals beide Behandlungsparadigmen in der Phase-III-Studie CLL17 der Deutschen CLL-Studiengruppe miteinander verglichen. Erste bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2025 vorgestellte Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine zeitlich begrenzte zielgerichtete Therapie der Dauertherapie mit dem BTKi nicht unterlegen ist [1].
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Entitätsübergreifend
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Interview mit Prof. Dr. med. Christian Buske, Universitätsklinikum Ulm

expanda Onkologie 2025 – Highlights aus der Hämatologie

Im November fand das 2-tägige Online-Seminar „expanda Onkologie“ statt, im Rahmen dessen die wichtigsten Daten aus aktuellen klinischen Studien, Reviews und Leitlinien erörtert wurden. Jochen Schlabing, Teamleiter Onkologie/Hämatologie in der MedTriX Group, sprach mit einem der wissenschaftlichen Leiter des digitalen Events, Prof. Dr. Christian Buske, Ulm, über dessen persönliche Highlights zu den Themenbereichen Lymphome und chronische lymphatische Leukämie (CLL).
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Hämatologie
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BTK- oder BCL2-Inhibitor?

CLL-Therapie: Wie Genetik und Risikoprofil die Wahl der Erstlinie bestimmen

Für Patient:innen mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) und genetischen Risikofaktoren stehen zielgerichtete Therapien mit Inhibitoren des BCL2-Proteins (BCL2i) und der Bruton-Tyrosinkinasen (BTKi) zur Verfügung. Genetische Risikofaktoren beeinflussen die Therapieentscheidung in der Erstlinie und erfordern eine detaillierte Patientenstratifizierung.
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JOURNAL ONKOLOGIE Podcast
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MDS, AML, MPN – Highlights vom EHA 2025

In dieser Folge des JOURNAL ONKOLOGIE Podcasts spricht Antje Blum, Chefredakteurin des JOURNAL ONKOLOGIE und des JOURNAL HÄMATOLOGIE, mit Prof. Dr. Haifa Kathrin Al-Ali, Direktorin des Krukenberg Krebszentrums in Halle, über Highlights vom EHA 2025: Im Fokus stehen neue Entwicklungen bei myelodysplastischen und myeloproliferativen Neoplasien (MDS, MPN) sowie der akuten myeloischen Leukämie (AML). Prof. Al-Ali ordnet aktuelle Studienergebnisse ein und diskutiert potenzielle Paradigmenwechsel für die Praxis. Hören Sie rein!
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Hämatologie
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EHA 2025

CLL: Transkriptionelle Umprogrammierung im Apoptose-Signalnetzwerk bei Venetoclax-Resistenz

Die Therapielandschaft bei der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) wird durch zielgerichtete Substanzen wie Bruton-Tyrosinkinase-Inhibitoren (BTKi) und BCL2-Inhibitoren wie Venetoclax geprägt. Für Hochrisiko-Patient:innen, die Resistenzen gegen beide Substanzklassen aufweisen, besteht ein hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen. US-amerikanische Forschende unter Federführung des MD Anderson Cancer Centers in Houston, TX, USA, spürten die genetischen Veränderungen auf, die mit der Resistenzentwicklung gegen Venetoclax bei der doppelt-resistenten CLL assoziiert waren, und lieferten präklinische Daten zu einem neuen Inhibitor aus der Substanzklasse der PROTAC (Proteolysis-Targeting Chimeras), der diese Veränderungen auf Proteinebene gezielt adressiert. Die spannenden Daten wurden als Late Breaking Abstract bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2025 vorgestellt [1].
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Hämatologie
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EHA 2025

Ibrutinib plus Venetoclax: Langzeitdaten bestätigen Wirksamkeit der Kombinationstherapie bei CLL

Im Rahmen der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2025 wurden finale Langzeitdaten aus der Phase-II-Studie CAPTIVATE vorgestellt. Untersucht wurde die Kombinationstherapie aus Ibrutinib und Venetoclax als chemotherapiefreie Erstlinientherapie bei zuvor unbehandelten Patient:innen mit chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) oder kleinzelligem lymphozytären Lymphom (SLL). Die Ergebnisse zeigen eine anhaltend hohe Wirksamkeit über mehr als fünf Jahre hinweg – auch bei Hochrisiko-Patient:innen.
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Hämatologie
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EHA 2025

AML: Dreifachtherapie bei FLT3-ITD-Mutationen – Klinische Bedeutung bestätigt

Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML), die Mutationen in der FMS-like-Tyrosinkinase 3 und internen Tandemduplikation (FLT3-ITD) aufweisen und für eine intensive Chemotherapie ungeeignet sind, haben eine ungünstige Prognose. Bisherige Studienergebnisse zeigen für die Betroffenen unter der Kombination aus Azacitidin und Venetoclax ein medianes Gesamtüberleben (mOS) von nur 9,9 Monaten [1]. Vor diesem Hintergrund wurde jetzt die Triplet-Kombination aus Decitabin, Venetoclax und Quizartinib bei rezidivierter/refraktärer (RR) oder neu diagnostizierter FLT3-ITD-mutierter AML untersucht. Eine erfolgversprechende Kombination, insbesondere für diejenigen Patient:innen, für die keine intensive Chemotherapie infrage kommt [2].
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Hämatologie
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EHA 2025

Mantelzell-Lymphom: Aktuelle Versorgungstrends und Outcomes unter zielgerichteter Therapie

Das Mantelzell-Lymphom (MCL) zählt zu den seltenen B-Zell-Malignitäten, für die in den letzten Jahren neue zielgerichtete Therapien den therapeutischen Ansatz erweitert haben. Wie diese Optionen im Versorgungsalltag eingesetzt werden und welche klinischen und ökonomischen Auswirkungen sich daraus ergeben, zeigt nun eine große US-amerikanische Analyse von über 7.500 Patient:innen zwischen 2019 und 2024, die auf der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2025 präsentiert wurde.
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Hämatologie
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ASH: Venetoclax-basierte Zweierregime verbessern Lebensqualität im Erstliniensetting bei CLL schnell

Die Behandlungslandschaft bei der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) ist im Erstliniensetting durch chemotherapiefreie, zeitlich begrenzte Strategien geprägt, die die Chemoimmuntherapie (CIT) mit Rituximab abgelöst haben. So konnte die Phase-III-Studie GAIA/CLL13 ein überlegenes progressionsfreies Überleben (PFS) für zeitlich limitierte Behandlungen mit den Regimen Venetoclax-Obinutuzumab (GV) und Venetoclax-Obinutuzumab-Ibrutinib (GIV) im Vergleich CIT und Venetoclax-Rituximab (RV) zeigen (1). Bisher fehlte allerdings ein direkter Vergleich der Venetoclax-Behandlungsschemata im Hinblick auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität (QoL). Eine geplante Analyse vom Patient Reported Outcomes (PRO) aus der GAIA/CLL13-Studie, die bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH 2024) vorgestellt wurde (2), füllte nun die Wissenslücke.
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Hämatologie
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Langzeit-Follow-up zu DCLLSG-Studie – Anhaltender Behandlungserfolg nach zielgerichteter zeitlich begrenzter CLL-Therapie

Im Juli 2024 wurden die 6-Jahres-Daten einer noch laufenden prospektiven, offenen, multizentrischen, randomisierten Phase-III-Studie zu einer zielgerichteten, zeitlich begrenzten Erstlinientherapie für die chronische lymphatische Leukämie (CLL) publiziert. Die Langzeitanalyse zeigt, dass ein großer Teil der mit diesem Therapieregime behandelten Patient:innen auch 5 Jahre nach Abschluss ihrer Behandlung progressionsfrei ist und bislang keine weitere antileukämische Therapie benötigt. Dies gilt auch für solche Patient:innen mit dem CLL-Risikomerkmal eines unmutierten IGHV-Status*.
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