Die retroperitoneale Lymphadenektomie in der Therapie testikulärer Keimzelltumoren – offen oder robotisch?
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Axel HeidenreichDie retroperitoneale Lymphadenektomie (RPLA) ist ein zentraler Baustein der kurativen Therapie testikulärer Keimzelltumoren. Dieser Artikel bewertet die offene und robotisch assistierte RPLA in Abhängigkeit von Tumorhistologie, Krankheitsstadium und Indikation. Die offene RPLA bleibt insbesondere bei komplexen Befunden und in der postchemotherapeutischen Situation der onkologische Standard. Robotische Verfahren sind bei streng selektierten Patienten mit geringer Metastasenlast und hoher chirurgischer Expertise sicher durchführbar, zeigen jedoch bislang keinen gesicherten onkologischen Vorteil. Aufgrund limitierter Evidenz sollte die robotische RPLA ausschließlich in spezialisierten Zentren erfolgen.
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