Freitag, 18. Oktober 2019
Navigation öffnen

Palliativmedizin soll in Deutschland flächendeckend gewährleistet werden

© Romolo Tavani / Fotolia.com

Palliativmedizin wird entsprechend der Definition der Weltgesundheitsorganisation wie folgt definiert:

Palliativmedizin ist die Behandlung von Patienten zur Verbesserung von deren Lebensqualität und ihrer Angehörigen, die dem Problem einer lebensbedrohlichen Erkrankung gegenüberstehen, zur Prävention und Linderung von Schmerzen durch rechtzeitiges Erkennen und idealer Beurteilung, sowie der Behandlung von Schmerzen und anderen Problemen körperlicher, psychosozialer oder spiritueller Art (1).

Die interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung aller in der Palliativmedizin tätigen Personen wird insbesondere durch die Aktivitäten der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) unterstützt (2).

Mit dem Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland (Hospiz- und Palliativgesetz – HPG) soll auch das Angebot in strukturschwachen und ländlichen Regionen berücksichtigt werden. „Ziel des Gesetzes ist es deshalb, durch Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung in ganz Deutschland ein flächendeckendes Angebot zu verwirklichen, damit alle Menschen an den Orten, an denen sie ihre letzte Lebensphase verbringen, auch im Sterben gut versorgt und begleitet sind“ (3).

Mehr und im Speziellen zum Thema Palliativmedizin erfahren Sie unter www.journalonko.de.

Literatur:

  1. http://www.who.int/cancer/palliative/definition/en/
  2. https://www.dgpalliativmedizin.de/
  3. http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/051/1805170.pdf

Registrieren Sie sich jetzt und nutzen Sie
das gesamte Angebot unserer Plattform

Jetzt registrieren

News

Welthospiztag: Physiotherapeutische Komplexbehandlung in der Palliativmedizin

Seit Beginn des Jahres können Ärzte Menschen in der letzten Lebensphase die „Physiotherapeutische Komplexbehandlung in der Palliativmedizin“ verordnen. Diese Verordnung bietet 60 Minuten Zeit, in denen der Therapeut selbst tagesaktuell entscheiden darf, welche Behandlung dem Patienten am meisten nützt. „Bislang wird diese Art der Verordnung aber noch viel zu selten ausgestellt“, bedauert der Essener Physiotherapeut Benedikt Pokutta Pokutta.

Palliative Versorgung: Verbindlicher Teil der Grundausbildung von Pflegekräften

Das Thema Palliativversorgung wird jetzt auch in der Grundausbildung von Pflegefachkräften verbindlich abgebildet. Dies ist laut Deutscher Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) „ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu entsprechenden Kompetenzen am Patientenbett“. Die DGP begrüßt, dass die Einheit „Menschen in kritischen Lebenssituationen und in der letzten Lebensphase begleiten“ im Umfang von 250 Stunden in den Rahmenlehrplan aufgenommen wurde....

Magenkarzinom: Aktualisierte S3-Leitlinie zu Diagnostik und Therapie

Das Leitlinienprogramm Onkologie (OL) hat die aus dem Jahr 2012 stammende S3-Leitlinie Magenkarzinom aktualisiert. Unter Federführung der DGVS wurden alle bestehenden Behandlungsempfehlungen für das Magenkarzinom und für Tumoren des Mageneingangs überprüft und wenn nötig überarbeitet. „Wir haben auch neue Empfehlungen formuliert, unter anderem zur Prävention und zur neoadjuvanten sowie palliativen Chemotherapie“, erläutert...

Palliativmedizin: DGP erweitert S3-Leitlinie

Unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP) wurde im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie die aus dem Jahr 2015 stammende S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung aktualisiert und um 8 Kapitel erweitert. Die Leitlinie greift dabei unter anderem den Umgang mit dem Wunsch zu sterben sowie die Versorgung einer tumorbedingten Fatigue und maligner Wunden auf. Ziel der Leitlinie ist es, die...

Non-Hodgkin-Lymphom: Nutzen der allogenen Stammzelltransplantation weiterhin unklar

Ob Patienten, die an einem Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt sind, durch eine allogene Stammzelltransplantation (bessere) Heilungschancen haben, hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht. In seinem jetzt vorgelegten Abschlussbericht kommt das Institut zu dem Ergebnis, dass Aussagen zum Nutzen dieser risikoreichen Therapie nicht möglich sind. Für die häufig sehr kleinen Patientengruppen fehlen aussagekräftige Studien....

Kopf-Hals-Tumoren: Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren zeigt vielversprechende Ergebnisse

Tumoren im Kopf-Hals-Bereich können erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden, die die körpereigene Immunabwehr gegen die Tumoren verstärken. Nachdem im letzten Jahr in einer Vergleichsstudie gleich gute Ergebnisse wie mit einer aggressiven Chemotherapie erzielt wurden, wird der adjuvante Einsatz des Checkpoint-Inhibitors Pembrolizumab in Kombination mit einer Strahlen- und Chemotherapie derzeit in der ADRISK-Studie an 13 HNO-Kliniken in Deutschland geprüft.