Freitag, 26. April 2019
Navigation öffnen

Eine adäquate Nachsorge von Krebspatienten ist unerlässlich

© Jean-Paul CHASSENET Photographe / Fotolia.com

Die planmäßige Nachuntersuchung von Patienten nach einer abgeschlossenen oder vorläufig abgeschlossenen Behandlung ist gerade im Fall von Krebserkrankungen sehr wichtig.

 

Dabei können die Ziele der Nachsorgeuntersuchung unterschiedlich sein. So dient sie beispielsweise dem (frühzeitigen) Erkennen eines Wiederauftretens der Erkrankung (Rezidive). Außerdem können bei einigen Krebsarten auch nach Ende der Behandlung Komplikationen auftreten, die dann behandelt werden müssen. Des Weiteren sind viele Patienten durch die Erkrankung selbst oder die Strapazen der Behandlung (beispielsweise nach einer Brustamputation) regelrecht traumatisiert und benötigen psychologische Unterstützung und Hilfestellungen im Alltag (z.B. Ernährungstipps). Auch hier sind Nachsorgetermine bei einem Arzt unerlässlich, denn es liegt auch in der Verantwortung der behandelnden Ärzte, die Patienten bei der Krankheitsverarbeitung zu unterstützen. Bei Bedarf können sie Kontakte zu sozialrechtlichen Ansprechpartnern, Krebsberatungsstellen, Psychoonkologen oder Selbsthilfegruppen vermitteln.

 

Mehrere Krebsarten erfordern darüber hinaus eine Dauertherapie. Diese muss an die Bedürfnisse des Patienten und den Krankheitsverlauf angepasst werden. Um dies bewerkstelligen zu können, sind regelmäßige Gespräche und Untersuchungen der Patienten notwendig.

 

Die Häufigkeit der erforderlichen Nachsorgetermine variiert stark – je nach vorliegender Grunderkrankung und angewandter Therapie. Ein Nachsorgeplan sollte somit immer individuell erstellt werden. Der Übergang von Behandlung, Verlaufskontrolle und Nachsorge geht oft fließend von statten. In vielen Fällen kann der Hausarzt einige Nachsorgetermine übernehmen, für spezielle Untersuchungsmethoden muss der Patient allerdings meist eine Klinik oder ein spezialisiertes Zentrum aufsuchen (z.B. wenn bestimmte bildgebende Methoden wie MRT von Nöten sind).

 

Die Empfehlungen für die Nachsorge der jeweiligen Tumorarten sind in Patientenleitlinien festgelegt. Bei Neuerungen können Sie sich auf www.journalonko.de informieren.

Registrieren Sie sich jetzt und nutzen Sie
das gesamte Angebot unserer Plattform

Jetzt registrieren
Anzeige:

News

Tumorzentren: NCT Heidelberg als patientenorientiert ausgezeichnet

Zum 4. Mal ist das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg als selbsthilfefreundlich ausgezeichnet worden. Das Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ bestätigt damit die offene und intensive Zusammenarbeit zwischen den Selbsthilfegruppen, Ärzten und Pflegekräften am NCT Heidelberg. Damit geht das NCT Heidelberg für die kommenden 3 Jahre erneut eine verbindliche Kooperation ein.

Harnblasenkrebs als eine Spätfolge einer Querschnittlähmung

Kann eine traumatisch bedingte Querschnittlähmung Auslöser dafür sein, dass Betroffene Jahre später an Harnblasenkrebs erkranken? Um diese Frage klären zu können, fehlt es bisher an aussagekräftiger Literatur. Ein nationales Netzwerk aus Urologen, Juristen und Forschenden schlägt nun eine Bewertungsmatrix vor, die Gutachtern, den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) und den Sozialgerichten auf Basis des aktuellen...

Kehlkopfkrebs: S3-Leitlinie legt Grundlage für bessere Entscheidungsfindung bei der Behandlung

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat erstmals eine interdisziplinäre S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge beim Kehlkopfkrebs vorgelegt. Die Federführung bei der Erstellung dieser Leitlinie hatte die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.; an der Entwicklung waren insgesamt 20 Fachgesellschaften und Organisationen beteiligt. „Vor allem die Entscheidung über ein an die spezielle Situation angepasstes...

Predictive Maintenance: Vorhersagen zur Gesundheit durch Künstliche Intelligenz

Die Stärke der künstlichen Intelligenz (KI) liegt darin, Muster in komplexen, schwer überschaubaren Datenmengen zu entdecken und gesundheitsbezogene Vorhersagen zu treffen. In der Industrie bereits als Predictive Maintenance etabliert, hält die Anomalieerkennung nun auch in der Medizin Einzug. Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD stellt auf der Gesundheitsmesse DMEA Anfang April in Berlin Data@Hand, ein cloudbasiertes Analysetool, vor, das in...

DGHO-Frühjahrstagung: Krebs- und Blutkrankheiten - was sind die zentralen Forschungsfelder der Zukunft in Deutschland?

Die Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) widmet sich traditionell aktuellen gesundheitspolitischen Themen. Vom 13. bis 14. März 2019 diskutieren Experten aus Wissenschaft, Medizin, Ethik, Informatik und Politik unter der Überschrift „Forschung in der Onkologie – Roadmap 2019“ über konkrete Schritte zur langfristigen Beherrschung von Krebs- und Blutkrankheiten. Zu den onkologischen...

Nachsorge für Kinder nach Krebserkrankung lebenswichtig

Maximale Heilungschancen durch eine Therapie, die dem krebskranken Kind individuell angepasst ist: Dies gilt nicht nur für den Krebs, sondern auch für mögliche Spätfolgen, die trotz erfolgreicher Behandlung das Leben des Kindes belasten können. Darauf macht die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) gemeinsam mit der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar...

Liquid Biopsy: Schwachstellen des Tumors im Blut erkennen

Reicht möglicherweise künftig eine einfache Blutprobe aus, um Krebserkankungen frühzeitig zu erkennen, im Verlauf beobachten zu können und eine individuelle Therapie zu finden? Und können damit den Patienten Gewebebiopsien und Apparatemedizin erspart werden? Diesen Fragen gehen Mediziner am Universitätsklinikum Gießen und Marburg bei der Behandlung von Patienten mit Lymphomen in einer Studie nach. Erste Ergebnisse sind vielversprechend.