Donnerstag, 12. Dezember 2019
Navigation öffnen

Eine adäquate Nachsorge von Krebspatienten ist unerlässlich

© Jean-Paul CHASSENET Photographe / Fotolia.com

Die planmäßige Nachuntersuchung von Patienten nach einer abgeschlossenen oder vorläufig abgeschlossenen Behandlung ist gerade im Fall von Krebserkrankungen sehr wichtig.

 

Dabei können die Ziele der Nachsorgeuntersuchung unterschiedlich sein. So dient sie beispielsweise dem (frühzeitigen) Erkennen eines Wiederauftretens der Erkrankung (Rezidive). Außerdem können bei einigen Krebsarten auch nach Ende der Behandlung Komplikationen auftreten, die dann behandelt werden müssen. Des Weiteren sind viele Patienten durch die Erkrankung selbst oder die Strapazen der Behandlung (beispielsweise nach einer Brustamputation) regelrecht traumatisiert und benötigen psychologische Unterstützung und Hilfestellungen im Alltag (z.B. Ernährungstipps). Auch hier sind Nachsorgetermine bei einem Arzt unerlässlich, denn es liegt auch in der Verantwortung der behandelnden Ärzte, die Patienten bei der Krankheitsverarbeitung zu unterstützen. Bei Bedarf können sie Kontakte zu sozialrechtlichen Ansprechpartnern, Krebsberatungsstellen, Psychoonkologen oder Selbsthilfegruppen vermitteln.

 

Mehrere Krebsarten erfordern darüber hinaus eine Dauertherapie. Diese muss an die Bedürfnisse des Patienten und den Krankheitsverlauf angepasst werden. Um dies bewerkstelligen zu können, sind regelmäßige Gespräche und Untersuchungen der Patienten notwendig.

 

Die Häufigkeit der erforderlichen Nachsorgetermine variiert stark – je nach vorliegender Grunderkrankung und angewandter Therapie. Ein Nachsorgeplan sollte somit immer individuell erstellt werden. Der Übergang von Behandlung, Verlaufskontrolle und Nachsorge geht oft fließend von statten. In vielen Fällen kann der Hausarzt einige Nachsorgetermine übernehmen, für spezielle Untersuchungsmethoden muss der Patient allerdings meist eine Klinik oder ein spezialisiertes Zentrum aufsuchen (z.B. wenn bestimmte bildgebende Methoden wie MRT von Nöten sind).

 

Die Empfehlungen für die Nachsorge der jeweiligen Tumorarten sind in Patientenleitlinien festgelegt. Bei Neuerungen können Sie sich auf www.journalonko.de informieren.

Registrieren Sie sich jetzt und nutzen Sie
das gesamte Angebot unserer Plattform

Jetzt registrieren

News

Melanom: Neue Leitlinienempfehlungen für Patienten im fortgeschrittenen Stadium

Unter Federführung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) wurde im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie die aus dem Jahr 2018 stammende S3-Leitlinie zum Melanom aktualisiert. Die Änderungen betreffen Empfehlungen zur Immun- und zielgerichteten Therapie für Patient*innen im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium. Ziel der Leitlinie ist es, Ärzt*innen evidenzbasierte...

cSCC: Anhaltende Tumorkontrolle unter Cemiplimab

Der kürzlich zugelassene PD-1-Inhibitor Cemiplimab (Libtayo®) ist die erste und einzige für das fortgeschrittene kutane Plattenepithelkarzinom (cSCC) zugelassene Systemtherapie (1). Bis zu 50% der Patienten erreichen unter der Behandlung eine schnell einsetzende und insbesondere anhaltende Tumorrückbildung (2). Die Folgeauswertungen der für die Zulassung relevanten Studiendaten bestätigten dies auch bei längerer Nachbeobachtungszeit: Eine...

Nicht resezierbares kutanes Plattenepithelkarzinom: Gutes und langanhaltendes Ansprechen auf Pembrolizumab-Monotherapie

Wenn fortgeschrittene kutane Plattenepithelkarzinome (cSCC) nicht mehr kurativ operiert oder bestrahlt behandelt werden können, ist eine systemischer Behandlungsansatz indiziert. Aktuelle Daten der KEYNOTE-629-Studie bei Patienten mit rezidiviertem/metastasiertem cSCC, die im Rahmen des ESMO-Kongresses 2019 in Barcelona, Spanien, als Poster und im Rahmen einer Poster Discussion Session vorgestellt wurden, zeigen ermutigende Ansprech- und Krankheitskontrollraten durch eine Monotherapie...

Magenkarzinom: Aktualisierte S3-Leitlinie zu Diagnostik und Therapie

Das Leitlinienprogramm Onkologie (OL) hat die aus dem Jahr 2012 stammende S3-Leitlinie Magenkarzinom aktualisiert. Unter Federführung der DGVS wurden alle bestehenden Behandlungsempfehlungen für das Magenkarzinom und für Tumoren des Mageneingangs überprüft und wenn nötig überarbeitet. „Wir haben auch neue Empfehlungen formuliert, unter anderem zur Prävention und zur neoadjuvanten sowie palliativen Chemotherapie“, erläutert...

Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs: Patientenbeirat gegründet

Eine 24-jährige Krebspatientin aus Nordrhein-Westfalen und 2 junge Krebspatienten aus Hamburg und Bayern sind die engagierten Mitglieder des neu gegründeten Patientenbeirats der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Seit nahezu 5 Jahren entwickelt die Stiftung ihre mehrfach ausgezeichneten Hilfsangebote in enger Zusammenarbeit mit jungen Betroffenen und weiteren Experten. „Diese Zusammenarbeit macht nicht nur sehr viel Freude, sondern ist auch sehr effektiv....

Chemotherapiefreie Kombination aus Niraparib und Bevacizumab beim Platin-sensiblen Ovarialkarzinomrezidiv wirksam

Frauen mit einem Platin-sensiblen Ovarialkarzinomrezidiv können auch von einer chemotherapiefreien Kombinationstherapie profitieren. Darauf deuten beim ASCO 2019 präsentierte Daten einer Phase-II-Studie hin, die den PARP-Inhibitor Niraparib und den Angiogenese-Inhibitor Bevacizumab bei diesem Kollektiv untersucht hatte. Die Kombination war der Niraparib-Monotherapie mit einem signifikant verlängerten progressionsfreien Überleben (PFS) überlegen.