Journal Onkologie

Ototoxizität

O-Ton Onkologie Staffel 9
Cisplatin-induzierte Ototoxizität bei Kindern

Cisplatin-induzierte Ototoxizität bei Kindern

Wenn Kinder an Krebs erkranken, stehen Heilung und Überleben im Mittelpunkt – doch was passiert, wenn die lebensrettende Therapie selbst zu bleibenden Schäden führt? Die Cisplatin-induzierte Ototoxizität betrifft jedes zweite Kind unter Chemotherapie und wird oft übersehen, bis irreversible Hörschäden entstanden sind. Diese beginnen schleichend im hochfrequenten Bereich, haben aber dramatische Auswirkungen auf Sprachentwicklung und Schulerfolg. In dieser Folge von O-Ton Onkologie spricht Dr. Astrid Heinl mit Dr. med. Urs Mücke von der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover über Risikofaktoren, neue Präventionsstrategien und warum in der Kinderonkologie nicht nur das Überleben, sondern auch die Lebensqualität zählt.
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Entitätsübergreifend
Mediziner mit Schild Diagnostik Therapie und Nachsorge

Langzeitnachsorge junger erwachsener Krebsüberlebender

Junge Erwachsene, die eine Krebserkrankung überleben (young adult cancer survivors, YACS), können mit vielfältigen physischen, psychischen und sozialen Langzeitfolgen konfrontiert werden. Da spezifische Leitlinien zur Langzeitnachsorge für YACS oft fehlen, werden meist Empfehlungen aus der Kinderonkologie übernommen. Zu den häufigsten somatischen Spätfolgen zählen Sekundärneoplasien, endokrine Störungen, kardiovaskuläre, renale und Knochen­erkrankungen sowie Fertilitätsstörungen. Nur durch eine strukturierte, individuell angepasste, interdisziplinäre und lebenslange Nachsorge können Langzeitfolgen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Besondere Bedeutung kommt der Beratung zu Lebensstil, Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen zu. In Deutschland existieren bereits einige spezialisierte Nachsorgeangebote. Der weitere Ausbau zu einer flächendeckenden Versorgung ist nicht nur für YACS essenziell, sondern langfristig ressourcen- und kostensparend.
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Weitere Inhalte:
Entitätsübergreifend
Das Bild zeigt eine Ärztin, die einer jungen Krebspatientin mit organgefarbenem T-Shirt und Kopftuch emotionale Unterstützung bietet.
Podcastserie O-Ton Onkologie

S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“

Die S3-Leitlinie „Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen“ wurde umfassend überarbeitet, da sie ein zentraler Baustein in der Krebsbehandlung ist und sich die Therapielandschaft seit der letzten Version von 2022 erheblich verändert hat. Dr. Franziska Jahn, Universitätsklinikum Halle/Saale, die maßgeblich an der Entwicklung der aktuellen Leitlinie beteiligt war, beleuchtet in der Podcast-Serie „O-Ton Onkologie“ die Bedeutung der supportiven Therapie und fasst die wichtigsten Neuerungen der Leitlinie zusammen.
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