Journal Onkologie

Medizin | Beiträge ab Seite 12

NSCLC
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EGFR+ NSCLC: Hoher klinischer Nutzen von Osimertinib plus Chemotherapie auch bei TP53-Komutationen
ELCC 2026

EGFR+ NSCLC: Hoher klinischer Nutzen von Osimertinib plus Chemotherapie auch bei TP53-Komutationen

Erkrankte mit EGFR‑mutiertem nicht‑kleinzelligem Lungenkarzinom (EGFRm NSCLC) und begleitender TP53‑Mutation sprechen häufig schlecht auf eine Monotherapie mit EGFR‑Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) an. Die Phase‑III‑Studie FLAURA2 hatte im Erstliniensetting eine überlegene Wirksamkeit der Kombination aus dem Drittgenerations-TKI Osimertinib und Chemotherapie gegenüber einer Osimertinib‑Monotherapie gezeigt [1]. Unklar war jedoch, ob dieser Vorteil auch bei TP53‑Komutationen bestehen bleibt. Die Phase‑III‑Studie TOP, deren Interimsdaten beim Europäischen Lungenkrebskongress (ELCC) 2026 vorgestellt wurden, beantwortete dies nun mit „Ja“ [2].
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Medizin
 2 Min|
Fixdosis-Kombination aus Nivolumab und Relatlimab: Neue Erstlinienoption beim fortgeschrittenen malignen Melanom

Fixdosis-Kombination aus Nivolumab und Relatlimab: Neue Erstlinienoption beim fortgeschrittenen malignen Melanom

Zum 1. April 2026 wurde in Deutschland die Fixdosis-Kombination aus Nivolumab und Relatlimab eingeführt. Diese duale Immuntherapie stellt die bislang einzige zugelassene Kombination eines PD-1-Inhibitors (Nivolumab) mit einem LAG-3-Inhibitor (Relatlimab) dar und nutzt einen synergistischen immunologischen Wirkmechanismus [1]. Durch die gleichzeitige Blockade zweier inhibitorischer Signalwege wird eine verstärkte Aktivierung von T-Zellen angestrebt.
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Mammakarzinom
 2 Min|
Längeres Gesamtüberleben: AGO-Kommission Mamma empfiehlt Abemaciclib

Längeres Gesamtüberleben: AGO-Kommission Mamma empfiehlt Abemaciclib

Die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e. V. (AGO) hat in ihrer Empfehlung zur Therapie des frühen Mammakarzinoms den Empfehlungsgrad für Abemaciclib bei Patientinnen mit einem frühen Mammakarzinom, das einen positiven Status für den Hormonrezeptor (HR+) und einen negativen Status für den humanen epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor 2 (HER2-) sowie ein erhöhtes Rezidivrisiko aufweist, auf Doppelplus angehoben.
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O-Ton Onkologie Staffel 9
 3 Min|

Wieso Typ-2-Diabetes das Krebs-Risiko erhöht – mit Prof. Scherübl und Prof. Herzig

Dass Menschen mit Typ-2-Diabetes ein erhöhtes Herzinfarktrisiko haben, ist weithin bekannt – doch dass Krebs inzwischen die häufigste Todesursache bei Typ-2-Diabetes ist, überrascht viele. In dieser Folge von O-Ton Onkologie beleuchten Prof. Hans Scherübel von der Charité Berlin und Prof. Stefan Herzig vom Helmholtz Diabetes Center München diese oft unterschätzte Verbindung: Welche Krebsarten sind besonders häufig, welche gemeinsamen Risikofaktoren spielen eine Rolle und warum ist Prävention der entscheidende Schlüssel? Denn die gute Nachricht lautet: Bis zu 50% aller Krebserkrankungen wären durch Lebensstiländerungen vermeidbar.
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Prostatakarzinom
 2 Min|
Zulassungserweiterung für Niraparib/Abirateron beim mHSPC mit BRCA1/2-Mutationen

Zulassungserweiterung für Niraparib/Abirateron beim mHSPC mit BRCA1/2-Mutationen

Im März 2026 wurde Niraparib/Abirateron plus Androgendeprivationstherapie (ADT) auch für das metastasierte hormonsensitive Prostatakarzinom (mHSPC) mit BRCA1/2-Mutation (BRCA1/2m) zugelassen [1]. In einer Fachpressekonferenz zur mHSPC-Therapie wurden die dafür relevante AMPLITUDE-Studie und eine aktuelle Post-hoc-Analyse der TITAN-Studie zu Apalutamid präsentiert [2-4].
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Mammakarzinom
 9 Min|
Empfehlungen der AGO Kommission Mamma
State of the Art Meeting 2026

Empfehlungen der AGO Kommission Mamma

Im März stellte die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) wie jedes Jahr ihre aktualisierten Empfehlungen zur Therapie des Mammakarzinoms beim State of the Art Meeting in Frankfurt am Main vor. In folgendem Bericht mit dem Fokus Systemtherapie finden Sie eine Zusammenfassung wichtiger neuer Empfehlungen. Die umfangreichsten Änderungen betrafen das metastasierte Mammakarzinom (mBC).
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Medizin
 3 Min|
ASCO-GU 2026

LITESPARK-011: Belzutifan plus Lenvatinib verbessert PFS beim vorbehandelten Nierenzellkarzinom

Erstmals wurden klinische Ergebnisse der Phase-III-Studie LITESPARK-011 zur Behandlung von Patient:innen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom vorgestellt, deren Erkrankung während oder nach einer Anti-PD-1/L1-Therapie fortgeschritten war. Die Studie bewertet das duale orale Regime aus Belzutifan, einem oralen HIF-2α-Inhibitor der ersten Klasse seiner Art, in Kombination mit dem Multi-Tyrosinkinase-Inhibitor Lenvatinib.
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Medizin
 3 Min|

Früherkennung trägt zu sinkenden Brustkrebs-Sterberaten in Europa bei

Mit der Einführung von Mammographie-Screening-Programmen in Europa haben sich die Diagnosen von Brustkrebs deutlich verändert, begleitet von einem Rückgang der Brustkrebssterberaten. Das zeigt eine der bislang umfassendsten Auswertungen bevölkerungsbasierter Daten zu Brustkrebs in 21 europäischen Ländern unter Leitung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Das auffälligste Ergebnis: Nach Einführung des Screenings wurden deutlich mehr frühe, weniger fortgeschrittene Tumoren entdeckt.
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Medizin
 6 Min|
Mirvetuximab-Soravtansin verbessert Überlebensendpunkte und patientinnenrelevante Aspekte der Lebensqualität
DKK 2026

Mirvetuximab-Soravtansin verbessert Überlebensendpunkte und patientinnenrelevante Aspekte der Lebensqualität

Im Rahmen eines Symposiums während des 37. Deutschen Krebskongresses wurden u. a. die finalen Datenschnitte zu Mirvetuximab-Soravtansin (MIRV) aus der MIRASOL-Studie präsentiert, ergänzt um patientinnenrelevante Endpunkte [1, 2]. Außerdem wurden die Stellung von MIRV in der vor kurzem aktualisierten S3-Leitlinie zu malignen Ovarialtumoren eingeordnet [3], das diagnostische Vorgehen zur Folatrezeptor-alpha(FRα)-Testung [4] erörtert und das ophthalmologische Therapiemanagement im Kontext der Behandlung [3, 5] beleuchtet.
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Mammakarzinom
 2 Min|
Frühes HR+/HER2– Mammakarzinom: Breite Patientengruppe profitiert von adjuvanter CDK4/6-Inhibition

Frühes HR+/HER2– Mammakarzinom: Breite Patientengruppe profitiert von adjuvanter CDK4/6-Inhibition

Beim ESMO-Kongress 2025 bestätigten die 5-Jahres-Daten der Natalee-Studie bei Erkrankten mit Hormonrezeptor-positivem/HER2-negativem (HR+/HER2-) frühem Mammakarzinom (eBC) mit hohem Rezidivrisiko den Vorteil durch die Ergänzung der adjuvanten endokrinen Therapie (ET) mit Ribociclib – in allen untersuchten Subgruppen und auch bei Betroffenen ohne Lymphknotenbefall.
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Medizin
 3 Min|
Mehr Arzneimittelsicherheit bei oraler Krebstherapie

Mehr Arzneimittelsicherheit bei oraler Krebstherapie

Immer mehr Krebsmedikamente sind in oraler Form, also als Tabletten oder Kapseln verfügbar und werden von Erkrankten zu Hause eingenommen. Nehmen sie viele verschiedene Medikamente gleichzeitig ein, kann es zu unerwünschten Wechsel- und Nebenwirkungen kommen. Um Betroffenen mehr Sicherheit zu geben, sind umfassende Aufklärung, Beratung und engmaschige Begleitung erforderlich. Dafür plädierten der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums und die Deutsche Gesellschaft für Onkologische Pharmazie (DGOP) zum Tag der Pharmazie am 25. März 2026.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Stammzelltherapie bei Multiplem Myelom: Ambulante Behandlung möglich

Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung, bei der sich Plasmazellen, die normalerweise für die Produktion von Antikörpern zuständig sind, unkontrolliert im Knochenmark vermehren. Eine Heilung ist noch nicht möglich. Verschiedene Therapien können aber den Grad der Erkrankung stabil halten und Beschwerden mindern. Ein Ansatz ist die Behandlung mit Stammzellen des eigenen Körpers. Dies geht häufig mit wochenlangen Aufenthalten im Krankenhaus einher.
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Medizin
 3 Min|
Ovarialkarzinom: Fettgewebe beeinflusst Wirksamkeit der Immuntherapie

Ovarialkarzinom: Fettgewebe beeinflusst Wirksamkeit der Immuntherapie

Bei Eierstockkrebs zeigen Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren bislang nur bei wenigen Betroffenen Wirkung. Forschende vom Helmholtz Institut für Translationale Onkologie (HI-TRON Mainz) haben nun entdeckt, dass Fettstoffwechsel-Prozesse im Tumorumfeld eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie gut solche Therapien wirken. Die Ergebnisse eröffnen neue Ansatzpunkte, um Immuntherapien gezielter einzusetzen, ihre Wirksamkeit zu steigern und Resistenzen zu durchbrechen [1].
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Medizin
 2 Min|
Durvalumab plus FLOT bei Magenkrebs zugelassen

Durvalumab plus FLOT bei Magenkrebs zugelassen

Der PD-L1-Inhibitor Durvalumab wurde in Kombination mit einer Chemotherapie nach FLOT-Regime (5-Fluorouracil, Leucovorin, Oxaliplatin und Docetaxel) als neoadjuvante und adjuvante Behandlung gefolgt von einer adjuvanten Durvalumab-Monotherapie (MATTERHORN-Regime) zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit resezierbarem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GC/GEJ, Stadien II–IVA) zugelassen.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Zulassungserweiterungen für Nivolumab beim Hodgkin-Lymphom in den USA und der EU

Der Checkpoint-Inhibitor Nivolumab hat sowohl in den USA und als auch in der EU eine Zulassungserweiterung für zwei neue Indikationen beim klassischem Hodgkin-Lymphom (cHL) erhalten. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA erteilte die Zulassung für Nivolumab in Kombination mit Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin (AVD) zur Behandlung von erwachsenen und pädiatrischen Patient:innen ab 12 Jahren mit zuvor unbehandeltem cHL im Stadium III oder IV. In der EU hat die Europäische Kommission Nivolumab in Kombination mit Brentuximab Vedotin für die Behandlung von Kindern ab 5 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen bis zum Alter von 30 Jahren mit rezidiviertem oder refraktärem cHL nach einer vorangegangenen Therapiezeile zugelassen.
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Medizin
 3 Min|
Patient Reported Outcomes verbessern Nebenwirkungserfassung von Krebstherapien

Patient Reported Outcomes verbessern Nebenwirkungserfassung von Krebstherapien

Patient-Reported Outcomes (PROs) – von Patient:innen selbst berichtete Angaben zu Nebenwirkungen und Lebensqualität – sind in der Onkologie seit Jahren Bestandteil von klinischen Studien. Eine neue internationale Studie unter der Leitung des klinischen Psychologen Bernhard Holzner zeigt nun, dass der systematische Einsatz elektronisch erhobener PRO‑Daten die Zuverlässigkeit der Nebenwirkungsbeurteilung für viele Symptome verbessert.
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Medizin
 3 Min|
Doppelplus für Inavolisib: AGO empfiehlt zielgerichtete Therapie bei PIK3CA-mutiertem ER+/HER2- Mammakarzinom

Doppelplus für Inavolisib: AGO empfiehlt zielgerichtete Therapie bei PIK3CA-mutiertem ER+/HER2- Mammakarzinom

Die AGO-Kommission Mamma hat ihre Therapieempfehlungen zum Mammakarzinom aktualisiert: Der PI3K-Inhibitor Inavolisib wird nun für Patientinnen mit Estrogenrezeptor-positivem (ER+), HER2-negativem (HER2-) metastasiertem Mammakarzinom und nachgewiesener PIK3CA-Mutation mit einem Doppelplus (++) empfohlen, wenn während der adjuvanten endokrinen Therapie oder innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss der adjuvanten endokrinen Therapie ein Rezidiv auftritt. Dies ist die höchsten Empfehlungsstufe der AGO [1]. Damit würdigt die Fachgesellschaft die klinische Relevanz dieser zielgerichteten Therapieoption für eine Patientenpopulation mit bislang hohem ungedecktem medizinischen Bedarf.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

RRMM: Elranatamab ermöglicht verlängerte Therapiepausen ohne Wirksamkeitsverlust

Auf dem Kongress der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando wurden neue Analysen zu Elranatamab [1] bei Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem Multiplem Myelom (RRMM) präsentiert. Eine retrospektive Analyse der MagnetisMM-3-Studie zeigt, dass verlängerte Behandlungspausen möglich sein können, ohne die Wirksamkeit der Therapie zu gefährden [2]. Zusätzlich bestätigen erste internationale Real-World-Daten die Wirksamkeit von Elranatamab auch außerhalb klinischer Studien [3].
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