News | Beiträge ab Seite 80
Medizin
Prostatakarzinom: Triple-Therapie mit Darolutamid wird für Chemotherapie-geeignete Patienten empfohlen
Die aktualisierte S3-Leitlinie empfiehlt die Kombination von Darolutamid, Docetaxel und Androgendeprivationstherapie (ADT) für alle Chemotherapie-geeigneten Patienten mit metastasiertem hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) mit Empfehlungsgrad A und Evidenzlevel 1++ (1). Eine Post-hoc-Analyse der ARASENS-Studie bestätigt die Wirksamkeit dieser Triple-Therapie und zeigt ein tiefes und anhaltendes PSA-Ansprechen, das das Überleben verlängert und die Krankheitsprogression verzögert (2). In der Real-World-Studie DEAR zeigte Darolutamid bei Patienten mit nicht-metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms mit hohem Risiko für die Entwicklung von Metastasen (HR-nmCRPC) im Vergleich zu anderen Androgenrezeptor-Inhibitoren (ARI) die niedrigste Rate von Therapieabbrüchen aufgrund von Nebenwirkungen und die geringste Progressionsrate (3).
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Gesundheitspolitik
Lauterbach-Plan: Arzneimittel ohne Apotheker vor Ort
Patientinnen und Patienten in Deutschland sollen ihre Arzneimittel auch künftig möglichst in einer Apotheke in der Nähe bekommen – allerdings oft nicht mehr von voll ausgebildeten Apothekerinnen und Apothekern. Das ist das Ziel einer geplanten Reform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Der SPD-Politiker will sein Gesetz gegen Widerstände der Apothekerschaft am 17. Juli durch das Bundeskabinett bringen, wie er bei einem Besuch einer Apotheke im brandenburgischen Teltow ankündigte.
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Gesundheitspolitik
E-Rezept: Verbände ziehen überwiegend positive Bilanz
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bezeichnet das E-Rezept ein halbes Jahr nach seiner Einführung als Erfolgsmodell. Anfang des Jahres habe es „noch etwas gerumpelt“, mittlerweile zeige sich aber, dass die „dringend notwendige Digitalisierung des Gesundheitswesens gelingen kann“, sagte die GKV-Vorstandsvorsitzende, Doris Pfeiffer, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
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Medizin
Prostatakarzinom: S3-Leitlinie zur häufigsten Krebserkrankung bei Männern aktualisiert
Das Leitlinienprogramm Onkologie hat die S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom überarbeitet (1). Die nunmehr 7. Version entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. und unter Mitwirkung von 19 Fachgesellschaften sowie Patientenvertretern des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. Neuerungen der Leitlinie gibt es in 3 Kapiteln. Sie betreffen vor allem pathomorphologische Untersuchungen, die aktive Überwachung von Patienten und medikamentöse Therapieempfehlungen im metastasierten Stadium.
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Medizin
PNH: Positives CHMP-Votum für Crovalimab als subkutane Therapie
Wie der Hersteller bekannt gibt, hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) die Zulassung des monoklonalen Anti-C5-Antikörpers Crovalimab als Monotherapie für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren und mindestens 40 kg Körpergewicht mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie (PNH) empfohlen. Die Zulassungsempfehlung gilt sowohl für C5-Inhibitoren-therapienaive Patient:innen als auch solche, die bereits mit einem der anderen C5-Inhibitoren behandelt wurden (1).
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Medizin
Recht auf Vergessenwerden: DGHO und DSfjEmK setzen sich gegen die Benachteiligungen von Krebspatient:innen ein
Im Rahmen eines Satellitensymposiums während des Hauptstadtkongresses 2024 in Berlin haben die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs (DSfjEmK) und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) den 22. Band der Gesundheitspolitischen Schriftenreihe der DGHO „Recht auf Vergessenwerden – Keine Benachteiligungen von jungen Erwachsenen mit Krebs mehr zulassen“ vorgestellt. Damit widmen sich die DSfjEmK und die DGHO nach den Themen „Krebs und Armut“ sowie „Krebs und Kinderwunsch“ erneut gemeinsam einem Bereich, der die sehr spezifischen Problemstellungen junger Erwachsener mit Krebs ins Bewusstsein der Laien- und Fachöffentlichkeit rücken soll.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
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Gastrointestinale Tumoren
GI-Tumoren: DGVS fordert verstärkte Prävention und personalisierte Medizin
Auf der Jahrespressekonferenz der Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V. (DGVS) wurde betont, dass eine gezielte Prävention und individuelle Risikoprofile notwendig sind, um die hohe Zahl der Todesfälle durch gastrointestinale Tumoren (GI-Tumoren) zu senken. Trotz medizinischer Fortschritte mangelt es an politischer Unterstützung und finanziellen Mitteln für eine effektive Umsetzung. Eine personalisierte Präventionsstrategie, die genetische Risikofaktoren, Lebensstil und Umwelt berücksichtigt, könnte die Effizienz steigern und unnötige Untersuchungen vermeiden.
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Gesundheitspolitik
Cannabis-Anbauvereine können starten – aber wie?
Seit drei Monaten ist Kiffen in Deutschland für Volljährige legal – mit zahlreichen Beschränkungen und Vorgaben, die auch den Cannabis-Anbau in einer privaten Wohnung ermöglichen. Aber nur begrenzt auf je drei Pflanzen. Von 1. Juli an können jetzt auch Vereine an den Start gehen, die gemeinsam größere Mengen produzieren wollen. Dafür gelten aber ebenfalls Auflagen, und Interessierte müssen erst einmal Behördenanträge und einige andere Vorbereitungen angehen. Bis zum Pflanzen, Ernten und den ersten Joints dürfte es noch mehrere Wochen dauern.
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Gesundheitspolitik
Durchbruch auf dem Weg zu einem Früherkennungsprogramm für Lungenkrebs
Seit 1. Juli können Rauchende und ehemals Rauchende unter bestimmten Bedingungen eine strahlungsarme CT-Untersuchung erhalten, durch die Lungenkrebs frühzeitig erkannt werden kann. Die Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung (LuKrFrühErkV) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), die am 1. Juli in Kraft getreten ist, ist Grundlage für diesen ersten wichtigen Schritt. „Wir begrüßen das Inkrafttreten dieser Rechtsverordnung“, erklären die 8 medizinischen Fachgesellschaften und Berufsverbände, die an der Lungenkrebsfrüherkennung beteiligt sind. In einer gemeinsamen Pressemitteilung betonen sie aber: „Bis zu einem für alle Risikopersonen erreichbaren Früherkennungsprogramm müssen allerdings weitere Schritte folgen!“ Insbesondere sei jetzt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gefordert, die genauen Bestimmungen für die Durchführung und die Kostenübernahme für gesetzlich Versicherte festzulegen.
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Medizin
CT-Untersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs bei Raucher:innen ab Juli 2024 möglich
Ab Juli können Rauchende und ehemals Rauchende unter bestimmten Bedingungen eine strahlungsarme CT-Untersuchung erhalten, durch die ein Lungenkrebs frühzeitig erkannt werden kann. Die Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung (LuKrFrühErkV) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), die am 1. Juli in Kraft tritt, ist Grundlage für diesen ersten wichtigen Schritt.
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Medizin
HR+/HER2- Brustkrebs: Therapieerfolge verbessern durch CDK4/6-Inhibitor
Auf dem 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Senologie wurden in einem Symposium unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Maggie Banys-Paluchowski, Lübeck, und Prof. Dr. Achim Wöckel, Würzburg, aktuelle Behandlungsstrategien des Hormonrezeptor-positiven (HR+)/HER2- Mammakarzinoms diskutiert: Erste Therapieoption in der Behandlung des metastasierten HR+ (oder -unbekannten) Mammakarzinoms ist die endokrinbasierte Therapie (1). Da jedoch nicht alle Patientinnen auf eine initiale endokrine Monotherapie ansprechen, wurde die Kombination mit einem CDK4/6-Inhibitor als zielgerichtete Therapie zu einem Therapiestandard (1, 2). „Der CDK4/6-Rb-Signalweg ist ein wesentlicher Pfeiler für die Zellzyklus-Progression“, so die Expert:innen.
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Gesundheitspolitik
TK: Patentgeschützte Arzneimittel treiben die Umsätze nach oben
Gesetzlich versicherte Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer bekamen im Jahr 2023 Arzneimittel im Wert von 2,46 Milliarden Euro verordnet. Der Anstieg zum Vorjahr belief sich auf 7,9%, bezogen auf das Jahr 2018 sogar auf 23,6%. Das gab die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz heute mit Bezug auf aktuelle Daten des GKV-Spitzenverbands bekannt.
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Gesundheitspolitik
SPD-Fraktion fasst Beschluss zur Legalisierung von Abtreibungen
Die SPD-Fraktion im Bundestag setzt sich für eine Aufhebung der Strafbarkeit von Schwangerschaftsabbrüchen ein. Ein entsprechendes Positionspapier segneten die Abgeordneten am 25. Juni bei ihrer Fraktionssitzung ab. Darin ist festgehalten, dass Abtreibung aus Sicht der SPD-Fraktion künftig generell nicht mehr strafbar sein sollte. Gleichwohl solle es dafür aber weiterhin „klare gesetzliche Voraussetzungen“ geben, heißt es in dem Papier, das der dpa vorliegt. Die Grünen unterstützen den Vorstoß, aus der Union gibt es heftige Kritik.
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Medizin
Zulassung von Fruquintinib beim vorbehandelten metastasierten kolorektalen Karzinom
Fruquintinib wurde als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit metastasierendem kolorektalem Karzinom (mCRC) zugelassen. Die Zulassung schließt die Behandlung von Patient:innen ein, die bereits früher mit verfügbaren Standardtherapien, einschließlich Fluoropyrimidin-, Oxaliplatin- und Irinotecan-basierten Chemotherapien, Anti-VEGF-Arzneimitteln und Anti-EGFR-Arzneimitteln, behandelt wurden und deren Erkrankung nach der Behandlung mit Trifluridin/Tipiracil oder Regorafenib fortgeschritten ist oder die diese Behandlung nicht vertragen haben.
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Mammakarzinom
HER2+ Mammakarzinom: Einsatz von ADC in frühen Therapielinien
Aktuelle Daten vom Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2024 zeigen das Potenzial von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADC) wie Trastuzumab-Deruxtecan (T-DXd) in frühen Therapielinien beim inoperablen oder metastasierten HER2+ Mammakarzinom.
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Hämatologie
RR LBCL: CAR-T-Zell-Therapien auf dem Weg in die Erstlinie
Die CAR-T-Zell-Therapie mit Axicabtagen ciloleucel (Axi-cel) ist beim rezidivierten/refraktären (RR) großzelligen B-Zell-Lymphom (LBCL) ab der 2. Behandlungslinie zugelassen. Wie Prof. Claire Roddie, London, UK, und Prof. Jason Westin, Houston, TX, USA, im Rahmen der EHA-Jahrestagung 2024 ausführten, könnten CAR-T-Zellen wie Axi-cel auch in der Erstlinie als kurative Therapieoption von großem Nutzen sein – gerade für Patient:innen mit Hochrisiko-Erkrankung.
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Gesundheitspolitik
BPI: Apothekenreformpläne entwerten Arzneimittel
„Wenn die Pläne so umgesetzt werden, riskiert man eine deutliche Verschlechterung in der Arzneimitteltherapie und der Patientensicherheit, mit absehbaren Folgekosten für die Sozialsysteme“, kommentiert der BPI-Hauptgeschäftsführer Dr. Kai Joachimsen, anlässlich der (...) Anhörung zum Referentenentwurf eines Apothekenreformgesetzes im Bundesgesundheitsministerium. „Arzneimittel sind viel mehr als ein Konsumgut, das durch Handel und Logistik zum Patienten transportiert wird. Es sind sensible Produkte, die in aller Regel Beratung in den Apotheken vor Ort erfordern. Eine Apotheke light führt demzufolge auch zu einer Arzneimittelversorgung light und das können wir gegenüber den Patientinnen und Patienten nicht verantworten.“
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Gesundheitspolitik
DIVI nimmt Stellung zum Reformvorhaben der Notfallversorgung
Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat gegenüber dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) eine umfassende Stellungnahme zur geplanten Reform der Notfallversorgung abgegeben. Der Gesetzentwurf vom 3. Juni 2024 (NotfallGesetz – NotfallG) ist aus Sicht der Fachgesellschaft, die mehr als 4.500 Mitglieder aus dem Bereich Intensiv- und Notfallmedizin vertritt, noch dringend optimierungsbedürftig.
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Medizin
Zulassung von Capivasertib + Fulvestrant beim fortgeschrittenen ER-positiven Mammakarzinom
Der AKT-Inhibitor Capivasertib wurde in Kombination mit Fulvestrant in der EU für die Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit Östrogenrezeptor (ER)-positivem, HER2-negativem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs mit einer oder mehreren PIK3CA/AKT1/PTEN-Alterationen nach Rezidiv oder Progression der Erkrankung während oder nach einer endokrinen Therapie zugelassen. Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie CAPItello-291.
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Medizin
Hämophilie A: Efanesoctocog alfa bietet signifikanten Schutz vor Blutungen
Die hochwirksame Faktor-VIII-Ersatztherapie Efanesoctocog alfa wurde zur Behandlung und Vorbeugung von Blutungen sowie zum perioperativen Management bei Hämophilie A für Patient:innen jeden Alters und jeden Schweregrads von der Europäische Kommission zugelassen. Die Patient:innen konnten mit einer Prophylaxe (einmal wöchentlich) über einen erheblichen Teil der Woche normalisierte bis nahezu normale Faktor-VIII-Aktivitätswerte von über 40% mit Talspiegeln von 15% vor der nächsten Dosis erreichen. Dies führte zu einem deutlich verbesserten Blutungsschutz im Vergleich zur vorherigen Faktor-VIII-Prophylaxe.
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