News | Beiträge ab Seite 253
Gesundheitspolitik
1 Min|
Hämatologie: Therapieoptionen bei der Polycythaemia vera
Die Philadelphia-Chromosom-negativen chronischen Myeloproliferativen Neoplasien (Ph- MPN) umfassen neben der Essentiellen Thrombozythämie (ET) und der Primären Myelofibrose (PMF) auch die Polycythaemia vera (PV). Die PV ist eine seltene Erkrankung (Inzidenz: 0,4% und 2,8% pro 100.000 Einwohner pro Jahr in Europa). Das mediane Lebensalter bei Erstdiagnose liegt zwischen 60 und 65 Jahren. PV ist nach aktuellen Erkenntnissen nicht vererbbar, auch wenn es familiäre Häufungen gibt. Neben der unkontrollierten Erythrozytose ist bei der PV die Expression proinflammatorischer Zytokine gesteigert. Dadurch kommt es zum Auftreten konstitutioneller Symptome und zu einer deutlichen Verschlechterung der Lebensqualität.
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Medizin
4 Min|
Krebsprävention: Umgang mit Alkohol überdenken
Experten schätzen, dass rund 40% der Krebsfälle durch eine gesunde Lebensweise vermeidbar wären, etwa durch regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, ein normales Körpergewicht, mäßigen Umgang mit UV-Strahlen und die Entscheidung für Rauchfreiheit. Am Beispiel Alkoholkonsum erläutert Prof. Dr. Ulrich John, ehemaliger Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Prävention in der Universitätsmedizin Greifswald und stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses „Krebsprävention“ der Deutschen Krebshilfe, das Potenzial, das in der Vorbeugung von Krebs steckt.
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Medizin
2 Min|
Multiples Myelom: Deutlich verbesserte Überlebensprognose
Prof. Dr. Hermann Einsele, Würzburg, berichtete auf einem Workshop über die aktuellen Entwicklungen in der Immunonkologie beim Multiplen Myelom. Er führte dabei an, dass bei der Behandlung von Patienten mit Multiplem Myelom (MM) in den vergangenen Jahren enorme Erfolge erzielt wurden.
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Medizin
3 Min|
Glioblastom: Optimierte Diagnostik mittels FET-PET-Parameter
Ein Problem bei der Hirntumordiagnostik mittels Magnetresonanztomographie ist die Unterscheidung zwischen erneutem Tumorwachstum und gutartigen Veränderungen, oft in Folge einer vorausgegangenen Therapie. Dies kann die Beurteilung des Therapieansprechens erheblich beeinträchtigen. Eine weitere wichtige Fragestellung ist die Beurteilung der Prognose der Hirntumorpatienten anhand bildgebender Verfahren bereits bei Diagnosestellung. Forscher der Klinik für Neurologie der Uniklinik Köln haben nun zusammen mit dem Forschungszentrum Jülich im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojektes exaktere Diagnosemöglichkeiten mittels moderner Bildgebungsmethoden untersucht.
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Gesundheitspolitik
4 Min|
Stellungnahme zur Berichterstattung über „Cytotec zur Geburtseinleitung“
Die Deutsche Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie e. V. (DGGG), die Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin e. V. in der DGGG (AGG i. d. DGGG), die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin (DPGM) e. V., die Deutsche Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin e. V. (DGPGM) sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Ärztinnen und Ärzte in der Geburtshilfe und Frauenheilkunde e. V. (BLFG) möchten zur Berichterstattung über „Cytotec zur Geburtseinleitung“ Stellung nehmen.
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Medizin
4 Min|
ITP: Verbesserte Lebensqualität unter früher Therapie mit Eltrombopag
Der frühe Einsatz von Thrombopoetin-Rezeptor-Agonisten (TPO-RA) wie Eltrombopag (Revolade®) in der Zweitlinientherapie kann sich neben einer guten Wirksamkeit auch positiv auf die Lebensqualität auswirken (1, 2). Die initiale Behandlung mit Kortikosteroiden sollte bei belastenden Nebenwirkungen zeitlich begrenzt sein (3). Psychische Begleiterkrankungen wie Depressionen bei chronischen Krankheiten wie ITP* sind häufig und können einen negativen Einfluss auf den Verlauf der Grunderkrankung nehmen (4).
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
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Medizin
1 Min|
Netzfunde – Medizin & Fakten | 01 / 2020
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Gesundheitspolitik
1 Min|
Risikostratifizierung des Myelodysplastischen Syndroms
Seit der Etablierung der French-American-British (FAB)-Klassifikation zur Kategorisierung von Subgruppen des Myelodysplastischen Syndroms (MDS) und Untersuchungen zu deren prognostischer Relevanz wurden in den vergangenen 40 Jahren zahlreiche weitere diagnostische Klassifikationen und prognostische Modelle entwickelt und angewendet. Diese haben auch zytogenetische (z.B. Chromosom-7-Aberrationen), klinische (Erythrozyten-Transfusionsabhängigkeit) und laborchemische Parameter (z.B. Serum-Laktatdehydrogenase) implementiert. Mit zunehmendem Einsatz effektiver, spezifischer Therapieansätze bei MDS sind vermehrt auch prädiktive Scoring-Systeme entwickelt worden. Lesen Sie den hier den ganzen CME-Beitrag.
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Medizin
3 Min|
Durchbruchschmerzen: Schnell wirkendes Opioid-Analgetikum ab sofort verfügbar
Seit Anfang des Jahres stehen Fentanyl (Fentanyl Aristo®) Buccaltabletten zur Behandlung von Durchbruchschmerzen als erste preisgünstige Alternative zum Erstanbieter Effentora® zur Verfügung. Das Opioid-Analgetikum ist für erwachsene Krebspatienten zugelassen, die bereits eine Opioid-Basistherapie gegen ihre chronischen Tumorschmerzen erhalten, aber weiterhin an Durchbruchschmerzen leiden. Fentanyl Aristo® Buccaltabletten sind in den Wirkstärken 100 μg und 200 μg jeweils in der Packungsgröße 4 und 28 erhältlich. In den Wirkstärken 400 μg, 600 μg und 800 μg ist es in der Packungsgröße 28 verfügbar. Seit dem 01.01.2020 bestehen Rabattvereinbarungen mit zahlreichen Krankenkassen.
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Medizin
3 Min|
FL: EU-Zulassung für Lenalidomid + Rituximab bei vorbehandelten Patienten
Die Europäische Kommission (EC) hat Lenalidomid (REVLIMID®) in einer neuen Indikation zugelassen: Zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit vorbehandeltem follikulärem Lymphom (FL) (Grad 1-3a) steht nun Lenalidomid in Kombination mit dem Anti-CD20-Antikörper Rituximab (R2) zur Verfügung. Diese Therapie ist das erste chemotherapiefreie Kombinationsregime, das von der EC für Patienten mit FL zugelassen wurde.
„Diese Zulassung ist ein bedeutender Meilenstein für Patienten mit follikulärem Lymphom, deren Erkrankung auf die aktuelle Therapie nicht anspricht oder nach vorheriger Behandlung rezidiviert ist. In der Phase-III-Studie AUGMENT profitierten Patienten unter R2 im Vergleich zu Patienten, die mit Rituximab + Placebo behandelt wurden, von einer verlängerten Remissionsdauer“, sagte Nadim Ahmed, Bristol-Myers Squibb.
„Diese Zulassung ist ein bedeutender Meilenstein für Patienten mit follikulärem Lymphom, deren Erkrankung auf die aktuelle Therapie nicht anspricht oder nach vorheriger Behandlung rezidiviert ist. In der Phase-III-Studie AUGMENT profitierten Patienten unter R2 im Vergleich zu Patienten, die mit Rituximab + Placebo behandelt wurden, von einer verlängerten Remissionsdauer“, sagte Nadim Ahmed, Bristol-Myers Squibb.
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Gesundheitspolitik
4 Min|
DGU bedauert Entscheidung des Bundestages zur Organspende
Der Bundestag hat heute mit einer Änderung des Transplantationsgesetzes die Weichen für die Zukunft der Organspende in Deutschland gestellt: Der Gesetzentwurf zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende wurde mehrheitlich angenommen. In der dritten Lesung stimmten 432 Abgeordnete dafür, 200 dagegen, 37 enthielten sich. Zuvor hatten die Abgeordneten mehrheitlich gegen den konkurrierenden Gesetzentwurf zur Regelung einer doppelten Widerspruchslösung gestimmt. Dieser hatte in der ersten Abstimmungsrunde 292 Zustimmungen erhalten, bei 379 Gegenstimmen.
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Gesundheitspolitik
2 Min|
TK schließt mit Bundesverband Deutscher Pathologen neuen herstellerunabhängigen Selektivvertrag zu Genexpressionsdiagnostik bei Brustkrebs
Der Bundesverband Deutscher Pathologen e.V. und die Techniker Krankenkasse haben einen Selektivvertrag zu Genexpressionsdiagnostik für die Therapieentscheidung bei Brustkrebspatientinnen abgeschlossen. Die molekularpathologische Genexpressionsdiagnostik ermöglicht einen gezielteren Einsatz der Chemotherapie und soll damit Übertherapie vermeiden helfen. Mit dem Selektivvertrag steht den TK-Patientinnen eine herstellerunabhängige Diagnostik zur Verfügung, sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich. Vertragsstart ab sofort.
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Medizin
2 Min|
FL: Chemotherapiefreie Behandlungsoption „R Quadrat“ zugelassen
Nachdem Leanalidomid (Revlimid®) in Kombination mit Rituximab im November 2019 eine Zulassungsempfehlung des CHMP zur Behandlung für erwachsene, vorbehandelte Patienten mit Follikulärem Lymphom erhalten hatte, erfolgte nun die Zulassung für „R Quadrat“.
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Medizin
3 Min|
Mammakarzinom: Trastuzumab Emtansin im post-neoadjuvanten Setting zugelassen
Die Europäische Kommission hat Trastuzumab Emtansin (Kadcyla®) für die post-neoadjuvante Behandlung von Patienten mit frühem HER2-positivem Mammakarzinom, die nach neoadjuvanter Taxan-haltiger und HER2-gerichteter Therapie keine pathologische Komplettremission (pCR) erreichten, zugelassen. Die Zulassung erfolgte auf Basis der Daten der KATHERINE-Studie. In der Phase-III-Studie verbesserte Trastuzumab Emtansin die 3-Jahres-Rate des invasiv-krankheitsfreien Überlebens (iDFS) gegenüber Trastuzumab (Herceptin®) von 77,0% auf 88,3% – das Rezidiv- und Sterberisiko reduzierte sich um 50% (1).
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Medizin
3 Min|
Prostatakarzinom: Anstieg der PSMA-Dichte auf Tumorzellen durch Enzalutamid-Gabe über Medikamentenwirkung hinaus
Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs haben oft kaum noch Behandlungsoptionen. Eine besteht darin, radioaktive Moleküle über eine Andockstelle der Tumoroberfläche, PSMA, in die Zelle einzuschleusen, um diese zu zerstören. Nuklearmediziner haben herausgefunden, dass viel mehr PSMA-Moleküle auf der Tumoroberfläche entstehen, wenn sie das schon wirkungslos gewordene Enzalutamid verabreichen. Auf diese Weise gelangt deutlich mehr Radioaktivität in die Tumorzellen als bisher.
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Medizin
2 Min|
Hämophilie A: Phase-III-Studie zu BIVV001 behandelt ersten Patienten
In der offenen, interventionellen Phase-III-Studie zu BIVV001 (rFVIIIFc-VWF-XTEN) bei Menschen mit schwerer Hämophilie A ist nun der erste Patient behandelt worden (XTEND-1-Studie, NCT04161495) (1). Sobi und Sanofi sind Entwicklungspartner für BIVV001 und die XTEND-1-Studie, die die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit einer einmal wöchentlichen prophylaktischen Gabe untersucht (1).
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Gesundheitspolitik
1 Min|
Angioimmunoblastische T-Zell-Lymphome und Anaplastisch-großzellige Lymphome: Diagnostik und Therapie
Periphere T-Zell-Lymphome (PTCL) stellen eine sehr heterogene Gruppe lymphatischer Tumoren der T-Zell-Non-Hodgkin-Lymphome dar. Das Angioimmunoblastische T-Zell-Lymphom (AITL) und das Anaplastisch-großzellige Lymphom (ALCL) sind Subgruppen des aggressiven neoplastischen PTCL. In der neuesten WHO-Klassifikation 2017 finden sich für beide Subgruppen genauere molekulare Charakterisierungen und bessere Möglichkeiten der Prognosestellung. Die Standardtherapie wird – trotz vielversprechender wissenschaftlicher Fortschritte – nach wie vor mit CH(E)OP empfohlen. Durch Kombination von Brentuximab Vedotin mit CHP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Prednisolon) konnte erstmals ein ausschlaggebender Effekt auf progressionsfreies und Gesamtüberleben bei CD30+ PTCL, v.a. bei ALCL gezeigt werden. Beim AITL werden gegenwärtig neue Therapieansätze z.B. mit der hypomethylierenden Substanz 5-Azacytidin geprüft.
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Medizin
2 Min|
Metaanalyse: Residuelle Tumorlastmessung ermöglicht Aussagen zum Outcome nach neoadjuvanter Brustkrebstherapie
Eine große Metaanalyse hat gezeigt, dass die residuelle Tumorlast von Brustkrebspatientinnen nach neoadjuvanter Chemotherapie unabhängig von ihrem Subtyp eine akkurate Langzeitvorhersage in Bezug auf Rezidiv und Überleben ermöglicht (1).
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Gesundheitspolitik
2 Min|
Erfolgskonzept EFA® jetzt auch im Facharztvertrag Urologie
AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK fördern ab 2020 auch im Bereich Urologie die besondere Tätigkeit der Entlastungsassistentin in der Facharztpraxis (EFA®). Die Urologie-EFA® unterstützt den Arzt durch Übernahme delegationsfähiger Aufgaben und trägt wesentlich zu einer weiter verbesserten Patientenversorgung bei. Ihre Tätigkeit wird mit einem Zuschlag von fünf Euro pro Quartal bei Patienten honoriert, die aufgrund ihrer Erkrankung eine besondere urologische Betreuung und Beratung bedürfen. Im gemeinsamen Facharztprogramm der beiden Krankenkassen sind bereits 573 EFAs in den Fachgebieten Gastroenterologie, Kardiologie, Neurologie, Orthopädie und Rheumatologie aktiv.
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Gesundheitspolitik
3 Min|
Elektronische Patientenakte: Start mit Light-Version
Die elektronische Patientenakte (ePA) war Thema auf dem Digital Health Congress des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) in Berlin. Hier diskutierten mehr als 500 Teilnehmer mit Politikern, Unternehmensgründern, Technologieexperten und Wissenschaftlern über die Digitalisierung des Gesundheitssystems. Eine technische Herausforderung sei die ePA nicht, hieß es. Vielmehr hänge ihr Erfolg davon ab, ob die Nutzer einen Mehrwert erkennen.
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