News | Beiträge ab Seite 243
Medizin
App soll vor lebensbedrohlichen Komplikationen in der Krebschirurgie warnen
Forscher entwickeln eine Methode der Künstlichen Intelligenz (KI), mit der Computer das Risiko für Komplikationen vor, während und nach einer Krebsoperation vorhersagen sollen. Eine hierauf basierende App könnte künftig im Klinikalltag rechtzeitig vor Komplikationen warnen. Das Bundesgesundheitsministerium fördert das Projekt „SurgOmics“ in den kommenden 3 Jahren mit 1,3 Millionen Euro.
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Gesundheitspolitik
Freie Programmierer veröffentlichen Corona-Warn-App ohne Google-Dienst
Eine kleine Gruppe von freien Programmierern hat die offizielle Corona-Warn-App des Bundes für Android-Smartphones in einer alternativen Fassung für Geräte ohne Google-Dienste veröffentlicht. Damit kann die Anwendung auch auf Android-Smartphones laufen, die nicht über die sonst eigentlich notwendigen Google Play Services verfügen. Dazu gehören unter anderen die neusten Huawei-Smartphones aus China, die wegen der Boykottmaßnahmen der US-Regierung zwangsweise ohne Google-Dienste auskommen müssen. Die App gelangt damit aber auch auf Geräte wie das Fairphone 3 mit dem alternativen Betriebssystem /e/, bei dem freiwillig auf Google Play Services verzichtet wird.
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Medizin
Patienten mit ITP sind emotional erheblich belastet
Patienten, die an der seltenen Autoimmunerkrankung Immunthrombozytopenie (ITP) leiden, sind häufig einem hohen Leidensdruck ausgesetzt. Blutungssymptome, Thrombozytopenie aber auch Fatigue und emotionale Belastungen bis hin zur Depression schränken die Lebensqualität der Patienten stark ein. Die Querschnitts-Befragung I-WISh war als cross-sektionale Umfrage designt, die ITP-Patienten und die behandelnden Ärzte einbezog. Die Studie untersuchte u.a. die Belastungen, denen Patienten durch ihre Erkrankung ausgesetzt sind und evaluierte den Einfluss der ITP auf die Lebensqualität. Weiterhin widmete sich die Studie den diagnostischen Schwierigkeiten bei der ITP, verglich die Erfahrungen und Wahrnehmungen von Ärzten und Patienten im Hinblick auf das Management der Erkrankung und untersuchte, ob ein Bedarf an neuen Behandlungsoptionen besteht. Eine aktuelle Analyse der I-WISh-Studie, die bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) 2020 vorgestellt wurde, zeigte, wie stark die Erkrankung das emotionale Wohlbefinden der Patienten in Mitleidenschaft zieht (1). Weitere Beiträge zur I-WISh-Studie verdeutlichten den negativen Einfluss des Symptoms Fatigue (2) und machten klar, dass sich Patienten um die Nebenwirkungen einer Kortikosteroid-Therapie sorgen (3).
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Medizin
Ramucirumab: Bestätigter Standard in der Zweitlinie des fortgeschrittenen Magenkarzinoms
Auf der virtuellen Jahrestagung 2020 der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) war die Therapie des fortgeschrittenen Magenkarzinoms ein wichtiges Thema, denn diese Patienten haben per se eine schlechte Prognose. Mit Ramucirumab (Cyramza®) (1), einem Antikörper gegen den Rezeptor 2 des Vascular Endothelial Growth Factors (VEGF), hat sich ein neuer Standard für die Zweitlinientherapie etabliert, der diesen Patienten eine Chance auf ein verbessertes Überleben geben kann. Im Rahmen eines Symposiums gab Prof. Dr. med. Stefan Kasper-Virchow, Ärztlicher Koordinator des Westdeutschen Magen- und Darmzentrums (WMDZ) in Essen, einen Überblick.
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Medizin
Impfungen bei Krebs: Immunsystem aktiv stärken
Bei der Diagnose einer Krebserkrankung ist es wichtig, dass Arzt und auch Patient Impfungen als ganz bedeutenden Bestandteil vom Gesamtbehandlungskonzept erkennen“, bringt es Univ.-Prof.in Dr.in Ursula Wiedermann-Schmidt auf den Punkt. In einer Online-Schulung zum Thema „Impfungen bei Krebs“ räumt die Expertin mit unbegründeten Ängsten auf, gibt klare Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema und liefert zahlreiche praktische Tipps – vom richtigen Impfzeitpunkt bis hin zur Kostenrückerstattung.
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Gesundheitspolitik
Was die Zulassung des Corona-Impfstoffs in Großbritannien bedeutet
Paukenschlag in Großbritannien: Das Land mit den meisten Corona-Toten in Europa beginnt nächste Woche mit Impfungen. Dort kommt der Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer zum Einsatz – weitere Länder könnten bald folgen.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
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Gesundheitspolitik
Bund plant Nationale Gesundheitsreserve an 19 Standorten
In vielen Praxen, Kliniken und Pflegeheimen war Schutzausrüstung Mangelware, als die Pandemie im Frühjahr begann – das ist inzwischen im Griff. Für künftige Notlagen will sich der Staat besser wappnen.
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Gesundheitspolitik
Krankenkassen verdoppeln Finanzierungsanteil für Krebsberatung
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Finanzierung von Krebsberatungsstellen neu geregelt. Die gesetzlichen Krankenkassen sollen künftig 80 statt 40% übernehmen, wie der CDU-Politiker der "Neue Osnabrücker Zeitung" am Freitag sagte. "Das ist ein wichtiges Signal für Krebskranke und ihr Umfeld. Auch in der Pandemie gilt ihnen unsere volle Unterstützung", betonte Spahn.
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Medizin
Lang wirksame Opioide – Die Galenik macht den Unterschied
"Unter den lang wirksamen Opioiden (LAOs=long acting opioids) ist Hydromorphon 24 h Retard das LAO, mit dem eine erfolgreiche Schmerztherapie am wahrscheinlichsten gelingt", sagte Dr. med. Johannes Horlemann, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V., Kevelaer. Die besondere Stellung von Hydromorphon ist pharmakologisch begründet. Horlemann verdeutlichte dies an dem besonders schweren Krankheitsverlauf einer Tumorpatientin, deren Schmerzen selbst mit extrem hohen Morphindosen nicht zu kontrollieren waren.
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Medizin
S3-Leitlinie zum Hodgkin-Lymphom aktualisiert
Das Leitlinienprogramm Onkologie hat unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) die S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Hodgkin-Lymphoms bei erwachsenen Patienten ab 18 Jahren überarbeitet und neue Empfehlungen formuliert, etwa zu bildgebenden Untersuchungsverfahren, der Therapie von Subgruppen und der Rehabilitation. Ziel der S3-Leitlinie ist es, die Versorgung von Betroffenen mit Hodgkin-Lymphom zu optimieren und evidenzbasierte Therapiestandards zu etablieren.
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Medizin
Nichtalkoholische Fettleber erhöht Krebsrisiko
Verschiedene internationale Studien weisen auf ein erhöhtes Krebsrisiko bei der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) hin. Diese stellt die häufigste chronische Lebererkrankung dar. Eine retrospektive Kohortenstudie über 10 Jahre zeigt auf Basis sog. Real World-Daten für Deutschland im Hinblick auf spezifische Tumorarten ebenfalls ein erhöhtes Risiko. Die NAFLD kann damit als ein Indikator für eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, Krebs zu entwickeln, angesehen werden.
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Medizin
Netzfunde – Medizin & Fakten | 11 / 2020
Entdecken Sie jetzt unsere Netzfunde im November: Vertrauen in Arzte und Apotheker, elektronische Patientenakte, Zeitumstellung, Darmkrebsvorsorge, Angst in der Bevölkerung vor SARS-CoV-2.
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Gesundheitspolitik
Chronische Pankreatitis: Risikofaktor für ein Pankreaskarzinom
Die chronische Pankreatitis (cP) ist ein anerkannter Risikofaktor für die Entwicklung eines Pankreaskarzinoms (PDAC). Die Inzidenz der cP beträgt ca. 5-12/100.000. EIn PDAC bei cP-Patienten zu detektieren, stellt häufig eine große diagnostische Herausforderung dar. Man unterscheidet die erworbene und die hereditäre cP. Ein höheres relatives Risiko für die Entwicklung eines PDAC besteht insbesondere bei der hereditären Form. Daher sollte man hinsichtlich Tumorvorsorge ein besonderes Augenmerk auf diese Patientenpopulation richten. Der CME-Artikel geht auf Ko-Risikofaktoren, genetische Disposition, Differentialdiagnostik und Therapie der cP ein.
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Gesundheitspolitik
B-Zell-Lymphom-Update: DLBCL bei Älteren und Therapiestandards bei der CLL
Diffus großzellige B-Zell-Lymphome (DLBCL) treten bei älteren Patienten überproportional häufig auf. Aufgrund der sich ändernden Altersstruktur in Deutschland muss daher in Zukunft mit immer mehr älteren Patienten mit aggressiven Lymphomen gerechnet werden. Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste Leukämie des Erwachsenen in Deutschland und durch einen sehr heterogenen Verlauf gekennzeichnet. Während manche Patienten zeitlebens keine Therapie benötigen und eine normale Lebenserwartung haben, sind schwere Verläufe auch 2020 eine große Herausforderung. Der vorliegende CME-Beitrag fasst beide B-Zell-Lymphome zusammen.
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Medizin
Präklinische Studie: Kombinationstherapie hemmt ATM-mutierten Pankreas-Tumor
Ulmer Wissenschaftler haben nun in einer präklinischen Studie am Mausmodell einen mutationsspezifischen kombinatorischen Therapieansatz gewählt, der sich gegen eine Pankreaskarzinomvariante richtet, bei der ein wichtiges DNA-Reparaturgen (ATM) mutiert ist. Den Forschenden gelang es durch die Kombination dreier Substanzen, die zellulären Reparaturmechanismen auf breiter Linie abzuschalten. Der Effekt: die Krebszellen starben ab und das Tumorwachstum wurde gehemmt. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse der Studie in der renommierten britischen Fachzeitschrift „GUT“, sowie eine Erweiterung des Therapieregimes in „Cells“.
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Gesundheitspolitik
EU sichert sich Biontech-Impfstoff - Spahn zuversichtlich
Europa hat beim Ringen um den ersehnten ersten Corona-Impfstoff eine entscheidende Hürde genommen. Der Vertrag mit den Herstellern ist perfekt. Doch ein Ende der Pandemie ist nicht schnell in Sicht.
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Medizin
r/r AML: Überlebensvorteil unter Gilteritinib-Therapie nach allogener Stammzelltransplantation
Gilteritinib (XOSPATATM) ist seit Ende 2019 als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (r/r-AML) mit einer FLT3-Mutation zugelassen. Die Zulassung beruhte auf Daten der Phase-III-Studie ADMIRAL, die einen signifikanten Vorteil von Gilteritinib im Gesamtüberleben im Vergleich zur Salvage-Chemotherapie zeigte (1, 2). Zum diesjährigen virtuellen Kongress der Japanese Society of Hematology (JSH) wurden weitere Ergebnisse zur ADMIRAL-Studie präsentiert, die einen Trend hinsichtlich eines Überlebensvorteils bei Wiederaufnahme der Gilteritinib-Therapie nach einer allogenen Stammzelltransplantation zeigen (3).
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Medizin
Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Zulassung für Niraparib als Monotherapie zur Erstlinien-Erhaltungstherapie
Die Europäische Kommission hat den Poly(ADP-ribose)Polymerase (PARP)-Inhibitor Niraparib (Zejula®) als Monotherapie zur Erstlinien-Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom zugelassen. Damit steht die einmal täglich einzunehmende Therapie nun für erwachsene Patientinnen mit fortgeschrittenem epithelialem (FIGO-Stadien III und IV) high-grade Karzinom der Ovarien, der Tuben oder mit primärem Peritonealkarzinom, die nach einer Platin-basierten Erstlinien-Chemotherapie ein Ansprechen (komplett oder partiell) haben, zur Verfügung. Niraparib ist derzeit der einzige PARP-Inhibitor, der in der Europäischen Union als Monotherapie für Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom unabhängig vom Biomarkerstatus zugelassen ist.
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Medizin
Ansprechdauer bei Pembrolizumab als Monotherapie fast fünfmal länger als bei Chemotherapie (29,1 vs. 6,3 Monate)
Die Ergebnisse der KEYNOTE-024 repräsentieren das längste Follow-up einer Immuntherapie in einer randomisierten Phase-III-Studie zur Erstlinienbehandlung bei Lungenkrebs. Die 5-Jahres-Überlebensrate hat sich durch die Erstlinientherapie mit Pembrolizumab (KEYTRUDA®) (31,9 %) vs. Chemotherapie (16,3 %) bei bestimmten Patienten mit metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom und PD-L1-exprimierenden Tumoren (TPS ≥ 50 %) verdoppelt.
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Medizin
Magen-, GEJ- und Ösophagus-Karzinome: Vorteil für Zugabe von Checkpointinhibitoren zur Chemotherapie in der Erstlinie
Das Presidential Symposium III widmete sich 4 Studien zur Immuncheckpointtherapie bei HER2-negativen Karzinomen des Magens (GC), des Gastroösophagealen Übergang (GEJ) und des Ösophagus (EC bzw. EAC, Adenokarzinome des Ösophagus). Die Studie CheckMate 649 (NCT02872116) untersuchte Nivolumab + Ipilimumab versus Nivolumab + Chemotherapie versus Chemotherapie allein als Erstlinientherapie bei GC/GEJ/EAC-Patienten. Als Chemotherapieregime waren XELOX (Capecitabin-Oxaliplatin) oder FOLFOX (5-Fluoruracil/Folinsäure-Oxaliplatin) erlaubt. Es erfolgte eine Stratifizierung nach PD-L1-Status. Moehler et al. präsentierten die Ergebnisse der vorspezifizierten OS-Interimsanalyse und die finale PFS-Analyse für Nivolumab + Chemotherapie versus Chemotherapie (1). Koprimäre Endpunkte waren progressionsfreies Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS) in der Gruppe mit PD-L1-Expression CPS≥5. PFS und OS mit CPS≥1 und All-Comers wurden anschließend in der Reihenfolge in einer hierarchischen Auswertung analysiert.
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