Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 240

NSCLC
 5 Min|

Immuntherapie beim Lungenkrebs: Fortschritte in metastasierten und operablen Stadien

In den letzten 10 Jahren gab es in der Therapie des NSCLC eine rasante Entwicklung– insbesondere in der Kombinationstherapie, sagte PD Dr. Martin Faehling, Chefarzt am Klinikum Esslingen. So erwies sich z.B. in der Phase-III-Studie CheckMate 9LA beim metastasierten NSCLC die Kombination mit Nivolumab und Ipilimumab als eine neue und gut verträgliche Erstlinienbehandlungsoption, von der insbesondere Patient:innen mit Hirnmetastasen profitieren. Patient:innen in operablen Stadien haben einen signifikanten Überlebensvorteil durch eine neoadjuvante Immunchemotherapie.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

Virologen und Immunologen: Schnelles politisches Handeln notwendig

Die 4. Welle der Coronavirus-Pandemie stellt Deutschland erneut vor eine große Herausforderung, die konsequentes und schnelles Handeln erforderlich macht. Die Gesellschaft für Virologie (GfV) und die Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI) unterstützen gemeinsam ausdrücklich die Stellungnahme der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit allen dort geforderten Maßnahmen (1).
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Medizin
 3 Min|

HIV und Krebs: Früher Beginn antiretroviraler Therapie senkt Risiko

HIV-Patient:nnen haben ein erhöhtes Risiko an Haut- und Schleimhautkrebs zu erkranken, auch wenn dank einer antiretroviralen Therapie das HI-Virus im Blut eigentlich nicht mehr nachweisbar ist. Eine neue Studie der Universitätsklinik für Dermatologie der MedUni Wien, des Ludwig Boltzmann Institute for Rare and Undiagnosed Diseases (LBI-RUD) und des CeMM Forschungszentrums für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zeigt nun, dass der Zeitpunkt des Starts der antiretroviralen Therapie einen Einfluss auf die Tumorentwicklung haben kann. Die Ergebnisse wurden aktuell im Fachjournal Immunity veröffentlicht.
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Medizin
 5 Min|

ESMO 2021: Neuigkeiten zur Diagnostik des Ovarialkarzinoms – Wie und wann kann eine HRD-Testung in die klinische Praxis integriert werden?

Patientinnen mit Ovarialkarzinom und BRCA-Mutationen und/oder einem positiven HRD-Status können von einer Therapie mit PARP-Inhibitoren profitieren. Im Rahmen des diesjährigen ESMO-Kongresses wurde der optimale Zeitpunkt der Diagnostik thematisiert und es wurde gezeigt, mithilfe welcher Methoden der Nachweis einer HRD in der lokalen Pathologie erfolgen kann.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

DIVI spricht sich für Impfpflicht aller Erwachsenen aus

Das Präsidium der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) spricht sich geschlossen für eine Impfpflicht aller Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahre aus. „Es gilt unsere Patienten zu schützen, Menschenleben zu retten und auch unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren“, fasst DIVI-Präsident Prof. Gernot Marx die Überlegungen der Intensiv- und Notfallmediziner zusammen. Die Impfpflicht für Erwachsene sei alternativlos, so das Präsidium einstimmig, um die Pandemie auch langfristig hinter sich zu lassen.
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Medizin
 5 Min|

Mammakarzinom: Wie profitieren Patientinnen von molekularer Diagnostik?

Jedes Jahr erhalten etwa 70.000 Frauen in Deutschland die Diagnose Brustkrebs (1). Viele von ihnen können ihre Behandlungschancen durch eine frühzeitige molekularpathologische Testung verbessern, denn inzwischen sind zahlreiche Genveränderungen bekannt, die hier als prognostische und prädiktive Marker für zielgerichtete Therapieoptionen zur Verfügung stehen. Die damit verbundene zunehmende Komplexität der Therapielandschaft sowie das wachsende Biomarker-Spektrum erfordern immer stärker eine interdisziplinäre Entscheidungsfindung. Auch Analysehilfsmittel zur Interpretation molekularpathologischer Ergebnisse spielen eine zunehmend wichtige Rolle. Wie die Analyse-Software MH Guide bei den wachsenden Datenmengen unterstützt und die Entscheidung im Sinne einer besseren PatientInnen-Versorgung im molekularen Tumorboard optimieren kann, wurde im Rahmen eines Presseworkshops am 17. November 2021 von Molecular Health diskutiert.
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Gesundheitspolitik
 2 Min|

DGI fordert umgehende Anpassung der Testpflicht im Gesundheitswesen

Das geändert Infektionsschutzgesetz sieht eine Testpflicht für nahezu alle Beschäftigten im Gesundheitswesen vor – unabhängig von ihrem Impfstatus. Die Regelung führt zu einer großen organisatorischen und zeitlichen Belastung des derzeit ohnehin unter enormen Druck stehenden Gesundheitssystems. Eine umgehende Anpassung hin zu einer realistischen und umsetzbaren Regelung sei deshalb nötig, fordert die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI).
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Gesundheitspolitik
 4 Min|

10 Jahre Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

„Die Bedürfnisse und Nöte von schwerstkranken, sterbenden und auch suizidgefährdeten Menschen müssen in den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen deutlich mehr Berücksichtigung finden.“ so Prof. Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der ‚Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland‘, welches nach coronabedingter Verschiebung um ein Jahr diesen Mittwoch mit einem Bürgerforum und einem Festakt in Berlin nachgefeiert werden sollte: „In Anbetracht steigender Coronazahlen mussten wir die Feierlichkeiten leider absagen. Gerade jetzt möchten wir aber dringend darauf hinwirken, insbesondere in den vor uns liegenden Monaten das individuelle Leid  schwerkranker Menschen und ihrer Familien im Blick zu behalten und als Team mit ihnen zusammen Nähe, Gemeinschaft und Momente der Lebensfreude und Begegnung zu ermöglichen.“
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Gesundheitspolitik
 3 Min|

Die Delta-Variante von SARS-CoV-2 verbreitet sich in Westafrika rasant

Während die hochansteckende Delta-Variante sich in Deutschland und den meisten europäischen Ländern bereits durchgesetzt hat, war über seine Ausbreitung in Afrika bisher wenig bekannt. DZIF-Wissenschaftler und -Wissenschaftlerinnen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnten nun in einer Studie in Benin, Westafrika, zeigen, dass sich diese von der WHO als besorgniserregend eingestufte Variante innerhalb von nur 2 Monaten zur dominanten Virusform entwickelte. Ein ebenfalls drastischer Anstieg an COVID-19-Erkrankungen in Benin hängt damit vermutlich eng zusammen.
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Medizin
 4 Min|

Metastasiertes Prostatakarzinom: Radioligandtherapie verlängert Überlebenszeit

Das metastasierte Prostatakarzinom ist nach wie vor unheilbar. 2 neue Studien zeigen jedoch, dass die Radioligandtherapie (RLT) die Erkrankung auch dann noch erfolgreich zurückdrängen kann, wenn Patienten im fortgeschrittenen Stadium auf andere Behandlungen wie Medikamente, Hormon- oder Chemotherapie nicht mehr ansprechen. „Die RLT verlängert das Leben aktuellen Erkenntnissen zufolge um mehrere Monate“, sagt Dr. med. Norbert Czech vom Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e. V. (BDN). „Die Patienten spüren weniger Schmerzen und haben wieder Appetit.“ Ob eine RTL anschlagen wird, lässt sich am besten über eine PSMA-PET/CT ermitteln. Ist dies gegeben, können gesetzlich Versicherte die nebenwirkungsarme Therapie als Heilversuch in Anspruch nehmen. Expert:innen erwarten, dass die RLT bald regulär zugelassen wird.
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Medizin
 3 Min|

Lungenkrebs: Erste Mesotheliomeinheit Deutschlands zertifiziert

In Deutschland werden pro Jahr etwa 500.000 Krebserkrankungen neu diagnostiziert. Lungenkrebs ist in Deutschland bei Männern und mittlerweile auch bei Frauen die häufigste Krebstodesursache. Auch weltweit ist Lungenkrebs mit Abstand die tödlichste Krebserkrankung. „Wir freuen uns sehr, dass die Deutsche Krebsgesellschaft mit der erneuten Zertifizierung als Lungenkrebszentrum einmal mehr anerkennt und bestätigt, welch herausragende Arbeit für Patientinnen und Patienten in diesem Bereich im Westdeutschen Tumorzentrum der Universitätsmedizin Essen mit den Standorten Ruhrlandklinik und Universitätsklinikum geleistet wird. Bei kaum einer anderen Krebsform ist mit Blick auf Diagnosequalität und individuelle Therapiemöglichkeiten so wichtig, an einem Tumorzentrum – wie dem WTZ - behandelt zu werden“, sagt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen.
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Medizin
 8 Min|
Verbesserte Prognosemöglichkeiten und Therapieinnovationen

Hautkrebspatienten profitieren von neuen dermato-onkologischen Strategien

Nach 3 rundum mit aktuellen Informationen, anregenden Vorträgen und komplexen Diskussionen angefüllten Tagen ging der 31. Deutsche Hautkrebskongress erfolgreich zu Ende. Über 1.000 Teilnehmer verfolgten den hybriden Fachkongress mit dem Fokus auf neuen Strategien in Diagnostik und Therapie beim malignen Melanom und anderen bösartigen Hauttumoren. Es war ein rundum gelungenes dermato-onkologisches Update für Mediziner und das beteiligte Behandlungsteam auf hohem Niveau mit aktuellen klinischen Daten und vielen neuen Erkenntnissen, wie Kongresspräsident Dr. Peter Mohr, Buxtehude, betonte – vor allem für Hautkrebs in fortgeschrittenen Stadien, sowohl des Melanoms als auch epithelialer Hautkrebsarten.
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Medizin
 3 Min|

Behandlung ohne Chemotherapie bei Morbus Waldenström

Der Morbus Waldenström kann mit derzeit vorhandenen Standardtherapien nicht geheilt werden. Das Ziel der Therapien ist deshalb, die Krankheit möglichst lange zu kontrollieren ohne dabei die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten einzuschränken. Unter der Leitung von Professor Dr. Christian Buske, Ärztlicher Direktor und Leiter des Instituts für Experimentelle Tumorforschung am Universitätsklinikum Ulm, wurde jetzt in Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin III (Professor Dr. Hartmut Döhner) die finale Analyse der sogenannten iNNOVATE Studie im angesehenen Journal of Clinical Oncology veröffentlicht. In dieser Studie wurde die Kombination der Medikamente Ibrutinib und Rituximab gegen eine alleinige Rituximab-Therapie bei zuvor unbehandelten oder bereits behandelten Patientinnen und Patienten mit Morbus Waldenström geprüft.
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