News | Beiträge ab Seite 156
Medizin
Cemiplimab: Studien- und Real-World-Daten belegen Wirksamkeit beim fortgeschrittenen hellen Hautkrebs
Mit einer Inzidenz von etwa 200.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist der nicht-melanozytäre Hautkrebs (NMSC) die häufigste bösartige Erkrankung in Deutschland (1). Fortgeschrittene Fälle sind selten, jedoch mit einer schlechteren Prognose verbunden (2, 3). Beim Basalzellkarzinom (BCC), das etwa 3/4 aller NMSC ausmacht, kommt es in 0,0028 bis 0,55% der Fälle zu einer Metastasierung (2). Das kutane Plattenepithelkarzinom (CSCC), der zweithäufigste NMSC, metastasiert in 5% der Fälle (3). Die Raten an lokal fortgeschrittenen Erkrankungen liegen mutmaßlich höher, jedoch existieren hierzu keine einheitlichen epidemiologischen Daten. Der Programmed Cell Death-1 (PD-1)-Inhibitor Cemiplimab (4) kann bei fortgeschrittener Erkrankung eine Therapieoption sein. Auf dem Symposium Emerging Treatment Paradigms in Advanced BCC and CSCC im Rahmen des diesjährigen Kongresses der European Association of Dermato-Oncology (EADO), zeigten die Referent:innen relevante Ergebnisse der Zulassungsstudien und demonstrierten die klinische Wirksamkeit von Cemiplimab anhand von spannenden Patient:innenfällen und Real-World-Daten.
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Gesundheitspolitik
Todesstrafe für Homosexuelle möglich: Gesetz in Uganda unterzeichnet
In Uganda gilt ein neues Gesetz gegen homosexuelle Handlungen. Es sieht unter anderem die Todesstrafe vor. Die internationale Gemeinschaft ist empört.
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Gesundheitspolitik
WHO fordert Aus für Tabak-Subventionen in der Landwirtschaft
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert das Ende für die staatliche Subventionierung des Tabakanbaus in vielen Ländern. „Tabak ist für 8 Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich, und trotzdem geben Regierungen weltweit Millionen aus, um Tabakfarmen zu stützen“, kritisierte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Statt des für Landwirte und Raucher schädlichen Tabaks sollten Pflanzen zur Ernährung der Weltbevölkerung angebaut werden, sagte er.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
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News
Weltnichtrauchertag
Immer weniger Deutsche wollen mit dem Rauchen aufhören
Ein Team der Medizinischen Fakultäten der Universitäten Duisburg-Essen (UDE) und Düsseldorf hat die Motivation, mit dem Rauchen aufzuhören, in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse bereiten Grund zur Sorge.
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Medizin
Die nächste Generation der CAR-T-Zelltherapie
Auf die Behandlung mancher Formen von Blut- und Lymphdrüsenkrebs spricht nur etwa die Hälfte der Behandelten an. Und gegen solide Tumoren wie Lungen- oder Darmkrebs wirkt die CAR-T-Zelltherapie bislang gar nicht. In einem neuen Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wollen Wissenschaftler:innen des LMU Klinikums in München um Prof. Dr. Marion Subklewe zusammen mit Kolleg:innen der Universität Erlangen-Nürnberg und der Firma Miltenyi Biotec mit der klinischen Erprobung der nächsten Generation der CAR-T-Zelltherapie beginnen. Das Ziel ist die klinische Entwicklung einer neuen Therapieform auch gegen Tumoren, die bisher nicht mit dem Verfahren behandelbar waren. Die Wissenschaftler:innen stellen das Verfahren und ihre Laborergebnisse im Fachblatt Leukemia vor.
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Medizin
Elacestrant beim metastasierten ER+/HER2- Mammakarzinom – neue Ergebnisse aus der EMERALD-Studie
Die Ergebnisse der neuen Analyse der klinischen EMERALD-Studie deuten darauf hin, dass die orale Monotherapie mit Elacestrant bei Patient:innen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, der ER-positiv, HER2-negativ ist und keine nachweisbaren ESR1-Mutationen aufweist, wirksam sein könnte, wenn ihre Erkrankung innerhalb von 6 Monaten nach der Behandlung mit einem CDK4/6-Inhibitor fortschreitet. Die Ergebnisse dieser neuen Post-hoc-Untergruppen-Analyse werden auf dem bevorstehenden Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago, IL, vorgestellt.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
Auf unserer Webseite journalhaema.de finden Sie unsere Berichterstattung rund um maligne und benigne Bluterkrankungen – übersichtlich, modern und immer aktuell!
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Medizin
Polycythaemia Vera: Hämatologische Verbesserungen mit Ropeginterferon alfa-2b
Die Studie CONTINUATION-PV untersucht Ropeginterferon alfa-2b bei Patient:innen mit Polycythaemia Vera (PV). Prof. Heinz Gisslinger von der Medizinischen Universität Wien, Österreich, stellte neue Ergebnisse der Studie in einem Abstract vor, das zur Präsentation auf dem renommierten Jahrestreffen 2023 der EHA (European Hematology Association) angenommen wurde (1).
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Gesundheitspolitik
Pflegereform beschlossen – mit Entlastungen und höheren Beiträgen
Angesichts einer immer größeren Kostenwelle für die Pflege sollen Entlastungen für Pflegebedürftige kommen – aber auch höhere Beiträge für Familien mit mehreren jüngeren Kindern. Der Bundestag beschloss am Freitag ein Gesetz von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), das die Pflegeversicherung vorerst bis 2025 finanziell absichern soll. Der Pflegebeitrag soll dafür zum 1. Juli um 0,35 Prozentpunkte erhöht werden und für Menschen ohne Kinder noch etwas stärker. Von Anfang 2024 an sollen Pflegebedürftige zu Hause und im Heim mehr Geld bekommen. Die Opposition lehnte die Reform ab.
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Gesundheitspolitik
Neue Corona-Welle in China: Zig-Millionen Infektionen pro Woche
Mit Zig-Millionen Infektionen pro Woche rollt gegenwärtig eine neue Corona-Welle durch China. Die Zahl der Ansteckungen steigt seit Wochen stetig an. Allein in Peking ist COVID-19 seit 4 Wochen wieder das vorherrschende Virus unter allen Infektionskrankheiten, wie die Gesundheitskommission der Hauptstadt mitteilte. Schulen in einigen Teilen Chinas wurden aufgefordert, wachsam zu sein und Vorbeugungsmaßnahmen zu ergreifen.
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Gesundheitspolitik
Roche reicht Verfassungsbeschwerde gegen Krankenkassengesetz ein
Der Arzneikonzern Roche hat als erster Vertreter der Pharmabranche Verfassungsbeschwerde gegen das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) eingelegt. Das sagte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage. Die Eingabe beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe sei am 24. Mai erfolgt und richte sich unter anderem gegen die Erhöhung der Herstellerrabatte.
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Medizin
SABCS 2022: RIGHT Choice-Studie mit PFS-Vorteil für CDK4/6i vs. Chemo
Beim SABCS 2022 wurden Daten der Head-to-Head-Studie RIGHT Choice vorgestellt, die einen CDK4/6-Inhibitor (CKD4/6i) mit einer kombinierten Chemotherapie§ verglich.1 Sie zeigen einen signifikanten PFS-Vorteil für Ribociclib bei Frauen mit einem aggressiv verlaufenden, HR+/HER2- metastasierten Mammakarzinom − beispielsweise mit viszeraler Krise.1 Wie gerade diese Patientinnen von einer CDK4/6i-Therapie profitieren können, verdeutlicht ein ergänzender Beispielfall.2
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Medizin
Hereditäres Angioödem: Orales Berotralstat verbessert die Lebensqualität spürbar
In Deutschland leiden ca. 1.600 Patient:innen am hereditären Angioödem (HAE), wobei von einer sehr hohen Dunkelziffer auszugehen ist. HAE-Patient:innen, die unter einer Langzeitprophylaxe stehen, sollen möglicherweise auftretende HAE-Attacken mit einer Akutmedikation behandeln. Wird Berotralstat, das seit April 2021 auf dem Markt ist, von HAE-Patient:innen ab 12 Jahre (> 40 kg) als orale Tablette 150 mg jeden Tag eingenommen, ist nicht nur deren Langzeitprophylaxe gesichert, sondern zugleich der Bedarf an Akutmedikation in der APeX-2-Studie nach 96 Wochen um 88% reduziert. Die mediane Attackenrate sank von 2,7 Attacken pro Monat zu Studienbeginn auf 0,9 Attacken pro Monat in Woche 24. Eine weitere Sekundäranalyse belegt, dass Patient:innen unter Berotralstat von relevanten Verbesserungen ihrer Lebensqualität berichten.
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Medizin
Osimertinib + Chemotherapie verbessert das progressionsfreie Überleben beim EGFRm-NSCLC
Die positiven High-Level-Ergebnisse der Phase-III-Studie FLAURA2 zeigen bei Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem (Stadium IIIB–IIIC) oder metastasiertem (Stadium IV) nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit Mutationen im Gen des epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors (EGFRm), dass Osimertinib in Kombination mit einer Chemotherapie eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) im Vergleich zu Osimertinib allein bewirken kann. Die Ergebnisse zum Sicherheitsprofil und die Abbruchraten aufgrund von unerwünschten Ereignissen entsprachen den bekannten Sicherheitsprofilen der einzelnen Arzneimittel. Zum Zeitpunkt dieser Analyse waren die Daten zum Gesamtüberleben (OS) noch nicht reif und werden daher in einer späteren Analyse ausgewertet.
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Gesundheitspolitik
Wissenschaftler zweifeln an Gesetz gegen Medikamenten-Engpässe
Die Pläne von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), Engpässe bei wichtigen Arzneimitteln zu bekämpfen, stoßen bei Wissenschaftlern auf Skepsis. Die Probleme seien komplexer als viele das wahrhaben wollten und könnten nicht national gelöst werden, sagten David Francas, Professor für Daten- und Lieferkettenanalyse an der Hochschule Worms, und Ulrike Holzgrabe, Chemie-Seniorprofessorin an der Universität Würzburg, bei einem Briefing des Science Media Centers.
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Gesundheitspolitik
Private Klinikträger kritisieren Eckpunkte für die Krankenhausreform
Anlass für die in einer ausführlichen Stellungnahme zusammengefasste Kritik des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken (BDPK) ist ein Eckpunkte-Papier, das vom BMG zu den aktuellen Bund-Länder-Gesprächen über die geplante Krankenhausreform vorgelegt wurde. Die privaten Klinikträger bemängeln vor allem, dass die vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vorgesehene Zentralisierung von Krankenhaus-Standorten keinerlei Unterschied zwischen urbanen und ländlichen sowie über- und unterversorgten Lebensräumen mache. Zudem würde allein das Zählen von Fachabteilungen zur Zuordnung in die vorgesehenen Versorgungslevel führen, Qualitätsaspekte blieben unberücksichtigt.
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Medizin
Metabolismus von Tumorzellen des Pankreaskarzinoms
Das duktale Adenokarzinom des Pankreas gehört zu den tödlichsten Krebserkrankungen. Trotz enormer wissenschaftlicher Anstrengungen liegt die 5-Jahresüberlebensrate bei nur 10%. Es mangelt an dauerhaft wirksamen Behandlungsansätzen. Ein Team von Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) am Partnerstandort Essen/Düsseldorf hat deshalb nun in einem mit 120.000 Euro von der Wilhelm-Sander-Stiftung geförderten Projekt untersucht, wie der Stoffwechsel im Inneren dieser Tumoren abläuft (1).
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Medizin
Weltblutkrebstag am 28. Mai: Niemand ist vor einer Leukämie geschützt
In Deutschland erkrankt einer von 75 Männern und eine von 99 Frauen im Laufe des Lebens an einer Leukämie. Alle 41 Minuten erhält ein:e Patient:in hierzulande die Diagnose Blutkrebs. Allein 2019 waren es, so das Robert Koch Institut, 12.723 Menschen, für die sich das Leben von einer Sekunde auf die andere geändert hat. Diese Zahlen belegen einmal mehr, dass das Ziel noch nicht erreicht ist.
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Medizin
Medizinisches Cannabis: Therapieoption bei Tumorschmerzen
Bei einer onkologischen Erkrankung spielt auch immer das Thema Schmerz eine zentrale Rolle. Ziel ist es, mit einer entsprechenden Therapie das Schmerzniveau zu senken und so die Lebensqualität der Patient:innen zu verbessern. Häufig kommen dabei Opioide zum Einsatz. Eine solche Behandlung kann jedoch aus verschiedenen Gründen problematisch sein. Eine Alternative bietet medizinisches Cannabis. Der große Vorteil: Die cannabisbasierte Schmerztherapie kann die Opioidanwendung mindern oder sogar vollständig ersetzen und damit opioidinduzierte Nebenwirkungen umgehen.
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Medizin
MONALEESA-2: Verbessertes Gesamtüberleben mit Ribociclib beim HR+/HER2- Mammakarzinom
Im Rahmen des diesjährigen Brustkrebskongresses der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO Breast) wurden neue Ergebnisse der randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten, multizentrischen globalen Zulassungsstudie MONALEESA-2 bekannt gegeben: Im Rahmen der explorativen Auswertung wurden bei postmenopausalen Patientinnen mit fortgeschrittenem HR+/HER2- Mammakarzinom und de novo metastasiertem Brustkrebs oder Spätrezidiv das Gesamtüberleben sowie das progressionsfreie Überleben (PFS) untersucht. Das mediane Gesamtüberleben übertraf dabei in beiden Gruppen jenes der Gesamtpopulation von MONALEESA-2 (1).
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Gesundheitspolitik
STIKO: Keine Corona-Impfung mehr für Kinder und Jugendliche
Für gesunde Säuglinge, Kinder und Jugendliche empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) angesichts der abgeschwächten Pandemie-Lage künftig keine Corona-Impfung mehr. Gesunden Erwachsenen bis 59 Jahren und Schwangeren werden keine weiteren Auffrischimpfungen empfohlen – sie sollten aber eine Basis-Immunität erreicht haben. Menschen ab 60 hingegen sollten einen jährlichen Booster bekommen. So sehen es die erneuerten Empfehlungen für die COVID-19-Impfung der STIKO vor, die das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte.
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