News | Beiträge ab Seite 155
Top-News
Real-World-Daten untermauern den klinischen Nutzen von Elacestrant bei ESR1-mutiertem ER+/HER2– metastasiertem Brustkrebs
Im November 2025 veröffentlichten Rugo et al. in Clinical Cancer Research eine umfassende US-amerikanische Real-World-Analyse zur Anwendung von Elacestrant bei ESR1 -mutierten PatientInnen mit ER+/HER2– metastasiertem Brustkrebs. Eingeschlossen wurden 306 PatientInnen aus dem Komodo Research Dataset (KRD), die zwischen Januar 2023 und Februar 2025 mit Elacestrant behandelt wurden. Als primäres Ergebnis wurde die Zeit bis zur nächsten Folgetherapie (rwTTNT) definiert.1
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NSCLC
Duale Immuntherapie beim metastasierten NSCLC: Bessere Überlebenschancen mit dem POSEIDON-Regime
Für Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IV gibt es eine neue Therapieoption: Durvalumab ist in Kombination mit Tremelimumab und einer platinbasierten Chemotherapie zugelassen für die Erstlinientherapie, wenn der Tumor keine sensitivierenden EGFR- oder ALK- Mutationen aufweist (1). Die Option kommt Lungenkrebs-Expert:innen zufolge vor allem Patient:innen mit einer schlechten Prognose zugute (2).
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Gesundheitspolitik
Union kritisiert kostentreibende Leiharbeit in Kliniken
Die Union kritisiert einen kostentreibenden Einsatz von Leiharbeitskräften in Krankenhäusern. Dies sei unsozial und belaste am Ende Beitragszahler und Patienten, sagte Fraktionsvize Sepp Müller (CDU) der „Süddeutschen Zeitung“. Leiharbeit in der Pflege sollte grundsätzlich nur noch erlaubt sein, wenn es beim Stammpersonal Ausfälle gebe, etwa durch Krankheit oder Schwangerschaft. Was darüber hinausgehe, sollte verboten werden.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
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Gesundheitspolitik
Kasse warnt vor Gesundheitsrisiken bei ständigem Personalmangel
Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat vor größeren gesundheitlichen Risiken für Beschäftigte in Jobs mit ständigen Personalengpässen gewarnt. Vorstandschef Andreas Storm sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Arbeitswelt steht enorm unter Druck.“ Zusammenhänge zwischen Personalmangel und Krankenstand seien größer als bisher vermutet. Dabei sei Fachkräftemangel kein Problem erst der Zukunft, sondern vielfach schon Realität.
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Gesundheitspolitik
Neues Organspenderegister soll nun Anfang 2024 starten
Im Ringen um mehr Organspenden in Deutschland soll ein vorgesehenes neues Register nach erheblichen Verzögerungen nun wohl Anfang nächsten Jahres an den Start gehen. Nach gegenwärtigem Stand solle voraussichtlich im ersten Quartal 2024 „der Livegang erfolgen“, antwortete das Bundesgesundheitsministerium auf eine Kleine Anfrage der Unionsfraktion. Das Register sollte eigentlich zum 1. März 2022 starten. Die mit der Entwicklung extern beauftragte Bundesdruckerei habe die Verzögerungen unter anderem mit der Komplexität des Projekts begründet. Möglichkeiten zur Anbindung der Krankenhäuser seien nun Ende Februar dieses Jahres rechtzeitig bereitgestellt worden.
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Medizin
Fokussierter Ultraschall beim Pankreaskarzinom
Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den aggressivsten Krebserkrankungen – und zu den Tumoren des gastrointestinalen Systems mit der schlechtesten Prognose. Zum Zeitpunkt der Diagnose sind diese Tumoren in 80% der Fälle bereits inoperabel. Durch die starken Schmerzen kann die Lebensqualität der betroffenen Patient:innen stark eingeschränkt sein. Im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium sind bisherige Behandlungsansätze oft unbefriedigend, doch der hochintensive fokussierte Ultraschall (HIFU) kann in vielen Fällen helfen. Die Ärzt:innen am Universitätsklinikum Bonn können mit der innovativen Ultraschalltherapie bei mehr als 80% der Patient:innen die vom Tumor verursachten Schmerzen schnell und deutlich lindern und das Tumorvolumen verringern.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
Auf unserer Webseite journalhaema.de finden Sie unsere Berichterstattung rund um maligne und benigne Bluterkrankungen – übersichtlich, modern und immer aktuell!
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Gesundheitspolitik
ÄKN-Präsidentin kritisiert Legalisierung des Cannabiskonsums
Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Dr. med. Martina Wenker warnt davor, den Konsum von Cannabis zu verharmlosen und lehnt die aktuellen Legalisierungspläne der Bundesregierung ab. Statt den Cannabiskonsum freizugeben, fordert Wenker, die drängenden Probleme des Gesundheitssystems zu lösen.
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NSCLC
Resektables NSCLC: Adjuvante Immunchemotherapie verbessert Heilungschance
Der Einsatz systemischer Therapien kann das Operationsergebnis beim resektablen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) langfristig sichern. Mit Atezolizumab zusätzlich zur adjuvanten platinbasierten Chemotherapie lassen sich Rezidiv- und Sterberisiko um fast 60% senken.
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Hämatologie
Hämophilie B – Erste Gentherapie gegen Blutungen
Für erwachsene Patient:innen mit Hämophilie B steht mit Etranacogen dezaparvovec ab 1. Mai 2023 ein gentherapeutischer und damit kausaler Behandlungsansatz zur Verfügung. In der Zulassungsstudie der Phase III führte das Produkt zu einer deutlichen Reduktion jährlicher Blutungen und einem Anstieg der Faktor-IX-(FIX) Aktivität.
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Gesundheitspolitik
Ärger im britischen Gesundheitswesen – neue Streiks angekündigt
Licht und Schatten im Streit um eine bessere Bezahlung im britischen Gesundheitswesen: Die Mitglieder der Gewerkschaft Unison haben in England mit 7% für die Annahme eines Angebots gestimmt, mit dem der Dauerkonflikt im staatlichen Gesundheitssystem NHS (National Health Service) beigelegt werden soll: 5% mehr Gehalt in diesem Jahr und eine Einmalzahlung. Krankenschwestern und -pfleger des Royal College of Nursing lehnten dagegen das Angebot ab, die Gewerkschaft kündigte weitere Streiks an. Ein Regierungssprecher nannte dies „äußerst enttäuschend“.
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Gesundheitspolitik
Krankenhausreformen nicht auf dem Rücken der niedergelassenen Ärzt:innen austragen
Der Hausärzteverband Baden-Württemberg kritisiert die Vorschläge der Regierungskommission zur Krankenhausreform und zur Reform der Notdienste aufgrund der drastischen Auswirkungen auf die hausärztliche Versorgung. Die Reformvorschläge haben nicht zum Ziel, eine gute medizinische Versorgung sicherzustellen, sondern den finanziellen Engpass der Kliniken zu beseitigen. Die Folgen für die niedergelassenen Ärzt:innen werden ignoriert, auch eine bessere Versorgungssteuerung bleibt außer Acht, kritisiert der Verband und fordert einen aktiven Einbezug der Hausärzt:innen in die Reform.
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Gesundheitspolitik
US-Berufungsgericht lässt Abtreibungspille mit Einschränkungen zu
Der Kampf um das Recht auf Abtreibung in den USA geht in die nächste Runde: Ein Berufungsgericht hat entschieden, dass die Abtreibungspille Mifepriston vorerst weiterhin verwendet werden darf – allerdings mit erheblichen Einschränkungen. Damit ist das Urteil eines Richters im US-Bundesstaat Texas teils blockiert worden. Dieser hatte die Zulassung des Medikaments ausgesetzt. Die neue Entscheidung vom späten Mittwochabend (Ortszeit) sieht vor, dass Mifepriston nicht mehr per Post verschickt werden darf. Sie lässt die Pille auch nur noch bis zur 7. Schwangerschaftswoche zu – zuvor war das Medikament bis zur 10. Woche erlaubt. Die US-Regierung kündigte umgehend an, gegen die Entscheidung vorzugehen.
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Hämatologie
Therapiestrategien beim Multiplen Myelom: Effektive Erstlinientherapien möglichst früh ansetzen
Da viele Patient:innen mit Multiplem Myelom Komorbiditäten aufweisen und zu den Kohorten mit dringlichstem Therapiebedarf zählen, sollte eine möglichst effektive Erstlinientherapie frühzeitig angesetzt werden, so der Rat von Dr. Knut Wendelin, Hämatologe am Klinikum Nürnberg.
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Medizin
Ovarialkarzinom ohne BRCA1/2-Mutation: Verbesserung des PFS mit Olaparib/Durvalumab-Kombinationstherapie
DUO-O ist eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte, multizentrische Phase-III-Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von Durvalumab in Kombination mit einer platinbasierten Chemotherapie und Bevacizumab, gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit Durvalumab und Bevacizumab mit oder ohne Olaparib bei neu diagnostizierten Patientinnen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs ohne BRCA-Mutationen im Tumor. Ergebnisse aus einer Zwischenanalyse zeigen unter der Kombinationstherapie aus Olaparib, Durvalumab, Chemotherapie und Bevacizumab eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) im Vergleich zur Behandlung mit einer Chemotherapie plus Bevacizumab.
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Gesundheitspolitik
Cannabis und Straßenverkehr: Verbände warnen vor Risiken
Mit der geplanten Cannabis-Legalisierung sollen auch die derzeit noch strengen Regeln für Cannabis-Konsument:innen im Straßenverkehr auf den Prüfstand. Entschieden ist noch nichts – trotzdem warnen Verbände und Expert:innen bereits vor Gefahren für die Verkehrssicherheit.
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News
Macht Geld doch glücklicher?
„Geld allein macht nicht glücklich“, das sagt zumindest der Volksmund. Folgende Grafik zeigt allerdings, dass zumindest auf internationaler Ebene eine erhebliche Korrelation zwischen der Platzierung eines Landes im World-Happiness-Report 2023 und der Höhe seines Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf besteht.
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Medizin
Nahrungsergänzungsmittel hilft gegen Resistenzen bei Brustkrebs
Bei fortgeschrittenem Brustkrebs scheitert die Behandlung oft daran, dass die Krebszellen resistent gegen die Therapie werden. Eine Forschungsgruppe am Departement Biomedizin der Universität Basel hat nun herausgefunden, dass der Verlust des Gens Neurofibromin 1 (NF1) zu vermindertem Ansprechen auf das Medikament Alpelisib führt. Zudem entdeckten die Forschenden, dass das Nahrungsergänzungsmittel N-Acetylcystein die Krebszellen wieder für diese Therapie empfänglich macht. Die Ergebnisse sind kürzlich im Fachjournal Cell Reports Medicine erschienen (1).
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Medizin
HR+/HER2- Mammakarzinom: Ribociclib erhält hohen AGO-Empfehlungsgrad in Kombination mit endokriner Therapie
Die AGO Mamma (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie, Kommission Mamma) empfiehlt Ribociclib als einzigen CDK4/6-Inhibitor nun auch mit Doppelplus bei postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor-positivem/HER2-negativem (HR+/HER2-) metastasiertem Mammakarzinom in Kombination mit einem nicht-steroidalen Aromataseinhibitor (NSAI) (1). Bereits seit 2021 gilt eine entsprechende Empfehlung für Ribociclib in Kombination mit Aromataseinhibitoren und GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormone)-Agonisten bei prämenopausalen Frauen mit HR+/HER2- metastasiertem Mammakarzinom. Darüber hinaus werden CDK4/6-Inhibitoren in Kombination mit Aromataseinhibitoren oder Fulvestrant nun bei HR+/HER2- metastasiertem Brustkrebs und drohendem Organausfall als Behandlungsoption alternativ zu einer Chemotherapie empfohlen (1).
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Medizin
Aktualisierte S3-Leitlinie zum Nierenzellkarzinom
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) hat die aktualisierte Fassung der S3-Leitlinie des Nierenzellkarzinoms herausgegeben. Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie des nicht-klarzelligen Nierenzellkarzinoms wurden eingefügt. Zusätzlich werden weitere Kombinationstherapieoptionen mit Immuncheckpoint-Inhibitoren nun zur Behandlung des fortgeschrittenen und metastasierten klarzelligen Nierenzellkarzinoms und eine Empfehlung zur adjuvanten Behandlung des Nierenzellkarzinoms mit erhöhtem Rezidivrisiko mit Pembrolizumab ergänzt. Die aktualisierte Version 4.0 (Stand Februar 2023) der S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms bietet durch die Ergänzung neuer Kapitel und Empfehlungen ein breiteres Spektrum an Behandlungsoptionen beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom mit Immuncheckpoint-Inhibitoren.
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Gesundheitspolitik
Bayern kündigt Widerstand gegen Cannabis-Pläne an
Die bayerische Staatsregierung hat die neuen Pläne der Bundesregierung zur teilweisen Legalisierung von Cannabis-Produkten scharf angegriffen und will die Legalisierung im Freistaat möglichst verhindern. Ministerpräsident Markus Söder nannte das Vorhaben auf Twitter einen „Irrweg“. Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte: „Die Ampelkoalition versucht jetzt krampfhaft, mit juristischen Winkelzügen Schlupflöcher für ihr ideologisches Legalisierungsprojekt zu finden.“ Gesundheitsrisiken würden verharmlost.
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Gesundheitspolitik
Idee für Notaufnahme-Gebühr stößt auf breite Ablehnung
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat der Idee von Kassenärzte-Chef Andreas Gassen für eine Notaufnahme-Gebühr eine Absage erteilt. Es werde intensiv über die Neustrukturierung der Notfallversorgung diskutiert – über eine Gebühr jedoch nicht, weswegen der Vorschlag keine Aussicht auf Umsetzung habe, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. Gassen hatte sich dafür ausgesprochen, dass Patient:innen eine Gebühr entrichten sollten, wenn sie direkt in die Notaufnahme gehen, ohne vorher die Leitstelle anzurufen und ohne dass es nötig ist: „Wer noch selbst in eine Notaufnahme gehen kann, ist oft kein echter medizinischer Notfall“, sagte Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
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