Journal Onkologie

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Gesundheitspolitik

Logopäden-Mangel führt zu monatelangen Wartezeiten

Wer in Deutschland eine logopädische Behandlung benötigt, muss mancherorts monatelang auf einen Therapieplatz warten oder wird von Praxen erst gar nicht aufgenommen. Grund dafür seien fehlende Logopädinnen und Logopäden, sagte die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie, Dagmar Karrasch, der Deutschen Presse-Agentur. Um die Versorgung langfristig zu sichern, seien unter anderem politische Reformen nötig. Der Berufs- und Fachverband kommt heute (Freitag) zu einem zweitägigen Kongress in Weimar zusammen.
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Medizin

Wie viel Krankheitslast im mBC verträgt die orale SERD-Therapie?

Das Metastasierungsmuster beeinflusst beim ER+/HER2– metastasierten Mammakarzinom (mBC) maßgeblich den Krankheitsverlauf. Während solitäre Knochenmetastasen klinisch häufig über längere Zeit stabil bleiben, geht ein viszeraler Befall der Leber oder Lunge mit einer ungünstigen Tumorbiologie, gesteigerter Krankheitslast und einer ungünstigeren Prognose einher. Für die klinische Praxis stellt sich in diesen aggressiveren Szenarien oft die Frage, welche Therapie nach dem Versagen eines CDK4/6-Inhibitors ausreichend effektiv ist. Die aktuellen Empfehlungen der AGO besagen einen klaren endokrinen Ansatz: Sofern eine Patientin endokrin sensitiv ist, empfiehlt die Leitlinie selbst bei viszeraler Metastasierung eine endokrine Therapie [1]. Die Daten zu Elacestrant zeigen, dass diese moderne endokrine Option auch bei hoher Tumorlast die endokrine Sensitivität  wirksam nutzt [2]*.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Isatuximab als subkutane Darreichungsform zur Behandlung des Multiplen Myeloms zugelassen

Die Europäische Kommission hat Isatuximab subkutan (SC) in Kombination mit den jeweils zugelassenen Standardtherapien für die Behandlung von Patient:innen mit Multiplem Myelom (MM) in allen bestehenden Indikationen der intravenösen (IV) Formulierung von Isatuximab zugelassen. Isatuximab ist die erste onkologische Therapie in der EU, die wahlweise als manuelle SC-Injektion oder mittels On-Body Delivery-System (OBDS) appliziert werden kann. Die manuelle Injektion erfolgt vergleichbar wie bei anderen monoklonalen Antikörpern.
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Gesundheitspolitik

Sparpaket für Krankenkassen trifft auf breite Skepsis

Das geplante Sparpaket der schwarz-roten Koalition für stabile Krankenkassenbeiträge trifft laut einer Umfrage auf viel Skepsis - einzelne Maßnahmen werden aber auch unterstützt. Das zentrale Ziel, die steigenden Gesundheitsausgaben zu bremsen, lehnen 61% der Befragten ab, wie die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab – voll und ganz lehnen es 32% ab, eher dagegen sind 29%. Tendenziell zustimmend äußerten sich ebenfalls 29%.
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Medizin
Aktualisierte S3-Leitlinie zum Endometriumkarzinom

Aktualisierte S3-Leitlinie zum Endometriumkarzinom

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat die S3-Leitlinie Endometriumkarzinom überarbeitet. Die Leitlinie gibt unter anderem evidenzbasierte Empfehlungen für eine risikoadaptierte Therapie, mit der unnötige Eingriffe vermieden werden können, sowie Hinweise zur Diagnostik und Therapie seltener histologischer Subtypen und erblicher Varianten. Die S3-Leitlinie entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) sowie unter Mitwirkung von 35 weiteren Fachgesellschaften und Organisationen. Finanziert wurde die Überarbeitung von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie.
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EHA 2026
EHA 2026

Real-world-Daten zu Asciminib bei fortgeschrittener Ph+ ALL

Bei stark vorbehandelten Patient:innen mit fortgeschrittener Philadelphia-Chromosom-positiver (Ph+) akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL), die im Rahmen eines Managment Access Programms den Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Asciminib allein oder in Kombination erhileten, erreichten rund ein Drittel der Betroffenen innerhalb von 3 Monaten eine hämatologische Remission (vollständig oder partiell) im peripheren Blut. Die Ergebnisse dieser nicht-interventionellen retrospektiven Datenanalyse wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-Kongress vorgestellt [1].
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EHA 2026
EHA 2026

Paroxysmale nächtliche Hämoglobinämie: Bei der Behandlung mit Komplement-Inhibitoren kommt es auf die Überwachung an

Die Komplementinhibitor-Therapie (Ci-Therapie) hat den natürlichen Verlauf der PNH verändert. Sowohl proximale (C3-Inhibitoren) als auch terminale (C5-Inhibitoren) Ci haben in der Behandlung der PNH ihren festen Platz, gehen jedoch jeweils mit spezifischen Vor- und Nachteilen einher. Unter terminaler Ci-Therapie wird die intravaskuläre Hämolyse (IVH) zwar gut kontrolliert, allerdings ist das Risiko für eine extravaskuläre Hämolyse (EVH) erhöht. Eine engmaschige Nachsorge ist daher unerlässlich. Welche Bedeutung die Durchflusszytometrie (HSFC) in diesem Zusammenhang hat und worauf dabei zu achten ist, zeigte eine beim EHA vorgestellte Fallkontrollstudie [1].
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EHA 2026
EHA 2026

Erstlinienbehandlung der CLL: Endergebnisse der CLL14-Studie validieren einjährige Therapie mit Ven-Obi

Die einjährige Behandlung mit Venetoclax-Obinutuzumab (Ven-Obi) gehört bei zuvor unbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) inzwischen zum Versorgungsstandard. Grundlage dafür waren die Ergebnisse der randomisierten CLL14-Studie [1]. Auf dem EHA-Kongress wurden nun die finalen Studiendaten vorgestellt, die neue Erkenntnisse zu den Langzeitergebnissen fast zehn Jahre nach Therapieende liefern.
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EHA 2026
EHA 2026

t(14;16)-Translokation kennzeichnet neuen Hochrisiko-Subtyp bei unreifer T-ALL und MPAL

Ein beim EHA-Kongress 2026 vorgestellter Abstract weist auf einen genetisch definierten Hochrisiko-Subtyp unreifer T-ALL und Mixed-Phenotype Acute Leukemia (MPAL) hin, der durch eine rekurrente t(14;16)(q32;q24)-Translokation charakterisiert ist. Die betroffenen Fälle waren durch ektopische Aktivierung von FOXF1 und FENDRR, einen unreifen Immunphänotyp mit Expression B-lymphoider Marker und Refraktärität gegenüber Erstlinientherapien gekennzeichnet. Ex-vivo-Daten deuten zudem auf potenzielle therapeutische Vulnerabilitäten hin.
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Gesundheitspolitik

Warken: Private Pflegevorsorge steuerlich fördern

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will, dass private Pflegevorsorge steuerlich stärker gefördert wird. „Es muss attraktiver werden, zusätzlich eine private Pflegeversicherung abzuschließen“, sagte Warken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dafür müsse es aus ihrer Sicht möglich sein, die gezahlten Beiträge als Vorsorgeaufwand von der Steuer abzusetzen. „Das müssen wir innerhalb der Bundesregierung besprechen.“
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EHA 2026
EHA 2026

FLT3-mutierte AML: Direktvergleich von Gilteritinib und Midostaurin endet beim Gesamtüberleben unentschieden

Bei nicht vorbehandelter akuter myeloischer Leukämie (AML) mit FLT3-Mutation (interne Tandemduplikation (FLT3-ITD) oder Mutationen in der Tyrosinkinase-Domäne, FLT3-TKD) besteht der Therapiestandard aus einer intensiven Induktionschemotherapie in Kombination mit dem FLT3-Inhibitor Midostaurin. Die Phase-III-Studie HOVONI156/AMLSg28-18/PASHA forderte diesen Standard heraus und verglich Midostaurin mit dem Zweitgenerations-FLT3-Inhibitor Gilteritinib, beide in Kombination mit einer intensiven Chemotherapie zur Induktion und Konsolidierung. Beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellte Daten der Studie zeigten trotz numerischer Vorteile beim ereignisfreien und rezidivfreien Überleben für Gilteritinib keine signifikanten Unterschiede beim Gesamtüberleben. Damit wurde der primäre Endpunkt der Studie nicht erreicht [1].
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Gesundheitspolitik

Diskussion über Belastung Angehöriger im Pflegefall

In der schwarz-roten Koalition gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, in welchem Ausmaß Kinder von Pflegebedürftigen künftig mit ihrem Einkommen für die Pflege herangezogen werden sollen. Die Pflegebeauftragte der Regierung, Katrin Staffler (CSU), wandte sich dagegen, eine bestehende Grenze von 100.000 Euro zu streichen, wie sie gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) deutlich machte. Eine Streichung der Regelung wird im Gesetzentwurf von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für eine Pflegereform angekündigt.
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EHA 2026
EHA 2026

Fortschritt in der Therapie der Myelofibrose durch Ergänzung der Standardtherapie mit Selinexor

Die Myelofibrose (MF) ist eine schwere myeloproliferative Neoplasie, die den Allgemeinzustand stark beeinträchtigt und eine reduzierte Lebenserwartung zur Folge hat. Derzeitiger Therapiestandard in der Erstlinie ist die Therapie mit JAK-Inhibitoren wie Ruxolitinib. Allerdings erreicht damit nur ein Drittel der Erkrankten eine Reduktion des Milzvolumens um ≥ 35% (SVR35). Auch die Symptomverbesserung, die Modifikation der Krankheitsbiologie und die Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) sind mit dem JAK-Inhibitor alleine moderat. Die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 als Late Breaking Abstract präsentierte Phase-III-Studie SENTRY zeigte, dass die Kombination aus Ruxolitinib mit dem XPO1-Inhibitor Selinexor bei JAK-Inhibitor-naiven MF-Patient:innen alleinigem Ruxolitinib überlegen war und relevante Endpunkte wie SVR35 und das Gesamtüberleben klinisch relevant verbesserte [1].
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EHA 2026
EHA 2026

SMM: Tieferes Ansprechen und längere progressionsfreie Zeit mit Teclistamab vs. Rd

Der gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) und CD3 gerichtete bispezifische Antikörper Teclistamab führt bei Erkrankten mit Hochrisiko-Smouldering-Myelom (HR-SMM) im Vergleich zu Lenalidomid/Dexamethason (Rd) zu tieferen Remissionen, erhöhter MRD (messbare Resterkrankung)-Negativität und einem verlängerten progressionsfreien Überleben (PFS). Das zeigen die Daten der Phase-II-Studie Immuno-PRISM, die als Late Breaking Abstract beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 präsentiert wurden [1].
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