Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 53

Etwa 10% aller Brustkrebserkrankungen sind Hormonrezeptor-positiv (HR+) und gleichzeitig HER2-positiv (HER2+). Trotz Behandlungsfortschritten kommt es bei dieser Form von Brustkrebs häufig zu einer Resistenzentwicklung gegen anti-HER2- und endokrine Therapien (ET). Speziell nach dem Fortschreiten der Erkrankung im Anschluss an eine Induktionschemotherapie und Anti-HER2-Therapie ist der Bedarf an neuen Optionen groß. Aktuelle Daten der Phase-III-Studie PATINA, die beim ESMO-Kongress 2025 präsentiert wurden, zeigen, dass die Addition des CDK4/6-Inhibitors Palbociclib zur Anti-HER2-Therapie und ET im Sinne einer Erstlinien-Erhaltungstherapie bei Patient:innen mit HR+/HER2+ metastasiertem Brustkrebs (mBC) nicht nur hocheffektiv ist, sondern auch die Lebensqualität der Behandelten erhält [1].
Lesen Sie mehr 
Im Monotherapie-Arm der ATHENA-Studie war gezeigt worden, dass eine Erhaltungstherapie mit Rucaparib das progressionsfreie Überleben (PFS) bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Eierstockkrebs nach einer Erstlinienbehandlung mit Platin signifikant verlängerte [1]. Während des ESMO-Kongresses in Berlin wurde nun eine aktualisierte, explorative Analyse der PFS-Daten nach fünf Jahren Nachbeobachtungszeit vorgestellt [2].
Lesen Sie mehr 
ESMO 2025
 2 Min|
ESMO 2025

ED-SCLC: Bispezifischer T-Zell-Engager als Ergänzung zur Erstlinien-Chemoimmuntherapie?

Beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (ED-SCLC) sind in den letzten Jahren therapeutisch zwar Fortschritte gelungen, aber der sehr aggressive Tumor spricht noch lange nicht in jedem Fall ausreichend auf die Therapien an. Eine Weiterentwicklung der derzeit gängigen Chemoimmuntherapie durch Zugabe eines bispezifischen T-Zell-Engagers weckt in einer Phase-I-Studie, die beim ESMO-Kongress vorgestellt wurde, große Hoffnungen.
Lesen Sie mehr 
O-Ton Onkologie Staffel 8
 1 Min|

Cancerghosting – Funkstille nach der Krebsdiagnose

Eine Krebsdiagnose ist ein einschneidender Moment – für die Patientinnen und Patienten, aber auch für ihr Umfeld. Gerade in solchen Momenten sollten Nähe, Mitgefühl und Unterstützung im Vordergrund stehen. Doch immer wieder berichten Krebspatient:innen vom Gegenteil. Plötzlich herrscht Funkstille, es gibt keine Anrufe oder Nachrichten mehr und der Kontakt wird kaum noch gesucht. Dieses Phänomen wird „Cancerghosting” genannt. Was steckt hinter diesem Verhalten? Warum ziehen sich Menschen zurück, wenn jemand in ihrem Umfeld an Krebs erkrankt ist? In der neuen Folge von O-Ton-Onkologie geht Dr. med. vet. Astrid Heinl im Gespräch mit Familienberaterin und Onkolotsin Daniela Tennie diesen Fragen nach.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
ESMO 2025
 2 Min|
Finale Überlebensdaten der ALEX-Studie bestätigen Alectinib als Erstlinientherapie beim ALK-mutierten NSCLC
ESMO 2025

Finale Überlebensdaten der ALEX-Studie bestätigen Alectinib als Erstlinientherapie beim ALK-mutierten NSCLC

Das fortgeschrittene nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) mit Translokationen, die die anaplastische Lymphomkinase (ALK) betreffen, wird mit gegen ALK gerichteten Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) behandelt. Die erste Zulassung erhielt seinerzeit der ALK-Inhibitor Crizotinib, aber seine Wirkung in der Erstlinie wurde in der direkten Phase-III-Vergleichsstudie ALEX von der Zweitgenerations-Substanz Alectinib übertroffen. Aus dieser Studie wurden nun beim ESMO-Kongress die finalen Ergebnisse zum Gesamtüberleben präsentiert.
Lesen Sie mehr 
ESMO 2025
 2 Min|
HR+/HER2- Mammakarzinom: Ki-67 prognostisch, aber nicht prädiktiv für Therapieansprechen auf CDK4/6-Inhibitor
ESMO 2025

HR+/HER2- Mammakarzinom: Ki-67 prognostisch, aber nicht prädiktiv für Therapieansprechen auf CDK4/6-Inhibitor

Der Ki-67-Index von Tumoren bei neoadjuvant behandelten, nodal-positiven Patientinnen mit frühem hormonrezeptor-positivem, HER2-negativen Brustkrebs (HR+/HER2- eBC) war in der Studienkohorte der MonarchE-Studie prognostisch, aber nicht prädiktiv für ein Ansprechen auf den CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib. Das zeigen Daten, die auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2025 vorgestellt wurden [1].
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin
 2 Min|

VTE- vs. Blutungsrisiko: krebsassoziierte Thrombosen (CAT) richtig managen

Thrombosen verhindern und Blutungen vermeiden – eine patientengerechte Behandlung krebsassoziierter Thrombosen (CAT) erfordert beides. Erfahren Sie im Video, welche klinischen Faktoren das Blutungsrisiko bestimmen, wie diese die Wahl der Antikoagulation beeinflussen und warum aktuelle Leitlinien niedermolekulare Heparine (NMH) für viele CAT-Patientenprofile als Behandlungsoption empfehlen.
Lesen Sie mehr 
ESMO 2025
 2 Min|
EGFR-mutiertes NSCLC: Osimertinib plus Chemotherapie auch bei ungünstigen Prognosefaktoren überlegen
ESMO 2025

EGFR-mutiertes NSCLC: Osimertinib plus Chemotherapie auch bei ungünstigen Prognosefaktoren überlegen

Nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC) mit aktivierenden Mutationen im Gen für den Rezeptor des epidermalen Wachstumsfaktors (EGFR) werden heute mit Drittgenerations-Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) gegen den EGFR behandelt, ergänzt um eine platinbasierte Chemotherapie, weil sich dadurch der Überlebensvorteil noch einmal erhöht. Eine explorative Analyse der Resultate, die beim ESMO-Kongress vorgestellt wurde, zeigt nun, dass das auch für Patient:innen gilt, die zu Beginn prognostisch besonders ungünstige Faktoren aufweisen.
Lesen Sie mehr 
NSCLC
 2 Min|
ESMO 2025

Neue Therapiestrategien für komplexe Lungenkarzinome: Immuntherapie, KRAS-Inhibition und neue Zielstrukturen im Fokus

Beim Satellitensymposium von Bristol Myers Squibb im Rahmen des ESMO-Kongresses in Berlin stellten internationale Expert:innen aktuelle Fortschritte in der Immuntherapie, der KRAS-gerichteten Behandlung und der Entwicklung innovativer Wirkmechanismen vor. Der Schwerpunkt lag auf Patientengruppen, die bisher schwer ansprechbar waren - insbesondere bei niedriger PD-L1-Expression und molekular komplexen Tumoren.
Lesen Sie mehr 
ESMO 2025
 3 Min|
Orale Kombi aus Giredestrant und Everolimus verbessert PFS beim fortgeschrittenen ER+ Brustkrebs
ESMO 2025

Orale Kombi aus Giredestrant und Everolimus verbessert PFS beim fortgeschrittenen ER+ Brustkrebs im Post-CDK4/6i-Setting

Der experimentelle, oral verfügbare selektive Östrogenrezeptor-Degrader (SERD) der nächsten Generation Giredestrant verbessert in Kombination mit dem mTOR-Inhibitor Everolimus signifikant das progressionsfreie Überleben (PFS) im Vergleich zur Standard-endokrinen Therapie (ET) plus Everolimus beim Östrogenrezeptor-positiven, HER2-negativen fortgeschrittenen Brustkrebs (ER+/HER2– mBC) nach vorheriger Behandlung mit einem CDK4/6-Inhibitor (CDK4/6i). Das zeigen die Daten der multizentrischen, offenen, randomisierten Phase-III-Studie evERA, die bei der Jahrestagung der European Society für Medical Oncology (ESMO) 2025 vorgestellt wurden [1]. Die evERA-Studie ist die erste positive Head-to-Head-Phase-III-Studie, die ein rein orales Therapieschema mit einem selektiven Östrogenrezeptor-Degrader gegenüber einer etablierten Standardkombination untersucht.
Lesen Sie mehr 
ESMO 2025
 2 Min|
Gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren: Radiopharmazeutische Therapie schlägt den bisherigen Therapiestandard
ESMO 2025

Gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren: Radiopharmazeutische Therapie schlägt den bisherigen Therapiestandard

Erstmalig wurde in einer multizentrischen, randomisierten, kontrollierten und offenen Phase-III-Studie bei Patient:innn mit gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NET) des WHO-Grades 1/2 eine radiopharmazeutische Therapie mit einer zielgerichteten Therapie verglichen. Erste Daten aus dieser Vergleichsstudie COMPETE wurden während des ESMO-Kongresses 2025 in Berlin vorgestellt [1].
Lesen Sie mehr 
ESMO 2025
 4 Min|
Früher HR+ Brustkrebs mit hohem Rezidivrisiko: Adjuvantes Abemaciclib verlängert das Gesamtüberleben
ESMO 2025

Früher HR+ Brustkrebs mit hohem Rezidivrisiko: Adjuvantes Abemaciclib verlängert das Gesamtüberleben

CDK4/6-Inhibitoren (CDK4/6i) sind in Kombination mit einer endokrinen Therapie (ET) inzwischen auch in der adjuvanten Situation beim Hormonrezeptor positiven/HER2 negativen (HR+/HER2−) frühen Brustkrebs (eBC) mit hohem Rezidivrisiko etabliert. Abemaciclib, einer der beiden in der Adjuvanz einsetzbaren CDK4/6i, wurde auf Basis der Phase-III-Studie monarchE bei Erkrankten mit HR+/HER2−eBC und Hochrisikokriterien zugelassen [1]. Die Intensivierung der adjuvanten ET durch den CDK4/6i über zwei Jahre hatte das Überleben ohne erneutes Auftreten einer invasiven Erkrankung (iDFS) signifikant verlängert [1, 2]. Bei der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) wurden die lang erwarteten Daten zum Gesamtüberleben präsentiert – mit positiven Ergebnissen [3]. Abemaciclib ist damit der erste CDK4/6i, der im adjuvanten Setting einen signifikanten Überlebensvorteil gegenüber reiner ET zeigen konnte.
Lesen Sie mehr 
ESMO 2025
 3 Min|
RNA-Expressionsmuster therapeutisch relevanter Zielstrukturen
ESMO 2025

RNA-Expressionsmuster therapeutisch relevanter Zielstrukturen unterscheiden sich bei molekularen Subtypen von aUC und MIBC

Im Zuge der fortschreitenden Entwicklung zielgerichteter Therapien in der urologischen Onkologie rückt die präzise molekulare Charakterisierung von Tumoren zunehmend in den Fokus – insbesondere bei fortgeschrittenen Urothelkarzinomen (aUC) und muskelinvasiven Blasenkarzinomen (MIBC). Ziel ist es, therapeutisch relevante Moleküle wie NECTIN-4, HER2, HER3, EGFR und TROP2 zu identifizieren, die als potenzielle Ansatzpunkte für eine personalisierte, molekularbasierte Behandlung dienen könnten. Einen Beitrag zu diesem Forschungsfeld leistete eine beim ESMO-Kongress 2025 vorgestellte explorative Analyse auf Basis von klinischen Daten und Real-World-Daten, die RNA-Expressionsmuster der genannten Zielstrukturen in Abhängigkeit von definierten molekularen Subtypen von aUC oder MIBC evaluierte [1]. Die Ergebnisse liefern Einblicke in die biologischen Unterschiede zwischen den Subtypen und eröffnen neue Perspektiven für die Entwicklung individualisierter Therapieansätze.
Lesen Sie mehr 
ESMO 2025
 3 Min|
ESR1-Mutationen und andere Biomarker beim endokrin vorbehandelten ER+/HER2– mBC
ESMO 2025

ESR1-Mutationen und andere Biomarker beim endokrin vorbehandelten ER+/HER2– mBC: Neue Erkenntnisse aus Real-World-Studien

Zwei aktuelle Real-World-Studien aus den USA, die beim ESMO-Kongress 2025 vorgestellt wurden, untersuchten mithilfe von Patientendaten die Häufigkeit von genetischen Mutationen beim metastasiertem Östrogenrezeptor-positiven, HER2-negativen Brustkrebs (ER+/HER2– mBC) nach endokriner Therapie. Eine Studie evaluierte den Zusammenhang zwischen der Dauer der endokrinen Therapie und dem Auftreten von ESR1-Mutationen, die andere die Häufigkeit von ESR1-Mutationen und drei anderen relevanten Biomarkern [1, 2]. Beide Studien aus der realen Welt unterstreichen die zentrale Rolle der genetischen Testung beim mBC.
Lesen Sie mehr