Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 332

tnACITY ist eine randomisierte Studie der Phase II/III zur Erstlinientherapie mit nab-Paclitaxel bei Patientinnen mit metastasiertem triple-negativen Brustkrebs (mTNBC). Im Phase-II-Teil, der vor Kurzem abgeschlossen und auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) vorgestellt wurde, erwies sich die Kombination aus nab-Paclitaxel + Carboplatin (nab-P/C) der Kombination aus nab-Paclitaxel + Gemcitabin (nab-P/G) sowie Gemcitabin + Carboplatin (G/C) als überlegen (1).
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In der Therapie des Ovarialkarzinoms sind die chemotherapeutischen Substanzen seit Jahren etabliert und konnten keine wegweisende Änderung erfahren. Trotz Dosiseskalation, Dosisintensivierung, Hinzunahme einer dritten Substanz oder Erhaltungstherapie konnte keine signifikante Überlebensverbesserung erzielt werden, sodass auf den zielgerichteten Substanzen wie bei anderen Malignomen großes Augenmerk und Hoffnung liegt. Beim Ovarialkarzinom spielen drei Substanzklassen eine klinische Rolle, auf die im Weiteren genauer eingegangen wird: Angiogenese-Inhibitoren, poly ADP ribose polymerase(PARP)-Inhibitoren, deren Kombination und – bisher nur in Studien verfügbar – die Immuntherapie mit programmed death 1(PD-1/PD-L1)-Antikörpern (Checkpoint-Inhibitoren). Durch die – auf die Tumorzelle – zielgerichtete Therapie entstehen jedoch Herausforderungen für den behandelnden Gynäkoonkologen, da neue Nebenwirkungen auftreten können und für jede Substanz spezifische Besonderheiten bedacht werden müssen.
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Ovarialkarzinom

Operative Therapie des frühen Ovarialkarzinoms

Das epitheliale Ovarialkarzinom ist mit einem Lebenszeitrisiko von 1,5% das zweithäufigste genitale Malignom der Frau, jedoch mit 5,6% aller Krebssterbefälle die häufigste tödliche gynäkologische Krebserkrankung. Trotz intensiver Bemühungen konnte bisher keine mortalitätssenkende Früherkennungsmaßnahme gefunden werden, so dass konstant nur 25% aller Patientinnen im Frühstadium detektiert werden können (1).
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Ovarialkarzinom

Neoadjuvante Therapie und Operation des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms

Im Jahr 2010 ist die Frage des optimalen Zeitpunktes der operativen Therapie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom in Diskussion gekommen. In zwei prospektiv randomisierten Phase-III-Studien wurde die Bedeutung der neoadjuvanten Chemotherapie beim Ovarialkarzinom untersucht und publiziert (1, 2). Seitdem wird das Therapiekonzept von neoadjuvanter Chemotherapie gefolgt von einer Intervall-Operation als Alternative für die Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms angesehen und als Vorteil eine möglicherweise reduzierte perioperative Morbidität angegeben. Da beide Studien vor allem bezüglich der Qualität der operativen Therapie Mängel aufweisen, muss die vorliegende Evidenz jedoch weiterhin als insuffizient beurteilt werden, um darauf aufbauend die Abfolge der Therapiemodalitäten zu bestimmen. Im folgenden Artikel werden die aktuellen Daten ausführlich diskutiert und weiter offene Fragestellungen adressiert.
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Ovarialkarzinom

Behandlung des Ovarialkarzinoms im Gynäkologischen Krebszentrum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Für Patientinnen, die an einem Ovarialkarzinom erkrankt sind, ist die Behandlung an einem ausgewiesenen Zentrum entscheidend. Der Fokus der Klinik für Gynäkologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) liegt auf der Diagnostik und Therapie gynäkologischer Krebserkrankungen. Das gynäkologische Krebszentrum des UKE gehört zum universitären Cancer Center Hamburg (UCCH). Die Patientinnen können hier von der Expertise verschiedener Fachbereiche und einer interdisziplinären Therapieplanung profitieren und eine individualisierte Behandlung ihrer Erkrankung erhalten.
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Diagnostik

Vereinzelung von CTCs: Automatisierung bringt entscheidenden Vorsprung in der Krebstherapie

Der Verlauf von Krebserkrankungen ist kaum vorhersagbar und die Prognose für den Patienten daher oft unklar. Obschon man weiß, dass jeder Patient anders auf ein und dieselbe Therapie reagiert, ist es bisher dennoch schwer, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen am Fraunhofer ICT-IMM haben ein vollautomatisiertes System für die „Liquid Biopsy“ zur Isolierung einzelner Tumorzellen (CTCs) aus Patientenblut entwickelt. Das System versetzt Krebsforscher in die Lage, CTCs individueller Patienten zu gewinnen und an diesen Krankheitsverläufe zu studieren und Therapieansätze zu entwickeln. Es wird erwartet, dass die Analyse einzelner CTCs in einigen Jahren in der patientennahen Therapie genutzt werden kann.
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Hämatologie

Aktuelle Behandlungsoptionen und Bedeutung der MRD

Der glykomodifizierte Typ-II-Anti-CD20-Antikörper Obinutuzumab (Gazyvaro®) ist etablierter Erstlinien-Standard bei typischen Patienten mit Chronischer Lymphatischer Leukämie (CLL) und Begleiterkrankungen. Die Studiendaten der Zulassungsstudie CLL11 und die Bedeutung der minimalen Resterkrankung (MRD) als prognostischen Faktor erläutert Prof. Dr. Dr. Michael Kneba vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel am Rande des „Xth International Workshop on the occasion of the 20th anniversary of the German CLL Study Group”.
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Kopf-Hals-Tumoren

Kopf-Hals-Tumoren: Neues Therapiekonzept mit Immuntherapie bei refraktärer Erkrankung

In der Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren ist die Immuntherapie mit PD-1-Inhibitoren bei intensiv vorbehandelten, platinrefraktären Patienten ein vielversprechender Ansatz. Ergebnisse der CheckMate -141-Studie weisen auf einen Therapievorteil in Bezug auf die Wirksamkeit und auch die Verträglichkeit des Checkpoint-Inhibitors Nivolumab im Vergleich zu den etablierten Therapien nach Wahl des Behandlers hin, erklärte Joel Guigay, Nizza, Frankreich, bei einem Satellitensymposium von Bristol-Myers Squibb im Rahmen der ESMO-Jahrestagung.
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Nierenzellkarzinom

Immuntherapie als Behandlung beim mRCC

Mit verschiedenen Wirksubstanzen konnte ein Überlebensvorteil gegenüber dem mTOR-Inhibitor Everolimus in der Zweitlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) gezeigt werden. Hierzu zählt auch die Therapie mit dem PD-1-Checkpoint-Inhibitor Nivolumab. Manuela Schmidinger, Wien, legte bei einem BMS-Symposium anlässlich der Jahrestagung der ESMO den Schwerpunkt ihres Vortrags auf den aktuellen Stand der Immuntherapie mit Nivolumab beim mRCC.
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Nierenzellkarzinom

mRCC: Cabozantinib in head-to-head-Studien überlegen

Die Erstlinientherapie mit Sunitinib ist ein Standard beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC). Resistenzen gegen den VEGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) gehen u.a. mit einem Anstieg der MET- und AXL-Expression einher. Cabozantinib ist ein TKI, der sowohl VEGFR als auch MET und AXL inhibiert. Beim ESMO-Kongress in Kopenhagen wurden Studienergebnisse zu der neu zugelassenen Zweitlinienoption präsentiert.
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Prostatakarzinom

Wichtige Studien zu Chemotherapie-Optionen beim Prostatakarzinom

Cabazitaxel wurde als Alternative bei einer Resistenzentwicklung gegen Docetaxel entwickelt. Die multizentrische, internationale, randomisierte FIRSTANA-Studie verglich in 3 Studienarmen die Wirksamkeit und Sicherheit von Cabazitaxel in den Dosierungen 20 mg/m2 (q3w) und 25 mg/m2 (q3w) mit Docetaxel (75 mg/m2 q3w), jeweils in Kombination mit Prednison (10 mg/Tag). Die Chemotherapie-Regime waren vergleichbar in der Wirksamkeit, wiesen aber ein unterschiedliches Nebenwirkungsprofil auf.
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Malignes Melanom

Pembrolizumab in der Behandlung von Urothelkarzinom und NSCLC

Nach dem Durchbruch der Checkpoint-Inhibitoren in der Behandlung des malignen Melanoms stellte sich die Frage, ob Checkpoint-Blockaden auch bei anderen Entitäten wirksam sind. Durch die Zulassung von PD-1-Inhibitoren als Zweitlinientherapie beim metastasierten nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) und neuesten Studienergebnissen in der Behandlung des Urothelkarzinoms ist diese Frage nun beantwortet, wie Roger Dansey, MSD Senior Vice President, bei einer Pressekonferenz von MSD resümierte.
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Mammakarzinom

Fortgeschrittenes Mammakarzinom: Neue Chemotherapie wirkt insbesondere bei Hirnmetastasierung

Das metastasierte Mammakarzinom ist für viele Therapiestrategien ein Vorreiter. Trotz der enormen Verbesserung der Prognose besteht insbesondere für schwer vorbehandelte Patientinnen ein hoher Bedarf an wirksamen Medikationen. Bei einem Satellitensymposium von Daiichi Sankyo zeigte Javier Cortes, Madrid, Spanien, neue Fortschritte: das Erreichen eines Überlebensvorteils für Patientinnen mit Hirnmetastasen unter Etirinotecan Pegol.
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