Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 247

Lange Zeit war man der Ansicht, dass sich Krebspatient:innen möglichst schonen müssen. Inzwischen weiß man jedoch, dass Bewegung einen positiven Einfluss hat und onkologische Patient:innen Sport treiben können und sollen, denn die Lebensqualität kann durch körperliche Aktivität gesteigert werden, und alltägliche Tätigkeiten sind wieder leichter zu meistern. So zeigen sich z.B. positive Effekte des körperlichen Trainings auf die Tumor-assoziierte ­Fatigue während und nach einer Anti-Tumortherapie. Zudem kann den negativen Effekten eines Bewegungsmangels, wie einer Verschlechterung der kardiorespiratorischen Leistung und Abnahme der Muskelmasse, entgegen­gewirkt werden. Daher sollte die medizinische Trainingstherapie in der Onkologie als zusätzliche Therapieoption verstanden werden, die bei einer Vielzahl von Tumorentitäten in ganz unterschiedlicher Weise eine positive Wirkung entfalten kann. In den Beiträgen „Das richtige Trainingsprogramm für Krebspatient:innen“ und „Krebsprävention und Sport – aktuelle Studien zum Einfluss von Sporttherapie und Training“ werden eine effektive Trainingstherapie für Tumorpatient:innen und der trainingstherapeutische Nutzen aufgezeigt.
Lesen Sie mehr 
Das Mesotheliom ist eine seltene, aber schwerwiegende bösartige Erkrankung vornehmlich der Pleura, die in kurzer Zeit zum Tod führt. Sie lässt sich fast immer auf Asbest zurückführen. Somit ergeben sich aus der Diagnose versicherungsrechtliche Konsequenzen. Die Latenzzeit einer Asbestexposition bis zum Ausbruch der Erkrankung kann 60 Jahre und mehr betragen. Ein Rückgang der Inzidenz zeichnet sich noch nicht ab, jedoch ist das Erkrankungsalter deutlich angestiegen. Die Diagnose des Mesothelioms ist schwierig und sollte idealerweise im Kontext geeigneter klinischer, radiologischer und operativer Befunde erfolgen. Eine histologische Untersuchung ist erforderlich. In der neuen WHO-Klassifikation werden die prognostische Relevanz histologischer Subtypen und des Kerngradings berücksichtigt. Molekularpathologische Veränderungen sind Diagnosekriterien für die neue Entität des Mesothelioma in situ.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
BNGO
 8 Min|
State-of-the-Art-Meeting 2022 der AGO Kommission Mamma

Wichtige Empfehlungen für die gynäko-onkologische Praxis

Jedes Jahr erarbeitet und publiziert die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) Empfehlungen für Therapie und Diagnostik von Brustkrebs, so auch in diesem Jahr. Das AGO State-of-the-Art Mammakarzinom 2022 fand am 19. März virtuell als Live-Stream statt und konnte mehr als 1.800 Teilnehmer:innen an die Bildschirme locken. In diesem Jahr bestand die Kommission aus 48 Expert:innen verschiedener Disziplinen, die insgesamt 901 Empfehlungen aussprachen. Diese Empfehlungen sollen der AGO zufolge einen ständig aktualisierten „Leitfaden“ für die Diagnose und Behandlung von Brustkrebs bieten, der die neuesten wissenschaftlichen Daten abbildet und praktisch umsetzbar ist. Über die Präsentation der Daten für die Fachkreise hinaus wurde am selben Tag ein Live-Stream für Patient:innen angeboten. Dr. Steffen Wagner – Frauenarzt, gynäkologischer Onkologe und BNGO-Vorstandsmitglied – aus Saarbrücken kommentiert für uns seine Sicht auf die wichtigsten Empfehlungen für die gynäko-onkologische Praxis.
Lesen Sie mehr 
Mammakarzinom
 3 Min|

Sacituzumab Govitecan – erstes ADC beim TNBC

Mit Sacituzumab Govitecan steht das erste Antikörper-Wirkstoff-Konjugat beim tripel-negativen Mammakarzinom (TNBC) zur Verfügung – zugelassen für Patient:innen mit nicht resezierbarer bzw. metastasierter Erkrankung und mindestens 2 systemischen Vortherapien, von denen eine in der metastasierten Situation erfolgt sein muss (1). In der Zulassungsstudie überlebten die Patient:innen im Sacituzumab-Govitecan-Arm bei besserer Lebensqualität fast doppelt so lang wie jene im Chemotherapie-Kontrollarm (2).
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Prostatakarzinom
 2 Min|

Apalutamid/ADT beim mHSPC: Schnellerer und stärkerer PSA-Abfall verbessert Lebensqualität

In der TITAN-Studie verbesserte bei Patienten mit einem metastasierten Kastrations-sensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) die zusätzliche Gabe des Androgenrezeptor-Inhibitors Apalutamid zur Androgendeprivationstherapie (ADT) das Outcome. Der PSA-Wert wurde stärker und schneller gesenkt und das radiografische Progressions-freie Intervall (rPFS), das Metastasen-freie Überleben (MFS) und das Gesamtüberleben (OS) wurden verlängert. Und dies hat positive Auswirkungen auf die Symptome und die Lebensqualität.
Lesen Sie mehr 
SCLC
 2 Min|

SCLC: Klinische Merkmale der Langzeitüberlebenden in der CASPIAN-Studie

In der Post-hoc-Analyse der CASPIAN-Studie, über die PD Dr. Niels Reinmuth, München-Gauting, auf dem virtuellen European Lung Cancer Congress (ELCC) 2022 berichtete, zeigte sich auch nach einem medianen Follow-up von 39 Monaten ein anhaltender Überlebensvorteil mit Durvalumab + Etoposid/Platin (D+EP) im Vergleich zu EP bei Patient:innen mit fortgeschrittenem kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC).
Lesen Sie mehr 
News
 1 Min|

Versorgungsprobleme bei 245 Medikamenten

Aktuell gibt es laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland bei 245 Arzneimitteln Lieferengpässe. Zu den wichtigsten Gründen hierfür zählen erhöhte Nachfrage und Probleme bei der Herstellung. Von letzterem ist derzeit auch das bei der Brustkrebstherapie benötigte Tamoxifen betroffen. Laut Pharmazeutischer Zeitung (PZ) ist der Wirkstoff in Deutschland praktisch nicht erhältlich. Für die Betroffenen ist das dramatisch, denn laut Bundesgesundheitsministerium (BMG) steht eine alternative, gleichwertige Arzneimitteltherapie nicht zur Verfügung.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|

Prävention: „Rezept für Bewegung“

Studien zeigen, dass Patient:innen dem Rat ihrer Ärzt:innen vertrauen und ein Großteil eher an einem Gesundheitskurs interessiert ist, wenn dieser auf einer ärztlichen Empfehlung beruht. Genau hier setzt das „Rezept für Bewegung“ an. Es ist eine schriftliche Empfehlung für körperliche Aktivität und wird im Rahmen der neuen Kampagne „Bewegung ist die beste Medizin“ von der Deutschen Krebshilfe unterstützt. Denn: Bewegung hält gesund und reduziert auch das Risiko für bestimmte Krebsarten, beispielsweise Brust- und Darmkrebs. Doch weniger als die Hälfte der deutschen Bevölkerung erreicht die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene wöchentliche Mindestzeit von 2,5 Stunden gemäßigter Bewegung.
Lesen Sie mehr 
O-Ton Onkologie Staffel 1
 2 Min|

PINK! Aktiv gegen Brustkrebs

Alle wichtigen Informationen zum Thema Brustkrebs, gebündelt an einem Ort, und von medizinischen Expert:innen zusammengestellt: Das bietet die Online-Plattform PINK! Aktiv gegen Brustkrebs. In der 5. Folge von O-Ton Onkologie ist die Gründerin, Prof. Dr. Pia Wülfing, bei Antje Blum und Dr. med. vet. Astrid Heinl zu Gast. Sie erzählt, wie PINK! entstanden ist, stellt die dazugehörige App, den Podcast und den Online-Psychoonkologie-Kurs vor und reflektiert Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) – Vor welchen Hürden stehen Behandelnde und Krankenkassen? Worin liegen die Vorteile? Und wie werden sich DiGA entwickeln? Auf diese und weitere spannende Fragen antwortet Prof. Wülfing.
Lesen Sie mehr