Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 231

Die allogene Stammzelltransplantation (alloSCT) ist eine potenziell kurative Therapie von akuten Leukämien und weiteren malignen und nicht-malignen hämatologischen Erkrankungen. Eine häufige und oft schwerwiegende Komplikation nach alloSCT ist die Graft-versus-Host Erkrankung (GvHD), die durch eine Immunreaktion von Spender-Immunzellen gegen Empfängergewebe hervorgerufen wird. Die Inzidenz von GvHD über alle Schweregrade wird auf etwa 30-70% nach alloSCT geschätzt (1-4). Das Auftreten von GvHD trägt maßgeblich zur Mortalität (5, 6), Morbidität und Einschränkung der Lebensqualität von Patient:innen nach alloSCT bei (7, 8).
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Auf der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) im September 2022 wurden Langzeitdaten der Phase-III-Studie PRIMA (ENGOT-OV26/GOG-3012) vorgestellt, die einen dauerhaften und klinisch relevanten Vorteil in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS) von Niraparib als Erhaltungstherapie bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom, das auf eine Platin-basierte Erstlinien-Chemotherapie angesprochen hatte, zeigen. Dieser Vorteil bestand in allen Biomarker-Subgruppen, inkl. Tumoren mit Mutationen in den BRCA-Genen (BRCAm, BReast CAncer mutation), homologer Rekombinationsdefizienz (HRd) und homologer Rekombinationsprofizienz (HRp) (1).
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News
 1 Min|

Demenzerkrankungen treten in Zukunft häufiger auf

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft schätzt die Anzahl der Demenzkranken in Deutschland 2021 auf etwa 1,8 Millionen. Dabei ist vor allem die Altersgruppe 80 Jahre und älter von neurodegenerativen Krankheiten betroffen. Laut Daten von Alzheimer’s Disease International zählt die Bundesrepublik zu den OECD-Ländern mit der höchsten Prävalenz von Demenz - auf 1.000 Einwohner:innen kommen in Deutschland rund 21,8 Erkrankte.
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News
 3 Min|

„Chemo und nun?“: Ein besonderer Ratgeber mit Tagebuch für die Zeit der Chemotherapie

Der Ratgeber „Chemo und nun?“ aus dem Bartling & Stüvecke Verlag ist mit seinem integrierten Tagebuch ein unterstützender Begleiter in der herausfordernden Zeit der Chemotherapie. Die Vision der beiden Autorinnen, Jessica Bartling und Tanja Stüvecke, war es, die Leserinnen liebevoll durch ihre Ausnahmesituation zu führen und ihre Selbstfürsorge für sich und ihren Körper zu unterstützen.
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News
 1 Min|

Todesursache Suizid

Am 10. September ist der Welttag der Suizidprävention. Dieser wurde 2003 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der International Association for Suicide Prevention (IASP) ins Leben gerufen. Laut WHO nehmen sich jährlich weltweit über 700.000 Menschen das Leben. In Deutschland waren es zuletzt über 9.000. Im europäischen Vergleich ist die Suizidrate hierzulande noch vergleichsweise niedrig, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt.
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Medizin
 3 Min|

Erhöht Schlafapnoe das Krebsrisiko?

Menschen mit obstruktiver Schlafapnoe haben ein erhöhtes Krebsrisiko, wie eine groß angelegte Studie zeigt, deren Ergebnisse auf dem „European Respiratory Society International Congress“ präsentiert wurden. Eine zweite Studie hat bereits nachgewiesen, dass obstruktive Schlafapnoe bei Älteren auch mit einer Verschlechterung der Verarbeitungsleitung in Zusammenhang steht. Personen über 74 Jahren zeigten einen steileren Abfall bei bestimmten kognitiven Tests. Davon betroffen waren vor allem Männer. Eine dritte Studie belegt zudem, dass Patient:innen mit einer schwereren obstruktiven Schlafapnoe über ein erhöhtes Risiko von Blutgerinnseln in den Venen verfügten.
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O-Ton Onkologie Staffel 2
 2 Min|

Diabetes und Krebs

Was sind die Herausforderungen im klinischen Versorgungsalltag, wenn zu einer Krebserkrankung ein Diabetes hinzukommt? Welche Auswirkungen hat der Diabetes auf die Tumorbehandlung? Und welche Besonderheiten gilt es bei Tumoren neuroendokriner Herkunft zu beachten? Die Antworten auf die Fragen dieser Folge von O-Ton Onkologie gibt Dr. med. Leonidas Apostolidis, Oberarzt in der Abteilung Medizinische Onkologie am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg (NCT), Facharzt für Innere Medizin und Hämatoligie und Onkologie mit der Zusatzqualifikation Palliativmedizin sowie Ernährungsmedizin, im Gespräch mit Jochen Schlabing, dem Teamleiter Onkologie/Hämatologie der MedTriX Group.
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Malignes Melanom
 3 Min|

Rehabilitation und Nachsorge bei Krebs

In der September-Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE 2022 stellen Rehabilitation und Nachsorge bei Krebs den thematischen Schwerpunkt dar. So erfahren Sie bei uns den aktuellen Stand der Dinge in Hinblick auf den Fertilitätserhalt für Frauen und Männer, die eine keimzellschädigende Therapie benötigen. Außerdem wird in einem Beitrag gezeigt, wie eine gute Transition von der onkologischen Nachsorge von Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach einer Krebserkrankung in die Erwachsenennachsorge gelingen kann. Des Weiteren können Sie mit einem wiederaufgenommenen Beitrag zur Therapie des malignen Melanoms 3 CME-Punkte erwerben.
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NSCLC
 6 Min|

Lungenkarzinom: Immuntherapie, zielgerichtete Therapie und Chemotherapie

Für die Behandlung des Lungenkarzinoms stehen als wichtige Therapiesäulen die Immun-Checkpoint-Therapie, zielgerichtete Therapien und Chemotherapien zur Verfügung, die mit der weiteren Entwicklung von Medikamenten immer wieder der Einordnung bedürfen. In der „Oral Session“ zum Lungenkarzinom wurden beim diesjährigen ASCO Studien zum Stellenwert der Chemotherapie und neue zielgerichtete Strategien vorgestellt.
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Hämatologie
 5 Min|

Bispezifischer Antikörper Glofitamab: Phase-II-Studie zeigt anhaltende komplette Remissionen beim vorbehandelten r/r DLBCL

Der bispezifische Antikörper Glofitamab machte bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2022 mit interessanten Daten bei mehrfach vorbehandelten Patient:innen mit rezidivierten/refraktären (r/r) diffus großzelligen B-Zell-Lymphomen (DLBCL) auf sich aufmerksam. Glofitamab zeichnet sich durch eine 2:1 Formulierung mit 2 Bindungsstellen für CD20 und einer für CD3 aus. In Voruntersuchungen hatten sich ansteigende Dosen des bispezifischen Antikörpers, verabreicht nach einer Vorbehandlung mit Obinutuzumab, bereits als hochwirksam und gut verträglich erwiesen. Beim ASCO 2022 wurden erstmals relevante Phase-II-Expansionsdaten für mehrfach vorbehandelte Patient:innen mit r/r DLBCL vorgestellt, die Glofitamab über eine fixe Behandlungsdauer von maximal 12 Zyklen erhielten (1).
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Malignes Melanom
 4 Min|

Stadium IIB/C-Melanom: verbessertes RFS und DMFS mit adjuvantem Pembrolizumab

Der PD-1-Inhibitor Pembrolizumab, im adjuvanten Setting für maximal ein Jahr verabreicht, reduziert bei Patient:innen mit malignem Melanom im Stadium IIB oder IIC signifikant das Risiko eines Wiederauftretens der Krankheit oder für Versterben im Vergleich zu Placebo – bei einem kontrollierbaren Sicherheitsprofil (1). Prof. Dr. Georgina V. Long, Sydney, Australien, stellte bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2022 aktuelle Studienergebnisse der KEYNOTE-716-Studie nach einer längeren Nachbeobachtungszeit als Late-Breaking Abstract vor. Dabei wurden erstmals auch Daten zum sekundären Endpunkt, dem fernmetastasenfreien Überleben (DMFS), präsentiert. Es ist anzunehmen, dass die KEYNOTE-716-Studie die Population der Melanom-Patient:innen, die eine adjuvante Therapie erhalten, zukünftig relevant verändern wird.
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Mammakarzinom
 4 Min|

mTNBC: Finale Ergebnisse der Phase-III-Studie ASCENT bestätigen Wirksamkeit von Sacituzumab Govitecan

In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie ASCENT zeigte Sacituzumab Govitecan einen signifikanten Überlebensvorteil gegenüber einer Monochemotherapie nach ärztlicher Wahl (TPC) in der primären Analysepopulation von Patientinnen mit metastasiertem triple-negativen Brustkrebs (mTNBC) in der ≥ 2. Therapielinie ohne bekannte Hirnmetastasen bei Studienbeginn (1) sowie einen Vorteil bei der Lebensqualität (QoL) (2). Nach einer längeren Nachbeobachtungszeit wurden beim ASCO 2022 nun die finalen Daten zu Wirksamkeit (einschließlich Gesamtüberleben (OS)), Sicherheit und QoL präsentiert (3).
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Hämatologie
 4 Min|

r/r LBCL: Zugewinn an qualitätsadjustierter Überlebenszeit durch Zweitlinientherapie mit Axicabtagen-Ciloleucel

In der randomisierten Phase-III-Studie ZUMA-7 konnte die CAR-T-Zell-Therapie mit Axicabtagen-Ciloleucel (Axi-cel) in der Zweitlinienbehandlung von Patient:innen mit refraktären oder rezidivierten großzelligen B-Zell-Lymphomen (r/r LBCL) ihre Überlegenheit gegenüber zytostatischen Standardtherapien zeigen (1). In einer aktuellen Analyse der Studie wurde nun auch die qualitätsadjustierte Zeit ohne Krankheitssymptome und Toxizität (Q-TWiST) unter dem Einfluss von Axi-cel und dem Therapiestandard ermittelt – als Anhaltspunkt für das Befinden und die Lebensqualität der Betroffenen. Wie bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) zu hören war, wurde unter dem Einfluss von Axi-cel eine signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung der qualitätsadjustierten Überlebenszeit dokumentiert (2).
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Urothelkarzinom
 4 Min|

Fortgeschrittenes Urothelkarzinom: Welche Rolle spielt die Zweitlinie nach Avelumab?

Der PD-L1-Inhibitor Avelumab wird als Erstlinien-Erhaltungstherapie für erwachsene Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom eingesetzt, die nach einer platinbasierten Chemotherapie progressionsfrei sind (1). Die Zulassung, die auf den positiven Überlebensdaten der Phase-III-Studie JAVELIN Bladder 100 basiert, läutete einen Paradigmenwechsel in der Behandlung des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms ein. Bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2022 wurden Wirksamkeitsdaten mit längerem Follow-up und explorative Analysen auch zu Folgetherapien vorgestellt, die die Vorteile der Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Avelumab auch im längeren Zeitverlauf belegen – unabhängig von der verabreichten Folgetherapie (2).
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Ovarialkarzinom
 3 Min|

Ovarial-CA: Studie mit Niraparib und Dostarlimab wird gestoppt

Die Phase-II-Studie MOONSTONE/GOG-3032 (NCT03955471) untersuchte die Effektivität des PARP-Inhibitors Niraparib in Kombination mit Dostarlimab bei Patientinnen mit rezidiviertem, platinresistentem Ovarialkarzinom (PROC) ohne bekannte BRCA-Mutation (BRCAm). Die erzielte objektive Ansprechrate (ORR) in dieser Patientinnen-Kohorte war nicht ausreichend für eine weitere Rekrutierung in die nächste Studienphase, obwohl die Krankheitskontrollrate (DCR) bei 29% lag (1).
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