Journal Onkologie

Immuntherapie

SCLC
Kleine Tumoren auf Lungengewebe

HER2-Blockade als neuer therapeutischer Ansatz zur Überwindung MHC-I-Verlust-bedingter Immuntherapieresistenzen bei SCLC

Das kleinzellige Lungenkarzinom (SCLC) zählt nach wie vor zu den tödlichsten Krebserkrankungen und macht etwa 15% aller Lungenkarzinome aus. Charakteristisch sind eine frühe Metastasierung und die schnelle Entwicklung von Resis­tenzen gegenüber klassischen Therapien. Eine Kombination aus Chemo- und Immuntherapie ist mittlerweile Standard in der Behandlung der disseminierten Erkrankung (Extensive Stage, ED) [1, 2]. Trotz initialen Therapieansprechens kommt es jedoch bei den meisten Patient:innen bereits nach kurzer Zeit zu einem Fortschreiten der Erkrankung [3]. Sowohl die Metastasierung als auch die Ausbildung von Resistenzen gegenüber der Immuncheckpoint-Blockade stellen weiterhin zentrale Herausforderungen in der Behandlung des SCLCs dar.
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NSCLC
Strukturierte Immuntherapie-Deeskalation beim Lungenkarzinom

Strukturierte Immuntherapie-Deeskalation beim Lungenkarzinom

Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) haben die Prognose des metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) nachhaltig verbessert und erstmals eine relevante Gruppe von Langzeitüberlebenden hervorgebracht. Mit diesem therapeutischen Erfolg rückt jedoch eine bislang ungelöste Frage zunehmend in den Fokus: Wie lange sollte eine Immuntherapie bei anhaltendem Ansprechen fortgeführt werden? In der klinischen Praxis wird die Behandlung häufig unbegrenzt fortgesetzt, trotz fehlender Evidenz, relevanter Langzeittoxizität und erheblicher Kosten. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über aktuelle Deeskalationskonzepte, diskutiert Limitationen konventioneller Bildgebung und molekularer mimimaler Resterkrankungs (MRD)-Ansätze und stellt eine Positronenemissionstomographie/Computertomographie (PET/CT)-gestützte Strategie zur strukturierten Immuntherapie-Beendigung vor.
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Entitätsübergreifend

Verleihung des Clinical Science Award 2025

Die Deutsche Gesellschaft für Immun- und Targeted Therapie e.V. (DGFIT) unterstützt bereits seit ihrer Gründung vor 25 Jahren wissenschaftliche Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Immun- und Targeted Therapie in den unterschiedlichsten Bereichen. Unter anderem wird jährlich der mit 2.000 Euro dotierte Clinical Science Award (CSA) vergeben. Den CSA 2025 erhielt Dr. Adrian Gottschlich für seine herausragende Arbeit „Dissection of single-cell landscapes for the development of chimeric antigen receptor T cells in Hodgkin lymphoma“.
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NSCLC
NSCLC: Durvalumab zeigte stadienübergreifend klinische Vorteile
Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC)

Konsistente Erfolgsstrategie: Durvalumab zeigte stadienübergreifend klinische Vorteile

Der Immuncheckpoint-Inhibitor Durvalumab ist beim NSCLC in unterschiedlichen Krankheitsstadien Bestandteil etablierter Behandlungskonzepte [1, 2]. Im Stadium IV zeigte er in Kombination mit Tremelimumab und platinbasierter Chemotherapie (CT) auch bei Vorliegen von Risikomutationen in KRAS langfristig positive Effekte auf das Gesamtüberleben (OS) [3]. Beim inoperablen NSCLC im Stadium III kann Durvalumab als Konsolidierungstherapie nach Radio-CT (RCT) eine Chance auf Kuration bieten [4]. In der perioperativen Therapie des resezierbaren NSCLC (Stadium IIA - IIIB (N2)) unterstreicht Durvalumab außerdem das kurative Potenzial einer frühen Immunonkologika (IO)-basierten Behandlung [5].
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Nierenzellkarzinom
Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Therapiefreies Intervall entscheidend für ICI-Rechallenge

Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Therapiefreies Intervall entscheidend für ICI-Rechallenge

Eine große retrospektive Real-World-Studie liefert erstmals systematische Daten zur Wirksamkeit einer erneuten Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) beim metastasierten klarzelligen Nierenzellkarzinom (mccRCC). Die Ergebnisse zeigen, dass der Zeitabstand zwischen zwei ICI-basierten Therapielinien – und nicht die Wahl des spezifischen Wirkstoffs – ein entscheidender Faktor für die klinische Wirksamkeit der erneuten ICI-Therapie sein könnte.
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Hämatologie
Das Bild zeigt eine Hand mit blauen OP-Handschuhen, die ein Röhrchen mit Blut hält, auf dem Multiple Myeloma steht.

Therapiesequenzierung beim RRMM: Die Rolle von Melflufen

Vom 16.-18. April 2026 fand in Prag, Tschechien, das 7. European Myeloma Network (EMN) Meeting statt. Das Programm adressierte wichtige Fragen zum Multiplen Myelom (MM), wie u.a. diagnostische und klinische Herausforderungen und aktuelle Therapien. Neben innovativen Maßnahmen und der Zukunft der MM-Forschung, einschließlich der Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) bei der Studienkonzeption, wurden zudem Behandlungsansätze für Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem MM (RRMM) diskutiert.
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Magenkarzinom
Mann hält Magen-Modell vor sich (Gastritis, Ulzera, Krebs)
Aktualisierte Leitlinie: State-of-the-art

Von der Leitlinie in die Praxis: Aktuelles Management des Magenkarzinoms

Das Magenkarzinom nimmt aktuell den 5. Platz unter den Krebserkrankungen bezüglich Mortalität ein und gehört somit zu den häufigsten Krebstodesursachen weltweit. Während des letzten Jahrhunderts sank zwar die altersstandardisierte Inzidenz des Magenkarzinoms, jedoch stieg die Gesamtzahl der Fälle, vermutlich bedingt durch die Alterung der Bevölkerung in Asien [1, 2]. Fortschritte in Diagnostik und Therapie haben das Management komplexer und individueller gemacht. Frühstadien sind oft heilbar durch eine Kombination aus Chirurgie und systemischer Therapie. Bei lokal fortgeschrittenen Tumoren verbessert die perioperative Chemotherapie das Überleben – seit kurzem nun auch ergänzt durch Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) [3].
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NSCLC
Immuntherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom: Real-World-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Immuntherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom: Real-World-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Eine große retrospektive Multicenter-Studie aus Griechenland liefert Real-World-Evidenz zur Wirksamkeit der Immuntherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC). Die Daten zeigen, dass der Einsatz von Immuncheckpoint-Inhibitoren, als Monotherapie oder in Kombination mit Chemotherapie, das Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zu einer alleinigen Chemotherapie signifikant verlängert. Gleichzeitig deckt die Studie bestehende Lücken in der molekularen Diagnostik auf.
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Medizin
Überlebensvorteil durch Dostarlimab-Kombination bei Endometriumkarzinom bestätigt
SGO 2026

Überlebensvorteil durch Dostarlimab-Kombination bei Endometriumkarzinom bestätigt

Auf dem Annual Meeting on Women's Cancer der Society of Gynecologic Oncology (SGO) wurden aktuelle Vier-Jahres-Langzeitdaten der RUBY-Studie zum progressionsfreien Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS) mit Dostarlimab plus Carboplatin-Paclitaxel (CP) bei Patientinnen mit primär fortgeschrittenem/rezidivierendem Endometriumkarzinom und Tumoren mit Mismatch-Reparaturdefizienz (dMMR)/hoher Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) vorgestellt. Diese zeigen, dass Patientinnen langfristig protifitieren können [1].
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Medizin
Atezolizumab halbiert Rezidivrisiko bei Darmkrebs im Stadium III

Atezolizumab halbiert Rezidivrisiko bei Darmkrebs im Stadium III

Die im New England Journal of Medicine publizierten Ergebnisse der Phase-III-Studie ATOMIC zeigen einen deutlichen Benefit für Patient:innen mit kolorektalem Karzinom (CRC) im Stadium III und defizientem Mismatch-Reparatur-System (dMMR). Durchgeführt wurde die Studie von Forschenden der Alliance for Clinical Trials in Oncology (Alliance)/USA unter Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) und mit Förderung des National Cancer Institute (NCI). Im Falle einer Zulassung könnte Atezolizumab einen neuen Standard für Patient:innen mit dMMR-CRC setzen.
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Medizin
Tumorzelleigenes „Alarmsystem“ verbessert Wirksamkeit der CAR-T-Zelltherapie

Tumorzelleigenes „Alarmsystem“ verbessert Wirksamkeit der CAR-T-Zelltherapie

Forschende um Dr. Nadia El Khawanky, Dr. Simon Heidegger und Dr. Nardine Soliman von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III des Klinikums der Technischen Universität München (TUM Klinikum) haben zentrale Resistenzmechanismen von Tumorzellen gegenüber CAR-T-Zellen aufgedeckt. Die Wissenschaftler:innen zeigten, dass ein angeborenes zelluläres Warnsystem, das normalerweise Virusinfektionen erkennt, eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie empfänglich Tumorzellen für den Angriff durch CAR-T-Zellen sind. Damit eröffnen sich neue Ansätze, um CAR-T-Zelltherapien auch bei soliden Tumoren wirksam zu machen [1, 2].
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