Journal Onkologie

Immun-Chemotherapie

Medizin
Immuntherapie halbiert Rückfallrate bei bestimmten Formen von Darmkrebs

Immuntherapie halbiert Rückfallrate bei bestimmten Formen von Darmkrebs

Die Ergänzung der standardmäßigen adjuvanten Chemotherapie durch die Immuntherapie mit Atezolizumab verbessert deutlich die Behandlungsergebnisse bei Patient:innen mit bestimmten Formen von Darmkrebs nach einer Operation. Das ist das Ergebnis der ATOMIC-Studie (Alliance A021502/AIO-KRK-0317), die in Deutschland von Prof. Dr. Anke Reinacher-Schick vom St. Josef Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum, koordiniert wurde [1]. Die Studie zeigte eine 50%ige Verringerung des Risikos für ein Wiederauftreten der Erkrankung oder den Tod im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. Damit ist ein neuer Behandlungsstandard für diese biologisch unterscheidbare Untergruppe etabliert.
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Thorakale Tumoren
Immuntherapie beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom

Immuntherapie beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom: Wirksamkeit, Verträglichkeit und aktuelle Chancen beim SCLC und NSCLC

Häufig werden kleinzellige (SCLC) und nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC) im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Deshalb sind wirksame und verträgliche Therapieoptionen für die Erstlinie (1L) essenziell. Die Chemo-Immuntherapie (CIT) ist beim fortgeschrittenen SCLC (ES-SCLC) mittlerweile Standard: Die ZNS-wirksame Kombination aus Atezolizumab + Carboplatin/Etoposid (C/E) hat die Prognose der Patient:innen deutlich verbessert. Beim NSCLC gilt es, Patient:innen, die Platin-ungeeignet sind, frühzeitig zu identifizieren, um ihnen die verträglichere Atezolizumab-Monotherapie anbieten zu können.
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SCLC
Kleinzelliges Lungenkarzinom: Nächstes Ziel Langzeitüberleben
DKK 2026

Kleinzelliges Lungenkarzinom: Nächstes Ziel Langzeitüberleben

Vorsichtiger Optimismus beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom: Die Immunchemotherapie (ICT) ist in der Erstlinie bereits etabliert, nun entwickeln sich Erhaltungskonzepte. In der Zweitlinie bahnt sich mit DLL3-gerichteten Therapien eine Innovation an. Prof. Dr. Niels Reinmuth, München-Gauting, sah guten Grund für Zuversicht. „Wir werden in den nächsten ein, zwei Jahren eine Vielzahl von neuen Daten sehen, die dieses Krankheitsspektrum auf den Kopf stellen“, sagte er zu Beginn eines Symposiums beim Deutschen Krebskongress (DKK) in Berlin.
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NSCLC
PD-1-Inhibition beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom
PD-1-Inhibition beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom

Neues 5-Jahres-Update belegt: Überzeugende Langzeitwirksamkeit von Cemiplimab in der Kombination – insbesondere bei plattenepithelialer Histologie

Beim Kongress der europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie – Immunonkologie (ESMO-IO) im Dezember 2025 in London wurden erstmals die 5-Jahres-Daten der histologischen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC)-Subgruppen aus der Kombinationsstudie EMPOWER-Lung 3 (Cemiplimab + Chemotherapie (CTx) vs. CTx bei Programmierter Zelltod Ligand-1 (PD-L1) ≥ 1%) vorgestellt [1]. Die Kombinationstherapie mit Cemiplimab verdreifachte dabei fast die 5-Jahres-Überlebensrate im Vergleich zu alleiniger CTx [1]. Damit liegen für Cemiplimab nun 2 große Phase-III-Studien mit Langzeitdaten zur Mono- und Kombinationstherapie beim fortgeschrittenen NSCLC vor. Cemiplimab überzeugte in beiden Studien in der Subgruppe mit plattenepithelialer Histologie (sqNSCLC) – ein historisch eher schwer zu therapierendes Kollektiv [4-7].
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Urothelkarzinom
expanda Onkologie 2025

Muskelinvasives Urothelkarzinom: Prof. Anja Lorch zu neuen Standards der perioperativen Therapie

Im Rahmen des Online-Seminars „expanda Onkologie“ am 8. November 2025 präsentierte Prof. Dr. Anja Lorch, Leitende Ärztin und Stellvertretende Klinikdirektorin der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie am Universitätsspital Zürich, aktuelle Entwicklungen bei urogenitalen Tumoren. In diesem Videobeitrag fokussiert sie sich auf das muskelinvasive Urothelkarzinom und stellt wegweisende Studienergebnisse zur perioperativen Therapie vor, die neue Behandlungsstandards für verschiedene Patientengruppen etablieren.
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ASH 2025
ASH 2025

CLL/SLL: Neuer Erstlinien-Standard für ältere Patient:innen?

Inhibitoren der Bruton-Tyrosinkinase (BTK) haben sich in den letzten Jahren in der Therapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) und des kleinen lymphozytischen Lymphoms (SLL) fest etabliert, insbesondere der kovalente Inhibitor Ibrutinib. Eine globale Phase-III-Studie, die bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in Orlando, USA, vorgestellt wurde, verglich beim neu-diagnostizierten CLL/SLL einen neuen nicht-kovalenten BTK-Inhibitor, Pirtobrutinib, randomisiert mit einer Immunchemotherapie aus Bendamustin und Rituximab (BR).
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NSCLC
NSCLC: Differenzierte Therapie mit Durvalumab in den Stadien II und III
Kurativ intendierte Therapie des NSCLC

MDT-BRIDGE: Differenzierte Therapie mit Durvalumab in den Stadien II und III

Immuncheckpoint-Inhibitoren werden zunehmend in der perioperativen Behandlung des frühen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) eingesetzt. Dennoch bleiben zentrale Fragen offen – insbesondere hinsichtlich des optimalen Vorgehens bei Patient:innen mit potenziell-resezierbarem Tumor. Auch fehlten bislang belastbare Daten für den Fall, dass eine zunächst als resezierbar eingeschätzte Erkrankung sich doch nicht operieren lässt. Wichtige Antworten liefert hier die Interimsauswertung der Phase-II-Studie MDT-BRIDGE*, die beim Europäischen Krebskongress (ESMO) in Berlin vorgestellt wurde. Sie ist die erste globale Studie, die prospektiv eine neoadjuvante Therapie mit Durvalumab + Chemotherapie (CT) bei Patient:innen mit potenziell-resezierbarem NSCLC evaluiert.
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Gallengangskarzinom
Fortgeschrittene biliäre Karzinome: Real-World-Evidenz unterstreicht Bedeutung von Durvalumab + Gem-Cis in der Erstlinientherapie
Fortgeschrittene biliäre Karzinome

Real-World-Evidenz unterstreicht Bedeutung von Durvalumab + Gem-Cis in der Erstlinientherapie

Der Immuncheckpoint-Inhibitor Durvalumab hat einen Paradigmenwechsel in der Therapie fortgeschrittener biliärer Karzinome (BTC) bewirkt. In Kombination mit Gemcitabin und Cisplatin (Gem-Cis) hat Durvalumab einen langanhaltenden Vorteil des Gesamtüberlebens (OS) gegenüber Placebo + Gem-Cis gezeigt [1]. Diese Evidenz aus der Interventionsstudie TOPAZ-1 wird ergänzt durch Real-World-Studien, deren Ergebnisse die Verwendung von Gem-Cis + Durvalumab als Erstlinien-Standardtherapie stützten [2-6].
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NSCLC
Ein Röhrchen mit einer Blutprobe und der Aufschrift "Lung Cancer" Non-Small cell, das eine Person mit gelben Handschuhen hält.

Anatomische Lungenresektion nach neoadjuvanter Chemoimmuntherapie

Die neoadjuvante Chemoimmuntherapie hat sich als vielversprechende Strategie in der Behandlung des resektablen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) etabliert. Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) können sowohl in Kombination mit einer Chemotherapie als auch als Monotherapie eine antitumorale Immunantwort auslösen und zu einem verbesserten pathologischen Ansprechen und einer höheren Überlebenswahrscheinlichkeit führen. Gleichzeitig ergeben sich neue chirurgische Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit und den Stellenwert minimal­invasiver Verfahren. Die bisherigen Daten aus großen Phase-III-Studien erlauben erste Rückschlüsse auf die onkologische und perioperative Sicherheit der anatomischen Lungenresektion im Rahmen multimodaler Behandlungskonzepte. Diese werden in der vorliegenden Übersichtsarbeit dargestellt. Eine Herausforderung bleibt jedoch die Vorhersage des Therapieansprechens und die individuelle Risikoeinschätzung.
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Medizin
NSCLC: Cemiplimab verbessert 5-Jahres-Überlebensrate

NSCLC: Cemiplimab verbessert 5-Jahres-Überlebensrate

Aktuelle explorative Daten, die auf der diesjährigen World Conference on Lung Cancer (WCLC) vorgestellt wurden, zeigen, dass die Kombination aus Cemiplimab und Chemotherapie mit einer Fünf-Jahres-Gesamtüberlebensrate von 19,4% mehr als doppelt so wirksam ist wie eine alleinige Chemotherapie (8,8%). In der 5-Jahres-Analyse bestätigte sich die konsistente Wirksamkeit über alle Histologien hinweg, wobei Patient:innen mit Plattenepithelkarzinomen besonders profitierten: Ihr medianes Gesamtüberleben lag bei 22,3 Monaten.
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NSCLC
Schematische Darstellung von Lungenkrebs im linken Lungenflügel, blauer Mensch vor dunkelblauem Hintergrund

Perioperative Immuntherapie beim resektablen NSCLC

Die Immuntherapie hat in den letzten Jahren die Therapielandschaft des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) fundamental verändert. Bei resektablen Tumoren im UICC-Stadium II-III wurde inzwischen eine Reihe von Studien zur neoadjuvanten, adjuvanten sowie perioperativen (Chemo-)Immuntherapie veröffentlicht [1-13]. Es konnte eine Überlegenheit durch Hinzunahme der Immuntherapie bezüglich des krankheits- (DFS) bzw. ereignisfreien Überlebens (EFS) und auch des Gesamtüberlebens (OS) demonstriert werden. Mit diesen ermutigenden Ergebnissen eröffnen sich neue Möglichkeiten und Herausforderungen in der interdisziplinären Therapie des NSCLC. Die Wirksamkeit und das Nebenwirkungsprofil weiterer Kombinationstherapien, u.a. mit etablierten Chemotherapeutika sowie das optimale Therapieregime sind weiterhin ein aktuelles Forschungsziel. Gegenstand dieses Artikels soll ein Überblick über die derzeitige Evidenzlage zur perioperativen Immuntherapie beim resektablen Lungenkarzinom sowie Aspekte zu Patientenselektion und derzeit geltenden klinischen Standards sein.
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NSCLC
Lung Cancer

Das nicht-metastasierte NSCLC: Multimodale Therapiekonzepte im kurativen Setting

Die lokal begrenzten, nicht-metastasierten Stadien des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) umfassen die TNM-Klassifikationen IA-IIIC. Nur Stadium I gilt als frühes Stadium mit prognostischer Bedeutung der Tumorgröße. Ab Stadium II steigt das Risiko für systemische Rezidive, weshalb in der Regel eine Kombination aus lokaler und systemischer Therapie erforderlich ist. Bei funktionell operablen Stadien (I-III) steht die radikale Operation im Vordergrund, während bei nicht-operablen Patient:innen die Strahlentherapie – konventionell fraktioniert oder stereotaktisch – als l­okale Therapiemaßnahme eingesetzt wird. Multimodale Konzepte kombinieren lokale und systemische Therapieansätze, um die Heilungschancen zu verbessern und die Langzeitprognose zu optimieren.
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Medizin
Überlebensvorteil beim ES-SCLC unter Kombinationstherapie mit Atezolizumab
ASCO 2025

Überlebensvorteil beim ES-SCLC unter Kombinationstherapie mit Atezolizumab

Das fortgeschrittene kleinzellige Lungenkarzinom (ES-SCLC) ist therapeutisch besonders herausfordernd [1]. Die Chemo-Immuntherapie mit Atezolizumab veränderte den Standard of Care beim ES-SCLC [2, 3]. Neue Daten der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2025 zeigen einen weiteren therapeutischen Fortschritt für ES-SCLC-Patient:innen: Die Hinzunahme von Lurbinectedin zu Atezolizumab in der Erhaltungstherapie senkte das Risiko für eine Krankheitsprogression oder Tod um 46% und das Sterberisiko um 27% [4]. Vorrausetzung für die Kombination in der Erhaltung war eine Induktionstherapie mit Atezolizumab plus Carboplatin/Etoposid (CE) [4].
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NSCLC
POSEIDON-Regime beim metastasiertes NSCLC
Metastasiertes NSCLC

Translationale Evidenz für doppelte Immuncheckpoint-Blockade mit dem POSEIDON-Regime

Das POSEIDON-Regime, eine Kombination aus Durvalumab, Tremelimumab und Chemotherapie, zeigte eine hohe Wirksamkeit beim metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) – insbesondere bei nicht-plattenepithelialer Histologie. Es erwies sich in explorativen Analysen ebenso als wirksam in Subgruppen mit Mutationen in den Genen STK11, KEAP1 oder KRAS [1]. Dabei scheint die Gabe des CTLA-4-Inhibitors Tremelimumab, der zeitlich begrenzt gegeben wird, entscheidend zu sein, um Resistenzen gegenüber alleiniger PD-(L)1-Inhibiton, die bei diesen Mutationen beobachtet wurden, zu überwinden [2]. Die Identifikation dieser Patient:innen setzt eine umfassende Molekulardiagnostik noch vor Therapiebeginn voraus.
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Endometriumkarzinom
Immun-Chemotherapie + PARPi bei Endometriumkarzinom mit pMMR
Primär fortgeschrittenes und rezidivierendes Endometriumkarzinom

Beim pMMR-EC mehr erreichen mit erstem Immun-Chemotherapiekonzept + PARPi

Für Patientinnen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom (EC) und einer Mismatch-Reparatur-Profizienz (pMMR) steht ein neues, innovatives Therapiekonzept in der Erstlinie zur Verfügung – die erste um einen Poly(ADP-Ribose)-Polymerase-Inhibitor (PARPi) erweiterte Immun-Chemotherapie [1, 2]. Durch die Addition von Olaparib zu Durvalumab in der Erhaltungstherapiephase können nunmehr auch pMMR-Patientinnen profitieren, die auf die alleinige Immun-Chemotherapie meist schlechter ansprechen als EC-Patientinnen mit einer Mismatch-Reparatur-Defizienz (dMMR) [3-6].
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