Samstag, 24. August 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

27. Oktober 2017 uHCC: Lenvatinib in der Erstlinientherapie vergleichbar mit Sorafenib

Der Tyrosinkinase-Inhibitor Lenvatinib wirkt auf das Gesamtüberleben bei Patienten mit nicht-resezierbarem Leberzellkarzinom (uHCC) ähnlich gut wie die Standardtherapie Sorafenib, zeigen die Daten der Phase-III-Studie REFLECT.
Anzeige:
In der internationalen, multizentrischen offenen Phase-III-Studie REFLECT wurden Wirksamkeit und Verträglichkeit von Lenvatinib und Sorafenib bei 954 nicht vorbehandelten Patienten mit nicht resezierbarem Leberzellkarzinom verglichen. Der primäre Endpunkt, die Nicht-Unterlegenheit von Lenvatinib in der Wirkung auf das Gesamtüberleben, wurde erreicht, die Patienten der Lenvatinib-Gruppe überlebten im Median 13,6 Monate, die der Sorafenib-Gruppe 12,3 Monate (HR=0,92; 95%-KI: 0,079-1,06). Das Ergebnis wurde in allen Subgruppen gesehen. Das mediane progressionsfreie Überleben verdoppelte sich mit Lenvatinib von 3,7 auf 7,4 Monate unter Sorafenib (HR=0,66; 95%-KI: 0,57-0,77; p<0,00001). Auch die Zeit bis zur Progression (TTP) war mit Lenvatinib deutlich länger als mit Sorafenib (8,9 vs. 3,7 Monate; HR=0,63; 95%-KI: 0,53-0,73; p<0,00001). Im Lenvatinib-Arm war zudem die Gesamtansprechrate signifikant höher als im Vergleichsarm (24,1% vs. 9,2%; p<0,00001). Zu den häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen unter Lenvatinib-Therapie gehörten Bluthochdruck (42%), Diarrhoe (39%), verminderter Appetit (34%) und Gewichtsverlust (31%). Die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL) verschlechterte sich in beiden Studienarmen. Klinisch relevant langsamer verlief die Verschlechterung unter Lenvatinib im Vergleich zu Sorafenib für die Dimensionen Rollenfunktion, Schmerzen, Diarrhoe, Ernährung und Körperbild. Auch diese Auswertung bestätigt die Nicht-Unterlegenheit von Lenvatinib im Vergleich zu Sorafenib. Auf der Grundlage der REFLECT-Daten hat Eisai in diesem Jahr einen Zulassungsantrag für Lenvatinib als Erstlinientherapie für Patienten mit nicht-resezierbarem HCC bei der europäischen Arzneimittelbehörde und weiteren Zulassungsbehörden gestellt.

Dr. Susanne Heinzl (sh)

Quelle: Pressekonferenz „Neue Daten zum Einsatz von Lenvatinib als Erstlinientherapie bei Patienten mit nicht-resezierbarem Leberzellkarzinom“, DGHO, 02.10.2017, Stuttgart; Veranstalter: Eisai


Das könnte Sie auch interessieren

Wacken & DKMS: Gemeinsam gegen Blutkrebs

Wacken & DKMS: Gemeinsam gegen Blutkrebs
© DKMS gemeinnützige GmbH

Die DKMS ist zum vierten Mal mit einer Registrierungsaktion Teil des Wacken Open Air Festivals (W:O:A). Vom 3. bis zum 5. August 2017 können sich Besucher nicht nur über die lebensrettende Arbeit der internationalen gemeinnützigen Organisation informieren sondern sich auch als potenzielle Spender aufnehmen lassen. Parallel sind die Unterstützerinnen der Initiative „Wacken hilft“ mit viel Herzblut im Einsatz und verkaufen im Ort selbst gebackenen Kuchen zugunsten der DKMS...

Bayern gegen Darmkrebs: Das Modellprojekt „Sprich drüber!“ will junge Menschen im Freistaat vor einer Erkrankung bewahren.

Bayern gegen Darmkrebs: Das Modellprojekt „Sprich drüber!“ will junge Menschen im Freistaat vor einer Erkrankung bewahren.
FARKOR: Werbe-Anzeige Frau / © Felix Burda Stiftung

Auf Initiative der Felix Burda Stiftung haben sich die bayerischen Krankenkassen und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) zum Modellprojekt „Sprich drüber!“ zusammengeschlossen. Ziel des Projekts ist es, ein vorhandenes familiäres Darmkrebsrisiko bei Versicherten im Alter von 25 bis 49 Jahren möglichst so früh zu identifizieren, dass diese vor einer Darmkrebserkrankung bewahrt werden können. Jede Bayerin und jeder Bayer in dieser...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"uHCC: Lenvatinib in der Erstlinientherapie vergleichbar mit Sorafenib"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EHA 2019
  • Subgruppenanalyse der ELIANA- und ENSIGN: Tisagenlecleucel auch bei jungen Patienten mit r/rALL und zytogenetischen Hochrisiko-Anomalien sicher und effektiv
  • Polycythaemia vera: Molekulares Ansprechen korreliert mit vermindertem Thrombose-Risiko und einer Reduktion von Thrombose- und PFS-Ereignissen
  • AML-Therapie 2019: Neue Substanzen im klinischen Einsatz, aber nach wie vor hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen
  • Eisenüberladung bei Patienten mit Niedrigrisiko-MDS auch in Pankreas und Knochenmark nachweisbar
  • CML: Switch auf Zweitgenerations-TKIs nach unzureichendem Ansprechen auf Imatinib in der Erstlinie führt zu tieferen molekularen Remissionen
  • FLT3-mutierte AML: Midostaurin wirksam bei allen ELN-Risikoklassen und bei unterschiedlichen Gensignaturen
  • Real-world-Daten: Transfusionsabhängigkeit und Ringsideroblasten bei Niedrigrisiko-MDS assoziiert mit toxischen Eisenspezies und verkürztem Überleben
  • Erstlinientherapie der CML: Nilotinib führt auch im klinischen Alltag zu tieferen molekularen Remissionen als Imatinib
  • Weltweite Umfrage bei Ärzten und Patienten zur ITP-Therapie unterstreicht Zufriedenheit mit Thrombopoetinrezeptor-Agonisten
  • Therapiefreie Remission nach zeitlich begrenzter Zweitlinientherapie mit Eltrombopag bei Patienten mit primärer ITP erscheint möglich