Samstag, 15. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Darzalex
Darzalex
 
JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
24. Juni 2019

Pankreaskarzinom und Hämatologie im Fokus

Uwe Pelzer
In dieser Ausgabe finden Sie eine umfassende und interdisziplinäre Übersicht zum Pankreaskarzinom der Charité – Universitätsmedizin Berlin, mit der Sie 2 CME-Punkte erhalten können. Das duktale Adenokarzinom des Pankreas wird in den nächsten 10 Jahren zur zweithäufigsten tumorbedingten Todesursache werden. Aufgrund der initial oft nur unspezifischen Beschwerdesymptomatik sowie der frühen Ausbreitungstendenz erfolgt für die Mehrzahl der Patienten die Diagnose erst in einer fortgeschrittenen, metastasierten und somit palliativen Therapiesituation. In der letzten Dekade haben sich die systemischen Behandlungsmöglichkeiten für alle Krankheitsstadien um einige sinnvolle Optionen erweitern lassen. Zunehmend können wir unseren Patienten effektive Sequenztherapien anbieten. Für primär oder sekundär operable Stadien eröffnet der Einzug der roboterassistierten Operationstechnik eine deutlich atraumatischere Tumorentfernung mit verkürzter postoperativer Erholung und stationärem Aufenthalt. Weiterhin bleibt das Pankreaskarzinom derzeit jedoch eine Domäne der systemischen, klassischen zytoreduktiven Therapie. Biologische, zielgerichtete oder immuntherapeutische Ansätze sind für die Mehrheit der Patienten bisher weitestgehend erfolglos geblieben. Die besondere Herausforderung und Verantwortung ist, unseren Patienten bei Diagnosestellung eine situationsgerechte, optimale Therapiestrategie anzubieten. Diese sollte auch über den weiteren Therapieverlauf der jeweiligen Situation angepasst werden, um individuelle Patienten zu identifizieren, die von multimodalen Konzepten eines innovativen Pankreaszentrums profitieren können.

Herr Behre und Kollegen schildern die hämatopoetischen Differenzierungsprozesse bei den klinisch verwandten Myelodysplastischen Syndromen und akuter myeloischer Leukämie. Bei beiden Entitäten sind zudem eine Reihe von Genen des Spleiß-apparates mutiert. Über die klinische Bedeutung dieser Varianten und Mutationen berichten Frau Janning und Herr Fiedler. Patienten mit aktivem Multiplen Myelom haben nach Erstdia-gnose eine erhöhte Infekt-Mortalität. Ursache kann u.a. eine sekundäre Hypogammaglobulinämie sein; Frau von Metzler und Herr Zurmeyer diskutieren diese spezielle Situation. Herr Wirz befasst sich mit der Art und Weise der möglichen Chronifizierung von Tumorschmerzen. Eine Einschätzung der Therapiereserven bei älteren Patienten wird mittlerweile von mehreren hämatoonkologischen Fachgesellschaften routinemäßig empfohlen. Herr Goede erläutert die Notwendigkeit des geriatrischen Assessments eingehend.

Genießen Sie die Lektüre dieser kurzweiligen Wissensauffrischung doch gern auf Balkon oder Terrasse, der Sommer steht vor der Tür,

Ihr

Uwe Pelzer

Das könnte Sie auch interessieren
Informationen zum HeamaKUM am LMU Klinikum
Informationen+zum+HeamaKUM+am+LMU+Klinikum+
© Andrey Popov / Fotolia.de

Das HaemaKUM am LMU Klinikum bietet Ihnen eine einzigartige Kombination von diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bei allen Arten von Leukämien, Lymphomen und dem multiplen Myelom. Zum Einsatz kommt hier modernste Diagnostik (MRT, CT, PET-CT; molekulare Marker in Gewebeproben und Blut), um Ihre Erkrankung exakt zu diagnostizieren. Mit Hilfe gut etablierter, aber auch teilweise nur in Studien verfügbaren neuesten...

Mit individuell zugeschnittenen Behandlungen länger überleben
Mit+individuell+zugeschnittenen+Behandlungen+l%C3%A4nger+%C3%BCberleben
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Lange Zeit galt die Diagnose Lungenkrebs als sicheres Todesurteil. Dank neuer Diagnostik und personalisierter Behandlungsmethoden haben sich die Aussichten für Betroffene in den letzte fünf Jahren dramatisch verbessert, wie Experten auf dem Kongress der European Respiratory Society (ERS) in Mailand erklärten. Wichtig sei, stets einen Lungenfacharzt in die Behandlung mit einzubeziehen, betont die Deutsche Gesellschaft für...

Aktionswoche zur Aufklärung über Kopf-Hals-Krebs
Aktionswoche+zur+Aufkl%C3%A4rung+%C3%BCber+Kopf-Hals-Krebs
© Merck Serono

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute bekannt gegeben, dass es sich auch in diesem Jahr an der Aktionswoche zu Kopf-Hals-Krebs beteiligt. Diese wird zum vierten Mal von der Europäischen Kopf-Hals-Gesellschaft (engl.: European Head and Neck Society, EHNS) initiiert und findet vom 19. bis 23. September 2016 statt. Im Rahmen der europaweiten Aktivitäten veranstalten mehrere deutsche Kliniken und...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Pankreaskarzinom und Hämatologie im Fokus"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.