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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

24. März 2020 Novartis-Pipeline: Neue Substanzen und Fokus auf Kombinationstherapien

Die „differenzierte Immuntherapie“ steht im Fokus der Forschungsaktivitäten von Novartis. Die Pipeline stützt sich auf die Säulen solide Tumoren, Hämatologie, Immunonkologie und Radioligandentherapie. Mehrere Hauptwirkstoffe dieser Pipeline sollen bis 2023 eine Zulassung erhalten.
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Den Prüfwirkstoff Alpelisib (BYL719) beim HR+/HER2-negativen Mammakarzinom stellte Dr. Jörg Schubert, Novartis, vor: Mit dem a-selektiven PI3K-Inhibitor konnte in der Zulassungsstudie SOLAR-1 bei endokrin vorbehandelten Patientinnen gezeigt werden, dass er in Kombination mit Fulvestrant bei vorhandener PIK3CA-Mutation das progressionsfreie Überleben verlängert – vs. Placebo + Fulvestrant (11,0 vs. 5,7 Monate) und vs. die nicht-mutierte Kohorte. Auch die Ansprechrate war unter Alpelisib + Fulvestrant höher als in der Placebo-Gruppe (26,6% vs. 12,8%). „Daher sollte das Tumormaterial per Liquid Biopsy vor der Therapie untersucht werden“, so Schubert. Die Zulassung, die von der FDA bereits im Mai 2019 erfolgte, wird in der EU für 2020 erwartet. Alpelisib wird auch in Kombination mit Chemotherapie beim triple-negativen Mammakarzinom sowie beim Ovarialkarzinom in Studien evaluiert. Auch bei der seltenen Erkrankung PROS (PIK3CA-related Overgrowth Syndrome) wird Alpelisib als medikamentöse Option evaluiert.

Der Interleukin-1b-Inhibitor Canakinumab (ACZ885) hemmt Entzündungsprozesse und wird im CANOPY-Studienprogramm beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) untersucht: Canakinumab neo-adjuvant (CANOPY-N), Canakinumab adjuvant (CANOPY-A), Canakinumab + Pembrolizumab + Platin-haltige Chemotherapie (CANOPY-1) und Canakinumab + Docetaxel (CANOPY-2).

Zur chronischen myeloischen Leukämie (CML) stellte Dr. Michael Dreiseidler, Novartis, das Prüfmedikament Asciminib (ABL001) vor, einen allosterischen Inhibitor des BRC-ABL-Proteins. Die Ergebnisse der Zulassungsstudie als Monotherapie vs. Bosutinib sollen auf dem ASH im Dezember 2020 vorgestellt werden.

Dr. Dirk Krüger, Advanced Accelerator Applications, erläuterte das Prinzip der Radioligandentherapie (RLT). Das radioaktiv markierte Molekül Lutetium-177, das an PSMA-617 gebunden ist, bindet wiederum an Tumorzellen mit dem bei den Patienten hochexprimierten PSMA, sodass der b-Strahler 177-Lu diese Tumorzellen zerstört. Nach der NETTER-1-Studie erfolgte die Zulassung bereits zur Behandlung von gastroenteropankreatischen neuroendokrinen Tumoren (GEP-NET), für dieses Jahr soll die Indikation metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom (mCRPC) dazukommen. Zur Pipeline gehören außerdem der Anti-TIM3-Inhibitor MBG453 zur Behandlung des Hochrisiko-Myelodysplastischen Syndroms (MDS) sowie der Anti-PD-1-Antikörper PDR001 beim malignen Melanom.

(ab)

Quelle: Workshop „Forschungsschwerpunkte von Novartis Oncology Pipeline und Studienwerkstatt“, DKK, 18.02.2020, Berlin; Veranstalter: Novartis


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