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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
15. November 2019

nmCRPC: Der Angst vor Metastasen therapeutisch begegnen

Männer mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom und schnellem PSA-Anstieg fürchten das Auftreten von Metastasen, berichtete PD Dr. Frank König, Berlin. „Die Diagnose von Metastasen bedeutet Krankheitsprogress und setzt damit Ängste frei.“ Es wird befürchtet, dass dann eine Chemotherapie notwendig wird, die Schmerzen zunehmen und man dem Tod deutlich näher gerückt ist. Eine sensitivere Wahrnehmung – und neue Therapiemöglichkeiten – haben, so König, zu Recht die Aufmerksamkeit auf diese Subgruppe des Prostatakarzinoms gelenkt.
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Das nicht metastasierte kastrationsresistente Prostatakarzinom (nmCRPC) führte bislang ein Schattendasein. Auf einem von Bayer unterstützten Symposium während des DGU-Kongresses schilderten Experten die Problematik und stellten Daten zu dem Androgenrezeptor-Antagonisten (ARA) Darolutamid vor, der sich in dieser Indikation im Zulassungsverfahren befindet.

Mit der Substanzklasse der ARA kann das Metastasierungsrisiko erheblich gesenkt werden. Dafür wurde ein neuer Endpunkt generiert, das metastasenfreie Überleben (MFS), der auch in der ARAMIS-Studie primärer Zielparameter war. Das mediane MFS betrug im Studienarm mit Darolutamid 40,4 Monate vs. 18,4 Monate im Placebo-Arm. Die Wahrscheinlichkeit für Tod oder Metastasierung wurde damit um 59% verringert, betonte der Urologe (p<0,001). Durch die Behandlung verursachte unerwünschte Ereignisse traten im Darolutamid-Arm ähnlich häufig wie beim Placebo-Kollektiv auf (1).

Reimund Freye

Quelle: Satelliten-Symposium „Die Klaviatur des PCa“, DGU, 19.09.2019, Hamburg; Veranstalter: Bayer

Literatur:

1. Fizazi K et al. N Engl J Med 2019;380:1235-46.


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