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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

15. März 2018 mCRC: Gute Wirksamkeit von Aflibercept unabhängig von Mutationsstatus und Tumorlokalisation

Beim metastasierten kolorektalen Karzinom (mCRC) gilt es, durch die richtige Therapiesequenz ein möglichst langes Überleben bei guter Lebensqualität zu realisieren. Das antiangiogenetisch wirksame Fusionsprotein Aflibercept kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Es zeigt in Studien eine konsistente Wirksamkeit in der Zweitlinie in allen vordefinierten Patientensubgruppen, unabhängig vom Mutationsstatus und der Tumorlokalisation.
Deutliche Fortschritte wurden in der Vergangenheit beim mCRC vor allem durch die sequenzielle Therapie erwirkt mit einer Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) auf median inzwischen 30 Monate. Welches Regime bei der Zweitlinientherapie eingesetzt wird, ist nach Prof. Dr. Arndt Vogel, Hannover, von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu gehören u.a. Krankheitsverlauf, Allgemeinzustand des Patienten und auch die erfolgten Vorbehandlungen einschließlich dabei aufgetretener unerwünschter Wirkungen.

Üblicherweise kommt laut Vogel bei der Erstlinientherapie ein EGFR- oder VEGF-Inhibitor zum Einsatz. In der zweiten Linie ist eine eventuell weitere antiangiogene Behandlung mit einem anderen Wirkstoff wie z.B. Aflibercept zu erwägen, das neben VEGF-A und VEGF-B auch PIGF (Placental Growth Factor) bindet und blockiert.

Dass Aflibercept in Kombination mit FOLFIRI eine wirksame Behandlungsoption nach Versagen einer Oxaliplatin-basierten Vortherapie darstellt, belegen die Ergebnisse der Phase-III-Studie VELOUR. In der Studie wurde eine signifikante OS-Verlängerung erreicht: Es resultierte unter Aflibercept+FOLFIRI ein medianes OS von 13,5 Monaten im Vergleich zu 12,1 Monaten unter alleiniger Gabe von FOLFIRI. Das entspricht einer Risikoreduktion um 16% durch die zusätzliche Gabe von Aflibercept. Auch das progressionsfreie Überleben wurde signifikant verlängert.

Bemerkenswert ist laut Prof. Dr. Carsten Bokemeyer, Hamburg, dass der Überlebensvorteil in allen vordefinierten Subgruppen zu dokumentieren war und zwar sowohl bei Nachweis einer RAS- oder BRAF-Mutation sowie den jeweiligen Wildtyp-Patienten als auch bei Patienten mit links- oder rechtsseitigem Primarius. Die VELOUR-Studie zeigte darüber hinaus, dass auch mit Bevacizumab vorbehandelte Patienten in der Zweitlinie von einer Aflibercept-Therapie profitieren. Dokumentiert wurde ferner eine stabile Lebensqualität, was nach Bokemeyer ebenso wie die gute Wirksamkeit für einen breiten Einsatz des Wirkstoffs in der Zweitlinientherapie des mCRC spricht.

Christine Vetter

Quelle: Pressegespräch „Expertise CRC“, DKK, 22.02.2018, Berlin; Veranstalter: Sanofi


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