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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

16. Dezember 2019 ESMO 2019 – Abstracts & Kurznachrichten

• NIS VARGADO: Nintedanib + Docetaxel nach vorangegangener Immuncheckpoint-Inhibition beim NSCLC sinnvolle Option
• ES-SCLC: Atezolizumab + Carboplatin/Etoposid als Standard bestätigt
• Interview mit Hervé Hoppenot, Präsident und CEO von Incyte Corp.
• Ovarialkarzinom: Einsatz der PARP-Inhibitoren im klinischen Alltag
NIS VARGADO: Nintedanib + Docetaxel nach vorangegangener Immuncheckpoint-Inhibition beim NSCLC sinnvolle Option

Im Nachgang des ESMO-Kongresses 2019 wurden in einem Webinar Therapieentscheidungen bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) besprochen. Besonders bedeutend die Frage: Was tun nach Progress?

Kommt es unter einer Checkpoint-Blockade zum Progress, entsteht eine immunsuppressive Tumorumgebung. Eine antiangiogene Therapie hat das Potenzial, diesen Effekten entgegenzuwirken, so Prof. Dr. Martin Reck, Grosshansdorf. Er stellte Real-life-Daten aus der nicht-interventionellen Studie (NIS) VARGADO sowie aus der GioTAG-Studie vor. Eine neue Interimsanalyse (n=32) der prospektiven NIS VARGADO bei Patienten mit fortgeschrittenem Adenokarzinom der Lunge ohne therapierbare Mutation zeigte unter Nintedanib + Docetaxel eine objektive Ansprechrate (ORR) von 50% und eine Krankheitskontrollrate (DCR) von 79%. Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) lag bei 7,1 Monaten. Die NIS VARGADO sei derzeit die einzige Studie, die die Fragestellung zu dieser Therapiesequenz in der klinischen Routine prospektiv adressiert, so Reck.
ab

Webinar „Planen, umdenken und aus der Praxis lernen – interaktiver MediaDialog zur Therapie des NSCLC“, 08.10.2019; Veranstalter: Boehringer Ingelheim

Mehr unter: www.med4u.org/16183



ES-SCLC: Atezolizumab + Carboplatin/Etoposid als Standard bestätigt

Die Kombination Atezolizumab + Carboplatin/Etoposid wurde im September 2019 von der EMA als Erstlinientherapie des fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinoms (extensive-stage small cell lung cancer, ES-SCLC) zugelassen. Ein auf dem ESMO 2019 präsentiertes Update der zulassungsrelevanten multizentrischen, doppelblinden, randomisierten, Placebo-kontrollierten Phase-I/III-Studie IMpower133 bestätigte erneut, dass die Zugabe von Atezolizumab zur bisherigen Standardchemotherapie aus Carboplatin + Etoposid bei Patienten mit ES-SCLC zu einer klinisch signifikanten Verbesserung des Gesamtüberlebens und des progressionsfreien Überlebens gegenüber Carboplatin + Etoposid allein führte.

ESMO 2019

Mehr unter: https://www.journalonko.de/news/lesen/13426



Interview mit Hervé Hoppenot, Präsident und CEO von Incyte Corp.

Incyte Corp. ist ein globales biopharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Wilmington, Delaware, USA, das sich auf die Grundlagenforschung und die Entwicklung neuer Substanzen konzentriert, um Versorgungslücken bei Krebs- und anderen Erkrankungen zu schließen, wobei der Schwerpunkt auf der Onkologie liegt.

In den vergangenen Jahren war Incyte 3x unter den Top 10 der innovativsten Unternehmen, was insbesondere auf die breite Pipeline zurückgeführt wird. Um dieses vielfältige Portfolio und die klinischen Entwicklungsaktivitäten in Deutschland zu verstärken, strebt Incyte Biosciences Germany, das auf dem Wissenschaftscampus Martinsried bei München vertreten ist, die Zusammenarbeit mit deutschen Universitäts- und Forschungseinrichtungen an.
Auf dem ESMO 2019 stellte das Unternehmen aktuelle Studienergebnisse aus dem Onkologieportfolio vor, darunter die Studie FIGHT-202, eine Phase-II-Studie mit Pemigatinib bei Patienten mit zuvor behandeltem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom. JOURNAL ONKOLOGIE sprach im Rahmen des ESMO mit Hervé Hoppenot, Präsident und Chief Executive Officer von Incyte Corp., über die aktuelle Pipeline, laufende und künftige Projekte.
ah

Mehr unter: www.med4u.org/16182



Ovarialkarzinom: Einsatz der PARP-Inhibitoren im klinischen Alltag

Die Erhaltungstherapie mit PARP-Inhibitoren nach Platin-haltiger Chemotherapie hat zu einer Prognoseverbesserung bei Ovarialkarzinom-Patientinnen mit high-grade seröser oder epithelialer Platin-sensitiver Erkrankung geführt. Im November 2017 wurde Niraparib, im Mai 2018 Olaparib und im Januar 2019 Rucaparib, alle unabhängig vom BRCA- und HRD-Status, zugelassen. In einem Satelliten-Symposium wurden Aspekte für die Therapieentscheidung diskutiert. Die antiangiogene Therapie mit Bevacizumab und die zielgerichtete Therapie mit PARP-Inhibitoren sollten jeweils nur einmal im Verlauf der Erkrankung eingesetzt werden, so Dr. Alexandra Leary, Villejuif, Frankreich. Daher sei abzuwägen, in welcher Therapielinie die Substanzen optimal eingesetzt sind.
Dr. rer. nat. Ine Schmale

Satelliten-Symposium „PARP inhibitors in ovarian cancer – expert perspectives on current clinical questions“, ESMO, 30.09.2019, Barcelona; Veranstalter: Clovis Oncology

Mehr unter: https://www.journalonko.de/news/lesen/13408

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