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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
26. Mai 2016

Ansätze zur individualisierten Therapie beim Mammakarzinom

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Stefan Peapke Autor Editorial
Das Schwerpunktheft 2016 des JOURNAL ONKOLOGIE zum Thema Mammakarzinom liegt vor uns. Gut so, denn Neues stand und steht an. Die Qual der Wahl lag wie immer in der Auswahl der Übersichten und Experteninterviews. Über allen Beiträgen steht jedoch die Idee, Puzzlesteine für eine mehr und mehr individualisierte Behandlungsführung zu liefern.

Hier steht am Anfang des Behandlungspfades die immer sicherer werdende tumorbiologische Charakterisierung, auf die N. Harbeck im Interview zur Subtypisierung invasiver Mammakarzinome eingeht.

Th. Kühn fasst zum Thema DCIS gleich mehrere heiße Eisen an: das DCIS ist keine obligate Präkanzerose, eine definierte DCIS-Größe sollte nicht zwingend zur Ablatio führen und insgesamt ist radikales Operieren nachgewiesenermaßen nicht effektiv, aber eine frühe Detektion und 2mm-schnittrandfreies Resezieren sind dennoch zielführend.

Darüber hinaus ist auch für uns zunehmend evidenter, dass die Sentinel-Lymph-Node-Biopsy vor der Therapieplanung nicht notwendig ist. Zum Einen nicht, weil die tumorbiologischen Faktoren die Entscheidung zur primär systemischen Therapie tragen, zum anderen nicht, weil die chirurgische Prozedur der SLNB auch nach der PST ausreichend sicher durchführbar ist. So können wir uns auch in diesem Feld wieder der verbesserten Detektion, minimal-invasiven Ansätzen oder der sehr grundsätzlichen Fragestellung der Notwendigkeit einer axillären Dissektion widmen.

Alle, die dabei waren, haben sich mit dem (endlich) freudestrahlenden Thoralf Reimer gefreut, der zum GBG-Meeting in Frankfurt den Beginn und die bereits durchschlagende Rekrutierung der INSEMA-Studie präsentieren konnte. Und auch J. Bischoff macht in seiner Übersicht Hoffnung – und das in der metastasierten Situation. Auch hier rückt die individualisierte Therapieführung näher. Was vor wenigen Jahren eher formulierte Idee war, gewinnt heute mit einer Vielzahl von zielgerichteten Substanzen – über die man erst einmal die Übersicht bekommen und dann auch noch behalten muss, Realität – von Behandlungsschritt zu Behandlungsschritt.

Mit Hilfe dieses Schwerpunktheftes diesen Wegen besser folgen zu können – dies wäre erfolgreich zu nennen.

In diesem Sinne!
Ihr
Stefan Paepke

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